Entscheidungen, die noch zu treffen sind

Der 100. Beitrag im Blog, und dann noch dazu ein Wendepunkt. Wie schön.

Ich fasse zusammen, welche Entscheidungen wir noch treffen müssen:

– Wie viele Medikamente bestellen wir vor Beginn der künstlichen Befruchtung?

– Wie viele Tage nach Punktion soll der Transfer stattfinden?

– Falls wir den Transfer erst 5 Tage nach Punktion machen (also mit Blastozysten): Wie viele Eizellen sollen wir „ins Rennen schicken“? Wie viel ist erlaubt (ist je nach Klinik extrem unterschiedlich, da das Embryonenschutzgesetz jeweils unterschiedlich ausgelegt ist), und können „überzählige“ Blastos wieder eingefroren werden oder muss man sie verwerfen?

– Welchen Spender möchten wir nehmen, wir haben ja 3 verschiedene? Möchten wir das selbst entscheiden oder soll die Klinik entscheiden?

– Welche Untersuchungen sollen vorher noch gemacht werden, wenn überhaupt? Blutgerinnung, nochmal Schilddrüse (ist schon ein Jahr her)?

– Wie viele Eizellen lassen wir meiner Frau wieder einsetzen? Gehen wir – wenn wir uns für Blastos entscheiden – das recht hohe „Risiko“ einer Zwillingsschwangerschaft ein? Meine Frau möchte unbedingt zwei transferiert haben, mir ist es in erster Linie wichtig, dass sie die Schwangerschaft genießen kann. Ihr ist das einfach so wichtig, und ich möchte nicht, dass sie sich am Ende ab der 20. Woche mit vorzeitigen Wehen beschäftigen muss. Außerdem ist das Risiko bei Zwillingen in jeder Hinsicht einfach größer: Fehlgeburt, Frühgeburt…

Dagegen steht: Zwillinge sind echt so süß und unsere Kinderplanung wäre für’s erste abgeschlossen. Wir müssen uns keine Gedanken machen, wie wir an ein 2. Kind kommen, wer es austragen soll, wo wir behandelt werden, wenn wir umziehen…. Hm. Kann man auch eine problemlose Zwillingsschwangerschaft bestellen? 😀 Ich frag mal den Storch…

( – IVF oder ICSI?) – kommt wahrscheinlich auf das Spermiogramm an. Und die Anzahl der Eizellen, die gewonnen werden.

Immerhin haben wir schon entschieden: Es wird alles eingefroren, was übrig bleibt. Wir hoffen einfach, dass nicht nur eine befruchtete Eizelle „übrig“ ist, ab 2 lohnt es sich in meinen Augen. Aber eine würden wir wohl auch einfrieren, sofern es geht. Immerhin sollten alle ja gute Qualität haben, beschließ ich jetzt einfach mal! 😉 Mit einer Mot 30 Samenprobe und den wuuunderschönen Eizellen meiner Frau 😀

Edit: Das ist natürlich auch eine Aufforderung an alle Leser, ihre Meinung mitzuteilen! Alle Entscheidungshilfen sind immer gern gesehen 😉

10 Kommentare zu “Entscheidungen, die noch zu treffen sind

    • Weißt du – eventuell auch durch die Arbeit – vielleicht was über den Verlauf von Zwillingsschwangerschaften? Wir haben da nur „Problemfälle“ in der näheren Bekanntschaft: komplette Fehlgeburten, ein Zwilling ist ganz früh wieder gegangen, super vorzeitige Wehen und Frühgeburten… 😦 Wenn das nicht wär, würde ich mir ja garnicht so unglaublich viele Gedanken machen.

      • Also ich vermute, dass Eure Erfahrungen zumindest nicht repraesentativ sind.
        Ich betreue ein Zwillingsmaedchenpaar. Die beiden sind super entwickelt und kamen auf natuerliche Weise, nacheinander auf die Welt. Meines Wissens komplikationslos.
        Im Bekanntenkreis gab es im Januar Vierlinge! Die Frau, eine gleichaltrige Bekannte aus dem Kaff meiner Frau, war auch in der Zeitung und alles. Die vier wurden glaub ich zwei Monate frueher und gut durchgeplant per Sectio geholt. Alle wohlauf und gesund. Bei Vierlingen wohl viel weniger selbstverständlich als bei Zwillingen. Ich glaube (!), dass Zwillingsschwangerschaften heutzutage allermeistens gut betreut werden koennen und weiss, dass sie ja auch laengst nicht mehr so selten sind (Viel verschriebenes Clomifen laesst gruessen). Das Risiko ist sicher da- aber ich glaube, allzu hoch duerfte es gar nicht sein. Aber bei den Horrorgeschichten in Eurem Umfeld kann ich Euch total verstehen!

      • Ja, das hört sich schon besser an als unsere Erfahrungen.

        Es ist ja auch nicht so, als wüsste ich nichts zum Fehlgeburtsrisiko. Aber man möchte ja alles tun, um es zu vermeiden. Also müssen wir uns natürlich fragen, ob es so sinnvoll ist, Zwillinge zu riskieren. Oder ob wir uns stattdessen nur einen gut entwickelten Embryo transferieren lassen sollen und notfalls eben das „Risiko“ eingehen, dass wir noch ein oder mehrere Versuche mit kryokonservierten Eizellen brauchen. Dann können wir – sollte es zu einer Fehlgeburt kommen – wenigstens sagen, wir haben alles getan, es lag nicht mehr in unserer Hand. Andererseits stimmt’s schon: Es müssen sich ja auch erstmal beide Embryonen einnisten; und selbst wenn bringt meine Frau ja beste Voraussetzungen mit: gesund, jung, mit anderen Worten: Eigentlich sollte eine Zwillingsschwangerschaft schon „gut gehen“…

      • Und das Fehlgeburtsrisiko ist immer da. Leider. Die Statistiken dazu mag man gar nicht hoeren. Grausam. Bleibt zu hoffen, dass man wenigstens von Fehlgeburten verschont bleibt, waehrend man fuer sein Traum gerade ein Vermögen ausgibt. Klingt oberflächlich. .. Aber irgendwabnn ist dann ja auch das Budget erschöpft. ..

      • Ich hab das hier gefunden: „Leider ist das Risiko auf eine Fehlgeburt größer als bei Einzelschwangerschaften. Dies kommt hauptsächlich daher, dass das Risiko auf chromosomale Abweichungen bei Mehrlingen größer ist. Auch das Risiko, dass nach zwanzig Wochen etwas schiefgeht, ist zwei Mal so hoch als bei einer Einzelschwangerschaft“
        … Aber am „gefährlichsten“ sind wohl eineiige Zwillinge, und dagegen kann man nunmal absolut nichts tun.

      • Hm, ok… Ich wuerde an Eurer Stelle mal ausfuehrlich mit eurer super Aerztin ueber Eure Bedenken sprechen, falls noch nicht geschehen. Vielleicht entlastet Euch das…

      • Ja, das werden wir auf jeden Fall machen. Mal sehen, ob wir noch nächste Woche einen Termin machen oder erst, wenn wir Ende Juli wieder in Berlin sind und sowieso hin müssen…

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