Es gibt jetzt doch…

Flitterwochen!

Dann sind wir bei „5 Ländern innerhalb von 3 Monaten“ 😀

Februar: Amsterdam (1 Tag + 1 Nacht), Tokyo, Rom (Flughafen)
März: Tokyo Teil 2, Rom (eine Nacht), Budapest (Flughafen)
April, unsere Flitterwochen: … Ihr dürft raten! Ein kleiner Tipp: Es ist innerhalb von Europa, wir müssen etwa 1 1/2 bis 2 Stunden fliegen und es ist eine große Stadt mit vielen Flughäfen. 😀 Und wir bleiben 5 Tage.

Jaaa, wir müssen ja unbedingt noch reisen, bevor wir dann mit Kindern dazu keine Zeit mehr haben! Weil mit Kindern, da ist dann ja unser Leben vorbei! 😉

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(Vor)letzter Punkt auf der Liste

Heute haben wir den vorletzten Punkt auf der Liste „Kinderwunschbehandlung“ hinter uns gebracht. Wir mussten für die Kinderwunschklinik ja beim Notar einen Vertrag unterschreiben, dass wir die Klinik vor Unterhaltsansprüchen etc. freistellen. Ehrlich gesagt war ich ganz schön nervös – ich weiß auch nicht warum.

Zuerst mussten wir Geld abheben, weil die Mitarbeiterin des Notars uns angekündigt hat, dass wir Bargeld mitnehmen sollen. Schließlich will der Notar auch Geld für seine Leistung 😉 Danach sind wir mit dem Bus dort hingefahren. Zum Glück war es recht nah, weil es meiner Freundin echt nicht so gut ging (Kopfschmerzen und später zusätzlich Übelkeit). Nachdem wir erst an dem Gebäude vorbeigelaufen sind und schließlich vor Hausnummer 6 standen (wir mussten zu Hausnummer 2-4), haben wir es dann doch noch gefunden. Als wir da waren, waren wir total durchnässt, weil es kurz vorher angefangen hatte zu regnen.

Dort angekommen mussten wir dann in den 9. Stock und wurden von der Mitarbeiterin, mit der ich letzte Woche den Termin vereinbart hatte, begrüßt. Danach mussten wir kurz warten, während sie den Vertrag und unsere Ausweise schon einmal mitnahm. Nach etwa 5 Minuten wurden wir dann vom Notar begrüßt und in sein Zimmer gebeten. Dort kontrollierte er erneut unsere Ausweise und hat überprüft, ob er die richtigen Frauen vor sich hat 😉 Danach erklärte er uns kurz, was er macht (bezeugen, dass wir selbst den Vertrag unterzeichnen), und das wars dann auch schon. Wir unterschrieben den Vertrag, dann wurde er noch zusammengefasst weil er aus 3 Seiten bestand, und nach einer kurzen Wartezeit durften wir dann 17,85 Euro bezahlen und mit dem Vertrag wieder gehen.

Jetzt müssen wir den Vertrag dann nur noch an die Kinderwunschklinik senden, und dann wars das.

Nächsten Montag werden dann noch die Samenproben, die wir bereits bestellt haben, losgeschickt und dann ist alles da! Wir können also, wie geplant, direkt nach unserem Urlaub loslegen – und haben vor dem Urlaub dann auch schon alles fertig, sodass wir uns komplett entspannen können.

Und da wir jetzt nichts mehr zu tun haben, gibt es auch keine Ausrede mehr, sich vor dem Uni-Kram zu drücken… Ab jetzt wird also jeden Tag ganz viel gelernt. 😦 Aber wenigstens haben wir dann das Gefühl, den Urlaub auch wirklich verdient zu haben *schönred*

Fragen

1. Wie lädt man jemanden aus, wenn man von dieser Person auch ohne Einladung mit dessen Anwesenheit beglückt wird?

Person A: „Aber ihr ladet mich schon zu eurer Hochzeit ein, oder?“
Person B: „…“
Person A: „Naja, egal, ich komm ja eh, auch ohne Einladung!“

Wie wird man also Person A los?

