Blütenweiß.

Und täglich grüßt das Murmeltier…

Weiter geht es dann im Dezember. Vermutlich alles auf eine Karte setzen. Die 4 Eisbärchen auftauen und hoffen, dass mit viel Glück 2 Blastos rauskommen. Wenn nicht, nehmen wir halt einfach die beiden, die am besten aussehen.

Und dann… Ja, dann sollte es echt klappen. Auf eine 2. IVF haben wir beide echt keine großartige Lust.

Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn es mal einfach geklappt hätte.

Des Teufelchens neue Lieblingsbeschäftigungen

Aktuell sind wir anscheinend wieder mitten in irgendeinem Schub, oder es sind die Zähne, oder…

Auf jeden Fall haben wir ein völlig neues Kind zu Hause. Tragen? Wieder ganz toll und schön und zeitweise auch absolut notwendig – bis auf wenige Ausnahmen auch für die Mamas total schön 😉 Auch das Einbinden ins Tragetuch klappt mittlerweile in 90% der Fälle ohne Quengeln und wird absolut geduldig ertragen. Was allerdings etwas anstrengend ist: Wenn sie wach und aktiv ist und getragen wird, versucht sie „Workout“ zu machen; sie stemmt sich dann hoch, drückt die Beine zusammen, lässt sich wieder fallen… Und nochmal von neu… Das hält sie mitunter locker 15-20 Minuten durch, und egal wie gut das Tuch gebunden war – danach muss man erstmal neu ordnen und rumzuppeln. Was dem Teufelchen natürlich überhaupt nicht gefällt.

Quengeln generell? OH JA. Neu ist auch, dass das Teufelchen „schluchzt“, wenn irgendetwas ganz fürchterlich ist – zum Beispiel, wenn meine Frau unter der Dusche war und die Kleine sie nicht mehr erkennt (funktioniert auch andersrum, auch ich werde mit nassen Haaren nicht mehr erkannt – merkwürdig!). Generell ist das Weinen wieder etwas mehr geworden. Und ebenso das „mit aller Kraft brüllen“. Aber auch das wird wieder vergehen… Dafür werden wir täglich mit glucksen, rumstrahlen und grinsen belohnt. Auch Lachanfälle gibt es – die seit ein paar Tagen aber weniger. Auch hier – ich vermute, wir sind im Schub. Hilfe. War das letzte Mal exakt genauso. Zum Glück ist sie momentan aber trotzdem den überwiegenden Teil des Tages ausgeglichen, total lieb, immer am strahlen und so süß – und wickelt quasi JEDEN um den Finger, auch völlig fremde Menschen 😉

Auch eine neue Lieblingsbeschäftigung – und erst vor kurzem entdeckt – man kann sich mit rumrollen ja auch fortbewegen! 🙂 So kugelt und kullert die Kleine liebend gerne über das groooße Familienbett. Und ja, selbst das ist im Prinzip noch zu klein… Und endlich dreht sie sich auch mal in die andere Richtung – bisher ging es vom Rücken auf den Bauch nur in eine Richtung, vor kurzem hat die Kleine entdeckt, dass es da ja auch eine andere Richtung gibt – und man plötzlich an völlig neue Orte gelangen kann, wenn man sich grundsätzlich in beide Richtungen drehen kann. Quasi kaum bemerkt von uns kam dazu, dass sie sich nun auch problemlos und mehrmals in Folge vom Bauch auf den Rücken zurückdreht. Was das angeht, wird sie langsam selbstständig – Hilfe, unser Baby wird groß!

Und, ich vermute, damit ist sie etwas spät dran (macht aber ja nix): Sie hat vor ca. 1,5 Wochen Rasseln entdeckt! Nun wird jeder Gegenstand geschüttelt und gerüttelt und gegen den Körper geschmissen (und auf den Boden geworfen), um zu prüfen, ob er Geräusche macht. Süß!

Zu guter letzt noch etwas, was ich im Prinzip rein aus Zufall herausgefunden hatte. Die Kleine kann sich zwischen zwei Dingen entscheiden! Ganz toll klappt es mittlerweile mit der Entscheidung zwischen Schnuller und Flasche (herausgefunden habe ich das im übrigen deshalb, weil sie immer direkt von null auf hundert vor Hunger brüllt und das doch etwas anstrengend ist – also haben wir ihr eben regelmäßig, wenn wir dachten, sie könnte Hunger haben, sowohl die Flasche als auch den Schnuller vor die Nase gehalten. Manchmal hat sie sich auch für’s trinken entschieden – meistens aber für den über alles geliebten Nucki 😛 ). Fast immer klappt es mit der Entscheidung zwischen zwei Spielsachen und mit der Entscheidung zwischen den beiden Tragetüchern (da aber eher weniger – die Stoffe sind dann doch SO interessant, dass sie fasziniert an BEIDEN Tüchern rumfummelt 😉 ). Gut, bis auf das Fläschchen/Schnuller-Problem ist das nicht wirklich sinnvoll, aber es macht Spaß! Und die Kleine freut sich auch einen Keks, wenn sie sich etwas aussuchen darf.

So, bestimmt gäbe es noch einhundertmillionentrillionenzigtausend Sachen, die ich schreiben könnte – aber mir fällt nichts mehr ein. Ich konnte die letzten 3 Nächte vor Zahnschmerzen kaum schlafen und da leidet das Gedächtnis doch… ein wenig. Als visuelle Untermalung gibt’s jetzt noch ein Bild vom Subjekt des Beitrags und danach hat die Wohnung dringend mal wieder einen Putzlappen nötig.SAMSUNG CAMERA PICTURES

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Wirre Gedanken in der Warteschleife

Hach, wie ich sie hasse, die Warteschleife. Es ist nichtmal das Problem, dass ich Angst habe, es würde nicht klappen. Diese Ungewissheit macht mich einfach fertig. Ich hasse das Gefühl, so völlig machtlos zu sein und einfach nur zu WARTEN.

