Studium und Kinder

Ich weiß gerade nicht, was ich denken soll. Seit wir unseren Eltern von unserem Kinderwunsch erzählt haben – und seitdem sie wissen, dass wir bald damit beginnen werden… – waren wir uns eigentlich immer sicher, dass unser Plan so passt. Natürlich sind da die „normalen“ Zweifel, die wohl jede Familie hat, die noch nie ein Kind hatte: Schaffen wir das, wie gestaltet sich der Alltag, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Das einzige, worüber wir uns nie Gedanken gemacht haben, ist der finanzielle Aspekt. Dies liegt aber vielleicht auch daran, dass wir selbst mit unserem geringen monatlichen Budget noch jeden Monat ziemlich viel Geld zurücklegen können. Außerdem leben wir nun seit 4 Jahren zusammen mit diesem geringen monatlichen Betrag. Und ich habe davor auch schon zwei Jahre allein nur von meinem monatlichen Unterhalt (damals genau 640 Euro, davon musste ALLES bezahlt werden. Auch die Miete. In München.) gelebt.

Aber je mehr die Menschen um uns herum an uns zweifeln, desto schlimmer werden meine eigenen Zweifel. Mit dem Gedanken, dass unsere Eltern überhaupt nicht überzeugt sind, kann ich mich eventuell ja noch anfreunden. Die Eltern meiner Freundin sind in erster Linie besorgt um unseren Abschluss. Nun, bis das erste Baby da ist, haben wir Studiums-technisch nur noch die Bachelor-Arbeit vor uns. Die werden wir schon irgendwie schaffen. Und der Master soll generell einfacher als der Bachelor werden. Zwar nicht vom Anspruch her, aber schon allein weil man als Master-Student weiß, „wie der Hase läuft“. Und weil das bis dahin Gelernte in unserem Fachbereich dann überwiegend nur noch angewandt werden muss. Doch irgendwie scheinen alle um uns herum – selbst im Freundeskreis – fest davon überzeugt zu sein, dass Studium und Kind nie und nimmer funktionieren kann. Dann frage ich mich allerdings, wie zur Hölle schaffen es Frauen in Hetero-Beziehungen, nach oft nur einem Jahr zu Hause wieder Vollzeit zu arbeiten?

Für uns persönlich könnte der Zeitpunkt nicht perfekter sein. Einerseits wissen wir nicht, wo wir nach dem Studium arbeiten werden. Es gibt zwar ein Land, in das wir gerne gehen würden. Aber um dort ein Visum zu bekommen, müssen viele, viele Voraussetzungen erfüllt werden. Außerdem gilt das Land nicht gerade als absolut kinderfreundlich. Und dort erst Kinder bekommen? Die müssten wir wahrscheinlich zwecks Visum dann nach 8 Wochen direkt in Fremdbetreuung abgeben. Zumindest sieht es sonst finanziell dort eher schlecht aus, da – anders als in Deutschland – keinerlei Elterngeld oder ähnliches gezahlt wird.  In der Praxis würde die Schwangere dann 2 Monate vor und 2 Monate nach der Geburt zu Hause bleiben können. Und der Partner geht komplett in der Zeit arbeiten. Außerdem muss in diesem Land komplett alles rund um die Schwangerschaft selbst bezahlt werden: Die Krankenkasse deckt weder vorgeburtliche Untersuchungen noch die Entbindung selbst ab. Rein finanziell gesehen würden wir also erst einmal sparen müssen, bis wir uns eine Schwangerschaft überhaupt leisten könnten. Und dann könnten wir wahrscheinlich nicht einmal beide rechtlich Eltern werden. So etwas wie gleichgeschlechtliche Ehe oder Stiefkindadoption gibt es dort nämlich auch nicht.

Außerdem hätten wir nach dem Master gerne noch die Möglichkeit, einen Doktor zu machen. Momentan könnten wir uns das zwar nicht wirklich vorstellen – aber da sind ja auch noch fast 4 Jahre hin. Und nur wegen dem Kinderwunsch darauf zu verzichten… Ist irgendwie auch eine insgesamt unbefriedigende Lösung.