2. Warum finden wir einfach kein „perfektes“ Restaurant für unsere Hochzeit?

Eigene Antwort: Weil selbst das tollste Restaurant die Gäste nicht verschlucken und nie wieder hergeben kann…

3. „Dürfen“ wir für einen Tag auch mal Nicht-Vegetarier sein? Es gibt da so ein Restaurant, das hat sooo tolle Gerichte, aber absolut nichts ohne Fleisch oder Fisch… Und es löst Problem 2…

4. Wie stellen wir das nervige „Aber ihr seid doch Vegetarier, und ihr esst Fleisch, AAA-HAHAHAHAHAAA, für diese ein, zwei, Stunden ab? Achja, es geht um die Person, die bei Nr. 1 ausgeladen werden soll…

5. Kann man ein Restaurant hier in Deutschland als japanischen Boden deklarieren? Also, nicht offiziell, sondern einfach inoffiziell? Das würde Problem Nr. 3 klären – in Japan sind wir keine Vegetarier 😀

Anmerkung zu Frage 5: Eigentlich essen wir beide kein Fleisch (und ich auch keinen Fisch, meine Freundin ab und zu schon). Aber in Japan haben wir trotzdem alles gegessen, weil wir eh in 70 Prozent der Fälle nicht so ganz genau wussten, was in unserem Essen war… Boah, richtig zubereitet finde ich Fleisch echt toll! Chicken Teriyaki, Yaki Gyoza… Noch 4 Wochen, dann gibts das wieder täglich!

Und für jeden, der das wirre Geschreibsel durchgehalten hat: Heute ist echt nicht mein Tag. Ich versinke in Depressionen, weil ich so absolut keine Lust habe, meine Eltern bei meiner Hochzeit dabei zu haben. Aber ich komm nicht drum rum, ohne ewigen Streit ohne Ende auszulösen.
Außerdem hat Berlin kein passendes japanisches Restaurant für uns. Für die Hochzeit. Warum steht Berlin nur so auf Fleisch? Grr…

Und unser Kater hat heute Nacht fremdgekuschelt! Wir hatten Besuch von einer Freundin, die auf dem Sofa übernachtet hat und er hat die ganze Nacht bei der Freundin geschlafen. Böser Kater. Und jetzt sieht er so unglaublich niedlich aus, weil er gerade schläft… Nein, ich bin dem tollsten Kater überhaupt eigentlich nicht böse.

Außerdem stören mich grad so viele Kleinigkeiten. Dass jetzt Prüfungen sind, ab nächster Woche. Dass ich so faul bin, und bisher kaum gelernt hat. Und dass es so lange dauert, bis wir dann in Japan sind. Ich mag viel lieber Urlaub als Prüfungen 😉

Ein paar Fakten…

Heute gibts mal was neues: Stichpunkte 😉 Ich bin schreibfaul.

– Wir haben uns auf einen Mädchennamen geeinigt, der wohl zu 99 Prozent an ein erstes Mädchen vergeben wird. Jetzt fehlt uns nur noch ein definitiver zweiter Mädchenname, aber darum werden wir uns kümmern, wenn das erste Kind auch wirklich ein Mädchen wird. Sonst brauchen wir unter Umständen ja garkeine zwei Mädchennamen.

– Wir haben einen neuen Jungennamen aufgetrieben, von dem wir absolut überzeugt sind. Absolut selten, mit – irgendwie – persönlicher Bedeutung. Manche würden den Namen vielleicht auch als „etwas gewagt“ bezeichnen. Aber so schlimm ist er garnicht 😉 Damit sind wir momentan bei 6 ernstzunehmenden Jungennamen. Wir wissen auch schon, wie ein erster Junge heißen würde. Der Name steht mittlerweile seit etwa 6 Monaten fest und: DER ist es.

– Ich war gestern das 2. Mal dieses Jahr beim Zahnarzt. Karies an einem Zahn. Hat zwar wehgetan, war allerdings noch nicht so schlimm. Ich bin ganz stolz auf mich, weil es ohne Spritze ging. 😀 Oh Gott, ich hasse Zahnarztbesuche einfach. Obwohl der Arzt richtig nett war…

– Wir haben heute etwa 3 Stunden damit verbracht, unsere neue Ikea-Lampe im Flur aufzuhängen. Ich hasse Ikea. Ich hasse unsere Wände und unsere Decken. Dafür, dass man da keine Löcher reinbekommt. Und dafür, dass einem die Wände entgegenkommen, wenn man ein Loch bohren möchte… Aber die Lampe hängt. Endlich. Und wir haben keine Rotlicht-Puff-Beleuchtung mehr im Flur. (Anmerkung: Wir hatten vorher eine normale Glühbirne und einen Lampenschirm in pink. Deshalb war das Licht so rötlich und alles andere als hell. Und deshalb auch die neue Lampe!)

