Gerade…

einfach nur glücklich, glücklich, glücklich. War ein schöner Tag. Echt wundervoll.

Neben einer unglaublich tollen Frau aufgewacht, die Liebste inklusive der Kinder direkt früh morgens getroffen, eine tolle Freundin getroffen, ganz viel Kuscheln mit den Kindern, tolle neue Tragehilfe ausprobiert (an der knapp 6 Jahre alten großen Tochter), …

Jupp. War toll. Doch. Sehr. 😀

Sollten wir definitiv wiederholen. 🙂

 

Vom Alltag abgesehen gibt es auch Neuigkeiten zwecks Kinderwunsch: Gestern HCG gespritzt, heute gehts mit Urogest los. Und mit der nächsten Blutung (in hoffentlich ca. 14 Tagen) startet dann DER Zyklus.

Okay.

Sich selbst unbeabsichtigt (ja. Hab ich tatsächlich hinbekommen) auf Koffeinentzug zu setzen und dann abends(!) 2 Tassen Kaffee trinken, äh ja.

Gehirn gerade nicht wirklich anwesend, wäre da meine Selbstdiagnose.

Mh… Es ist 1:40 Uhr, ich bin wach. Glücklicherweise hatte ich mich eh entschieden, zwecks Stimmungsaufhellung mal wieder ne Nacht Schlafentzug auszuprobieren (ohne Mist! Ich hab das – unbeabsichtigt – mal mit 16, 17 Jahren sowas ausprobiert, da ich massive Schlafstörungen hatte, und es funktioniert tatsächlich wunderbar. Und sobald die erste Müdigkeit verflogen ist, ist es auch okay, müdigkeitsmäßig! Natürlich keine Dauerlösung, aber so als Akutmittelchen alle paar Wochen bis Monate war’s bisher immer hilfreich).

Ansonsten ist es nicht leicht. Ich bin extrem dünnhäutig. Kann den Kopf selten bis garnicht ausschalten. Zerdenke jede Geste der liebsten Menschen um mich herum, jedes Wort. Jeden Blick. Jede einzene kleine Entscheidung. Einfach alles. Fühle mich super-leicht zurückgesetzt, unwohl. Verletzt. Es ist so, so, so ermüdend. Anstrengend. Ich vergesse gleichzeitig so, so viele Dinge. Einfach, weil mein Gehirn vermutlich gerade auf Sparflamme läuft. Und gleichzeitig überfordert mit allen quasi selbst-aufgehalsten Eindrücken ist (gut, eine Wahl hab ich da nicht, passiert automatisch). Und zusätzlich einfach grundsätzlich dieses: Kein Essen, keine Energie für nichts… Es nervt. Unendlich. Ehrlich, ich will einfach nur gesund sein. Glücklich. Kopf aus. Herz an. Oder so. Ich hab da gerade sowas von keinen Bock drauf, aber echt jetzt!

Gefühle. Gedanken. Alltag. Oder nicht?

Es ist unheimlich schwer gerade. Gedanken. Gefühle. Viel. Viel zu viel? Die letzten Tage waren psychisch nicht einfach für mich. Und ja, ich weiß, es werden dutzende Kommentare kommen, wie ich denn überhaupt und sowieso dieses und jenes sagen kann und fühlen kann und vermutlich werden wieder Hinweise kommen, man könnte ja mal die Kinderwunschklinik informieren oder das Jugendamt. Wisst ihr was? Macht doch.

Trotzdem werde ich hier ehrlich sein. Schonungslos. Was sonst hätte es für einen Sinn?

Also zurück zum Thema. Es ist nicht immer leicht. Natürlich nicht. Ich habe unendliches Glück mit den Leuten, die um mich herum sind. Die Menschen, die mich auffangen. Da sind. Sonst hätte ich es wohl nur schwer geschafft, hier zu sitzen; genügend Klarheit im Kopf zu haben, um dies zu tippen. Was mich die letzten Tage, Wochen begleitet? Alte Dämonen. Definitiv. Was das konkret bedeutet? Es kommen leider Themen hoch, die sehr, sehr tief in mir vergraben schienen. Vieles. Kleine Szenen aus dem Alltag. Meiner Kindheit. Jugend. Nicht schön, ja. Nicht lustig.

Leider hat das Ganze natürlich auch Auswirkungen auf mich, auf mein Leben, auf unseren Alltag. Ich bin nicht mehr ganz so belastbar. Brauche plötzlich Dinge, die ich vorher nicht gebraucht habe. Ruhe. Zeit für mich. Pausen. Zeit, um mit meiner Freundin zu reden – die mich einfach fast immer versteht, ohne dass ich viel erklären müsste. Die einfach da ist. Und das ist so unglaublich toll und hilfreich…

Und nicht zuletzt – allein der Alltag gerade weckt Dämonen. Wirklich. Ich hatte lange Zeit in meiner Jugend echt massiv zu kämpfen, mit Mager.sucht und Selbst.verletzung. Tja… Ich denke, es reicht, wenn ich sage: Ich muss kämpfen. Um nicht völlig in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Um mich nicht völlig zu verlieren. Gerade gleicht es eher einem Seiltanz; ich muss mich extrem vorsichtig bewegen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Schutz gegen Dinge, die von Außen an mich herangetragen werden und mit denen ich irgendwie umgehen muss? Schwierig. Extrem schwierig. Und leider ist gerade das momentan massiv Thema in meinem Leben. Und mein Bedürfnis nach Ruhe, nach „normalem“ Alltag ohne Drama wird immer größer…