Wir sehen das im Moment einfach so: Während des Studiums haben wir die Möglichkeit, uns beide gleichermaßen um unser Kind/unsere Kinder zu kümmern. Wir müssen nicht entscheiden, wer denn nun Elternzeit nehmen „darf“ und in welche Krippe das Kind nach einem Jahr geht. Wenn das Kind krank ist, können wir auch 2 Wochen lang nichts für die Uni machen. Im Notfall können wir das Studium verlängern, wenn wir nur weniger Kurse als vorgesehen schaffen. Bei welchem Job kann man schon sagen, dass man nun ein paar Wochen lang gerne nur 10 Stunden pro Woche arbeiten möchte? Und der größte Vorteil für uns persönlich ist: Unsere Kinder müssen nicht mit 1 Jahr fremdbetreut werden. Wir können die ersten beiden Lebensjahre mit den Kindern verbringen.

Das einzige, was sich nicht im Vorfeld beantworten lässt, ist die Frage nach dem „Wie gestaltet sich der Alltag“. Doch wer kann das schon?

Ehe oder eingetragene Lebenspartnerschaft

Nun haben wir uns nochmal schlau gemacht, wie eine Ehe in Dänemark nun hier anerkannt wird. Letztendlich wird eine Ehe hier nicht als eingetragene Lebenspartnerschaft anerkannt. Nachdem wir in Berlin selbst beim Standesamt niemanden erreicht hatten, weder telefonisch noch per E-Mail (und wir haben über eine Woche auf eine Antwort gewartet…), war ich gestern einfach mal so dreist, und habe in Brandenburg bei einem Standesamt angerufen. Zwar hatte die Mitarbeiterin dort mit Dänemark im Speziellen keine Ahnung, allerdings bestätigte sie uns, was wir schon befürchtet hatten: Da es in Dänemark eine Ehe wäre, kann dies hier nicht als Lebenspartnerschaft eingetragen werden. Toll.

Nun verwehrt unser (Achtung, Ironie) wundervolles, tolles Land uns nicht nur eine Ehe, nein, wir dürfen nicht einmal in einem anderen Land heiraten. Also Moment, so stimmt das natürlich nicht: Wir dürfen schon in Dänemark heiraten. Nur müssten wir hier dann noch einmal extra eine Lebenspartnerschaft begründen. Inklusive Termin holen, alle Gebühren zahlen etc. Und die Ehe in Dänemark hätte hier überhaupt keine Bedeutung – wir wären faktisch immer noch zwei Fremde. Nachdem wir diesen Rückschlag verdaut hatten (Und das war bei weitem nicht der einzige in den letzten Tagen…), haben wir uns letztendlich dazu entschieden, doch hier zu „heiraten“. Mir persönlich wäre der zusätzliche Stress ja egal gewesen, aber meine Freundin fand die Idee, den ganzen Aufwand zwei Mal zu betreiben, dämlich. Ist ja auch verständlich.

Und noch ein verbitterter Kommentar zum Schluss: Als wir uns dann entschieden hatten, die Verpartnerung hier zu machen, haben wir das Standesamt kontaktiert. Erst per Telefon, wo keiner ran ging, und dann per E-Mail. Es war das gleiche Standesamt, dem wir zwecks Anerkennung der Ehe in Dänemark geschrieben hatten. Die, die uns über eine Woche nicht geantwortet hatten. Und siehe da: Innerhalb von 2 Minuten(!) kam die Antwort, ich solle Ihnen zwecks Rückruf doch bitte meine Telefonnummer mitteilen…

Privater Spender oder Samenbank?

Als wir anfingen, uns über Kinder Gedanken zu machen, kam natürlich relativ schnell die Frage auf, wie wir denn nun an Sperma kommen. Grundsätzlich haben wir da als lesbisches Paar ja zwei Möglichkeiten: Entweder ein privater Samenspender, oder eine Samenbank. Zu Beginn waren wir uns absolut sicher, dass eine Samenbank auf keinen Fall in Frage kommt. Wir wollten zwar keine 3- oder 4-Elternfamilie, aber das Kind sollte auf jeden Fall die Möglichkeit haben, schon früh den Vater kennenzulernen. Also haben wir in allen einschlägigen Foren bzw. Websites Anzeigen geschaltet.

Zuerst war die Resonanz relativ hoch, doch grundsätzlich konnten wir schon bereits direkt nach der ersten Kontaktaufnahme ca. 90 Prozent der Zuschriften aussortieren. Die Gründe waren vielfältig:

1. Viele der Männer waren deutlich älter als wir (in etwa so alt wie unsere Eltern oder ein paar Jahre jünger). Das kam für uns nicht in Frage, weil wir ja eben wollten, dass unser Kind von Beginn an Kontakt haben kann. Und ganz ehrlich: Ich hätte mich damit einfach nicht wohl gefühlt, meiner Freundin Sperma zu inseminieren, das genausogut von meinem Vater hätte stammen können (Also rein vom Alter her). Eine gewisse Sympathie war uns schon wichtig, weshalb wir unter anderem einen Spender in unserem Alter (20-30 Jahre) möchten.