– Unsere Wohnung ist jetzt so gut wie fertig eingerichtet. Jetzt können die Kinder kommen…

– Wir werden die 1. IUI wahrscheinlich erst um den 10. April rum machen. Der Zyklus der Liebsten möchte es so… Wir sind ja bis Mitte März im Urlaub und verpassen dann, so wie es momentan aussieht, gerade so den Eisprung. Also noch länger warten… Ich hab das Warten langsam ernsthaft satt. Ich mag jetzt anfangen! Ich will ein Kind!

– Heute wollte ich einen Termin vereinbaren, um endlich den Notarvertrag für die Kinderwunschklinik weg zu haben. Dazu müssen wir ja bei einem Notar einen Vertrag unterzeichnen. Die Geschäftszeiten des guten Herren sind allerdings von 10-13 Uhr… So ein Arbeitsleben hätt ich dann später auch gern! *bestellen geh*

– Meine Liebste war heute (ganz allein…) beim Hausarzt und hat dort Blut abzapfen lassen. 3(!!) Röhrchen! Jetzt werden ihre Schilddrüsen-Werte überprüft und wir hoffen, dass alles im grünen Bereich ist. In ihrer Familie hat so ziemlich jeder Probleme mit der Schilddrüse, weshalb wir die Werte mal überprüfen lassen wollten. Ist ja für so einen Kinderwunsch nicht gerade förderlich, sollte da wirklich was nicht in Ordnung sein…

– Wir sind im 2. Zyklus mit dem Clearblue Monitor, und heute waren es 2 Striche. Yeah, es geht voran! Im letzten Zyklus gab es die 2 Striche ganze 8 Tage lang. Mal sehen, wie es diesmal wird. Nebenbei trinkt die Liebste schon den Kindlein-Komm-Tee. Vielleicht hilfts ja, und vielleicht beschleunigt es den Zyklus ein wenig.

– Der Kater hat mich heute total erschrocken: Ich hörte ein leises Winseln, das ich zu Beginn als dumpfes Klopfen von unseren Nachbarn über uns interpretiert hatte. Aber als es lauter wurde, stellte ich fest, dass der Kater für das Geräusch verantwortlich war! Also suchte ich den alten Herrn und er war am träumen. Das war ein göttliches Bild… Er ist dann zum Glück direkt aufgewacht, als ich mich genähert habe. Und dabei schaute er mich dann total verwirrt an… Dann hat er sich kuscheln lassen, hat angefangen zu schnurren und die Welt war für ihn wieder in Ordnung.

– Jetzt kommt der längste Absatz: Ich hab mich am letzten Wochenende mit einer Freundin lange ausgesprochen. Sie ist eine meiner besten Freundinnen, und bisher war sie absolut unbegeistert von unserem Kinderwunsch im Studium. Wir stehen finanziell doch noch nicht auf eigenen Beinen. Außerdem ist es absolut unmöglich, in den ersten Lebensjahren eines Kindes überhaupt noch an ein Studium zu denken. Dafür hat man keine Zeit mehr. Wir werden unser Studium also nicht fertig bekommen, und der Berufseinstieg mit zwei (idealerweise) zwei- bis dreijährigen Kindern wird absolut unmöglich. Das schaffen wir ja eh nicht. Und warum wir nicht warten, bis wir Geld verdienen. Und überhaupt: Wie können wir daran denken, unsere Kinder eventuell in die Krippe geben zu wollen (Anmerkung: Das hatte ich als absoluten Notfall-Plan genannt, für den Fall dass wir zu überhaupt nichts mehr kommen und es auch nicht schaffen, uns die Kinderbetreuung aufzuteilen. Und ich habe extra gesagt, dass das höchstens für 20 Stunden pro Woche in Frage kommt. Ich will damit keine anderen Wege verurteilen, und keine Aussagen darüber treffen, ob Kinder in dem Alter in Fremdbetreuung gegeben werden sollen. Das soll bitte jeder so entscheiden, wie er möchte! Wir möchten unsere Kinder frühestens mit 18 Monaten in (Teilzeit-)Fremdbetreuung geben.)

