“PU+14“

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Testzeit: nachmittags

Bluttest ist dann am Mittwoch 🙂

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Ich frag mich ja…

ob es tatsächlich NUR am geringen Altersabstand der Kinder liegt oder die Menschen einfach bekloppt geworden sind?

Wir dürfen uns in letzter Zeit ständig anhören, wir sollen doch mit dem 3. Kind noch warten (größtenteils von komplett fremden Leuten aus dem Internet, die absolut keine Ahnung von unseren Lebensumständen haben!). Was passiert mit unserer Gesellschaft, dass man sich in fremde Angelegenheiten so dreist einmischt und komplett ungefragt und völlig am Thema vorbei (ging um andere Dinge…) „Ratschläge“erteilt? Und teilweise dann auch echt noch persönlich wird in die Richtung: „Die armen Kinder, werden früh abgestillt“ oder „Die armen Kinder, haben nie lange Exklusivzeit mit den Eltern“. Und manchmal klingt zwischen den Zeilen durch: „Mann, was für verrückte Menschen, die horten da Kinder und setzen eins nach dem anderen in die Welt, die Kinder MÜSSEN doch verwahrlosen!“

Ehrlich gesagt – ich würde niemals zu jemandem hingehen und sagen:“Hey, 5 Jahre Altersabstand würde ich niemals machen, die armen Kinder! Das dauert dann sooo lange, bis sie miteinander spielen können. Und als Eltern muss man wieder komplett neu anfangen mit Babyzeit bla bla. Und egoistisch ist es ja auch – schließlich haben die Kinder lange Zeit nichts voneinander.“Selbst WENN es offensichtlich meine Ansicht ist, dass geringe Altersabstände großartig sind (sonst würden wir es ja anders machen… 😉 ). Trotzdem werte ich doch andere Lebensmodelle nicht ab?! Was für uns richtig ist, muss ja nicht zwangsläufig für alle anderen Menschen, alle anderen Familien richtig sein. Ich frag mich, warum es da in der Frage der Familienplanung so distanzlos zugeht? Und ungebremst von sich auf andere Menschen geschlossen wird, teilweise total unempathisch oder – ganz beliebt – einfach nur vorwurfsvoll und frech?

24 Stunden später

… Gibt es einen Geburtsbericht.

Viel Spaß beim Lesen! 😉

Es ist eigentlich schwer zu sagen, wann genau die Geburt so richtig anfing. Bei 40+0 erhielten wir von unserer Hebamme den recht überraschenden Befund von „2 bis eher 3cm“ Muttermundsöffnung und eigentlich gingen sie und wir von einer sehr baldigen Geburt aus. Am Tag darauf ging dann über den gesamten Tag der Schleimpfropf so langsam ab und wir machten uns bei jeder Wehe neue Hoffnungen.

Bei der Vorsorge an 40+2 folgte eine Eipollösung, Muttermund war mittlerweile schon bei 3cm und das Köpfchen hatte sich etwas mehr in Startposition gedreht. Wir machten uns wieder große Hoffnungen, der Tag verging mit vielen semi-regelmäßigen Wehen, die allerhöchstens mal etwas unangenehm waren und leider gegen Abend wieder aufhörten. So verging auch das Wochenende und die nächsten Vorsorgen bei 40+4 und 40+6. Mehr oder weniger Wehen, immer mehr Ungeduld und keine Geburt in Sicht…

Bei der nächsten Vorsorge bei 41+1 durfte ich dann eine erneute Eipollösung über mich ergehen lassen und unsere Hebamme versenkte auf unseren leicht verzweifelten Wunsch hin jegliche geburtseinleitende Akupunktur-Nadel in meinem Körper, die ihr in die Hände geriet. Der Muttermund war bei 4cm, das Köpfchen in einer noch besseren Startposition – wenn das überhaupt möglich ist – und eigentlich sollte den kleinen Kerl nichts mehr aufhalten. Wir machten – mal wieder – keinen weiteren festen Termin zur Vorsorge aus und hofften – mal wieder – auf ordentliche Wehen.

