Es geht eindeutig in die falsche Richtung.

Dramatisch falsch.

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(Das ist natürlich kein Zitat von mir!).

Es ging darum, dass es wohl ein neues Urteil zum „Rechtsanspruch eines Kita-Platzes“ gibt (nachzulesen hier: http://www.mdr.de/nachrichten/kita-platz-schadenersatz-prozess100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html – wen’s genau interessiert).

WAS zur Hölle läuft denn in den Köpfen einiger Menschen schief? Ich verfolge die Asylbewerber-Debatte nur am Rande, bin aber von dem, was mir teilweise zu Ohren kommt, extrem geschockt. Leute, wovor habt ihr Angst? Schaut euch doch mal in Deutschland um, uns geht es doch gut! Natürlich gibt es Dinge, die eindeutig besser laufen könnte, aber im Großen und Ganzen leben wir doch echt in purem Luxus. Das schreibe ich, während ich in meiner warmen, trockenen 3-Zimmer-Wohnung sitze, mit (großzügigem) Dach über dem Kopf, ausreichend Geld auf dem Konto, einem vollen Kühlschrank und vor allem: in einer sicheren, kriegsfreien Gegend. Leute, was läuft da in euren Köpfen schief, dass ihr euch zu solchen Aussagen hinreißen lasst? Oder gehört ein wenig rechtes Gedankengut mittlerweile zum guten Ton? Ist es gar so gesellschaftsfähig, dass man es lapidar dahinschreiben kann? So nach dem Motto: Mir geht’s zu gut, also wetter ich mal gegen die Asylbewerber, die können sich ja eh nicht wehren – und überhaupt, was wollen die denn in meinem tollen Land? Am Ende nehmen sie mir mein Haus weg, oder mein Auto – oh nein, am Ende könnte es ja negative Auswirkungen auf mein Luxusleben haben, also schicken wir sie mal schnell zurück in den Krieg? Oder in ein Leben, wo eben kein Dach über dem Kopf geboten ist?

Jaja, hauptsache der gute Deutsche lebt wie eine Made im Speck.

Es ist besorgniserregend, in welche Richtung das geht! 

(Glücklicherweise bin ich nicht die einzige, die auf diese Aussage mit einem Aufschrei reagiert hat – Es gibt also noch Hoffnung!)

Start in die 39. Woche

… Und die ganz große Hoffnung, dass wir nicht bis 23. September (ET+14) zu dritt bleiben 🙂 Dem kleinen Mann geht’s wohl sehr gut, er hat eine ganz kuschelige Beziehung zum Becken ( 😀 ) und schafft es, mitunter auch gemeine und fiese Bewegungen und Tritte im Bauch hinzulegen, mit Vorliebe „ein Fuß in Magen“ oder auch „beide Füße in Magen“. Er ist wohl wieder keine Elfe (geschätztes Gewicht 3500 Gramm gestern bei 37+6) und kein Winzlingsbaby (alle Werte waren wieder gut eine Woche voraus, geschätzte Länge 50 cm). Also, hört sich eigentlich doch schon nach „gut fertig“ an – jetzt muss er halt nur noch kommen!

Passend zu der hoffentlich bevorstehenden Geburt ist das Teufelchen nun krank und meine Nase kitzelt auch… Tja, mit Timing haben wir’s irgendwie nicht so. Bleibt zu hoffen, dass zumindest die Liebste gesund bleibt, schließlich muss sie ja den körperlich anstrengenden Teil der Geburt übernehmen 😉

Jeden Tag was Neues 3

Tag 3: Christinas Ruckless

Puh, das hier war echt anspruchsvoll zu binden. Hatte natürlich – wie so oft – Hilfe von meiner Frau, aber selbst zu zweit war’s ein ordentliches Rumgefummel. Nun aber erst mal zu den Fotos:

ruckless ruckless2

Leider hat auch das viele Rumgefummel beim Binden wenig geholfen; es war letztendlich einfach an der Oberkante („Kopfkante“, bei uns ist das mit Arme-Raus-Tragling ja eher die unterm-Arm-Kante 😉 ) etwas zu locker. Vermuuuutlich (ich lehne mich ja ungern aus dem Fenster, hüst) lag das zu einem großen Teil am unwilligen Kind, das das erste Mal seit langem mit wie-am-Spieß-brüllen auf’s Einbinden reagiert hat. Auf jeden Fall war es uns dann irgendwie beiden nicht so bequem; Töchterchen fand wohl, sie sitzt zu weit unten und sieht zu wenig (ja, klar… Ihr wäre sicher AUF MEINEM KOPF noch zu weit unten) und hat sich mit Rumhopsen und Auf-die-Seite-fallen-lassen schließlich so unglaublich schwierig tragen lassen (ich sag nur: Rücken, aua…!), dass wir recht bald auf den einfachen Rucksack umgebunden haben. Ich weiß nicht, ob wir die Bindeweise nochmal probieren; wenn, dann nur mit höher sitzendem Töchterchen und noch genauerem und festerem Binden. Leider muss ich aber sagen, wir hatten schon bequemere Bindeweisen, die noch dazu schlechter gebunden waren 😉 Zum Glück gibt es ja zig(tausend?) verschiedene Bindeweisen für Tragetücher. Und jeder findet andere Sachen bequem.