Tja – von unserem Plan konnte ich sie nicht überzeugen. Sie war der Meinung, dass es viel besser ist, wenn ein Elternteil bis zum Schuleintritt(!!) des Kindes ganz zu Hause bleibt. Oder doch bitte mindestens bis zum 4. Geburtstag. Der andere Elternteil kann dann ja für das nötige Kleingeld sorgen, indem er Vollzeit arbeitet. Ist ja auch voll die gerechte Aufteilung. Und eine sooo moderne Vorstellung von Rollenverteilung… *augenverdreh* Aber: Bei ihr und ihrem Freund wäre es ja so, dass ihr Freund zu Hause bei den Kindern bleiben würde. Wers glaubt…

Achja. Und wir sollen doch, bevor wir Kinder wollen, ein Praktikum in einer Kita machen. Oder am besten noch in einer Krippe. Wir sind ja beide Einzelkinder, und wir können ja überhaupt nicht einschätzen, wie man mit Kindern umgeht. Und wie viel Stress Kinder bedeuten. Und ob uns denn klar ist, dass unser Leben als Paar dann vorbei ist. Wir sind dann ja überhaupt nicht mehr ungebunden und frei (Als wären wir jetzt auch nur in irgendeiner Weise Partymenschen oder würden häufiger als alle paar Monate mal abends ins Kino gehen). Und wir sollen doch noch „was erleben“, bevor wir an die Familienplanung denken.

So. Genug jetzt. Jeder, der denkt, dass das Leben mit Kindern „vorbei“ ist, soll bitte nicht kommentieren 😉 Wir haben uns schon für Kinder entschieden, und das wird sich nicht ändern. Realistische Einschätzungen (vor allem bei schon vorhandenen Kindern im Haushalt) nehmen wir natürlich gerne an! Aber bitte kein: Die Welt geht unter, und dein Leben ist vorbei sobald Kinder da sind.

Vornamen…

Bitte schlagt uns einfach mal Vornamen vor. Für Mädchen. Bevor das hier zum Beziehungskiller wird 😀

Wir können uns einfach nicht (so richtig) einigen. Meine Plöpp-Namen gehen bei meiner Liebsten einfach nicht durch (zu langweilig, „nee, da kannte ich mal eine…“, … bis hin zu „oh Gott, bloss nicht!“) und die Lieblingsnamen meiner Freundin sind überwiegend… Gewöhnungsbedürftig für mich 😀

Tja… Wir könnten mittlerweile 5 Jungs bekommen und auch Namen vergeben, aber für Mädchen haben wir noch keinen einzigen (vergebbaren) Namen, der uns beiden absolut gefällt.

Und im Hinterkopf sitzt irgendwie immer: Der Name muss dieses, und jenes, und überhaupt und auf keinen Fall darf er zu häufig, noch zu selten sein, und darf auch in keine Proll-Schublade… Urgs. Ich hätte nicht so viel Zeit in Namens-Foren verbringen dürfen. Da wird man ja irre!

Also: Her mit euren (hoffentlich zahlreichen) Vorschlägen. Einfach mal quer durch die Bank. Wir nehmen alles, was uns gefällt (wüssten wir nur, was uns gefällt… 😀 )

Jetzt schon vielen Dank für jede Antwort! Ihr verhindert damit eine ernsthafte „Vor-Ehe“-Krise… (Dabei streiten wir sonst echt fast nie… Vielleicht ein Mal pro Jahr… Aber die Namensdiskussion macht uns fertig.)

Die Gegendarstellung

So, wie versprochen: Jetzt gibts die Gegendarstellung. Warum unsere Situation toll ist. Und weshalb wir unbedingt jetzt sofort Kinder möchten 😀

Aalso… Im Moment befinden wir uns noch im Bachelor. Wir studieren ein typisches „Männerfach“, im speziellen was „technisches“. Und wir können (und tun das auch) etwa 90-95% der „Arbeit“ von zu Hause aus erledigen. Das heißt: Keine Anwesenheitspflicht in Vorlesungen/Übungen (außer natürlich bei irgendwelchen Abgaben am Semesterende, und die 1. Veranstaltung sollte man sich auch ansehen – den Fehler, dies nicht zu tun, haben wir bei 2 Kursen dieses Semester gemacht und das ging in die Hose).

