Kleine Nicht-Plan-Änderung

Unser Nicht-Plan nimmt langsam ganz andere Züge an. Hilfe! Dabei wollten wir doch nicht-planen! 😉

Die Entscheidung fiel am Wochenende eindeutig GEGEN eine Behandlung in Berlin. Hier hat man wieder das Blasto-Problem (Blastozystenkultur möglich, aber „überzählige“ werden einfach verworfen – natürlich ganz, ganz super wenn wir ein 3-er Paket und ein 2-er Paket haben, da können wir nicht einmal jeden Embryo einzeln auftauen) und, was der Hauptgrund ist: Meine Frau müsste die Embryonen komplett zur Spende, also auch für andere Paare freigeben! Das ist uns zu heikel, und der Arzt hat schon angekündigt, dass er die Formalien so und nicht anders regeln möchte.

Dazu kamen dann noch so „weiche“ Faktoren: Der Arzt ist uns einfach etwas… unsympathisch und der Ultraschall beim letzten Termin war das letzte. Ich dachte nicht, dass es so schwer ist, meine Eierstöcke zu finden (geschafft haben das bisher immerhin 2 verschiedene Ärzte in den letzten 9 Monaten auf Anhieb(!)) und: Ich dachte nicht, dass ein vaginaler Ultraschall so schmerzhaft sein kann, dass mir die Tränen in die Augen schießen. Wohlgemerkt: Wir waren bei einem Reproduktionsmediziner, und nicht beim Wald-Dorf-Wiesen-Gynäkologen.

Der Weg führt jetzt also eindeutig nach POLEN. Ins Auge gefasst haben wir schon 2 verschiedene Kliniken; eine davon hat uns eine Zusage für die Behandlung gegeben, die Antwort der anderen Klinik steht noch aus. Jetzt werden wir uns noch genauer informieren, welche Kliniken es eventuell noch gibt, und dann haben wir hoffentlich eine Auswahl an Kliniken und können uns die beste raussuchen – so zumindest der äh.. Nicht-Plan, natürlich! 😀

Der einzige Nachteil ist dann der Anfahrtsweg. Da müssen wir ein wenig schauen, so ganz ohne Auto und Führerschein ist das doch irgendwie schwierig. Vor allem, weil wir dann vermutlich öfter kurzfristig fahren müssten. Die Klinik, die uns bereits zugesagt hat, wäre mit dem Zug knapp 3 Stunden entfernt.

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6 Kommentare zu “Kleine Nicht-Plan-Änderung

  1. Der Aufwand ist ja anscheinend erheblich, deshalb meine höfliche Frage:
    Sind denn deine Eizellen nicht geeignet, dass ihr auf die Eizellen deiner Frau zurückgreifen müsst? Oder was war euer Beweggrund?
    Warum, wenn man es einfacher, sprich, mit deinen eigenen Eizellen ganz in eurer Nähe durchführen könnte?

    • Doch, meine Eizellen wären sicherlich geeignet. Aber mein Zyklus „funktioniert“ auch nicht wie er soll und müsste hormonell unterstützt werden. Und die Embryonen sind schon da, warum also nicht? Der etwas höhere Aufwand wird ja dadurch wieder „gut“ gemacht, dass die Schwangerschaftsraten durch Embryotransfer gut doppelt so hoch sind, je nach Art des Transfers (Blasto-Transfer z. B.) sogar gut 3 Mal so hoch.

      Außerdem gibt es von „unserem“ Spender nur noch 6 Straws zu je 800 Euro. Günstiger wäre eine IUI also keineswegs, im Gegenteil.

      Bis auf die Nähe spricht also wirklich absolut nichts dafür, die Behandlung hier durchzuführen, egal wie (ob IUI bei mir oder die Embryonen meiner Frau).

  2. Ich könnte mir auch nicht vorstellen, meine Eizellen an Fremde zu spenden. Komisch eigentlich, denn wir sind ja selbst auf Menschen angewiesen, die ihre DNA spenden. Aber ohne zu wissen, wo mein biologisches Kind ist und wie es aufwächst könnte ich mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen.

    • Das ist jetzt nicht mal das Hauptproblem – spenden an sich könnte ich mir schon vorstellen – aber solange wir selbst noch nicht am „Ende“ der Kinderplanung angelangt sind, bin ich da einfach egoistisch: Je jünger die Eizellen, desto besser für uns, also warum sollten wir von dem „guten“ genetischen Material was spenden, wenn wir es später noch selber brauchen?

      Bevor wir am Ende Embryonen verwerfen, würden wir wohl doch eher spenden. Allerdings zu anderen Konditionen, als denen, die in Deutschland gerade noch „üblich“ sind. Da hätte das Kind in unserem Fall schlicht nie die Möglichkeit, die biologische Mutter ausfindig zu machen. Das kann ich so nicht unterstützen…

    • Danke! 🙂

      An sich aber leider nicht viel neues; die rechtlichen Rahmenbedingungen kenne ich (leider), ebenso, dass diese echt zu wünschen übrig lassen.

      So, nun geht es aber in unsere „alte“ KiWu-Klinik. Vielleicht sind wir danach schlauer. Mal sehen, was die zu unserem Master-Plan sagen. Ich find ihn genial 😀

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