“PU+14“

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Testzeit: nachmittags

Bluttest ist dann am Mittwoch 🙂

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Transfer 3…

und Zyklus 5.

Heute wurde ein 4-Zeller an Tag 2 transferiert. Ich würde gerne schreiben, dass wir total hoffnungsvoll und freudestrahlend sind, aber langsam schleicht sich einfach eine gewisse Müdigkeit ein… Vor über einem halben Jahr hatten wir den ersten Termin im Kinderwunschzentrum und die ersehnte Schwangerschaft lässt auf sich warten. Wäre an sich kein großartiges Drama, wäre da nicht jedes Mal die Strecke Leipzig-Berlin, die zurückzulegen ist. Entweder allein für meine Frau (Ultraschall) oder für uns alle (Transfer).

„Uns alle“ heißt in diesem Fall wir beide, unsere beiden Kinder plus meine Freundin und deren kleinstes Kind, das genau eine Woche älter als unser Babysohn ist. Und um Kosten zu sparen jeweils mit Quer-Durchs-Land-Ticket, was bedeutet, dass wir 2,5 Stunden pro Strecke mit der Bahn unterwegs sind. Es ist irgendwo einfach zermürbend…

Und finanziell ist es natürlich auch umso schwieriger, je länger es dauert. Pro Zyklus sind es Arztkosten von um die 450 Euro; dazu dann Anreise (ca. 100 Euro pro Zyklus). Nicht mit eingerechnet, dass die IVF schon verdammt viel an Geld verschlungen hat, meine Frau jeden Kryo-Zyklus Medikamente im Wert von ca. 100 Euro braucht… Es schlaucht. Es tut weh. Es macht wütend, verzweifelt. Nur, um dann wieder weh zu tun. Und dass das dritte Kind ja von Grund auf eher mein Wunsch war, macht die Sache für mich persönlich nicht leichter; auch, wenn meine Frau mir sagt, dass sie dieses Kind ja auch möchte. Es ist und bleibt halt eher mein (starker) Wunsch.

Parallel dazu kommt der Gedanke, dass es mit jeweils einem Embryo an Tag 2 transferiert eben auch mal dauern kann. Und es mit dem Gedanken im Hinterkopf für mich schwierig ist, wirklich, wirklich große Hoffnungen in jeden einzelnen Versuch zu stecken. Andererseits – Zwillinge wollen wir definitiv nicht riskieren. 2 Embryonen transferieren kommt also aktuell nicht in Frage. (Single-)Blastotransfer wollen wir aber auch nicht, weil wir darin keinen großartigen Vorteil für uns sehen – und wir haben eh „nur“ noch 6 Embryonen. Irgendwie sagt mein Bauchgefühl, dass wir erstmal wie geplant weitermachen sollten (je einen Embryo an Tag 2 transferieren).

Kinderwunsch.

Es ist heute der perfekte Tag, um mal wieder über Kinderwunsch zu sprechen. 🙂

Wir waren heute in der Kinderwunschklinik. Aber beginnen wir am Anfang…

Freitag, am 1. Juli, die grooße Überraschung – endlich, endlich kam die erste Blutung nach dem Abstillen. Immerhin mussten wir ganze 7 Wochen etwa warten. Hurra! Also schnell in der KiWu angerufen. Montag sollten wir zur Blutentnahme kommen.

Schnell Optionen durchgegangen und uns entschieden, der Option „meine Freundin fährt uns mit dem Auto nach Berlin“ den Vorzug zu geben 😀 So sind wir heute früüüühmorgens aufgestanden, haben uns fertig gemacht, die großen Kinder meiner Freundin in die Kita gefahren (und ihren Mann in die Arbeit), meine Frau mitsamt Kindern hier zu Hause eingesammelt und sind losgefahren.