Die dann auch so langsam kamen. Endlich. Die Wehen wurden stärker und regelmäßiger, blieben allerdings höchstens unangenehm. Um dem Ganzen noch etwas auf die Sprünge zu helfen ging meine Frau mit dem Töchterchen alleine raus, damit ich mich auf die Wehen konzentrieren konnte. Das dank ausgefallenem Mittagsschlaf völlig übermüdete Töchterchen fiel dann pünktlich um 6 ins Bett, sodass wir uns ganz auf die erhoffte Geburt einstellen konnten. Ich ging nochmal heiß duschen und setzte mich danach mit der Milchpumpe aufs Sofa, um die immernoch vorhandenen Wehen etwas anzukurbeln.

Als wir schon fast die Hoffnung aufgegeben hatten, dass die Wehen wirklich noch stärker würden, fing es dann schließlich an. Die Wehen kamen plötzlich in Abständen von nur 2-3 Minuten, wurden ziemlich schmerzhaft, dauerten aber zum Glück nur etwa 30-40 Sekunden. Uns war relativ schnell klar, dass da wohl endlich doch was zu Gange war und so schrieb ich unserer Hebamme um 20:38 Uhr eine SMS, dass die Wehen nun regelmäßiger und ziemlich schmerzhaft wurden und es ja heute vielleicht doch noch etwas werden würde. Später erfuhren wir dann, dass sie die SMS erst nach der Geburt gelesen hatte. Da die Wehen aber immer heftiger wurden, rief meine Frau etwa 20 Minuten später bei der Hebamme an, dass es nun wirklich losging. Währenddessen war mein Körper schon ganz mit Wehen beschäftigt und ich tigerte zwischen Spielzimmer – in dem wir für die Geburt alles vorbereitet hatten – und dem Bad hin und her.

Die Wehen verarbeitete ich teilweise abgestützt an diversen Möbeln, teilweise auf der Toilette sitzend und suchte immer wieder nach einer angenehmen Position. Am Ende verschlug es mich auf den Gebärhocker, auf dem ich dann immernoch saß als um 21:24 unsere Hebamme endlich anrief, sie stände nun vor der Tür. Meine Frau holte sie ab und kurz darauf waren wir alle im Spiel-jetzt-Gebärzimmer versammelt. Die Wehen kamen weiterhin in ziemlich kurzen Abständen und brachten mich ziemlich ins Schwitzen. Ich zitterte am ganzen Körper und trank zwischen den Wehen noch ein paar Schlucke Cola, um gegen die plötzliche Übelkeit anzukommen.

Während der folgenden Wehen massierte mir unsere Hebamme immer wieder den Rücken, redete mir gut zu und ließ meine Frau schonmal Handtücher vorwärmen und Wasser aufwärmen. Zwischen zwei Wehen entschied ich mich schonmal Leggins und Unterwäsche auszuziehen, da mir das irgendwie alles zu eng und unbequem wurde. Das nahm die Hebamme gleich als Gelegenheit, um mich zu untersuchen und ihr für uns ziemlich überraschendes Ergebnis waren 9 cm Muttermundsöffnung. Zu dem Zeitpunkt war es geschätzt 21:50 Uhr (+/- 5 Minuten). Das gab mir natürlich gleich noch etwas mehr Energie, wäre allerdings fast schon nicht mehr nötig gewesen, denn innerhalb der nächsten 2-3 Wehen wurde der Druck vom Köpfchen plötzlich viel stärker und mir war klar, dass nun die Presswehen begannen. Währenddessen lief meine Frau noch beim Wasserkochen und Katzen füttern durch die Wohnung und wurde von unserer Hebamme zurückgepfiffen mit den Worten „Das Baby kommt jetzt!“

Nach den ersten Presswehen schlug die Hebamme vor ich solle mich besser in den Vierfüßler hocken, da das besser für das Gewebe wäre – bei der ersten Geburt hatte ich einen Dammriss 2. Grades und natürlich wollten wir alle verhindern, dass es wieder zu ähnlichen Verletzungen kommt. Ich ließ mich also schnell auf die Knie fallen, bevor die nächste Presswehe anrollte und dirigierte meine Frau zum Festhalten vor mich, während die Hebamme hinter mir noch ein wenig Kram hin- und herräumte. Während der folgenden Wehen konnte ich ziemlich genau spüren, wie das Köpfchen immer tiefer rutschte. Da die Geburt unserer Tochter sehr viel länger gedauert hatte, hatte ich bei ihrer Geburt gegen Ende sehr viel weniger Energie und ließ meinen Körper einfach machen, sodass ich solche Details überhaupt nicht registrierte. Es vergingen dann noch wenige Wehen bis das Köpfchen endlich geboren war. Später erfuhren wir, dass erst jetzt die Fruchtblase geplatzt war. Ich schaute sofort zwischen meine Beine und legte eine Hand auf seinen Kopf. Die Hebamme redete dann beruhigend auf mich ein und hielt mich bei den weiteren Wehen ziemlich zurück, damit das Risiko von Verletzungen so gering wie möglich blieb.