Passend zu meiner leicht hyperaktiven, ungeduldigen und etwas genervten Grundstimmung (genervt deshalb, weil ich das Gefühl der Ungewissheit schlecht aushalte und weil ich aufgrund dessen, DASS ich es so schlecht aushalte, nur noch mehr genervt von mir selbst bin) flatterte heute direkt die Rechnung der Kinderwunschklinik ins Haus. Immerhin; niedriger, als ich befürchtet hatte. Aber bei solchen Beträgen wird mir eigentlich richtig schlecht. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, für einen einzelnen Versuch mehr zu zahlen als das, was wir im Monat an Miete zahlen. So viel, wie die Lebenshaltungskosten in einem sparsamen Monat. Und fast so viel, wie ein kompletter monatlicher Unterhalt für einen von uns. Und die Kosten für die notwendigen Medikamente sind ja noch nicht einmal im Preis enthalten.

Natürlich ist es uns das wert. Natürlich geben wir gerne Geld aus, wenn wir dafür am Ende ein Baby im Arm halten. Und das, was unser Teufelchen an Geld gekostet hat, macht uns auch wirklich nichts aus – das Ergebnis ist es allemal wert, ach, was sag ich: Es wäre so viel mehr wert. Aber das Gedankenkarussell hört ja leider nicht bei einem Versuch auf. Was, wenn wir noch einen brauchen? Und noch einen? Was, wenn alle unsere Embryonen, die noch auf Eis liegen, aufgebraucht sind und eine Schwangerschaft immer noch ausbleibt? Gehe zurück auf Anfang, gehe nicht über los, zahle nochmal tausende von Euro für eine neue IVF? Oder gar ICSI, denn wir haben ja das Problem, dass wir von unserem Spender nur noch Proben mit weniger beweglichen Spermien (MOT10 statt MOT30 bei der 1. IVF) bekommen haben. Sind dann direkt nochmal 1500 Euro pro Versuch mehr, wenn wir davon ausgehen, wieder eine ähnlich hohe Ausbeute an Eizellen zu haben.

Gibt’s nicht irgendwo einen Gedankenkarussell-ausschalt-Knopf?

Einzelkämpfer ahoi!

Unser einzeln eingefrorener Einzelkämpfer ist heute aufgewacht! 😉

Morgen Nachmittag ist der Transfer.

Dieser Tag, der so verrückt anfing und ebenso verrückt endet…

Hach, war das schön, als mit dem erfolgreicher-Auftau-Benachrichtungungs-Anruf die Anspannung endlich von mir abgefallen ist – wir bekommen ein „Sündenbommi“! 😀

Vom Schicksal, Gefühlen und Babies

Während das Teufelchen an meinem Fuß rumspielt (wir sitzen gerade zu dritt auf der Krabbelmatte – meine Frau macht Vorbereitungen zur Bachelorarbeit, die Kleine spielt und ich tippe diesen Eintrag) lasse ich mal meine Gedanken schweifen…

Der Start für den Geschwisterchenversuch kam plötzlich – zu plötzlich? So richtig kann ich es noch nicht glauben, dass in rund 10 Tagen schon der Transfer sein soll. Normale Menschen hätten jetzt sicherlich Bedenken, ob das alles so eine gute Entscheidung war – so schnell wieder schwanger, so schnell wieder ein Kind… Aber irgendwie bleiben diese Gedanken aus, merkwürdigerweise. Ich hatte ja befürchtet, dass diese Gedanken früher oder später kommen… Aber bisher: nichts.

Richtig freuen kann ich mich aber irgendwie gerade trotzdem nicht. Ich fühle mich durch den verfrühten Start irgendwie seltsam überrumpelt und kann es gerade noch nicht fassen – es ist so das komplette Gegenteil von den Versuchen für das Teufelchen. Da passierte, als wir starten wollten, ja fast ein halbes Jahr lang einfach nichts und wir sind von Termin zu Termin gegangen, ohne dass wir dem Eisprung, geschweige denn einer realistischen Chance auf ein Baby, auch nur einen Schritt näher gekommen wären. Und nun? Nun wird uns der Behandlungsstart praktisch in den Schoß geworfen, ohne, dass wir damit gerechnet hätten. Schicksal? Glück?

Noch dazu hat meine Frau so ein verdammt gutes Gefühl, dass es direkt beim 1. Versuch klappt – während mich mein „Bauchgefühl“ mal wieder im Stich lässt. Ich war mir ja bis zur Geburt des Teufelchens praktisch nicht mal sicher, dass wir tatsächlich ein Baby bekommen und nichts fürchterliches während der Schwangerschaft passiert (zum Glück gingen die Ängste in dem Moment weg, als die Kleine endlich auf der Welt war). Aber ob ich dem Gefühl trauen kann? Letztendlich hatte meine Frau aber immer Recht – bei der IVF hatte sie ein schlechtes Gefühl: negativ. Direkt nach dem Kryo-Transfer, gutes Gefühl: positiv. Die Schwangerschaft über tiefenentspannt, während ich (gefühlsmäßig) jede Minute darauf gewartet habe, dass etwas schiefgeht. Ergebnis: Geburt eines kerngesunden Teufelchens. Also vielleicht einfach auf das gute (Bauch-)Gefühl der Liebsten vertrauen?!