Letzter Versuch…

… bevor wir zickig werden.

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18 Kommentare zu “Letzter Versuch…

  1. Ihr habt ja sicher mittlerweile unseren Adoptionsbericht gelesen. Das Gericht hat uns in beiden Adoptionsverfahren zwei Wochen nach Antragsstellung angeschrieben und uns in Kenntnis gesetzt, dass die Bitte um Stellungnahme an das Jugendamt weiter geleitet wurde. Das Jugendamt hat damals wie heute ewig gebraucht (personelle Engpässe). Da ihr jetzt in Leipzig wohnt, wird ohnehin das Leipziger Jugendamt um Stellungnahme gebeten, da reist keiner extra aus Berlin an. Daher solltet ihr den Antrag in Berlin zurückziehen und ihn hier neu stellen, glaubt mir, das geht viel schneller. Natürlich ist das mit Extrakosten verbunden, aber darum sollte es nicht gehen. Der Leipziger Richter ist absolut „pro Homo“ eingestellt.

    Zum Text: Mit Logik braucht ihr einer homophoben Richterin nicht zu kommen. Die hat ihre Ressentiments und da sie am Ende in eurem Sinne entscheiden muss, zögert sie das Ganze eben hinaus, um euch so ein wenig zu schaden. Das hatten wir in einem anderen Gerichtsverfahren (Änderung der Steuerklassen im Jahr 2012, als es noch nicht gleichgestellt war) ebenfalls. Man hat uns monatelang zappeln lassen.
    Und handschriftlich würde ich das nicht abschicken.

    • … In der Akte in Berlin steht schon drin, dass es nach diesem Nachweis zum Jugendamt weitergereicht wird. Wir würden es hier in Leipzig ja neu beantragen, haben aber auch gehört, dass ein Richter (weiß ja nicht, ob es hier mehr als einen gibt?) da Probleme gemacht hat, bei zwei Studentinnen mit Kind („Verdienen Sie erstmal Geld, ich überprüfe ihren Fall mal in 6 Monaten nochmal“). Das wollen wir eben auch nicht, logischerweise. In Berlin haben wir wenigstens theoretisch die Chance, dass die Adoption durchgeht. Wäre sowas ein k.o.-Krtierium bei der Richterin, hätte sie das schon sagen können; die Verdienstnachweise hat sie ja schon.

      Wir hatten jetzt entschieden, den Fall in Berlin erstmal weiterlaufen zu lassen, zumindest bis zur Geburt von Kind 2 – und dann ggf. die Adoption für beide Kinder zusammen hier in Leipzig zu beantragen, wenn sich bis dahin in Berlin nicht wirklich was getan hat. Anders macht es für uns gerade keinen Sinn… Und so haben wir wenigstens die Chance, dass sich in Berlin was tut bis dahin und es entgegen aller Erwartungen doch schnell geht.

  2. Soweit ich weiß, war es derselbe Richter (,der über unsere Stiefkindadoptionsfälle entscheidet) und er hat es abgelehnt, weil sie noch sehr jung waren (unter 25). Selbst wenn man mal arbeitslos ist, entscheidet er für uns, obwohl die Sachbearbeiterin beim JA es vielleicht anders sieht. Und wenn ihr sowieso Verdienstnachweise habt, dann sollte es in Leipzig kein Problem sein.

    Auf jeden Fall drücken wir euch die Daumen, dass es doch noch in Berlin klappt und wenn nicht, dann eben hier.

    • Naja – ich bin ja auch noch unter 25, wenn auch nicht mehr so lange. Und ich finde, das Alter sollte da keine Rolle spielen. Insofern hab ich da einfach Angst, dass es bei uns genauso läuft, auch, wenn ich vielleicht 2 Jahre älter sein mag.

      Äh, Verdienstnachweise hab ich auch nicht, wir studieren ja auch beide. Und dass es selbst bei Arbeitslosigkeit klappt, sehe ich als selbstverständlich an – schließlich ist das echt kein Qualitätskriterium, was das Eltern-sein betrifft. Arbeitslos kann heutzutage ja jeder werden. Und dann wäre es echt sinnfrei, die Adoption erst dann bewilligt zu bekommen, wenn man einen Job hat…

  3. Wart ihr bei den Queerkids? Wir nicht, da wir einen Todesfall in der Familie hatten, aber nächstes Mal sind wir wieder dabei.