2. Obwohl wir eindeutig(!) formuliert hatten, dass nur, und auch wirklich ausschließlich, die Bechermethode in Frage kommt, gab es trotzdem immer wieder Anfragen mit der „natürlichen“ Methode. Dazu muss auch nichts weiter gesagt werden. Wir sind nämlich absolut glücklich mit unserer monogamen lesbischen Lebensweise (und dem Sex :D)

3. Die Gründe für die Samenspende. Sympathisch wäre es uns gewesen, wenn ein Spender beispielsweise deshalb seinen Samen spendet, weil er selbst in der Familie oder im Freundeskreis auf das Problem gestoßen ist (ob nun durch unfruchtbaren Mann oder eben bei einem lesbischen Paar). Ok wäre noch gewesen, wenn Geld das Hauptargument gewesen wäre, warum er den Samen spendet (Wir sind Studenten – das Argument verstehen wir also). Tja – soviel zur Wunschvorstellung. Im Ergebnis hatten wir dann zu 2 potentiellen Männern Kontakt: Der eine ist vor einem Jahr erst nach Deutschland gekommen und wollte nun auf diesem Weg eine „Familie“ gründen und der andere… Naja. Offiziell behauptete er, dass er selbst gerne Kinder hätte und aufgrund seines wenig gefragten Studiums im Bereich der Geisteswissenschaften finanziell gesehen keine Familie gründen könnte. Was die wahren Gründe bei diesem Mann waren: Keine Ahnung. Das haben wir selbst nach langem, gemeinsamen Grübeln nicht herausgefunden.

Als wir uns dann etwa 2 Monate mit der Suche nach potentiellen Samenspendern „herumgeschlagen“ haben, waren wir langsam echt ungeduldig und haben begonnen, uns mit der Alternative Samenbank auseinanderzusetzen. Und schließlich haben wir festgestellt, dass der einzige Punkt, der negativ im Vergleich zu einem privaten Spender ist, der Kontakt zwischen Kind und Vater ist. Bei fast allen Samenbanken kann das Kind erst mit 18 Jahren den „Erzeuger“ kennenlernen, wenn es das selbst möchte. Dafür ist vieles so viel leichter bei diesem Weg:

1. Gesundheitlich ist diese Methode völlig unbedenklich (Die Spender werden auf alle möglichen Krankheiten im Vorfeld getestet)

2. Es gibt eine große Auswahl an Spendern, die auf den ersten Blick zu uns „passen“ würden

3. Rechtlich gesehen ist der Fall eindeutig (Das war uns wichtig, weil wir ja durch die Stiefkindadoption die Möglichkeit haben, beide rechtliche Eltern zu sein und das auf jeden Fall möchten)

4. Die Insemination wird von einem Arzt durchgeführt, der auch Ahnung davon hat, was er da tut; Außerdem gibt es so die Möglichkeit der IUI

5. Das Sperma ist auf jeden Fall von hoher Qualität, sodass meine Freundin (hoffentlich!) schnell schwanger wird

Deshalb haben wir uns letztendlich – trotz des für uns persönlich einen einzigen Nachteils – für eine Samenbank entschieden. Und nun warten wir, bis die Voruntersuchungen abgeschlossen sind. Und danach warten wir, bis wir im Urlaub waren und es endlich März ist und wir starten können 😀

Mal von der anderen Seite…

Nachdem meine Frau bisher die „Öffentlichkeitsarbeit“ übernommen hat, fühle ich mich jetzt auch mal genötigt meinen Senf dazuzugeben =^.^=

Mit dem (ideal-minimum) 6-Monatsabstand der Kinder kann ich mich nach stundenlangem Grübeln langsam etwas anfreunden. Auch wenn sich am Anfang alles in mir gegen diese Idee gewehrt hat, denke ich mittlerweile ernsthaft darüber nach, dass das eine Alternative sein könnte. Neben all den kleinen Bedenken und Problemen, die ich in diesem Plan sehe, ist mein (extremes XD) Harmonie-Bedürfnis wohl der ausschlaggebendste Punkt bei der ganzen Sache: 

Wenn die gesamte Familie schon gegen das erste Kind so kämpft, wie wird das dann erst, wenn wir mit dem zweiten Kind anfangen? 