In der Kinderwunschklinik spontan noch einen Termin bei der Kinderwunsch-Ärztin bekommen, weil etwas Durcheinander herrschte und dort in unserer Akte nicht vermerkt war, was wir denn nun überhaupt wollen… Dann spontan entschieden, den Zyklus jetzt tatsächlich mal zu beobachten, statt direkt einen künstlichen irgendwas-Zyklus zu starten (nächster Termin zum Follikel-Ultraschall ist dann Mitte nächster Woche). Und den Transfer – wie geplant – tatsächlich erst im darauffolgenden Zyklus zu machen, weil dieses ja nun der erste Zyklus nach dem Abstillen ist. Also im August… Ja. Alles etwas anders als ursprünglich geplant, aber ich kann gut damit leben.

Danach sind wir dann noch zu Madame Jordan, eine Tragehilfe für die Liebste erjagt, und dann ging es auch schon nach Hause (auf dem Weg nach Hause haben glücklicherweise alle drei Kinder überwiegend geschlafen).

Nun also erste „Warteschleife“ bis Mitte nächster Woche. Und die Hoffnung, dass sich die Anzahl der Warteschleifen sehr in Grenzen halten wird.

Gefühlsexplosion.

Es sind nun knapp 3 Wochen. Klingt überschaubar, knapp, kurz… Gefühlsmäßig ist es das absolut garnicht. Es ist intensiv, wahnsinnig intensiv. Gefühle, die ich in der Intensität und in der kurzen Zeit bisher noch nie so empfunden habe. Nie zulassen konnte. Mit ihr ist es anders. Oft reicht schon ein kurzer Blick, ein Lächeln, eine winzige Gefühlsregung, die übers Gesicht huscht. Und ich weiß, was sie gerade beschäftigt. Woran sie denkt. Was sie sagen möchte, bevor sie es ausspricht. Es ist verrückt, wenn man kurz inne hält und darüber nachdenkt. Darüber nachdenkt, dass es morgen erst 3 Wochen sind. Dass es noch so viel gibt, was wir über den jeweils anderen nicht wissen (und gleichzeitig so viel, was wir voneinander wissen)… Aber im Alltag ist es einfach nur… vertraut. Liebe. Nähe. Wunderschön…

Welche Worte uns begleiten? Warten. Etwas, was wir beide absolut nicht können. Ich denke, es spricht Bände, wenn ich schreibe, dass wir bereits jetzt über Kinder sprechen. Gemeinsam ein Haus kaufen. Gemeinsam leben, gemeinsam sterben.

Bedingungslos. Alfie Kohn’s Liebe und Eigenständigkeit gelesen? Ich muss ja zugeben, wir noch nicht. Aber was bedingungslose Liebe ist, dürfte jedem klar sein. Und es trifft zu 100% zu.

Vertrauen. Ein wenig so meine „Problemzone“ (haha). Es IST schwer. Wahnsinnig schwer. Aber ich merke die Fortschritte. Winzig. Quasi minimalistisch. Aber es tut sich was, und das ist zumindest für mich sehr erleichternd. Und ich habe zwei Menschen an meiner Seite, die mir alle Zeit der Welt geben, um das notwendige Vertrauen zu gewinnen.

Nähe. Extrem wichtig. 24 Stunden am Stück gemeinsam verbringen und es macht mich traurig, wenn wir uns darauffolgend für eine Nacht nicht sehen.Was der Grund ist, weshalb ich diesen Beitrag hier mit Macbook auf ihrem Bauch liegend verfasse… 🙂  Sex ist nicht nur Sex, sondern… Nähe. Einfach nur Nähe. Wunderschön. Vertraut. Geborgen fühlen.

Namen – Namen – Namen…

😀

Ihr erinnert euch? Wir sind die Verrückten, die bereits vor der Schwangerschaft auf Namenssuche gehen. Ein Mädchen könnten wir schon mit Namen ausstatten (den Erstnamen hat quasi die Große geliefert, ZN steht auch schon fest), einen Jungen… Eher nicht. Jungennamen, die sind irgendwie… Ach, schwierig. Und die Liste der „gefällt uns ganz gut“-Namen ist ellenlang, ganze 18 Namen umfasst sie. Richtig „kling“ oder auch „plöpp“ macht es leider bei keinem.

