Mal von der anderen Seite…

Nachdem meine Frau bisher die „Öffentlichkeitsarbeit“ übernommen hat, fühle ich mich jetzt auch mal genötigt meinen Senf dazuzugeben =^.^=

Mit dem (ideal-minimum) 6-Monatsabstand der Kinder kann ich mich nach stundenlangem Grübeln langsam etwas anfreunden. Auch wenn sich am Anfang alles in mir gegen diese Idee gewehrt hat, denke ich mittlerweile ernsthaft darüber nach, dass das eine Alternative sein könnte. Neben all den kleinen Bedenken und Problemen, die ich in diesem Plan sehe, ist mein (extremes XD) Harmonie-Bedürfnis wohl der ausschlaggebendste Punkt bei der ganzen Sache: 

Wenn die gesamte Familie schon gegen das erste Kind so kämpft, wie wird das dann erst, wenn wir mit dem zweiten Kind anfangen? 

Ich weiß ja, dass wir im Grunde alt genug sind um solche Entscheidungen selbst zu treffen und eigentlich sollte uns die Meinung der Verwandtschaft auch nicht sonderlich stören, aber irgendwie macht mich das ganze ziemlich fertig. Es ist ja nicht so, als hätten meine Eltern bei irgendeiner meiner Entscheidungen jemals an mich geglaubt oder auf ein Gelingen gehofft. Jedes Mal wieder wurde davon ausgegangen, dass ich jämmerlich scheitere und danach kam dann das große Erwachen. In Sachen Schule, Umzug und Studium ist mir das aber mittlerweile ziemlich egal. Nur bei Kindern sehe ich das ganze noch etwas kritischer. Wie können wir Kinder in die Welt setzen, wenn die von niemandem außer uns wirklich gewollt werden? Ich möchte meinen Kindern später nicht sagen müssen, dass ihre Großeltern sie eigentlich gar nicht haben wollten! 

Davon abgesehen hatte ich immer die abstruse Wunschvorstellung, dass meine Mutter mit uns Baby-Sachen einkaufen wollen würde, dass sie darauf bestehen würde, Teil des Lebens unserer Kinder zu sein. Im Moment gestaltet sich das eher anders, es ist keinerlei Interesse da… und als ich sie fragte, ob sie sich über Enkelkinder denn freuen würde, kam eine wenig befriedigende, völlig neutrale und kaum aussagekräftige Antwort zurück, die bei mir kaum Hoffnung auf ein harmonischesn Großeltern-Enkel-Verhältnis erweckte. 

Ich wünschte, ich könnte diese Zweifel und dieses Verlangen danach, von meinen Eltern wirklich respektiert zu werden einfach ausschalten. Leider funktioniert das gar nicht so einfach, wie es sich anhört, also kommt das ganze Unternehmen erstmal auf die imaginäre To-do-Liste…

 

Abgesehen davon fiebere ich dem nächsten Arzttermin ziemlich entgegen. Wir werden hoffentlich endlich erfahren, ob dem Projekt „Baby“ nichts entgegensteht und ob bei mir alles in Ordnung ist. Auf Grund unregelmäßigem Zyklus und fehlendem (eindeutigem) ES-Ergebnis beim Ovu-Test mache ich mir da doch ziemlich sorgen, auch wenn Schatz der Meinung ist, dass das völlig umsonst ist. Es wird schon alles gut werden… 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s