Um 22:22 Uhr erblickte unser Sohn schließlich das Licht der Welt.

Wir zogen dann ziemlich schnell alle zusammen auf die Matratze in der Ecke des Zimmers um. Der Kleine knötterte und meckerte ordentlich und machte klar, dass ihm das Ganze so gar nicht passte. Wir kuschelten einige Zeit gemeinsam bis unsere Tochter schließlich eine gute halbe bis dreiviertel Stunde nach der Geburt aufwachte. So konnte auch sie noch mitten in der Nacht ihren kleinen Bruder kennenlernen, er bekam sogar eine kleine erste Streicheleinheit von ihr. Es folgte die U1 (KU 36cm, Länge 55cm und 3750 Gramm), ich ging noch duschen und irgendwann landeten wir alle zusammen im großen Familienbett.

Sturkopf!

Ist wohl auch unser 2. Kind von Beruf. Grr.

Schleimpfropf hat sich verabschiedet, minimale Schmierblutungen, schön brav recht leichte Wehen. Aber nix halbes und nix ganzes. Wenn der Herr nun nicht bald kommt, dann…. Dann wird er die ersten 24 Stunden extrem viel gekuschelt! *droh* Und wenn er das erste Mal einschläft weck ich ihn auf. Mit kitzeln. Hah! (Als ob unsere Kinder sich davon beeindrucken lassen. Er wird garantiert einfach weiterpennen, selbst wenn eine Bombe neben ihm einschlagen würde).

Dazu haben wir ein schubendes Kleinkind. Juchuuuu! Alles ist heul, heul, heul und essen, essen, essen. Und Mama und Mami am Rockzipfel kleben. Und wehe, es sind nicht beide in unmittelbarer Nähe… Dann „zurück auf Anfang und heul, heul, heul.“ Außerdem frisst die Kickboxerin uns die Haare vom Kopf, ehrlich! Und dünn ist sie geworden. Jegliches Zeichen von Babyspeck ist irgendwie weg. Hach, Großkind…

Schlaaaaaf…

…bekommt gerade der Rest meiner Familie (bis auf den Kater, der miauend und meckernd rumläuft, weil er – mal wieder – Hunger hat).

Zeit für ein Mini-Update (oder ein größeres?).

Wir befinden uns mitten in der 40. Woche (39+4) und irgendwie… Ach menno. Es tut sich nix! Also, meine Frau weht schön brav vor sich hin, fast jeden Abend, aber irgendwie bleibt es dann dabei und irgendwann hört es dann wieder auf. Ich hoffe, der Kleine lässt sich nicht mehr allzu lange Zeit, ich bin so neugierig! Und Baby-sehnsüchtig!

Unser Töchterchen ist einfach nur der Hammer. Keine Ahnung, was bei der gerade im Gehirn abgeht, aber plötzlich versteht sie so, so, so dermaßen viel! Sie kann uns mittlerweile antowrten (mit Kopfschütteln oder Nicken, Sprechen ist ja für Anfänger!), wenn wir sie „einfache“ Sachen fragen. Sowas wie: Magst du was essen, willst du tragen, willst du laufen, magst du noch was trinken, magst du kuscheln, willst du einen Kuss – Alltagssachen eben. Sie sagt uns abends, wenn sie ins Bett möchte („Willst du schlafen?“). Und sie läuft. Und läuft. Und läuft. Gestern ist sie sicher eine 3/4 Stunde einfach nur gerannt, gerannt, gerannt, quer durch die Stadt. Obwohl sie tooodesmüde war und schlicht nicht mehr konnte. Willenskraft halt.