Ich weiß ja, dass wir im Grunde alt genug sind um solche Entscheidungen selbst zu treffen und eigentlich sollte uns die Meinung der Verwandtschaft auch nicht sonderlich stören, aber irgendwie macht mich das ganze ziemlich fertig. Es ist ja nicht so, als hätten meine Eltern bei irgendeiner meiner Entscheidungen jemals an mich geglaubt oder auf ein Gelingen gehofft. Jedes Mal wieder wurde davon ausgegangen, dass ich jämmerlich scheitere und danach kam dann das große Erwachen. In Sachen Schule, Umzug und Studium ist mir das aber mittlerweile ziemlich egal. Nur bei Kindern sehe ich das ganze noch etwas kritischer. Wie können wir Kinder in die Welt setzen, wenn die von niemandem außer uns wirklich gewollt werden? Ich möchte meinen Kindern später nicht sagen müssen, dass ihre Großeltern sie eigentlich gar nicht haben wollten! 

Davon abgesehen hatte ich immer die abstruse Wunschvorstellung, dass meine Mutter mit uns Baby-Sachen einkaufen wollen würde, dass sie darauf bestehen würde, Teil des Lebens unserer Kinder zu sein. Im Moment gestaltet sich das eher anders, es ist keinerlei Interesse da… und als ich sie fragte, ob sie sich über Enkelkinder denn freuen würde, kam eine wenig befriedigende, völlig neutrale und kaum aussagekräftige Antwort zurück, die bei mir kaum Hoffnung auf ein harmonischesn Großeltern-Enkel-Verhältnis erweckte. 

Ich wünschte, ich könnte diese Zweifel und dieses Verlangen danach, von meinen Eltern wirklich respektiert zu werden einfach ausschalten. Leider funktioniert das gar nicht so einfach, wie es sich anhört, also kommt das ganze Unternehmen erstmal auf die imaginäre To-do-Liste…

 

Abgesehen davon fiebere ich dem nächsten Arzttermin ziemlich entgegen. Wir werden hoffentlich endlich erfahren, ob dem Projekt „Baby“ nichts entgegensteht und ob bei mir alles in Ordnung ist. Auf Grund unregelmäßigem Zyklus und fehlendem (eindeutigem) ES-Ergebnis beim Ovu-Test mache ich mir da doch ziemlich sorgen, auch wenn Schatz der Meinung ist, dass das völlig umsonst ist. Es wird schon alles gut werden… 

Oder vielleicht doch?

Da wir uns in letzter Zeit viel über Kinder unterhalten, stellten wir fest, dass wir beide grundsätzlich unterschiedliche Vorstellungen von der Anzahl der zukünftigen Kinder haben. Während meine Freundin sich vorstellen kann, auch erst einmal nur ein Kind zu haben und „dann weiterzusehen“, kann ich es mir überhaupt nicht vorstellen, nur ein Kind zu haben. Wir beide sind selbst Einzelkinder: Meine Freundin mit „glücklicherer“ Kindheit, und ich… Naja, anderes Thema. Nicht nur deshalb kam für mich überhaupt nicht in Frage, ein Einzelkind zu haben, so auf Dauer. Für mich kommt deshalb auch nicht in Frage, einen größeren Altersabstand als ca. 2 Jahre zwischen den Kindern zu haben.

Nunja, gestern hat mir Schatz dann eröffnet, dass sie anfangs noch überhaupt nicht über mehr als ein Kind nachgedacht hat und sich insgesamt auch nur EINS vorstellen könnte… Das hat mich dann erstmal geschockt. Aber da meine Freundin grundsätzlich auch weiteren Kindern nicht abgeneigt ist, konnte ich sie zum Glück schnell überzeugen, dass das überhaupt keine Alternative für mich ist und sie sich doch bitte darauf einstellen soll, mehrere Kinder mit mir zu haben :D. Letztendlich sind wir dann wieder beim leidigen Thema „Altersabstand“ angelangt. Auch, weil ich meinte, dass es unter Umständen schon sein kann, dass es sonst mit 2 Kindern im Studium nichts mehr wird… Und direkt kurz vor Abschluss oder danach kann ich es mir nicht vorstellen, ein Kind zu bekommen. Für uns kommt es auch nicht in Frage, dass nur einer arbeitet während der andere sich ausschließlich um das Kind/die Kinder kümmert. Also habe ich noch einmal meinen Vorschlag „Altersabstand 6 Monate“ bekräftigt… Und siehe da: Auf einmal kann es sich meine Freundin zumindest ein wenig vorstellen 😉