Das bedeutet auch, dass wir jederzeit arbeiten können. Wenn wir also keine Lust haben, am Montag vormittag was für die Uni zu machen, können wir auch nachts was tun 😀 Außerdem sind wir beide im gleichen Semester des gleichen Studiengangs – spart echt Arbeit. Praktische Arbeiten über das Semester hinweg können wir in der Regel immer zusammen erledigen (Schatz, du machst die Arbeit für Fach x, ich mach die für Fach y). Das bedeutet auch, dass absolut ungeliebte Sachen auf den Partner abgewälzt werden können. Zum Glück haben wir eine komplett andere Vorstellung von „angenehmen“ Arbeiten. Ich mags eher theoretisch (Texte verfassen, Referate vorbereiten, etc.) und meine Freundin übernimmt das „praktische“ an den Arbeiten 😉

Außerdem haben wir einen super-flexiblen Nebenjob Nr. 1, den wir sowohl in den frühen Morgenstunden, als auch tagsüber oder nachts erledigen können. Und wir können so viel arbeiten, wie wir möchten (weder Vorgaben an Stundenanzahl noch „Volumen“, das erledigt werden muss). Und unser Nebenjob Nr. 2, den wir an der Uni machen, findet durchschnittlich 1x wöchentlich statt, dauert 2 Stunden und bringt uns insgesamt immerhin auch 40 Euro 🙂 Also, finanziell könnte es grad nicht optimaler laufen.

Soooo… Außerdem ist ein genereller Vorteil am Studium, dass man auch mal ein Semester länger machen kann. Wir outen uns jetzt einfach mal: Aus unserem 6-Semester-Bachelor haben wir einen 7-Semester-Bachelor gemacht. Lag unter anderem daran, dass wir einfach in einem Semester nur 3 statt (geplanten) 7 Kursen gemacht haben. Und statt darauffolgend 3 stressige Semester zu machen, haben wir uns für 4 „normale“ entschieden. Zu der Zeit wussten wir nämlich schon, dass es wohl auf „Kinder im Studium“ hinauslaufen wird und wir dafür einen großen Batzen Geld brauchen würden… Und das wollten wir uns wirklich nicht antun. Mich kaputt-arbeiten kann ich auch immer noch im Berufsleben 😀 Das Studium soll ja schon eine Zeit sein, die nicht von purem Stress über Jahre hinweg geprägt ist.

Also: So schlimm ist unsere Situation auch nicht. Außerdem haben wir nochmal durchgerechnet und festgestellt, dass wir uns immerhin zwischen November 2013 und April 2014 2 Monate „frei“ nehmen können. Wir müssen nur schauen, wann genau und ganz flexibel geht’s natürlich auch nicht. Wir werden also wahrscheinlich entweder nach unserem Praktikum 2-3 Wochen im November nehmen und dafür dann den Rest nach der Bachelorarbeit, oder die Bachelorarbeit direkt anfangen und dafür von Mitte Februar bis Mitte April „frei“ haben (bzw. auf die mündliche Prüfung warten – das dauert unter Umständen eh einige Wochen, sodass wir garnicht so frei entscheiden können, wann wir „Pause“ machen). Aber wie genau wir das nun machen, und wie genau das vom Studienablauf her vorgegeben ist, wissen wir jetzt auch noch nicht. Das kommt auch darauf an, wann wir nun unser 1. Kind bekommen (weil dann unter Umständen auch die Bachelorarbeit meiner Freundin um den Mutterschutz verlängert wird).

Also: Das Glas ist halbvoll, und wir sind optimistisch! 2013 wird super!

Stress

Momentan fühle ich mich einfach nur gestresst. Ende Januar fangen die Prüfungen an, und bisher bin ich einfach nicht dazu gekommen, zu lernen. Wenn ich also nicht langsam mal anfange (spätestens morgen), wird aus den nächsten 4 Wochen ein reiner Lernmarathon. Und das kann ich einfach nicht wirklich. Klar, geschafft habe ich das bereits – viele der letzten Semester waren einfach so vollgepackt, dass früher lernen einfach nicht drin war. Umso mehr ärgert es mich gerade, dass ich noch nicht angefangen habe. Dieses Semester wäre dazu Zeit gewesen, früher zu lernen. Aber ich bin so gestresst, schon ohne zu lernen, dass ich es immer wieder vor mir herschiebe…

