Milch, Milch, Milch

… und noch mehr Milch! 😀

Nach zwei oder drei Tagen mit 3×1 Tablette Domperidon kamen schließlich die ersten Tröpfchen, wie ich hier schon berichtet habe. Nach ausführlicher Recherche hab ich mich dann entschieden, auf 3×2 Domperidon zu erhöhen und weiterhin abzupumpen. Mittlerweile bin ich konstant bei etwa 3-4 Mal täglich à 7-10 Minuten pro Seite. Theoretisch wäre es vermutlich besser, noch öfter abzupumpen, aber dafür sind wir einfach zu viel unterwegs und da wäre es mir doch zu stressig. Also beschränke ich mich auf die 3-4 Mal täglich und mach es mir dann absolut gemütlich. Man soll ja auch entspannt sein, damit alles gut funktioniert. Und das tut es! Wahnsinn, ich dachte nie, dass sich in so kurzer Zeit so viel tut. Mittlerweile landet regelmäßig eine ordentliche Menge in „Bernie“ (= der Milchpumpe. Ich hab gelesen, dass es hilft, wenn man ihr einen Namen gibt, da man dann emotional damit verbunden ist/etwas positives mit der Milchpumpe verbindet. Keine Ahnung, ob das stimmt, aber wenigstens kann man dann in der Öffentlichkeit darüber reden, ohne seltsame Blicke zu ernten!).

Meine Frau wollte dann noch durchsetzen, dass wir meine Brüste Howie und Raj („Oh Bernadette, spiel auf meiner Klarinett‘ „) nennen, da hab ich mich dann aber doch erfolgreich dagegen gewehrt. 😀

 

Aber gut, mal zu einem anderen Thema. Der Geburtsvorbereitungskurs. Wir haben uns dafür ja bewusst im Geburtshaus angemeldet, um eben NICHT Horror-Geschichten in die Richtung „Das tut soooo weh, so unglaublich, und es ist so unendlich schrecklich und sowas schlimmes hat man ja noch nie erlebt“ zu hören. Tja. Leider haben wir uns damit etwas verkalkuliert.

Es wäre wohl echt besser gewesen, den Kurs überhaupt nicht zu machen. Wenn man sich schon im Öko-Geburtshaus anhören muss, wie unglaublich schlimm das wird und überhaupt… Gestern wurde das Ganze dann noch durch 3 Geburtsberichte aus der Sicht von Vätern getoppt, wo Formulierungen vorkamen wie „So schlimm hab ich meine Frau noch nie schreien gehört“ und „Dann bin ich erstmal umgekippt, weil es so schrecklich war“ und „Ich wusste überhaupt nicht wohin mit mir, es war so schlimm“. WOZU macht man sowas? Warum erzählt man den Frauen solche Horrorstories? Was hat das für einen Sinn? Und bei wirklich jedem des wöchentlichen Termins wurde wieder auf den schrecklichen, schlimmen Schmerzen rumgeritten. Wäre ich die Gebärende von uns, würde ich jetzt freiwillig und sofortiglich einen „Wunsch“kaiserschnitt haben wollen, weil ich einfach nur noch Panik vor der Geburt hätte. Und da wundern sich alle, weshalb die Frauen so absolut verkrampft und ängstlich in die Geburt gehen (und deshalb vermutlich auch häufiger was „schief“ geht). Ich will nicht wissen, wie ein NullAchtFünfzehn-Kurs – zum Beispiel im Krankenhaus – abläuft. Vermutlich redet man dann ausschließlich über die schrecklich schmerzhaften Wehen. Wir haben uns wenigstens noch ein bisschen mit Babypflege und Pseudo-Entspannungsübungen beschäftigt. Nein, eins steht fest: Bei Kind 2 ersparen wir uns den Kurs. Dann darf meine Frau stattdessen Schwangerschaftsyoga machen, das bringt sicherlich mehr (Entspannung). Achja, die Hebamme, die den Kurs geleitet hat, war übrigens der Überzeugung, uns da wirklich absolut schöne(!) Geburtsberichte ausgesucht zu haben. Weil am Ende in den letzten 2 Sätzen dann stand: „Und alle Schmerzen waren vergessen, weil unser Baby ja so toll und schön und hübsch und überhaupt ist“. Na, danke. Das weiß ich jetzt schon, dass unsere Kickboxerin hübsch wird. Vielleicht schicken wir unseren (hoffentlich tollen) Geburtsbericht dann ans Geburtshaus, dann gibt’s mal wirklich schöne zur Einstimmung auf die Geburt 😛

3 Kommentare zu “Milch, Milch, Milch

  1. Cool dass schon so viel Milch kommt. Hört sich spannend an.

    Wir haben den Geburtsvorbereitungskurs in einem stinknormalen Krankenhaus gemacht und bei uns war nicht ein einziges Mal eine Horrorstory zu hören, jedoch realistische Erfahrungen. Umd sorry, ja, es tut weh. Aber es ist auch ein Wunder und ich freu mich wenn ich es wieder welwben darf. Meine Frau hat noch immer einenschaden da sie mich so noch nie gesehen hat und einfAch „hilflos“ war.

    Mir persönlich hat viel von dem Gefasel im kurs gar nichts gebracht aber mega toll und schwer hilfreich waren die Atemübungen. Die waren es echt wert den Kurs besucht zu haben

    • Naja, die Atemübungen machen wir extra mit der Hebamme. Es gab im Geburtsvorbereitungskurs nur einmal „Tönen“ (allerdings ohne Partner, was ich echt nicht so sinnvoll fand – gerade sowas sollte ja auch mit Unterstützung des Partners laufen) und das war’s.

      Zur Geburtsatmung hören wir aber, wie gesagt, zum Glück was von der Hebamme, bei der wir über die Schwangerschaft schon in Betreuung sind. Und, vor allem wird die „Geburtsatmung“ dann direkt „ausprobiert“ inkl. Entspannungsübungen für die Wehenpausen und allem drum und dran.

      Zum Schmerz: Ja, bei den meisten Frauen tut es weh. Allerdings probieren wir Hypnobirthing aus und da soll das ja ganz anders sein (oder zumindest viel schmerzärmer). Und ständig Geschichten von unerträglichen Schmerzen zu hören, ist da sicherlich nicht gerade die beste Grundlage, um das Konzept „richtig“ umzusetzen. Zum Glück lässt meine Frau sich da garnicht beeinflussen und macht ihr Ding. Und darauf kommt es ja schließlich an, ob ich von solchen Berichten eingeschüchtert bin, ist dann ja egal 😀

  2. Wir waren in einem normalen Krankenhaus, da war es genau das Gegenteil: Es hieß immer nur wenn man richtig atmet, die richtige Einstellung hat, sich für die richtige Unterstützung (Hypno – Wasser- what ever) entschieden hat, ist alles gar nicht so schlimm. Manche Frauen schaffen das ganz spielend, weil sie so toll vorbereitet sind. Super, zu den irren Schmerzen auch noch ein schlechtes Gewissen, weil man wohl was falsch gemacht hat. Die ehrlichste Aussage war: Kann furchtbar werden, muss aber nicht. In diesem Sinne alles Gute!

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