Packen, Schlafchaos

So. Wir versuchen nun seit gut 1,5 Stunden für morgen zu packen. Dazwischen kam uns „schnell duschen“ und Töchterchen, die plötzlich doch ins Bett wollte (für „schlafen“ ist es bei denen da drüber im Schlafzimmer aber überraschend unruhig…). Übrigens, nachdem die Große meinte, sie müsste um 16 Uhr nochmal dringend schlafen; bis 18 Uhr… *seufz*

Aber es ist soweit schon viel getan. Windeln gepackt, Wechselklamotten. Geldbeutel. Fahrkarte ausgedruckt, Bahncard bereit gelegt (extra angeschafft, gilt nun für 3 Monate – lohnt sich ab 3 Fahrten… Die werden wir sicher brauchen).

Der/die/das Einzige, was uns im Stich lässt, ist mal wieder der Körper der Liebsten. Was auch sonst. Sie hat schön brav 12 Tage Utrogest genommen, um die Mens auszulösen; vor einer Woche abgesetzt und – nüscht. Grummel, grmpf. Vermutlich hat sie einfach den Kleinen noch zu oft gestillt (1-2x in 24 h, der Spezialist isst einfach zu gerne und will garnicht öfter). Naja. Nun ist er abgestillt, aber bringen wird’s nun für diesen Mens-auslös-Versuch auch nüscht mehr, vermute ich. Was letztendlich bedeutet, wir verlieren wieder 2-3 Wochen. Und es verschiebt sich alles planungsmäßig nach hinten. Womit wir mittlerweile bei einem Transfer Mitte/Ende Juli wären.

Hachja. Vielleicht lässt die Mens sich ja doch noch locken. Wäre ja was. Ich würde mich gerne positiv überraschen lassen. Aber nach über einer Woche Gewarte auf den Mist ist die Hoffnung irgendwie dahin.

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10 Kommentare zu “Packen, Schlafchaos

  1. warum der stress? kind nummer 3 MUSS jetzt dringend an den start gehen, eingezwängt zwischen semester-, umzugs- und lebensplänen. schnell abstillen, schnell mens her …. schnell baby her, um zu beweisen, dass ihr mit eurer schnell-und-viel kind politik so herrlich unkonventionell seid, so wie sich andere junge erwachsene die haare grün färben, um dem establishment zu zeigen, wie different sie sind?

    wenig geld, anscheinend jetzt schon stark belastet, träumereien, ein studium mit drei kleinkindern ohne kita schaffen und von luft und liebe leben zu können.

    i would call it: nicht errwachsen.

  2. Der Kommentar von Denny ist zwar sehr unhöflich und unter der Gürtellinie (und ebensowenig erwachsen wie er/sie euch zu sein unterstellt), dennoch würde ich an eurer Stelle nicht verbal zurückschießen, das unterstreicht doch bloß den unreifen Eindruck. Und wie ich schon einmal schrieb, ist es doch klar, dass solche Kommentare kommen – ihr ladet sie mit den Offenbarungen eures Privatlebens quasi ein. Wenn ihr keine Bemerkungen möchtet, müsst ihr euren Blog privatisieren und nur solche Leser zulassen, die eure Ideale restlos teilen. Im Übrigen scheint ihr Kommentare, die euch mitteilen, wie reif/mutig/verantwortungsvoll/reflektiert ihr seid, nie für zu persönlich zu halten….

    Um es englisch zu halten, denn das scheint hier ja gerade die Schiene zu sein: Mature is as mature does. 😉

    Möget ihr mit euren Entscheidungen immer glücklich und zufrieden sein.

    • Ich empfand mich als sehr höflich, im Anbetracht dessen, wie unhöflich der Kommentar war. 😉

      Mir ist es ehrlich gesagt total egal, welchen Eindruck wir machen. Ich schreib den Blog nicht, weil ich irgendwen beeindrucken will, sondern weil ich unseren Kinderwunschweg festhalten will. Und unser Leben. Und weil ich anderen Paaren/Frauen in ähnlichen Situationen (Studium, Frauenpaare, Singles, Samenspende,… 😉 ) Mut machen will, mal einen Blick in die Richtung „jenseits der gesellschaftlichen Norm“ (was auch immer das sein soll) zu wagen. Zeigen will, dass es auch Wege außerhalb von „arbeiten, heiraten, Haus bauen, Hund kaufen, Kinder kriegen“ gibt. Mit denen man genauso glücklich – oder sogar glücklicher werden kann. Und zuletzt einfach auch, um manchmal Frust abzulassen, wenn irgendwas so richtig blöd läuft. Muss ja auch mal sein… 😉

      Ob andere unseren Weg nun gut finden oder nicht, ist mir irgendwie tatsächlich egal. Ich weiß ja, dass wir als Familie so, wie es ist, glücklich sind. Da brauch ich keine Bewertung von außen – schon garnicht von Leuten, die ich überhaupt nicht kenne und die meinen, mich von ein paar Einträgen hier oder Forenbeiträgen woanders schon „ganz genau“ zu kennen. Klar wäre es schön, wenn es hier auf meinem(!) Blog grundsätzlich höflich bleibt und keine Angriffe unter der Gürtellinie zu finden sind. Klar, ich könnte Kommentare, die so dermaßen daneben sind, auch einfach löschen bzw. nicht freischalten – aber ich seh den Sinn dahinter nicht, hier irgendwas zu zensieren. Oder um es kurz zu halten: Wer’s braucht, hier nen blöden Kommentar abzulassen… Bei mir sorgt es höchstens für einen verwunderten Blick, wie traurig das Leben doch sein muss, wenn man im Internet wildfremde Leute kritisieren muss (um sich selbst besser zu fühlen? Oder wo liegt der Sinn für einen selbst darin?). Wie gesagt: Ich kann zwar die Beweggründe für solche „ihr seid ja so blöd und unfähig und wie könnt ihr nur“-Kommentare nicht nachvollziehen, muss ich aber ja auch nicht.