Außerdem schlafe ich seit etwa einem Monat echt beschissen. Jeden Abend das gleiche Spiel: Ich versuche, gegen halb zwölf oder zwölf einzuschlafen. Funktioniert nicht. Also stehe ich gegen 1 Uhr wieder auf, total übermüdet. Lege mich aufs Sofa, surfe noch, oder mach sonst irgendwas, und warte darauf, endlich einzuschlafen. Irgendwann – meist zwischen 3 und 4 Uhr morgens – klappt es dann auch. Ich kann schlafen. Allerdings wache ich dann etwa gegen 6 Uhr auf, meist komplett hellwach. Dann versuche ich natürlich weiterzuschlafen, und schlafe meist gegen 7 oder 8 wieder ein. Und irgendwann, zwischen 8.30 und 10 Uhr, stehe ich dann jeden Tag aufs neue total gerädert auf und bin nur noch müde…

Und ich weiß ja, dass es am Stress liegt. Aber was kann ich schon dagegen tun? Die Dinge, die mich momentan belasten, kann ich nicht ändern. Ich kann nicht ändern, dass im Februar/März unser letzter Urlaub sein wird, für sehr, sehr lange Zeit. Ich kann nicht ändern, dass direkt nach dem Urlaub der 2. Prüfungszeitraum und schließlich das neue Semester beginnen. Und wir in dem Semester sehr viel machen müssen, und sehr unter Druck stehen werden – das letzte Kurssemester, mit (aktuell, wenn wir alle Kurse bestehen) 7 statt 6 Kursen, „nebenbei“ müssen die Kinderwunschbehandlungen laufen, obwohl ich mir wünsche, dass wir uns mehr darauf konzentrieren könnten. Und zusätzlich werden wir noch arbeiten müssen, weil es ja sein kann, dass es nicht direkt bei den ersten Versuchen klappt. Und weil ich ja auch noch schwanger werden möchte…

Dann wird es irgendwann Juli werden. Wir werden 7 Kurse abschließen müssen, und Prüfungen machen müssen. Der Prüfungszeitraum geht bis etwa 20. Juli, und ab 1. August treten wir unser Praktikum an. Zwischen Prüfungen und Praktikum müssen wir uns wahrscheinlich in die App-Entwicklung einlesen bzw. einarbeiten. Schließlich wollen wir nicht als Komplettversager dastehen, die von überhaupt nichts eine Ahnung haben… Nach dem Praktikum geht es direkt weiter: Freitag, nach 12 Wochen Vollzeit-Praktikum, der letzte Arbeitstag, und direkt am Montag muss die Bachelorarbeit angefangen werden. Achja, das Thema für die Bachelorarbeit muss natürlich auch irgendwie gefunden werden. Und ein Betreuer an der Uni, der die Arbeit, nunja, betreut eben. Das Thema dürfen wir uns sogar selbst aussuchen. Natürlich neben der 40-Stunden-Woche im Praktikum. Für das wir ganze 400 Euro monatlich bekommen… Yeah, 2,50 Euro pro Stunde. Habe ich schonmal erwähnt, dass wir in unserem Nebenjob durchschnittlich etwa das 6-8fache pro Stunde verdienen? Traurig.

Oh, und irgendwann wird meine Freundin dann hoffentlich auch schwanger. Also „fällt“ der Entbindungstermin dann – je nachdem – mitten in die Bachelorarbeit. Oder er ist blöderweise direkt danach, dann kann meine Freundin hochschwanger noch die Arbeit fertigschreiben, und bekommt die großzügige Bearbeitungszeit von ganzen 10 Wochen nicht einmal verlängert. Und ich kann sowieso nicht auf eine Verlängerung hoffen, auch wenn ich zu der Zeit unter Umständen dann zu Hause eine hochschwangere Frau sitzen habe und selbst schon schwanger bin…

Achja, nach der Bachelorarbeit haben wir dann eventuell frei. Aber wie lange, und wann genau, wissen wir noch nicht. Danach folgt dann noch die mündliche Prüfung über die Arbeit und 1 Woche später (mit viel Glück, kann sich auch überschneiden) fängt dann das 1. Master-Semester an…

Okay, ich weiß jetzt, warum ich nicht schlafen kann.


17.01.2013

Ich möchte nur ein bisschen Mitleid 😀 In den kommenden Tagen gibt es auch die Gegendarstellung. Was an unserer Situation gerade großartig ist. Durch den dämlichen Schlafmangel (es ist gerade kurz vor 2…) neige ich nur leider zum jammern und meckern und sehe überwiegend die negativen Seiten.

Aber grundsätzlich bin ich glücklich… Wenn ich nicht gerade üüüübermüüüüdet bin.