Wochenende. Öffentlich.

Es ist gerade das erste Mal, dass ich über einen längeren Zeitraum von meiner Freundin getrennt bin. Das erste Mal (Fernbeziehungen mal ausgenommen), dass ich überhaupt so lange von einem gebliebten Menschen getrennt bin (ja, echt! Mehr als eine Nacht war ich noch nie von meiner Frau getrennt). Es war und ist enorm schwer für mich. Ich kann nicht greifen, nicht BEgreifen, was daran für mich so schlimm ist. Es ist nicht Eifersucht, nicht mangelndes Vertrauen. Es ist schlicht und ergreifend dieses furchtbare Gefühl, sie zu vermissen. Extrem. Nicht essen können. Nicht schlafen können. Dabei sind es jetzt noch nicht einmal 48 Stunden…

Bald wird sie wieder da sein. Bald sehen wir uns wieder. Aber wiederholen sollten wir das echt nicht…

15 Kommentare zu “Wochenende. Öffentlich.

  1. Huhu!
    Auch wenn’s nicht zu dem Eintrag hier passt, gibt’s mal wieder Updates von euren Kindern bzw Familienplanung? Bzw werden die geschützten Einträge zum Thema Kinderwunsch/Familienplanung/drittes Kind irgendwann öffentlich? Sorry und verzeih mir wenn ich nerve.

  2. Geht dir das eigentlich bei deiner geliebten Frau auch so? Wenn ich das richtig verstanden habe bist du ja automatisch von ihr getrennt, wenn Du die Zeit mit deiner aktuellen Freundin verbringst. Wie gehst Dumit diesen Gefühlen um?

    • Bei meiner Frau ging es mir bis vor einiger Zeit so, ja. Irgendwann nach X Jahren wurde es eeetwas besser. Aber es hat schon einen Grund, weshalb wir seltenst mal getrennt waren (auch tagsüber nicht) und weshalb lange, lange Jahre die einzige „getrennte“ Nacht die nach der Bauchspiegelung war, als meine Frau noch im Krankenhaus bleiben musste (2013 – und da hab ich geheult wie sonstwas und kam garnicht klar)…

      Mittlerweile ist es besser. Kam irgendwie mit den Kindern, gerade mit dem 2. Kind – da waren wir automatisch auch mal getrennt. Und dadurch wurde es laangsam besser.

  3. hallo liebe munis, als „einzelgängerkatze“ mit ausgeprägtem bedürfnis nach distanz kann ich deine gefühle respektieren, aus eigener erfahrung aber nicht nachvollziehen. diese feststellung impliziert jetzt keine wertung.

    meine frage ist, wie deine freundin mit deinem ausgeprägten bedürfnis nach nähe und symbiose umgeht? ich wäre überfordert und es würde mich auch nerven, wenn meine partnerin nicht entspannt ein paar tage ohne mich zurechtkäme. kann sie dein bedürfnis denn abfedern?ich denke, es geht einigen menschen so wie mir, dass zu starke „forderungen“ nach einem „immer zusammen“ überlastend sein können. wie ist es bei dir bzw. bei euch?

    lg und alles gute bzgl. des kiwu.

    tonia

    • Meine Freundin ist damit sehr glücklich, ihr geht es da zum Glück ähnlich.
      Mit meiner Frau wartet noch einiges an Arbeit, es ist einfach was vorgefallen, was bei mir relativ viel kaputt gemacht hat – gerade an Vertrauen. Da ist einfach viel, was die Zeit zeigen wird…

      • das freut mich, dass ihr einigkeit bzgl. eures nähebedürfnisses habt.

        …. ist denn aktuell etwas vorgefallen mit deiner frau? das wäre schade …. und verwundert mich, da ihr doch gemeinsam euch auf den weg in die klinik gemacht habt? … spannend, aber ich finde es gut. ich war nie verfechterin konservativer beziehungsmodelle.

        tonia aus berlin

      • Es ist tatsächlich was vorgefallen, was uns aber als Paar betrifft und zu intim für den Blog ist. Eltern sind wir aber ja nach wie vor und wollen auch noch weitere Kinder zusammen, einfach aus dem Grund, dass wir uns lieben und als Eltern auf einer Wellenlänge liegen.
        Nur an der Paarbeziehung müssen wir eben arbeiten… Aber ich bin guter Hoffnung, dass wir das hinbekommen werden.

