Statusbericht

Auf Wunsch meiner Frau hier mal wieder ein kleiner (mal sehen wie klein er bleibt 😉 ) Statusbericht der Schwangeren.

Punkt eins: Schwanger sein mit Kleinkind ist anstrengender als ohne. Definitiv. Die ersten 25 Wochen waren ein Spaziergang, aber auch nur, weil meine Frau nunmal immer da ist und ich mich nicht alleine um die Kleine kümmern muss. Mittlerweile aber wird es zunehmend schwerer. Seit gestern haben wir die 35. Woche erreicht, Übungswehen habe ich seit etwa 3 Wochen und das Teufelchen versteht natürlich nicht, dass das bedeutet, dass ich sie nicht mehr tragen kann. Und sie nicht ständig im Arm herumschaukeln kann. Und mein Bauch auch kein Trampolin mehr ist. Im Moment habe ich das doofe Gefühl sie ständig nur zurückweisen zu müssen, denn Kuscheln und Nähe holt sich die Kleine lediglich beim Tragen (ob auf dem Arm oder im Tuch oder sonstwie) und sonst kaum. Das führt dazu, dass ich quasi einen kleinen Geist hinter mir herstiefeln habe, die Arme ständig nach oben gestreckt um hochgenommen zu werden. Bewege ich mich zu viel oder gehe auch nur einen Meter durch den Raum kassiere ich Gebrüll als würde die Welt untergehen. Also sitze ich herum und halte mich so bedeckt wie möglich und versuche die leider allzu häufigen Toilettengänge so lange herauszuzögern wie es geht 😀
Mittlerweile hoffe ich einfach nur, dass die Geburt diesmal noch vor Termin losgeht und ich damit bald wieder „einsatzbereit“ bin.

Punkt zwei: Die zweite Schwangerschaft geht leider so sehr unter. Man möchte fast meinen, dass der kleine Mann das schon merkt, denn er ist unheimlich aktiv. Das Teufelchen hielt ja meist still, besonders wenn wir unterwegs waren. Der kleine Bruder tritt und strampelt mit Vorliebe dann, wenn wir besonders aktiv sind. Als würde er mich immer daran erinnern wollen, dass er auch noch da ist 🙂 Nur meine Frau tut mir einfach manchmal furchtbar leid, denn tagsüber hat sie kaum Zeit mal mit dem Kleinen zu kuscheln und Abends sind wir beide meistens so fertig, dass wir nur noch erledigt auf dem Sofa liegen.

Punkt drei: Das alles hat aber auch den klaren Vorteil, dass die Zeit viel schneller vergeht und man sich nicht so viele Sorgen macht. Wir waren kein einziges Mal außerhalb der Reihe beim Gyn, es gab auch keinen Panik-weil-so-viele-Übungswehen-Nacht-Besuch im Krankenhaus. Der Geburt sehe ich – vorausgesetzt es geht nicht doch noch zu früh los – ziemlich entspannt entgegen. Der Kleine hopst putzmunter herum und alles andere wird sich von allein geben!

So… das war’s erstmal wieder. Ich wehe mal fleißig weiter vor mich hin und lasse mich vom Teufelchen bespringen und erwarte gespannt was die Hebamme nächsten Montag so zu dem ganzen Rumgewehe und ins-Becken-Gerutsche sagt. Ansonsten: Ahoi und bis zum nächsten Mal!

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Ausgelaugt…

… Und zwar so richtig.

Ich hab ja schon von der Mecker- und Motzphase der Kleinen berichtet. Tja, besser ist es nicht geworden, kein Stück. Damit könnte ich aber gut leben. Doch…

Zusätzlich kommt nun dazu, dass sie nun wirklich wegen jedem Scheiß anfängt zu brüllen, aus Leibeskräften. Manchmal auch einfach total grundlos, sie steht z. B. im Flur rum und fängt an zu brüllen. Lautstark. So schlimm heult sie nicht mal, wenn sie sich richtig wehtut. Selbst das Finger-einklemmen gestern war von der Lautstärke und Dauer des Brüllanfalls dagegen ein Witz. Und natürlich lässt sie sich nicht mehr beruhigen, sie brüllt dann gut und gerne auch mal 10 Minuten, als würde man sie gerade eigenhändig umbringen.

Echt, langsam bin ich am Ende. Es geht gerade alles zu Grunde, ich bin fertig und weiß absolut nicht mehr weiter. Gestern hab ich den halben Tag geheult wie ein Schloßhund und heute – sprechen wir lieber nicht davon. Dann war gestern nachmittag noch ein Lichtblick, sie war wie ausgewechselt und das fröhliche und tolle Kind, das wir vor der ganzen Problematik genießen durften. Und nachdem sie heute Nacht stundenlang gebrüllt hat, ging es morgens nach dem Aufwachen genau so brüllig weiter – mit kurzer Unterbrechung, als wir vorhin unterwegs waren. Bis ich dann gewagt habe, sie gegen 13 Uhr etwas zum Schlafen überreden zu wollen, indem ich’s ihr im Tragetuch kuschelig gemacht habe…

Es belastet jegliche Beziehung; ich merke, wie ich dem Töchterchen gegenüber immer genervter und ungeduldiger werde; und kaum noch genießen kann, wenn sie mal glücklich ist, weil ich eh weiß: Gleich geht das Geheule von vorn los und ich fühle mich wieder hilflos, genervt und überfordert mit der Gesamtsituation. Und von der Paarbeziehung sprechen wir lieber mal garnicht, wenn es nicht bald aufwärts geht, in irgendeine Richtung…

Online!

