Erste Stoffwindel-Testergebnisse

So, da ich gerade zu viel Zeit übrig habe (Baby schläft, nix besonderes steht an und wir warten auf die Lieferung des Ox-Kochbuchs Nr. 5, um Rezepte auszusuchen und dann Sachen einzukaufen) – gibt es einen ersten Stoffwindel-Testbericht!

Mal sehen, ich fange vielleicht mit den Windeln an, die wir bisher am häufigsten nutzen: Die Little Lamb OSFA und die Alva Baby Pockets, beides sind Pocketwindeln – das bedeutet, dass die Einlagen in eine Art „Tasche“ in die Windel gelegt werden.

Zuerst… *Trommelwirbel* widmen wir uns mal den Little Lamb. Die Windel ist größenverstellbar und mitwachsend, laut Hersteller von Geburt bis zum Ende der Wickelzeit (ideal sollen sie von 4,5 bis 14 kg passen). „Ab Geburt“ können wir so schon bestätigen. Die Kleine hat zu Beginn der Stoffwindelzeit etwa 4 Kilo auf die Waage gebracht und in der kleinsten Einstellung passen die Windeln seitdem gut. Übergelaufen ist uns bisher tagsüber auch nichts, obwohl wir auch mal Wickelintervalle von 4-5 Stunden haben. Nur nachts traue ich der Windel nicht über den Weg. Da hatten wir sie auch mal dran (aus Mangel an Alternativen, uns fehlen nämlich noch ein paar Nachtwindeln) und am späten Morgen ist sie, nachdem sie etwa 10 Stunden am Kind war, am Beinbündchen leider nass gewesen – und ein wenig ist schon auf die Hose übergegangen. Aber für nachts wollen wir die Windeln ohnehin nicht dauerhaft nutzen.

Aufgebaut sind die Windeln recht typisch mit Druckknöpfen zur Größeneinstellung und zum Verschließen. Klar, ungeübt ist das etwas aufwändiger als Klett oder Wegwerfwindeln, aber es geht. Selbst die Liebste, die bevorzugt die Klett-Windeln aus dem Schrank zieht, wenn sie wickelt, gewöhnt sich langsam daran.

Nun noch die Alva Baby zum Vergleich. An sich sind die beiden Windeln nahezu identisch aufgebaut. Ein (offensichtlicher) Unterschied ist die Taschenöffnung für die Einlagen: Bei der Little Lamb ist diese innerhalb der Windel angebracht, während bei der Alva Baby die Lasche direkt oben am Rückenbündchen ist (siehe Bilder – ok, Bilder gibts später, WordPress will gerade nicht und zeigt HTTP-Fehler an – jetzt gehts!). Vor der Geburt dachte ich deshalb, dass die Alva Baby an der Stelle sicher einen Schwachpunkt hat und mal überläuft, aber bisher ist uns das noch nicht passiert. Ein weiterer Unterschied sind die Einlagen: Bei der Little Lamb sind zwei dünnere (die jedoch langsamer trocknen) dabei, bei der Alva Baby eine dicke (die recht schnell trocknet). Was die Saugkraft angeht, konnte ich noch keinen Unterschied feststellen. Und, zum letzten Unterschied: Die Alva Baby ist allgemein etwas großzügiger geschnitten und sitzt somit noch etwas luftig am 4-Kilo-Baby. Was das angeht, gefällt mir die Little Lamb schon etwas besser.

alva little lamb
Insgesamt – müsste ich mich momentan entscheiden – würde ich die Little-Lamb-Windel mit der Alva-Baby-Einlage nehmen 😀 Aber die Unterschiede zwischen den beiden Windeln sind wirklich minimal. Und empfehlen kann ich beide, erst recht, wenn man bedenkt, dass wir pro Windel gerade einmal zwischen 4 und 5 GBP gezahlt haben.

In den nächsten Tagen gibt es dann noch Testberichte zu den Strickwindeln, der hu-da Bambus, der Totsbots BOB, der Pop-In und zu diversen Überhosen.

17 Kommentare zu “Erste Stoffwindel-Testergebnisse

  1. Danke für deinen Bericht. Wir haben 2 Totbots Pockets hier (waren in nem Testpaket mit 3 Nachtwindeln). Auf die bin ich gespannt. Vom Aufbau und Prinzip sind sie bisher nicht unbedingt meine Favoriten.
    Bin auf den Bericht zu den anderen Systemen, besonders Pop In und Überhosen, gespannt! ☺️

    • Welche Totsbots sind das denn? Ich muss gestehen, außer der Easyfit und der Bamboozle hatte ich noch keine in der Hand.

      Was überzeugt dich denn vom Aufbau her nicht so? Ich find unsere in der Verwendung jetzt echt super-einfach und trocknen funktioniert auch ultra-schnell im Vergleich zu manch anderen Modellen – wir trocknen ja auf der Leine in der Wohnung.