  4. Wenn ich hier in Berlin jemanden verkloppen soll, dann sagt Bescheid! 😉
    Das kann doch echt nicht sein, dass man so eine wichtige Angelegenheit so rauszögert wegen scheinbar persönlicher Ablehnung. Ich würde mal meine die gute Frau hat ihren Job verfehlt. Soll sie nicht alle gleich behandeln??? Scheint ihr nicht zu gelingen.
    Ich drücke euch die Daumen, dass es jetzt endlich voran geht. Ich würde wahnsinnig werden.

  5. Ihr erlebt leider genau das, worüber ich vor einiger Zeit schon schrieb und was uns dann auch noch bevorstehen wird. Es gibt Familien, die mussten 1 1/2 Jahre und länger warten. Andere hatten viel mehr Glück. Wir sehen das recht gelassen und machen uns im Vorfeld keinen Kopf. Euch wünsche ich auf jeden Fall viel Glück.

    • Ja – ich hab schon enorm oft gehört, dass es in „konservativen“ Gegenden rasend schnell ging – und in ach-so-toleranten Gegenden werden einem fünfhundert Steine in den Weg gelegt… Zeigt umso mehr, dass es von einzelnen Personen (Richter, spezifische Jugendamtsmitarbeiterin) abhängt und das geht einfach garnicht. Es fehlen einheitliche Regelungen, wenn uns die Notwendigkeit einer solch dämlichen Adoption schon aufgedrückt wird.

      • In Köln (!!!!) muss das Paar ein Pflegejahr einhalten. Und in Stuttgart bei Freundinnen ging es auch schneller als bei uns. Wieso ist das so?
        Einheitliche Regelungen wünsche ich mir in so vielen Dingen: Im Schul- und Hochschulsystem, in Einwohnermeldeämtern, beim Stützeamt (betrifft gerade eine Freundin von A nach B) und eben bei der Adoption.

    • Naja – soweit ich gehört habe, trifft das aber doch nur auf private Samenspende zu? Da bin ich gerade froh, dass wir über eine Samenbank gegangen sind.

      • Auch wieder wahr. 😉 Vielleicht ist das aber für die ein oder andere Leserin relevant? Unser (privater) Spender geht nun halt zum Notar. So teuer wird das auch nichts, da er ohnehin nichts hat. Nervig, aber wenn es sein muss. Was mich an dem Urteil so nervt, ist der Seitenhieb aufs Kindswohl („Soll wissen, wer der Vater ist.“), welches bei Heteropaaren, die eine Insemination in Anspruch nehmen, plötzlich nur noch marginal ist.

    • Nö – natürlich nicht. Wird vermutlich wieder so… 2-3 Monate dauern??? Vorher erwarte ich das garnicht. Aber sobald wir wieder Telefon&Internet haben (ja, haben wir tatsächlich immer noch nicht…), melden wir uns hier mal selbst beim Jugendamt. Das geht wohl in Leipzig und beschleunigt die Sache natürlich auch.

  6. Guten Morgen 🙂
    ich bin durch Zufall auf euren Blog gestoßen und lese mich nun ein wenig durch eure Einträge. Hab ja einiges nachzuholen. Aber ich komm einfach nich los, obwohl ich auf Arbeit sitze und meine Buchhaltung wartet. 😉

    Wir sind auch gerade mitten in der Stiefkindadoption und ich wollte euch die Daumen drücken, dass das bald ein Ende hat. Was für ein Nervenkrieg. Was für eine furchtbare Willkür der Behörden und vorallem (!!!) was für eine unglaubliche Richterin!!!
    Wir wohnen in München, haben den Antrag beim Notar am 12.01.2015 formuliert und in 14 Tagen (02.06.) kommt das Jugendamt zum Hausbesuch. Hier ging alles super schnell. Ich konnte es selbst nicht fassen. Und hätten wir nicht erst im 5. Geburtsmonat unserer Tochter den Notartermin gehabt (unsere Schuld, wir waren die ersten 4 Monate nicht daheim), wäre die Adotpion sicher schon durch.

    Ich wünsche euch alles Gute und werde das mal hier weiter verfolgen!
    Liebe Grüße aus Minga
    Ulle

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