Eine Baustelle haben wir trotzdem. Sie haut zu. Zum Glück bisher nur uns. Und sie schlägt wild um sich, wenn sie gerade keine Lust auf Körperkontakt hat. Ich hab das Gefühl, sie versteht schon, dass wir das nicht gut finden; wir sagen ihr das jedes Mal und direkt danach kommt sie kuscheln oder – beim Tragen vorm Bauch – legt ihren Kopf an meinen Kopf und lässt sich kuscheln. Ich hoffe, die Phase dauert nicht allzu lange an. Auch, weil ich das Gefühl habe, dass sie selber das irgendwie total fertig macht, dass sie ihre Emotionen in dem Moment nicht anders ausdrücken kann.

Dafür ist sie so wahnsinnig kooperativ, dass ich nicht selten einfach nur fassungslos zuschauen kann. Sie geht in die „falsche“ Richtung, wenn wir unterwegs sind; wir sagen ihr „Helli, wir wollen aber doch hier lang“ – und sie kommt uns strahlend nach. Sie spielt unterwegs gerade irgendwo, wir lassen sie eine Zeit lang und irgendwann wollen wir gehen, sagen ihr das – in 90% der Fälle unterbricht sie das Spielen sofort und kommt einfach mit! Sie macht kein allzu großes Drama mehr beim Einbinden ins Tragetuch und hält meistens, wenn sie gerade nicht mies drauf ist, total still, bis ich fertig bin. Sie trägt Sachen, die ich ihr in der Küche mit den Worten „Bring das mal Mami“ in die Hand drücke, tatsächlich zu meiner Frau. Selbst die Flasche mit einem Liter Orangensaft hat sie 3/4 des Weges getragen und war dann frustriert, weil es ihr zu schwer wurde. Und es gibt noch dutzende solcher Beispiele, wo ich einfach nur daneben stehe und mir denke: Hallo? Kind, du bist 14,5 Monate alt, du bist einfach nur der Hammer!

Und zuletzt: Das Kind macht mich einfach nur glücklich, glücklich, glücklich. Und ich glaube, das merkt sie ganz genau 😉

Verrückte Gedanken…

… Kennt ihr das?

Momentan ziehen wir ernsthaft in Erwägung, für die 3. Geburt (für die 2. ist es zu kurzfristig) ins (EU-)Ausland zu gehen. In ein Land, in dem wir von Anfang an beide in der Geburtsurkunde unseres Kindes stehen. Um die Stiefkindadoption zu umgehen. Ob das möglich ist?

Wir würden uns eine Ferienwohnung am Strand mieten, eine Hebamme vor Ort vorher kennenlernen und dann würde meine Frau eine (Privat-)Strand-Geburt bekommen 😀

Kinder und Katzen kommen natürlich mit, wir würden uns ab Schwangerschaftswoche 37+ für 6 Wochen dort aufhalten, damit wir nach der Geburt idealerweise noch mind. 2 Wochen bleiben können.

Meint ihr, das wäre (theoretisch) möglich? Wenn man mal die Gedanken von „das macht man doch nicht!“, „So viel Aufwand“ wegschiebt?

Bei der Krankenkasse würden wir da am Montag mal anfragen, ob das (theoretisch) möglich ist.

Start in die 39. Woche

… Und die ganz große Hoffnung, dass wir nicht bis 23. September (ET+14) zu dritt bleiben 🙂 Dem kleinen Mann geht’s wohl sehr gut, er hat eine ganz kuschelige Beziehung zum Becken ( 😀 ) und schafft es, mitunter auch gemeine und fiese Bewegungen und Tritte im Bauch hinzulegen, mit Vorliebe „ein Fuß in Magen“ oder auch „beide Füße in Magen“. Er ist wohl wieder keine Elfe (geschätztes Gewicht 3500 Gramm gestern bei 37+6) und kein Winzlingsbaby (alle Werte waren wieder gut eine Woche voraus, geschätzte Länge 50 cm). Also, hört sich eigentlich doch schon nach „gut fertig“ an – jetzt muss er halt nur noch kommen!

Passend zu der hoffentlich bevorstehenden Geburt ist das Teufelchen nun krank und meine Nase kitzelt auch… Tja, mit Timing haben wir’s irgendwie nicht so. Bleibt zu hoffen, dass zumindest die Liebste gesund bleibt, schließlich muss sie ja den körperlich anstrengenden Teil der Geburt übernehmen 😉