    • Achja, und nochmal, weil das mit den Bemerkungen zum zweiten Mal kommt: Dass der Blog öffentlich ist heißt nicht automatisch, dass hier jeder dazu eingeladen ist, unhöflich zu sein und uns persönlich anzugreifen… 😉 Ich dachte nicht, dass man das extra erwähnen muss. Das sagt doch eigentlich schon der gesunde Menschenverstand… Übrigens KANN man Kritik auch höflich, auf Augenhöhe und nett verpacken. DANN kann es sogar sein, dass es konstruktiv für das Gegenüber ist und möglicherweise zum Umdenken anregt. Aber bei Kommentaren unter der Gürtellinie drängt sich bei mir der Verdacht auf, dass es garnicht darum geht, etwas bei MIR zu erreichen, sondern nur darum, sich sebst zu profilieren. Und das finde ich echt… ähm, extrem unhöflich, um es höflich auszudrücken.

  3. „Mir ist es ehrlich gesagt total egal, welchen Eindruck wir machen.“

    Wenn es Dir egal wäre, würden Deine Emotionen sicher nicht derartige Wellen schlagen. Du regst Dich auf. Deine „Aufreger“ übertreffen mittlerweile die Anzahl der kritischen Kommentare Deiner Besucher. Anzunehmen, dass an der Kritik etwas Wahres ist?

    Wie auch immer: Viel Glück. Beim Studiumabschluss in 10 Jahren. Beim Antrag auf Grundsicherung. Beim Transfer, noch schnell dazwischengequetscht, jetzt mach´endlich, Mens, schließlich wartet der Semesterplan, schließlich muss es jetzt sofort sein, drei Kinder in wenigen Jahren ist der ultimative Style, die Uni-Sozialberatung wird´s schon richten und wir sind gar nicht müde.

    • Du schreibst ätzend. Und wirkst borniert.
      Mir wäre dieser Stress auch nichts, auch die rasche Geburtenfolge nicht, aber das müssen die zwei doch wohl selber wissen. Und es dürfte echt sehr unwahrscheinlich sein, dass zwei Informatikerinnen mit MA längere Zeit Grundsicherung bräuchten (als Student bekommt man die eh nicht).
      Was am Langzeitstudium schlecht sein soll, sehe ich auch nicht, ich begrüße als Universitätsdozentin immer ausdrücklich wenn sich jemand Zeit nimmt und sich bildet. Kostet auch nicht mehr als ein normales Regelstudienzeit -Studium. Und wer nebenbei noch Kinder bekommt, ja mei, ist doch ok, unser Land braucht Kinder nunmal. Den Teil den Munis extra an Baföganteil als Zuschuss kriegt wird eines der Kinder schon später reinarbeiten. Die Behandlung der KiWu passiert auf Selbstzahlerbasis. Schadet Munis also irgendwem?
      Ich fände es schade, wenn sich hier das Klima vergiftet.

      • Zum Langzeitstudium: Wir hatten im Bachelor Semester, wo wir ganz normal 30 ECTS gemacht haben. Soll ich was verraten? Das Wissen aus den Kursen ist quasi weg. Weil es einfach viel, viel, viel zu viel auf einmal war und man nur das nötigste tun konnte, um am Ende durch die Prüfung zu kommen (welche wir dann auch bestanden haben, wir sind nie durch eine Prüfung durchgefallen).
        Im Gegenzug ist das Wissen zu den Kursen, wo wir vielleicht 10-15 ECTS/Semester gemacht haben noch sehr viel eher da. Weil einfach Zeit war, sich intensiver mit den Inhalten auseinanderzusetzen.
        Soviel zum Regelstudium. Klar kann man’s total eng sehen und kritisch mit dem Finger auf die zeigen, die länger als Regelstudienzeit brauchen. Ist nur fraglich, wem es was bringt, wenn jeder Student schnell-schnell in Regelstudienzeit fertig wird. Dabei geht ja auch so ein wenig die Diversität flöten. Denn zumindest für unser Fach kann ich sagen: Wenn man nicht gerade sozial vereinsamter Single ohne Lebensinhalt ist, schafft man in Regelstudienzeit nicht mehr als „das nötigste für jeden Kurs zu tun“. Richtige Vertiefung und echte(!) Auseinandersetzung mit den Inhalten: Fehlanzeige.

    • Klingt ehrlich gesagt total neidisch. Ist da vielleicht was Wahres dran? Unerfüllter Kinderwunsch oder so?
      Kritik, dass wir viele Kinder wollen? Äh, ja, sicher. Dass wir beide für die Kinder da sind und die Kinder absolut glücklich sind? Gut, wenn es da Kritik braucht – nur zu. Das sind definitiv keine Punkte, wo Kritik bei mir ankommt.
      Mir ist’s übrigens völlig wurscht, was Style ist, ich richte mich da ganz allein danach, was sich für mich und für meine Familie richtig anfühlt. Im übrigen ist der „Style“ in meiner Umgebung eher größere Abstände zwischen den Kindern. Und eher zwei, maximal, eventuell vielleicht irgendwann das dritte Kind. Insofern ist das relativer Quatsch, den du da von dir gibst.

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