Einmal Rücken stärken, oder Kopf waschen, oder…

Was auch immer.

Es ist nun sozusagen ES+13. Die HCG-Spritze haben wir an ES+5 gesetzt (5000 Einheiten Brevactid).

Meine Frau ist sich (recht) sicher, dass es geklappt hat. Nachdem sie sich aber schon beim letzten Versuch so sicher war, vertraut sie ihrem Gefühl natürlich absolut nicht mehr. Allerdings hat sie schon die typische Übelkeit, die bei dem Teufelchen auch recht früh begonnen hat. Und Sodbrennen. Das hatte sie im November-Versuch nicht…

Und jetzt wollen wir natürlich testen, aber es macht halt keinen Sinn und irgendwie möchte ich das Ergebnis auch garnicht wissen. Also, wenn’s positiv ist natürlich schon – aber ein negatives Ergebnis mag ich gerade echt nicht haben. Hm, versteht das irgendjemand da draußen?

Zum Glück hat meine Frau gerade keine Tests mehr gefunden. Vielleicht haben wir sie im letzten Versuch auch leer gemacht. Wir setzen uns jetzt auf die Finger und suchen NICHT weiter und werden auch keinen Test kaufen. Vielleicht schaffen wir es ja bis zum Bluttest am 2.1. – ich hoffe es.

Shopping in der Warteschleife

Wir hatten hier ja vor Kurzem das Thema, dass die Kinderwunschbehandlung so teuer ist und wir das unfair finden. Was läge da näher, als in der Warteschleife erstmal ausführlich zu shoppen? (An dieser Stelle dürft ihr euch einen Kopf-an-die-Wand-hau-Smiley vorstellen, der trotz allem richtig glücklich grinst).

Das Objekt der Begierde war ein laaaanges Tragetuch, mit dem wir Double Hammock mit tibetanischem Finish binden können. Statt jetzt die beiden längeren (6-er) Tücher, die wir hier haben, mal auszuprobieren (reicht die Länge vielleicht?!), haben wir ein neues, längeres (7-er) Tuch gekauft (und an dieser Stelle dürft ihr euch ein verrückt grinsendes Smiley vorstellen). Geworden ist es das Girasol Fireworks rot, weil es uns desgintechnisch einfach so gut gefallen hat. Der Besuch im Berliner Girasol-Laden lief in etwa so ab:

Wir betreten mit schlafendem Baby den Laden. Natürlich wissen wir, wo die Tücher sind – wir haben in dem Laden schließlich schon ein RingSling-Tuch und die Mysol gekauft. Also gehen wir zielstrebig auf die Regalwand mit den Tüchern zu. Kurzer Blick meinerseits (ich hatte die Kleine im Tuch, meine Frau hatte die Hände frei) – Schatz, da, 5,20 m – das sind die richtigen. – Taps, Taps, kurzer Blick –

Schatz, mir gefällt das 3. von oben. Holst du das mal raus?

-krusch, zippel, zerr-

Meine Frau hat das Tuch in der Hand, faltet es etwas auf. Ich werf einen Blick darauf, weil ich noch andere schön fand, musste meine Frau leider nochmal kramen. Und nochmal. Letztendlich haben wir uns etwa 3 oder 4 Tücher von dem Stapel mit langen Tüchern angesehen. Wunderschön waren die alle – aber ich hatte da noch eins im Kopf, das ich im Internet gesehen habe und gerne noch in Echt sehen wollte. Also schnell noch zu den etwas kürzeren Tüchern, da war’s dann. Tuch raus, BÄM – Das isses. Aber ob’s reichen würde?

Also hab ich kurzerhand die Liebste abgestellt, mal schnell den Double Hammock mit Tragepuppe zu binden (zum 1. Mal überhaupt, die Kleine war in der Trageweise erst einmal auf dem Rücken und da hatte ich gebunden). Obwohl ich etwas wirre Anweisungen gegeben habe (ehrlich, ich kann’s an mir selbst fast schon im Schlaf, die Bindeweise ist irgendwie echt einfach zu merken – aber anderen eine Bindeweise erklären, so verkehrt herum? Äh… Sagen wir mal so, zum Glück hat meine Frau beim Binden letztens guuut zugesehen *lach*), ging es letztendlich gut – und ja, zu kurz. Leider. Wenn auch knapp und vielleicht wäre es irgendwie gegangen, aber ich mag’s nicht, wenn das Tuch sooo knapp ist, dass man immer exakt binden muss, damit es ganz symmetrisch ist und man am Ende an jeder Seite gleich lange Enden hat. Das klappt bei den Bindeweisen, bei denen man nicht in der Mitte anfängt, irgendwie eh nie bei mir. Vermutlich bin ich zu chaotisch dafür 😀

