Wieder zu Hause

und alles (fast) wieder gut.

Wir haben uns – mal wieder – entgegen ärztlichen Rat entlassen (lange Geschichte, kurz gesagt: Irgendwann fing Tochter schon an panisch zu brüllen, sobald die Zimmertür im Krankenhaus aufging und ihr Puls schoss hoch auf 170-180 – inhalieren ging auch garnicht mehr, sie hat sich zuletzt dabei erbrochen weil sie so gebrüllt hat – und es ging ihr einfach psychisch nur noch mies; mal abgesehen davon, dass wir von den Ärzten selbst nach hartnäckigem Nachfragen total im Dunkeln gelassen wurden, inwieweit es nun besser oder schlimmer wurde und die Ärztin am Montag dann auch noch meinte, sie müsste den Babybruder rauswerfen, weil das ja offiziell hier die Intensivstation ist – auch wenn wir dank Überbelegung der Intensivstation ein Einzelzimmer auf der Wochenbettstation hatten, sie meinte halt, sie will hier nun ihre heiligen Vorschriften durchsetzen).

Die Entlassungs-Entscheidung war – mal wieder – genau goldrichtig für die Genesung der Großen. Selbst unsere Kinderärztin konnte die Entscheidung total nachvollziehen und hat uns sehr, sehr gut helfen können.

Mittlerweile hüstelt das Kind noch ein wenig fies rum, aber sonst ist alles gut – vor allem die heftigen Atemgeräusche sind völlig verschwunden. Zum Glück! Endlich schläft Darth Vader nachts nicht mehr in unserem Bett.

Und zumindest ich bin mir gerade dadurch wieder zu 100% sicher geworden, dass wir ein drittes (und viertes, hüst) Kind wollen. Ich brauch dringend mehr von der Sorte „tollstes Kind der Welt“, es macht einfach trotz allen Widrigkeiten zu viel Spaß 😉 (Gut, zugegebenermaßen eher nicht so, wenn die Kinder gerade im Krankenhaus hocken, aber ich hoffe ja ganz stark(!), dass nicht jedes Kind so anfällig für jeglichen doofen Mist sein wird).

Aber jetzt bin ich müde und fertig (da selbst auch noch krank, mittlerweile mal wieder seit 1,5 Wochen).

Morgen versuchen wir mal, ein wenig Alltag einkehren zu lassen. Das würde uns wohl allen mal wieder RICHTIG gut tun.

4 Kommentare zu “Wieder zu Hause

  1. Schön, dass ihr wieder daheim seid! Ruht euch gut aus und erholt euch vom Stress. Ich hoffe es stehen nicht gerade dutzend Prüfungen an bei euch!
    Sagt mal, war es eurer Meinung nach im Nachhinein überhaupt sinnvoll bzw. nötig, dass ihr im KH ward? War die Sauerstoffsättigung von Helli gefährdet? Der Wikinger hatte in den letzten 5 Monaten 4 mal obstruktive Bronchitis, davon zweimal mit Kehlkopfbeteiligung und einmal war es leider knapp vor Lungenentzündung. Wir mussten aber zum Glück nie ins KH, weil die Kinderärztin immer mit einem Pulsox-Clip am Finger die Sauerstoffsättigung nach Inhalieren gemessen hatte und die war recht okay. Da im KH der Stress hoch und die Keimbelastung höher ist, rät sie davon eher ab. Euer Bericht scheint leider auch zu bestätigen, dass es gar nicht viel nützt. Andererseits will man natürlich bei sowas auch nix riskieren. Irgendwie echt mistig.
    Wir mussten einen Pariboy kaufen (absurd, dass den die Kasse nicht zahlt), damit kriegt er jetzt immer direkt Atrovent und Salbutamol (wirkt wie Ectasy der Mist), dazu Klismakortzäpfchen und max. 13 Grad Schlaftemperatur. Eventuell setzten wir ihn noch den Rest der Wintersaison auf ein niedrigdosiertes Kortisonspray.
    Ich finde es toll, dass euch das ganze Drama bestätigt, mehr Kinder zu wollen. Go for it. (Ich sag mir hingegen jedesmal nach einer Krankheit und durchwachten Nächten, nie wieder, der bleibt definitiv Einzelkind. Abere ich bin ja auch schon alt *gg*)

    • Och, Alter ist doch mittlerweile kein Grund mehr! 😉

      Im Nachhinein? Im Nachhinein war es (für unsere Nerven) goldrichtig, in die Notaufnahme zu fahren. Ja. Aber: Die stationäre Aufnahme hätte es echt nicht gebraucht. Gerade, weil direkt bei Aufnahme ohne vorheriges inhalieren(!) die Sauerstoffsättigung bei 97/98/99 Prozent war. Und im Laufe des Aufenthaltes auch niemals unter die magischen 95 fiel. (ich glaube, die Sättigung war sogar nie unter 97).

      Ja, ein Inhaliergerät muss man laut Aussage der Kinderärztin selbst kaufen, wenn man nicht schon 3 Mal Bronchitis zu verzeichnen hat. Und wer wartet schon so lange damit? Echt absurd. Wir haben uns ein günstiges Gerät um die 60 Euro gekauft, das funktioniert auch gut. Allerdings müssen wir gerade nur mit Kochsalz inhalieren, mehr hat die Kinderärztin nicht für sinnvoll erachtet (scheint dann also tatsächlich nicht so dramatisch zu sein, wie uns die Ärzte im Krankenhaus glauben lassen wollten).

      Ja, natürlich sind wir auch dramatisch belastet und es NERVT tierisch, dass wir mit der Großen irgendwie echt alles mitnehmen (welches Kind hat bitte so massiv mit Fieberkrämpfen zu kämpfen und fängt sich dann auch noch so nen Mist wie Bronchitis inkl. Pseudo-Krupp ein?!). Aber ich hoffe darauf, dass die folgenden Kinder eeetwas bessere Gesundheit haben. Bzw. sollen die ruhig häufig krank sein, aber bitte ohne Drama-Drama und Intensivstation 😉 Gegen die obligatorische Kleinkind-Schnupfnase hab ich ja nix.

      Prüfungen… Joa. In genau einer Woche steht eine an – und eine zweite, die wir schreiben dürfen, sobald wir wollen (toller Dozent). Ich bin gespannt, wir schauen uns dann heut Abend mal die Sachen für die Klausur in einer Woche an, glücklicherweise haben wir heute eine Probeklausur und viiiele, viele Klausurhinweise („das ist wichtig, das frag ich definitiv ab, …“) bekommen.

    • Bei der ersten Lungenentzündung gibt es den Pari gratis, das ist unser Erfahrungswert. Der Lütte war 8 Monate und der Kinderarzt hat ihn von sich aus aufgeschrieben.
      Aber auch bescheuert, dass man selbstverständlich das Krankenhaus bezahlt bekommt und dahin geschickt wird, aber ein inhalationsgerät, mit dem man all das meist verhindern kann, nicht.

      Den Kleinen alles Gute. Hoffentlich wird es mit dem Frühling besser mit dem Mist!
      Hier sind wir auch auf Salbutamol und Montelukast (Asthma Prävention)

      • Lungenentzündung in dem Alter braucht man ja nun auch nicht gerade! 😦

        Ja, ich will nicht wissen, wie viel die 3 Tage Intensivstation gekostet haben. Unser selbst angeschafftes Inhalationsgerät hat 60 Euro gekostet… Irgendwie echt total sinnfrei.

        Ja, ich hoffe auch auf Frühling und besseres Wetter, oder gestärktes Immunsystem (langsam muss es doch mal gut sein?!)…

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