Sind wir nun wieder, seit heute. Es darf gefeiert werden! Hat ja auch nur 4(!) Monate und ein paar Tage gedauert. Nochmal deutlich: Wir haben endlich Internet und Telefon!!!

Zur Feier des Tages ein paar Bilder des Töchterchens im Wunsch-Onbu, der vor ein paar Tagen hier eintraf. Nun müssen wir nur noch den „alten“ Onbu verkaufen. Hätte wer Interesse? 🙂

Ach, und einen kurzen Testbericht zum Onbu kann ich ja auch noch schnell abtippen, während die Bilder von der Kamera auf den Laptop übertragen werden.

Feststellung Nr. 1: Das Töchterchen LIEBT ihren Onbu. Wenn’s um sie geht, könnten wir alle Tücher verkaufen (ehrlich! Und dabei hat(?) sie das Firework wirklich vergöttert, bevor der Onbu hier eintraf. Sie hat sogar mal einen Heulanfall bekommen, als sie gesehen hat, wie ich das Firework vor dem Waschen ins Wäschenetz gepackt habe. Sie dachte wohl, ich will es wegwerfen.) – Da sie immer mitentscheiden will, wird hier zu 50% etwa im Onbu getragen. Dass wir nicht ausschließlich darin tragen, folgt zugleich in…

Feststellung Nr. 2: Ja, das Tuch ist einfach bequemer. Leider. Naja, irgendwie ist es ja klar, das Gewicht verteilt sich einfach besser mit einem Tuch. Beim Onbu verteilt es sich halt doch nur auf beide Schultern, is ja nix mit Hüftgurt und so 😉 Die Schulterpolster sind dafür aber wirklich weltklasse. Anders würde ich es, als Schulter-Schmerz-Mimöschen, wohl auch garnicht aushalten. Und um den Onbu in Schutz zu nehmen: Ich bin leider seit einer Woche so dermaßen verspannt, dass mir irgendwie tragemäßig garnix bequem ist, heul! Und die Liebste kann mir leider auch keinen tragefreien Tag zur völligen Genesung bieten, weil sie beim Tragen merkwürdige Schmerzen im Unterbauch bekommt, also hat sie ein Trageverbot von mir auferlegt bekommen 😦

Aber: Für unsere Zwecke (nach der Geburt Tandemtragen und für die Gelegenheiten, bei denen ich mal allein bin mit dem Teufelchen und – bevor die Schmerzen bei der Liebsten da waren – das Tragen während der Schwangerschaft) ist der Onbu eine unschlagbare Alternative. Und ja, ich gebe offen und gerne zu, dass ICH es mir nicht zutraue, unser wuseliges, einbinde-unkooperatives Kind allein ins Tuch auf den Rücken zu bekommen. Bin ja gespannt, ob Nr. 2 da kooperativer wird, denn den Willen dazu hätte ich definitiv. Aber sorry, ein Kind, das schon mehrmals versucht hat, sich beim Einbinden von meinem Rücken zu stürzen, nur, weil es mal wieder lieber laufen oder krabbeln möchte; oder merkt, dass es müde ist und keine Lust auf schlafen hat… Und dabei in einer herzzerreißenden Lautstärke brüllt, als würde man sie gerade eigenhändig zur Schlachtbank bringen… Ne, das muss nicht sein. Dann lieber nur ins Tuch auf den Rücken, wenn die Liebste beim Einbinden hilft. Ich hoffe aber trotz allem auf unsere Nr. 2! 🙂 Wäre das schön, mal ein kooperatives und einbinde-WILLIGES Kind zu haben. Aber ich glaub ja, es liegt einfach an den Genen. Bei zwei so eigensinnigen Müttern… Was soll da schon anderes dabei rauskommen?! 😉

So, nun aber endlich zu den Bildern.

Und noch eins, weil ich die Kleine darauf einfach schön finde und das Bild den aktuellen Gemütszustand der Kleinen so gut zeigt ( 😦 ) :

Demnächst gibts also sicherlich wieder mehr von uns. Mir hat das bloggen zumindest echt gefehlt! 😀 Und es gibt noch so viele Themen, über die ich schreiben möchte.

Wut- und Trotzanfälle

.. irgendwelche Tipps?

Die Kleine nimmt gerade jeden Anlass, besonders gerne, wenn sie hundemüde ist (aber natürlich nicht schlafen möchte!). Ich dachte ja, das ereilt uns später, aber tada—

Fehlt nur noch, dass sie sich auf den Boden wirft und auf die Erde einprügelt. Wobei – auf dem Bett hat sie das schonmal hinbekommen. Arghs… Es ist zum Mäusemelken!

Mit erklären ist natürlich nicht viel, wie auch? Versteht sie ja nicht, warum sie nicht zum x-ten Mal die Treppen hoch und runter laufen darf oder nicht mit der Gabel im Mund auf dem Sofa rumturnen soll… Oder bitte das Katzenstreu-Krümelchen nicht in den Mund nehmen soll…