      • ich lebe mit meinem ex-partner in einem haus (zwei wohnungen), wir haben zwei kinder und ich einen neuen mann. bei uns funktioniert dieses patchwork konstrukt auch sehr gut. beziehungen und familien können so vielfältig sein. hauptsache die stimmung ist friedlich. wer mit wem und wievielen wie verbändelt ist, zweitrangig.

        also, dann noch viel kraft. t.

      • …was bei mir relativ viel kaputt gemacht hat – gerade an Vertrauen…

        Wenn ich solche Bemerkungen lese, stelle ich mir die Frage, wie es Dir/Euch gelingt, als Eltern so gut zu funktionieren, als Paar gerade nicht – aber doch absolut sicher seid unbedingt noch weitere Kinder gemeinsam zu haben … Vertrauen ist für mich die Basis jeglicher Beziehungen, Beziehungsformen, Familienkonstellationen.

        Du schreibst zwar, für Eure Kinder sei das absolut kein Problem, mangelndes Vertrauen – egal auf welcher Beziehungsebene – ist aber durchaus ein Problem, welches auch kleine Kinder sehr empathisch wahrnehmen können. Ich wünsche Euch sehr – das ihr beide (deine Frau und Du) wenigstens gleiche Vorstellungen von Vertrauen habt.

      • Vertrauen in Elterndingen hab ich. Hundertprozentig. Nur Vertrauen auf Partnerschaftsbasis ist eben… Nunja. Ich weiß gerade keinen passenden Ausdruck dafür.
        Ich persönlich sehe Elternschaft und Partnerschaft sehr getrennt. Wir sind wunderbare Eltern und verstehen uns grundsätzlich toll, lieben uns – aber in gewissen Punkten ist das Vertrauen eben aktuell nicht da. Aber das ist okay. Das braucht Zeit und wird sicher wieder. Wüsste auch nicht, was die Kinder davon mitbekommen sollten, da geht es um ganz spezielle Dinge, mit denen die Kinder keine Berührungspunkte haben.

  4. Für mich stellt sich die Frage ob deine Frau so mit dieser Situation zurecht kommt. Mir würde es ein Messer ins Herz rammen wenn mein Partner nur noch davon spricht wie schön und toll und super doch die andere Beziehung ist. Geht es dir mit ihr denn noch genauso oder ist die neue Beziehung größer und wichtiger geworden? (So wirkt es hier auf mich)
    Wie funktioniert ihr 2 als paar oder gerade als Eltern wenn du viel zeit mit deiner Freundin verbringst? Da müssen Frau und Kinder doch sicherlich zurück stecken oder?

    • Die neue Beziehung ist gleich wichtig. Ich mag Hierarchien nicht unbedingt… Aber wenn es ein Vergleich sein muss, ist es eben das: Gleich wichtig.

      Wir verbringen ja durchaus auch Zeit zu sechst (wir drei plus unsere drei Nicht-Kita-Kinder). Und wo ich nachts schlafe, interessiert unsere Kinder, die nachts eh an meiner Frau hängen (schwangerschaftsbedingt – tagsüber hab ich viel mit den Kindern gemacht und nachts hat meine Frau sich um die Große und nachher zwecks Stillen um den Kleinen gekümmert), herzlich wenig.

      Die Kinder haben mich 80-90% des Tages um sich. Ich bin selten mal einen Vormittag oder ein paar Stunden am Nachmittag nicht da. Das finde ich durchaus zumutbar… 😉

      • Vertrauen in Partnerschaftsdingen … Nun ja … Messt ihr mit zweierlei Maß? Für dritte können sich deine Beiträge auch so lesen lassen, dass du dir in jeglicher Hinsicht freiräume nimmst – auch partnerschaftstechnisch, von neuer und intensivster liebe und grandiosem Intimleben schreibst, aber deiner Frau nicht die gleichen Zugeständnisse machst …

        Aber es liest sich sicher nur so für Außenstehende, sind ja alle super glücklich mit der Situation und dem fehlendem Vertrauen… Nun: unterschätzt bitte einfach nicht die Sensibilität von Kindern!

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