Drehungen, Maße, Entwicklungssprünge und Urlaubsgeflüster

Nachdem die Kleine gerade die erste(n) Drehungen vom Rücken auf den Bauch hingelegt hat, ist es nun endlich mal wieder Zeit für einen Eintrag. Also schreibe ich mit einem nackigen, sich drehenden Kullerkeks neben mir mal wieder was!

Diese Woche waren wir auch bei der U4 und der Kinderarzt war ganz verzückt von der Kleinen – kein Wunder, so glucksend und aktiv wie sie sich da präsentiert hat (und natürlich hat sie die obligatorischen 5 Minuten Gemecker am Anfang dazugepackt – nicht, dass wir noch auf die Idee kommen, sie wäre ein absolut liebes Baby 😉 ). Bei der Gelegenheit berichtete der Arzt davon, dass gerade vor uns noch ein anderes Kind da war, das genau einen Tag später auf die Welt kam – anscheinend lagen da Kontinente dazwischen, was die Entwicklung betraf. Das andere Kind war wohl motorisch und kommunikationsmäßig (Ich bzw. Teufelchen sagt nur: guuu! gruuu! röööö!) lange noch nicht so weit, wie die Kleine momentan ist. Na, das hört man doch als Eltern gerne 😉 Alles in allem ist die Kleine also zu 100% fit und super entwickelt. Etwas mehr als 3 Monate nach der Geburt hatte sie außerdem 1860 Gramm zugenommen und ist 13 cm(!) gewachsen – wobei unser Arzt davon ausgeht, dass sie zur Geburt ein paar wenige cm größer war, als das Geburthaus gemessen hatte. Uns ist’s egal, ob sie nun seit der Geburt 8 oder 15 cm gewachsen ist. Die aktuellen Maße sind nun also: 63 cm und 5980 Gramm.

Ganz von der U4 abgesehen haben wir auch das Gefühl, dass die Kleine sich rasant entwickelt. Popo im nackigen Zustand auf dem Rücken liegend hochstrecken ist ja schon lange was für Babies (können wir schließlich schon seit einigen Wochen – Spaß macht es ihr aber immer noch). Seit wenigen Tagen hat sie sich nun im Schlaf, auf der Suche nach dem Schnuller, immer vom Rücken auf den Bauch gedreht – und heute auch im wachen Zustand. Absolut ohne Anreiz, nur um der Drehung willen. Um ehrlich zu sein, hatten wir sie nackig ausgezogen und hingelegt, um mal 5 Minuten durchatmen zu können, nachdem wir etliche Stunden unterwegs waren. Nackig ist die Kleine nämlich absolut happy 🙂 Auch den Oberkörper hält sie von allein schon echt super. Ihren Kopf hält sie ja schon seit vielen, vielen Wochen allein, damit angefangen hat sie in der 6.-8. Woche und dann hat es nicht mehr lange gedauert, und der Kopf musste überhaupt nicht mehr gestützt werden. Da sie den Oberkörper schon so gut halten kann, kann meine Frau sie mittlerweile auch gut mit „Arme raus“ im Tragetuch tragen. Manchmal ist’s auch echt nötig, seit wenigen Tagen ist die Kleine sowas von neugierig und will immer schauen, was so um sie herum passiert. Leider führt das auch dazu, dass das Einschlafen ganz schwierig ist, weil sie ja nichts verpassen will – und irgendwann ist sie dann einfach übermüdet und brüllt das ganze Haus zusammen. Zum Glück hilft da der Fön-Song, so kann sie meistens einschlafen. Schön ist trotzdem anders, besonders, weil wir ja so verwöhnt waren bisher. Schlafen war fast noch nie ein Problem.

So, eigentlich wollte ich noch vom Urlaub berichten, aber ich sitze hier dran nun seit fast einer halben Stunde und ich hab der Liebsten versprochen, dass wir heute noch zu einem Stoffladen fahren – damit sie den Fleeceoverall für die Kleine fertig nähen kann. Ich hol’s nach, irgendwann. Und Bilder gibt’s dann auch. Vom Teufelchen und den schönen selbstgenähten Sachen der Liebsten 😉

(Auflösung: die meisten hatten Recht 😉 Trotzdem ist sich die gesamte Verwandtschaft meiner Frau sicher, dass es meine Gene sein müssen. Lol.)

Wer war’s?

Als kleinen Abschied in eine kürzere Abwesenheit gibt es ein kleines Bilderrätsel.

Wer ist die genetische Mutter des Teufelchens?

-gelöscht –

Ich freue mich auf Tipps und löse dann in einer Woche auf 😉

6 Wochen sind vergangen –

seit wir bei der Notarin waren, um die Stiefkindadoption zu beantragen. 6 lange, lange Wochen.

Was seitdem passiert ist? Äh – nichts.

Sagt mal, wie lange hat das bei euch gedauert?

Ich hatte ja gehofft, wir kriegen die Adoption noch 2014 durch. Aber so… Hab ich wenig Hoffnung. Was tun? Beim Jugendamt anrufen und mal nachhaken, ob dort überhaupt schon irgendwas vorliegt? Es einfach ignorieren und geduldig warten (nicht gerade meine Traumvorstellung…)?

