Vor genau einem Jahr

durften wir das hier betrachten:

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und heute kullert und gluckst (und brüllt) Baby-Theo im Familienbett. Hach…

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Ich bin sehr, sehr verliebt und finde, den haben wir richtig gut hinbekommen. 🙂

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Ich fahre fort…

…mit uns im Richterzimmer (Zeit drängt etwas, Kind übermüdet und so, deshalb ein kurzer&knapper Bericht).

Hallo, Hallo – Händeschütteln, Tralala. Weiter ging es mit: Wer ist denn nun wer? Das war dann soweit geklärt. Dann fing das Gespräch an mit: Ja, tralala, ich möchte Sie mal kennenlernen (aha). Also, warum möchten Sie denn adoptieren (der nächste, der mir die Frage stellt, wird die Situation wohl mit eigens von mir umgedrehten Hals verlassen). Aaalso. Gemeinsames Wunschkind. Adoption ist ja nun der einzige Weg, wie wir gemeinsam Eltern sein können. Blabla. Das übliche. Aha-aha. Großes Verständnis. Ja. Weiter gings.

Die weiteren Fragen kurz und knapp, Antworten schreib ich dazu, wenn nötig:

– Warum wir aus Berlin weg gezogen sind? Und unsere jeweiligen Familien dort zurückgelassen haben (wer uns etwas kennt, wird den Fehler direkt entdecken – wer nicht, dem sei gesagt, dass noch nie Familie von uns in Berlin gelebt hat)…

– Was wir in Leipzig überhaupt machen (Ich: studieren. Richterin: Ah, ahja. An meine Frau: Und Sie?! *KopfGegenWandSchlag*)

– Warum wir denn fürs Studium nach Leipzig gezogen sind – und nicht in Berlin geblieben sind?!?! (schlecht versteckter vorwurfsvoller Blick)

– Wie wir das Studium organisieren? (Zappelkiste, abwechselnd Veranstaltungen, tralala)

– Zappelkiste? Was ist das? Gab es sowas in Berlin auch (Offizielle Antwort: Ähm, keine Ahnung, aber ich glaube nicht?! Offizielle Gedanken: Was interessiert uns das bitte, ob es sowas in Berlin gegeben hätte?!)

– Ob das Tochterkind noch gestillt wird? Antwort der Liebsten: Nein, war ja zwischendrin schwanger; Antwort der Richterin: Ah, ja, aber das ist ja nicht zwangsläufig ein Hinterungsgrund dafür (?!?!)

– An Tochter: Wo ist denn dein Bruder? (Tochter zeigt mit traurigem Blick zur Tür)

– Hast du deinen Bruder lieb? (Äh, ein Kind von 1,5 versteht das Konzept „lieb haben“ ganz gewiss; mal abgesehen davon, dass das Gespräch danach eh für die Katz war, weil Tochter am Heulen, weil sie zum Babybruder und zur Oma wollte)…

Und das war’s im Prinzip. Achja, und natürlich wurde noch betont, dass wir uns ja scheiden können, aber eine Adoption nicht rückgängig gemacht werden kann (ach was…) und wenn wir Partnerschaftsprobleme haben, sollen wir uns frühzeitig professionelle Beratung organisieren (Häh?).

Reihenfolge der Fragen wild zusammengewürfelt. Die Fragen an die Tochter waren aber recht zu Beginn und das Gespräch dauerte vielleicht 10-15 Minuten. Hochnotwichtige Fragen, was? Was haltet ihr davon?

Kurze Zwischenfrage

an alle, die schon adoptiert haben. Was für ein Datum steht auf dem Beschluss als „Adoptionsdatum“? Das Datum der Anhörung bei Gericht oder das Datum der Zustellung des Beschlusses auf dem Postweg?

Ansonsten fang ich jetzt mal mit meinem Bericht an, mal sehen, wie lange ich darf (Tochter weint sich gerade in den Schlaf, meine Frau natürlich bei ihr, und Sohn schläft neben mir endlich, endlich tief und fest).

Wir waren etwas früh da. Absichtlich, damit der Sohn noch gestillt werden konnte (schließlich sollte der beim „ein bis zweistünden Termin“ nicht dabei sein).

Richterin wollte uns gleich reinholen, wir abgelehnt (Sohn war schließlich immer noch hungrig)…

—-

Das…

wohl merkwürdigste Gespräch aller Zeiten fand heute statt. Details morgen oder so.

Die Fakten: Zwischen 9,25 und 12,45 Minuten lang, davon etwa die Hälfte der Zeit unsinnige Fragen zum Stillen(! Des Großkinds, doppel-!!); und zur Zappelkiste.

Wer’s braucht…