So, aber zurück zum Thema. Das Tuch war zu kurz und ich hab kurzerhand gesagt: Jetzt fragen wir halt nach, ob sie das im Lager noch in länger haben! Gesagt, getan. Und JA, tatsächlich, sie hatten es noch! 🙂 Es wurde dann direkt nochmal für uns auf Fehler usw. durchgeschaut, das machen sie wohl immer, bevor sie was verkaufen, was aus dem Lager kommt.

Und dann war es soweit, das Tuch fand den Weg in die Papiertüte, meine EC-Karte fand den Weg in das EC-Zahlungsgerät und wir verließen freudig strahlend den Laden.

Gewaschen ist das Tuch schon, momentan hängt es an unserem Ikea-Wäscheständer, der überraschend praktisch für’s Aufhängen von Tragetüchern ist (Es ist der hier:  Ikea-Wäscheständer-Klick  ). Morgen gibt’s dann Tragebilder (Double Hammock oder Wickelkreuztrage, je nachdem…).

So, wer es bis zum Ende geschafft hat, bekommt ein Weihnachtsplätzchen (wir müssen noch welche backen, irgendwie war es in letzter Zeit zu stressig, aber morgen, morgen backen wir!). Ich lass mich noch etwas von unserem Kätzchen beschnurren und betreteln und gönn mir jetzt noch einen Schluck Kaffee. 😀 War aber auch ein anstrengender Tag!

Man merkt, dass wir versuchen, die Warteschleife zu verdrängen – oder???

In der Kürze…

… liegt die Würze. Oder so.

Wir sind nun zu fünft, an Bord sind ein 2-Zeller und ein 4-Zeller, laut Ärztin ganz wunderbar und in A-Qualität. Bei Transfer waren es vermutlich schon mehr Zellen, die Bilder waren von frühmorgens, ca. 21 Stunden nach dem Aufwachen.

Frau und Töchterchen schlafen, die nächsten Tage wird viel gelacht, viel Spaß gehabt und wir genießen das Töchterchen, das offensichtlich den Schub sowie das Kranksein pünktlich zu Weihnachten hinter sich gelassen hat. Yeah! Es wird.

Ausgelaugt.

Nachdem es die Kleine arg erwischt hatte (erst Durchfall, der sich hartnäckig über etwa eine Woche hielt, dann Windelpilz und nun eine Erkältung), bin ich jetzt wohl dran. Heißer Kopf, schmerzender Hals. Ich mag nicht mehr. Erst die blöden Weisheitszähne, die mir 2 Wochen Schmerzen beschert haben (vor der Extraktion diese Art der Schmerzen, die mich verzweifelt heulen ließen und mir für 4 oder 5 Nächte komplett den Schlaf geraubt haben – dementsprechend Zombiemäßig war ich drauf). Und nun das? Ich mag nicht.

Deshalb nur ein kurzes Update. Der Transfer wird am 19.12. sein. Ich mag nicht drüber reden. Ich mag nichts fühlen, im Bezug auf den Transfer, ich mag mich nicht freuen, mag nicht hoffen. Eigentlich habe ich nur Angst. Zum Glück lenkt der „Alltag“ genügend ab momentan. Achja, die Bachelorarbeit wartet auch, seit einer Woche läuft die Bearbeitungszeit und ich habe sage und schreibe 1,5 Seiten von geforderten 30 (Minimum) geschafft. Plus Programm, das man mit abgeben muss. Das habe ich noch nicht einmal angefangen. Juchu… Aber wird schon alles. Dabei hatte ich große Hoffnung, dass zumindest ein Großteil des schriftlichen Teils noch vor Weihnachten weg ist. Da müsste ich mich jetzt arg ranhalten…