Der wohl gewöhnlichste Name darauf ist Felix, der ungewöhnlichste dürfte Espen sein – den die Liebste aber direkt gestrichen hat. Da waren’s nur noch 17… 😛

Vorschläge? Anregungen?

Packen, Schlafchaos

So. Wir versuchen nun seit gut 1,5 Stunden für morgen zu packen. Dazwischen kam uns „schnell duschen“ und Töchterchen, die plötzlich doch ins Bett wollte (für „schlafen“ ist es bei denen da drüber im Schlafzimmer aber überraschend unruhig…). Übrigens, nachdem die Große meinte, sie müsste um 16 Uhr nochmal dringend schlafen; bis 18 Uhr… *seufz*

Aber es ist soweit schon viel getan. Windeln gepackt, Wechselklamotten. Geldbeutel. Fahrkarte ausgedruckt, Bahncard bereit gelegt (extra angeschafft, gilt nun für 3 Monate – lohnt sich ab 3 Fahrten… Die werden wir sicher brauchen).

Der/die/das Einzige, was uns im Stich lässt, ist mal wieder der Körper der Liebsten. Was auch sonst. Sie hat schön brav 12 Tage Utrogest genommen, um die Mens auszulösen; vor einer Woche abgesetzt und – nüscht. Grummel, grmpf. Vermutlich hat sie einfach den Kleinen noch zu oft gestillt (1-2x in 24 h, der Spezialist isst einfach zu gerne und will garnicht öfter). Naja. Nun ist er abgestillt, aber bringen wird’s nun für diesen Mens-auslös-Versuch auch nüscht mehr, vermute ich. Was letztendlich bedeutet, wir verlieren wieder 2-3 Wochen. Und es verschiebt sich alles planungsmäßig nach hinten. Womit wir mittlerweile bei einem Transfer Mitte/Ende Juli wären.

Hachja. Vielleicht lässt die Mens sich ja doch noch locken. Wäre ja was. Ich würde mich gerne positiv überraschen lassen. Aber nach über einer Woche Gewarte auf den Mist ist die Hoffnung irgendwie dahin.

Ich frag mich ja…

ob es tatsächlich NUR am geringen Altersabstand der Kinder liegt oder die Menschen einfach bekloppt geworden sind?

Wir dürfen uns in letzter Zeit ständig anhören, wir sollen doch mit dem 3. Kind noch warten (größtenteils von komplett fremden Leuten aus dem Internet, die absolut keine Ahnung von unseren Lebensumständen haben!). Was passiert mit unserer Gesellschaft, dass man sich in fremde Angelegenheiten so dreist einmischt und komplett ungefragt und völlig am Thema vorbei (ging um andere Dinge…) „Ratschläge“erteilt? Und teilweise dann auch echt noch persönlich wird in die Richtung: „Die armen Kinder, werden früh abgestillt“ oder „Die armen Kinder, haben nie lange Exklusivzeit mit den Eltern“. Und manchmal klingt zwischen den Zeilen durch: „Mann, was für verrückte Menschen, die horten da Kinder und setzen eins nach dem anderen in die Welt, die Kinder MÜSSEN doch verwahrlosen!“

Ehrlich gesagt – ich würde niemals zu jemandem hingehen und sagen:“Hey, 5 Jahre Altersabstand würde ich niemals machen, die armen Kinder! Das dauert dann sooo lange, bis sie miteinander spielen können. Und als Eltern muss man wieder komplett neu anfangen mit Babyzeit bla bla. Und egoistisch ist es ja auch – schließlich haben die Kinder lange Zeit nichts voneinander.“Selbst WENN es offensichtlich meine Ansicht ist, dass geringe Altersabstände großartig sind (sonst würden wir es ja anders machen… 😉 ). Trotzdem werte ich doch andere Lebensmodelle nicht ab?! Was für uns richtig ist, muss ja nicht zwangsläufig für alle anderen Menschen, alle anderen Familien richtig sein. Ich frag mich, warum es da in der Frage der Familienplanung so distanzlos zugeht? Und ungebremst von sich auf andere Menschen geschlossen wird, teilweise total unempathisch oder – ganz beliebt – einfach nur vorwurfsvoll und frech?