Das Semester neigt sich dem Ende zu…

… und ich merke, langsam aber sicher, dass es dieses Semester eine verdammt heftige Belastung war. Ich könnte gerade nur schlafen…

Auf der Pro-Seite: Ich hab bereits 3 Prüfungen hinter mich gebracht (im Gegenwert von 20 ECTS; fehlen noch 2 Prüfungen zu je 10 ECTS). 2 Mündliche Prüfungen hab ich abgesagt, schaff ich nicht. Lieber konzentriere ich mich auf die verbleibenden 2 Prüfungen, wird hart genug. Eine ist vom Umfang her sehr ok, muss dafür auch nicht mehr viel tun, weil der Prüfungstermin schon zig mal verschoben wurde und ich schon diverse Male mit Lernen eigentlich durch war – dann war der Prüfer kurzfristig krank oder ich lag selbst flach. Da brauch ich nur noch einen Termin ausmachen.

Die andere wird… knackig. Ist ein sehr mathematisches Thema und der Umfang ist ähm… enorm. Dafür interessant, durchaus (sonst hätt ich’s nicht belegt, ich kann mir ja grundsätzlich nahezu alles selbst aussuchen, was ich belege und die Uni bietet da auch viel an). Das Thema ist nur wenig verständlich erklärt, bzw. werden zu viele Kenntnisse vorausgesetzt, die ich schlicht und ergreifend nicht habe. An der Stelle merkt man deutlich, dass mein Bachelor von einer FH stammt und ich nun, für den Master, an einer Uni bin. Mathe war bei uns halt eher so… Muss man mal kurz durch, Niveau etwas höher als Abi, aber das war’s dann schon. Und nun wird mit – für mich – krass unverständlichem Mathekram wie komplexen Zahlen und Fouriertransformation (eindimensional, zweidimensional, invers, FFT) um sich geworfen und ich versteh gerade nur Bahnhof. Und mein Kopf ist eh im Schlafmodus und verlässt den seltenst mal… Muss ich irgendwie hinkriegen.

Nächstes Semester wird dann lustig. Ich werd wohl trotzdem ein paar Kurse an der Uni belegen und hoffentlich auch die Prüfungen dazu schaffen; werde zu jeder Veranstaltung sofern es geht Baby im Tragetuch mitnehmen 🙂 Darauf freu ich mich schon sehr. Hatte ich bisher so ja nie, nach Hellis Geburt stand nur noch die Bachelorarbeit an und nach Theos Geburt… Nunja. Schwierige Zeit gewesen.

Aber ich bin stolz auf mich! Das Semester hab ich gut durchgezogen bekommen und obwohl es von der psychischen Belastung im Alltag mit Abstand das absolut heftigste war, stehe ich hier, lebe, bin glücklich und zufrieden. Es ist tatsächlich weit entfernt von Friede, Freude, Eierkuchen; aber ich bin emotional da, stabil, bin Mutter und Studentin und (Ehe-)Frau und überhaupt. Weiß wer ich bin. Weiß im Groben und Ganzen was ich für die Zukunft will. Und das erste Mal überhaupt formt sich in meinem Kopf ein wenig das Bild von dem, was ich zukünftig beruflich mit dem Zeug, was ich da studiere, machen will. Jetzt bleibt nur die Frage, wie ich da hinkomme… 😉