      Ja, die Berichte gibts in den nächsten Tagen! Dann mach ich einfach mit den Überhosen weiter. Und als 3. Eintrag vielleicht noch die ganzen AIO die wir haben. Eine 2. Pop-in ist heute auch schon hier eingezogen, so als kleiner Hinweis am Rande 😀

      • Unsere beiden müssten auch Easyfit sein. Die Bamboozle haben wir auch.
        Ich bin vom Pocket-Prinzip nicht so überzeugt, kann gar nicht genau sagen wieso. Dass sie schnell trocknen ist mir aber auch aufgefallen. 😉 und wir trocknen ja auch nur auf dem Wäschegestell, je nach Wetter drinnen oder auf dem Balkon.
        Pop In haben wir inzwischen 3, alle V2 Bambus. Ich kann’s echt kaum erwarten sie alle endlich auszuprobieren! ☺️

    • Echt, das saugt genug? Na, das versuchen wir doch die Nacht direkt mal! Ansonsten liebäugel ich ja noch etwas mit der Bamboozle. Vielleicht schaffen wir uns davon noch eine an. (urghs, schreckliche Sucht 😀 ).

      • Das einzig blöde an der Bamboozle, genau wie bei den Pop In Einlagen, find ich die lange Trockenzeit wegen des Bambusmaterials. Die Bamboozle hab ich selbst bei purem Sonnenschein nicht unter 2 Tagen komplett trocken bekommen…

      • Mäh, jetzt hatte ich angefangen zu antworten, falsch geklickt und alles war weg. Hmpf.

        Also: Wir haben die Pop-In der alten Generation, nicht die ganz neuen, die es seit wenigen Monaten gibt. Aber auch nicht die ganz alten, das Vorgängermodell eben…

        Und ich muss auch ehrlich sagen, dass ich bei Windeln um 25 Euro immer etwas zögerlich bin, so unglaublich locker sitzt das Geld bei uns nicht 😉 Vor allem, weil ich mit den günstigeren Alternativen nicht unbedingt weniger zufrieden bin. Aber ja, toll sind die neuen Pop-In wirklich. Besonders die mit den Robotern, hach… Vielleicht mag die Oma ja, wenn sie in 2 Wochen hier ist, noch eine kaufen 😀

        Echt, die Pop-In Einlagen dauern bei euch so lange, bis sie trocken sind? Hm, muss ich mal darauf achten. Bei uns hängt die Wäsche ehrlich gesagt immer, bis die nächste aufgehängt werden muss – also so 3 Tage. Irgendwie haben wir echt genug Windeln, dass es für 6 Tage(!) reicht. Wahnsinn. Kind 2 kann kommen. 😛

        Mal sehen, was wir nun mit der Nachtwindel anstellen, hm, hm…

      • Ja, so nach 2 Tagen sind die Einlagen komplett trocken. Ist gerade bei Bambus ja sehr wichtig, weils sonst anfängt zu stinken…

      • Das mit dem Preis der Pop In kann ich gut nachvollziehen! Wir haben eine zur Babyparty bekommen und zwei haben wir im Flohmarkt auf FB ergattert, aber komplett neu. War nicht das richtige System für die Vorbesitzerin.

      • Haben wir jetzt heute „Nacht“ (0-8 Uhr) auch mal ausprobiert, hat tatsächlich gut funktioniert! Macht zwar auch ein ordentliches Windelpaket, aber nachts stört uns das nicht so. Auf jeden Fall haben wir genug Mullwindeln und genug Pocketwindeln, also passt das gerade echt gut! Danke für den Tipp! 😉

        Heute Nacht probieren wir es vielleicht dann auch mal für 10 Stunden 😀

      • cool. ja zur Not noch so. ne normale Einlage mit rein.
        nachts ist die dicke des Pakets ja wirklich wurst.
        und mullwindeln stinken auch nicht.
        (bei uns stinken mittlerweile alle Windeln außer Mull nach Ammoniak sobald sie der Sohn länger als 3-4 stunden trägt)

      • Zu Ammoniak hab ich das hier gefunden:

        „Auch Ammoniak kann dazu führen, dass Windeln stinken. Ammoniak entsteht, wenn sich Urin unter Luftabschluss zersetzt. Um Ammoniak zu neutralisieren, wird Säure benötigt. Mit einem Wasserenthärter schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Kalk im Wasser wird neutralisiert, sodass sie viel viel weniger Waschmittel benötigen und der Ammoniak wird entfernt. Der Effekt ist beeindruckend, denn die Windeln riechen nicht nur frisch, sie werden auch wieder schön weich.“

        Habt ihr das schon versucht?

        Ja, Mullwindeln halten aber wirklich super, war heute die 2. Nacht und die Nacht hätte auch noch länger sein können 😉

    • Irgendwo in GB 😉 Keine Ahnung, welcher Shop genau das war. Aber mittlerweile sind wir eh bei anderen Windeln gelandet, weil die Einlagen der Pocketwindeln nicht genug gesaugt haben.

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