Jetzt müssen wir nur noch ganz oft darüber reden, und ich muss ihr die Angst davor nehmen, dass wir das alles am Ende nicht schaffen. Ich finde meine Idee nach wie vor gut und bin der Ansicht, wenn denn dann erst einmal 2 Kinder da sind, ist es uns auch völlig egal, ob der Altersabstand nun 6 Monate, 1 Jahr oder 2 Jahre ist. Also: Je schneller zwei Kinder, desto besser ^^

Eins oder zwei…

Gestern hatten wir die Diskussion, wann wir denn nun unser zweites Kind bekommen möchten (Dabei ist ja noch nicht mal eins unterwegs… hihi).  Ich hätte es mir generell vorstellen könnnen, einen relativ geringen Abstand (2, 3 oder auch 6 Monate) zwischen den Kindern zu haben. Wir haben da ja die Wahl^^ Allerdings sind wir ja nun beide noch sehr jung und uns wird von unseren Familien fast nur erzählt, wie unendlich anstrengend Kinder sind. Nicht nur deshalb kam für mein Schatzi deshalb nicht in Frage, während ihrer Schwangerschaft (sie wird das erste Kind bekommen) grundsätzlich schon zu versuchen, mich schwanger zu bekommen. Nun haben wir deshalb hin und her überlegt, wann und ob und wie wir nun ein zweites Kind möchten. Grundsätzlich bin ich nämlich total gegen Einzelkinder und möchte möglichst auch einen Abstand von weniger als 2 Jahren zwischen den Kindern. Das wäre natürlich erst Mal kein Problem – allerdings wären wir, wenn alles klappt und wir einen Abstand von 2 Jahren hätten, dann gerade entweder kurz vor der Masterarbeit oder schon fast fertig damit. Und es kommt nicht in Frage (schon allein finanziell nicht), nach dem Master erst Mal zu Hause zu bleiben und sich um Kinder zu kümmern. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben uns nun darauf geeinigt, zu warten, bis das erste Kind ein, zwei, Monate ist und danach am zweiten zu basteln. So können wir sehen, ob wir den Alltag mit einem Kind gut gebacken bekommen und uns beide auch noch ein zweites vorstellen können.

Und idealerweise (ja, ich gehe jetzt vom Idealfall aus) ist das zweite Kind dann auch 1,5 oder 2 Jahre, bis wir arbeiten müssen. Laange Zeit um uns ausgiebig um unsere Kinder zu kümmern 😉

Heiraten und Kinder

Wir haben uns nun dazu entschieden, in Dänemark zu heiraten. Wir sind einfach mal prinzipiell dagegen, dass es in Deutschland rechtlich gar nicht möglich ist, zu heiraten – und ganz ehrlich, ich habe keine Lust, am Ende bei der „Verpartnerung“ (was für ein bescheuertes Wort…) zu hören: „Sie sind nun eingetragene Lebenspartner“. Ich möchte gefälligst heiraten, und wir möchten auch als Ehepaar betrachtet werden. Und wenn dies nunmal hier nicht möglich ist, sind wir auch flexibel. Dann gehen wir eben dort hin, wo es möglich ist. Und richtig erkannt: Ein wenig Trotz ist auch dabei. Wir möchten nunmal keine „Ehe“ zweiter Klasse. Uns ist natürlich klar, dass es hier dann trotz allem nicht als normale Ehe anerkannt wird. Und trotzdem – finde ich – macht es gefühlt eben doch einen Unterschied, so ganz allein für uns selbst. Außerdem sind wir ja fest davon überzeugt, dass wir nur ein Mal heiraten – und wenn, dann möchten wir auch HEIRATEN.

Im Bezug auf unsere Kinderplanung wird es demnächst auch konkreter. Mittlerweile haben wir uns entschieden, das Projekt „Wir bekommen ein Baby“ Ende März/Anfang April 2013 anzugehen. Dies würde dann bedeuten, dass das Kind frühestens mitten in der Bachelorarbeit zur Welt kommt. Aber da ja nicht klar ist, wann es dann überhaupt klappt, kann es auch noch etwas länger dauern. Auf jeden Fall ist das unser „frühstmöglicher Zeitpunkt“, an dem rein praktisch ein Kind auch sinnvoll ist – vorher haben wir ja unser 3-monatiges Pflichtpraktikum, und ich könnte mir so überhaupt nicht vorstellen, ein gerade geborenes Baby dann schon in Betreuung abzugeben. Also fiebern wir nun nächstem Frühling entgegen und hoffen, dass wir dann nicht so ewig warten müssen, bis wir ein „positiv“ in den Händen halten ♥