Chaos im Kopf (Passwort 1)

Mein Kopf gibt keine Ruhe. Ich hab die Musik auf Anschlag aufgedreht. Kopfhörer auf. Die beiden Dinge, die mir helfen würden, sind keine Option. Mir weh tun würde nur mir helfen, aber die Sache verschlimmern. Und mit ihr reden macht keinen Sinn mehr, weil es nichts gibt, was ich noch zu sagen hätte. Was etwas ändern würde. In dem Punkt sind unsere Vorstellungen einfach zu weit voneinander entfernt und ich bin einfach nicht fähig, mich, meine Emotionen, Gedanken, Ängste vernünftig und nachvollziehbar zu formulieren, erklären. Und einfach nur Weglaufen geht wegen der Kinder nicht… Ich würde es nicht ertragen, von ihnen getrennt zu sein.

Ich fühle mich gefangen. Gefangen von meinen Gedanken. Meinen Emotionen. Ich will sie bei mir. Immer. Permanent. Ganz egal, wie die Konsequenzen sind. Ich ertrage diese Stille nicht. Ich ertrage ihr Schweigen nicht. Ich ertrage es nicht, sie hoffnungslos zu sehen. Ertrage ihre Schuldgefühle nicht. Ich ertrage mich selbst nicht. Ertrage es nicht, kaputt zu sein. Ertrage meine Zweifel nicht. Ertrage nicht, dass ich gerade meine Frau verliere. Oder ist es schon zu spät? Ich fühle mich zerfetzt, zerrissen. Kann nicht mehr klar denken. Ich will den Punkt erkennen, an dem es anfing. An dem es anfing, in diese zerstörerische Richtung zu gehen. Ich will dorthin zurück und es rückgängig machen. Habe keine Kraft mehr, wenn es so weitergeht.

Zurück ist keine Option mehr. Schon lange nicht mehr. Ich will einen Weg finden. Will alles hinbekommen. Will wieder glücklich sein. Und diesen Druck loswerden…

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