Vermutlich hake ich dort morgen mal nach. Wir sind demnächst ja im Urlaub und ich weiß, wenn wir vorher nichts hören, hab ich keine ruhige Minute weil ich ständig denke, wir verpassen DEN Brief oder DEN Anruf. Und ja, vermutlich völlig umsonst, weil wir nach Hause kommen werden und der Briefkasten weiterhin leer sein wird. Dafür sicherlich der zigste Brief vom Jugendamt (Puls erhöht sich auf hundertmillionentausendfünfzig und gedanklich spring ich schon im Kreis, weil ich denke, es geht ENDLICH vorwärts) – … ich soll doch bitte Verdienstnachweise schicken, damit das Elterngeld berechnet werden kann (hab eh keinen Anspruch, da keinen Verdienstausfall).

Soviel dazu, dass die Adoption in Berlin im Schnitt durch ist, wenn das Kind 4-6 Monate alt ist… Wohl nicht bei uns. Morgen hak ich nach, ich sitz hier auf glühenden Kohlen.

Von stillenden Müttern und sche*ßenden Babys

So, meine Frau schläft noch weil krank, Töchterchen ist satt und schläft auch noch so halb und deshalb nach einer sehr entspannten Nacht mal wieder ein Beitrag von der ex-Schwangeren zum Alltag mit Baby:

Wir waren ja in letzter Zeit viel unterwegs, auch oft beim Schweden, da unsere Wohnung ja mal wieder komplett auf den Kopf gestellt und umgebaut wird, und in diversen Einkaufszentren – was man in Berlin halt so macht. Da muss man natürlich oft mal unterwegs wickeln bzw. in unserem Fall auch Abhalten und iiiiiiimmer wieder stillen. Soweit so gut, aber was man da kurioses mitkriegt…

1. Wickelräume sind oft für 2 Leute gleichzeitig ausgestattet (zwei Wickelunterlagen usw.) und lassen sich nicht absperren. Was würdet ihr sagen, wenn ihr eure Toilette nicht absperren könntet!? Vor allem beim Abhalten find ich das ziemlich blöd. Wickelgelegenheiten auf der Behindertentoilette sind mir also viiiiiel symphatischer, weil abschließbar und man hat seine Ruhe.

2. Wickelräume verfügen meist über einen Stillsessel. Und da sind wir beim Knackpunkt: Warum soll mein Kind essen wo andere Kinder sche*ßen? Und wieso lassen Frauen sowas mit sich machen? Der einzige Grund dafür wäre ja noch, dass das Kind Ruhe zum Trinken braucht – ist nur nicht so, wenn die halbe Großfamilie mit im Raum sitzt, Geschwisterkinder auf dem Boden Spielen oder nebenbei telefoniert wird. Ist öffentliches Stillen wirklich sooooo schwer?

Ich habe mittlerweile an diversen Orten gestillt, in Cafés, auf der Parkbank und mitten auf einer Bank im Einkaufszentrum, sogar im Vapiano. Niemand hat böse geguckt oder einen Kommentar abgelassen. Männer schauen meist sofort höflich weg, wenn sie merken, dass gestillt wird. Frauen lächeln häufig, wenn sie einen sehen. Die Reaktionen sind also vorwiegend positiv oder neutral. Und im Ikea-Restaurant auf der Couch zu stillen ist doch so viel bequemer als in einem kleinen, engen Raum in dem andere ihre Kinder wickeln und es ständig nach voller Windel riecht. Wie seht ihr das? Wo stillt ihr, wenn ihr schon Kinder habt? Wo habt ihr vor zu stillen, wenn ihr noch auf euren Nachwuchs wartet?

3. Es gibt tatsächlich immer wieder Leute, die mit ihren Kindern in einen Wickelraum gehen wenn schon jemand darin ist, ohne zu fragen, ob das in Ordnung ist. Wieso? Ich möchte nicht, dass ein halber Familienclan Handyspielend, Fläschchengebend und laut redend neben mir steht, während ich mein halbnacktes Kind auf dem Wickeltisch bespaße oder über dem Waschbecken abhalte. Sooooo dringend kann das wickeln schließlich nicht sein, oder? Es ist ja nicht so als würde das Kind es nicht noch ein paar Minuten länger mit „Klo am Po“ (Ausdruck kommt aus dem Stillen-und-Tragen und ja, wir haben auch „Klo am Po“ aber da ist ja meist nur Pipi drin) aus, ohne gleich tot umzukippen. Da könnte man doch etwas höflich sein und die 2 Minuten noch vor der Tür aushalten, oder!? Wie handhabt ihr das?

So. Und das wars. Mein Plädoyer:

Stillt eure Kinder überall wo es euch gefällt und zwingt sie nicht zum Essen auf der Toilette. Wenn schon so zurückgezogen, dann doch wenigstens in einer Umkleidekabine oder einer stillen, ruhigen Ecke eines Cafés! (irgendwo, wo es nicht nach Fäkalien riecht!)

Und Wickelräume sollten konsequent abschließbar sein! Wie jede andere Toilette auch!

Ansonsten läuft alles so vor sich hin. Heute kommt mein Kokadi Flip und bei ebay habe ich ein Moby Wrap für 8 Euro ersteigert, das heute noch abgeholt wird! Yay! Berichte zu beidem werden folgen.