Und morgen probieren wir dann mal was mit kürzerem Tuch, weil heute endlich mein Rucksacktuch gekommen ist (ein Girasol Fischgrat rot, Größe 4). Achja, den Tag mit dem Girasol-Tuch hab ich irgendwie übersprungen. Naja. Hol ich nach, wenn es mal einen faulen Tag ohne neue Bindeweise gibt *lach*

Aaaachja. Die Liebste will übrigens noch ein Tuch mit Leinen- oder Hanfanteil. Ein Glück, dass nicht nur ich ATTA bin (oder auch nicht. Wie man’s sieht. Unserem Geldbeutel würde sicher ein ATTA auch völlig reichen 😉 ).

Jeden Tag was Neues 2

Tag 2: Poppins Hip Carry

poppinship

Kurzes Fazit: Bequem, Tuch war nur zu lang (Unsere Erna ist ein 6er – aber ein 4er Girasol – Fischgrat – ist ab morgen auf dem Weg zu mir! 😉 ). Eigentlich knotet man nämlich direkt unter dem Babypopo. Definitv was für öfter, aber nicht mehr mit langem Tuch. Eigentlich bin ich ja Spezialist im Tuch-verstauen, aber bei der Hitze muss es nicht sein, noch extra Tuch um den Körper zu wickeln 😉 Aber – mal vom zu langen Tuch abgesehen – sonst stell ich mir das sehr, sehr luftig vor. Nur üben müssen wir noch, weil mal wieder die Oberkante nicht straff genug war. Das ist beim Teufelchen aber auch schon schwierig, weil sie sich permanent zurücklehnt – ich glaub, irgendwer muss ihr mal erzählen, dass Tragen ≠ Sofa ist. Würde natürlich auch helfen, wenn sie sich nicht konsequent weigern würde, die Arme INS Tuch zu packen. Muss ja immer mit Armen draußen, damit man immer alles angrabbeln kann. Aber ich will ja mal keine Ansprüche haben 😉

Morgen gibt’s dann mal wieder das Firework zu sehen. 😀

Neue Reihe: Jeden Tag was Neues!

So, die Zeit bis zur Geburt wird hier nochmal genutzt, um ein wenig mit dem Tragetuch zu experimentieren. Bisher trage ich überwiegend in Wickelkreuztrage und einfachem Rucksack, merke aber, dass mir Abwechslung gut tut – gerade, wenn ich mal wieder schlampig gebunden habe (und mir so eine Verspannung eingehandelt habe) oder mich nachts verlegen habe, tut eine „andere“ Belastung mal gut.

Der Plan ist, jeden Tag eine andere Bindeweise auszuprobieren und hier festzuhalten, was davon bequem war und nach Wiederholung schreit 😉 Tragebilder gibts natürlich auch (ohne wär ja auch langweilig).

Fangen wir also mit Tag 1 an: „Front Reinforced Torso Rebozo with a Poppins Finish“ (hört sich komplizierter an, als es zu binden war 😉 ).

Tag1

Obwohl relativ schlampig gebunden, war es tatsächlich sehr, sehr bequem. Aber es ist doch eher was für kältere Tage, weil schlicht 3 Lagen Querbahn über den Babyrücken gehen. Ich vermute auch, dass die Trageweise eher was für ältere Kinder ist, bei ganz kleinen Babies dürfte es schwer sein, eine optimale Stützung zu erreichen und den Rücken dabei nicht zu gerade zu „drücken“. Da das Töchterchen aber ein Laufling ist; so oder so die Arme draußen hat und ich sie, wenn sie vorne einschläft, ein wenig stützen muss, stört uns das nicht 😉 Ich finde auch, für den ersten Versuch saß sie darin recht gut angehockt. Was ich besonders praktisch fand: Man hat ja nur auf einer Schulter Tuch (die andere bleibt frei) und ich denke, gerade für’s einkaufen-gehen (Stichwort: Tasche über die Schulter werfen) und möglicherweise auch für einfache Haushaltssachen wäre das deutlich praktischer, als beispielsweise die Wickelkreuztrage. Und, auch nicht zu verachten: Es sieht einfach hübsch aus, wie ich finde.

Die Bindeweise ist tatsächlich was, was ich vermutlich mit dem Töchterchen noch öfter ausprobieren werde!