Veränderungen.

Über die letzten Monate hat sich einiges geändert. Ich für mich bin überraschenderweise ein gutes Stück gesünder (psychisch gesehen) geworden. Nachdem ich Anfang bis Mitte April nochmal einen relativen Tiefpunkt hatte, geht es seitdem bergauf. Ich hab mich seitdem nicht mehr selbst verletzt, was ein riesiger Schritt war. Vor allem kann ich definitiv sagen, dass es für mich keine Strategie mehr ist, und zudem auch nicht mehr hilft. Quasi doppelte Absicherung…

Also… ich für mich bin jetzt stabiler. Auch was Stimmungen angeht, Gefühle, Gedankenspiralen. Hab wieder mehr Kontrolle darüber, vor allem im Umgang mit meinen Gedanken und Gefühlen hat sich viel, viel, viel getan. Perfekt ist es nicht, aber ich komme sehr gut zurecht. Und gerade im Anbetracht dessen, was gerade an psychischem Stress und Druck von außen kommt, ist das eine wahnsinnige Leistung. Die mich auch stolz macht, ja.

Details, was unser/mein Leben betrifft, werde ich vorerst hier nicht veröffentlichen. Vielleicht demnächst mal in einem passwortgeschützten Eintrag. Es ist tatsächlich viel passiert; ich hab persönlich eine enorme Veränderung durchgemacht. An Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl gewonnen; ich habe es tatsächlich geschafft, über die letzten Monate immer und immer mehr zu entdecken, wer ich überhaupt wirklich bin und was mich als Menschen ausmacht. Was ich im Leben möchte, wie ich leben möchte, was meine Werte und Überzeugungen sind. Ich habe wirklich hart an mir gearbeitet, enorm viel an Gedanken/Gefühlen reflektiert und bin überraschenderweise einige wirklich belastende Dinge losgeworden (z. B. meine massive Verlustangst, die ich besonders in Paar-Beziehungen spüre). Dieser Prozess war nicht immer einfach. Tat zum Teil weh, nicht nur mir, weil es doch einige Konsequenzen nach sich gezogen hat. Weil unerwartete Dinge passiert sind und ich unerwartete Entscheidungen getroffen habe. Aber es fühlt sich richtig an, ich bin zufrieden. Und meistens auch glücklich. Doch egal wie: Ich weiß, dass es so richtig ist und ich den richtigen Weg für mich gefunden habe. Und das fühlt sich wunderbar an!

Was es sonst neues gibt? Baby L wächst und gedeiht prächtig. Geschlecht wissen wir auch schon 😉 Name steht zu 90% fest. Und wir sind bereits in der 32. Schwangerschaftswoche angekommen. Diese Schwangerschaft ist deutlich anstrengender für meine Frau als die bisherigen beiden; was aber irgendwo auch klar ist, weil ich nun Vollzeit studiere und meine Frau tagsüber ab und an doch über Stunden allein mit beiden Kindern ist. Glücklicherweise wird sich das nach der Geburt ändern, weil ich da tatsächlich dann so gut wie nichts an Kursen belegen werde und voll und ganz für die Kinder da sein möchte 🙂 Aber bis dahin wird es eine verdammt harte Zeit, 2 Monate voller Prüfungen stehen mir bevor.

Zum Studium generell… Ich bin glücklich damit, tatsächlich! Informatik war ja an sich nie DAS, was ich machen wollte. Sondern eher … naja. Wunsch war lange Zeit Medizin, was mit einem Abischnitt von 2,x halt illusorisch zu erreichen schien. Zumindest in halbwegs angemessener Zeit. Jetzt, mit deutlichem Medizinbezug im Studium, macht es tatsächlich mehr Spaß. Enormer Unterschied! Die meisten der Sachen, die ich lernen „muss“, interessieren mich. Im Vergleich zum Zustand im Bachelor ist das quasi eine Wendung um 180 Grad 😉 Und das macht mich echt, echt glücklich. Und wer weiß – vielleicht entschließe ich mich mit „abgeschlossener Familienplanung“ dann Ende 30 doch noch dazu, Medizin zu studieren. Spannend wärs.

Noch Fragen? 🙂