kinderwunsch

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Ticker Bommi

Schon ganz zu Beginn unserer Beziehung war folgendes klar: Wir können uns ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen. Aber da wir zu dem Zeitpunkt noch jung waren und zur Schule gingen, musste der Wunsch natürlich warten. Also haben wir erst unser Abitur gemacht und danach ein Studium begonnen. Nachdem wir uns im Studentenleben zurechtgefunden hatten, kam der Kinderwunsch wieder auf. Nach längerem Überlegen haben wir uns dann entschieden, im Studium Kinder zu bekommen.

Als nächstes Stand natürlich die Entscheidung an, wie wir an einen Samenspender kommen. Zu Beginn waren wir uns sicher, dass wir uns selbst auf die Suche nach einem Samenspender machen. So hätte das Kind von Beginn an eine „Vaterfigur“ und uns könnte man nicht vorwerfen, egoistisch zu handeln.

Also machten wir uns auf die Suche und schalteten auf einschlägigen Plattformen Anzeigen. Die Resonanz war geradezu erschlagend: Es meldeten sich täglich neue Männer, die gerne ihren Samen zur Verfügung stellen würden. Doch die Sache hatte einen Haken: Die meisten Spender waren über 40 und wollten nur Sex. Also suchten wir weiter, bis wir schließlich zwei Spender in die engere Auswahl nahmen.

An einem ruhigen Tag setzten wir uns nochmal zusammen. Wir unterhielten uns und redeten über die beiden Männer, die recht sympathisch wirkten. Es waren mittlerweile etwa 2 Monate vergangen, seit wir die erste Anzeige ins Internet stellten. Letztendlich kam dann heraus, dass dieser Weg für uns nicht in Frage kam. Wer konnte uns garantieren, dass der Samenspender wirklich gesund war? Und was passiert, wenn er dann plötzlich doch Vatergefühle entwickelt? Diese Fragen beschäftigten uns seitdem.

Schließlich haben wir uns entschieden, über eine Samenbank den passenden Spender zu finden. Die Variante ist zwar teuerer als ein privater Spender, aber dafür ist der Spender auch „gesund“.

Dies bedeutet: Ab März 2013 kann es dann losgehen!

Update Juni 2013:

Tja, wer hätte gedacht, dass unser Weg so schwierig wird. Der aktuelle Stand ist, dass eine Insemination im natürlichen Zyklus wohl nichts wird. Auch unter Stimulation mit Clomifen reift bei meiner Frau kein Follikel heran. Eine Stimulation mit anderen Hormonen (wie Gonal F) kommt nicht in Frage, zu teuer und (für den Preis) zu geringe Schwangerschaftsraten. Wir sind ja leider Selbstzahler, wie man das so schön nennt.

Jetzt steht uns ein Termin bei einer neuen Ärztin bevor, und wir hoffen, durch eine IVF mit (vermutlich) Single-Embryo-Transfer schwanger zu werden!  Sollte das nicht im 1. Versuch klappen, hoffen wir, dass genug „Material“ übrig ist, um noch ein paar Kryo-Zyklen zu machen.

Unser neues Ziel: Bis Ende 2013 schwanger!

Update Ende Juni 2013:

Ja, im Juni hat sich viel getan 😉 Wir sind nun um einiges schlauer. Meine Frau hatte eine Bauchspiegelung und jetzt ist alles ok. Eileiter beweglich, durchgängig, Gebärmutter ok, ansonsten alles perfekt. Mittlerweile haben wir einen Termin bei der neuen Ärztin gehabt und werden dort bleiben. Und:

Wir werden es doch mit „teuren“ Medikamenten versuchen. Einige Google-Suchen später und nach dem Lesen vieler, vieler Foreneinträge haben wir nun doch eine Möglichkeit gefunden: In Frankreich sind Medikamente viel günstiger, und dort werden wir jetzt – hoffentlich – bestellen. Vermutlich stimulieren wir dann mit Bravelle bzw. Fostimon. Die Mens dürfte um den 1. Juli rum kommen (wird mit Medikamenten ausgelöst…) und dann kann’s losgehen! Hoffen wir mal, dass es bis ZT 19 zu einer Insemination kommt, sonst müssen wir unseren Urlaub bei den Eltern meiner Frau absagen…

Update Anfang Oktober 2013:

Die Mens kam Anfang Juli natürlich nicht – sondern erst gut eine Woche nach Absetzen des Utrogest, was unseren Zeitplan hinfällig machte. Wir hatten keine Lust mehr zu warten und starteten im August gleich mit einer IVF. Nach nur 9 Tagen Stimulation mit 150 Einheiten Bravelle konnte Mitte August punktiert werden – von 18 gewonnenen Eizellen ließen sich 13 befruchten. Leider hatte sich nur kurz etwas eingenistet, sodass der Versuch Ende August in einem NEGATIV endete. Daraufhin entschlossen wir uns, direkt mit einem Kryo-Zyklus weiterzumachen. Wir hatten noch 11 Embryonen auf Eis; 6 davon wurden aufgetaut und bis Tag 5 kultiviert. Die beiden übrig gebliebenen Blastos (beide in toller Qualität; eine expandiert und eine am schlüpfen) wurden meiner Frau transferiert. Und Ende September hatten wir einen positiven Pipi-Test in der Hand! Der Bluttest bestätigte eine Schwangerschaft mit einem schön hohen Wert, der zweite Bluttest zwei Tage danach zeigte eine zeitgerechte und schöne Steigerung.

Werte:

ES+17: 697

ES+19: 1603

Im Ultraschall wurde – entgegen der Erwartung der Ärztin, die auf Zwillinge tippte – eine Einlingsschwangerschaft festgestellt. Sehr bald, schon in der 6. Woche, hatte meine Frau dann Blutungen und wir bangten sehr lange um unser kleines Krümelchen. In der 8. Woche war meine Frau dann endlich(!) komplett blutungsfrei.

Update 25. Schwangerschaftswoche:

Bis auf die üblichen Zipperlein (wovon meine Frau leider sehr viele mitnimmt) verläuft die Schwangerschaft bisher super. In der 14. Woche bekamen wir ein vorsichtiges Mädchenouting, das sich in der 19. Woche beim Ultraschall bestätigte. Auch bei der Feindiagnostik in der 23. Woche war alles super. Unserem Mädchen geht es prächtig und sie hat wohl einen kleinen Dickschädel. Wir sind so verliebt und freuen uns schon darauf, wenn wir sie endlich im Arm halten dürfen!

Update Ende November 2014: Heute haben wir erfahren, dass der erste Versuch für’s Geschwisterchen ein dickes negativ hervorgebracht hat. Wir sind uns immer noch nicht sicher, wie es weitergehen soll. Wir haben noch 4 Eisbärchen in 2 Päckchen. Währenddessen entwickelt sich unser Teufelchen einfach nur wunderbar und wir verlieben uns jeden Tag ein Stückchen mehr in unsere Strahlemaus 😉

Update Mitte August 2015: Der 2. Versuch fürs Geschwisterchen im Dezember 2014 war positiv, sodass meine Frau nun in der 37. Woche schwanger ist. Morgen beginnt die Rufbereitschaft unserer Hebamme; das bedeutet, irgendwann in den nächsten 5 Wochen wird unser Riese dann wohl – hoffentlich zu Hause – zur Welt kommen! 😀 Wir freuen uns unglaublich und wären wohl nicht wir, wenn wir nicht jetzt schon Kind Nr. 3 planen würden 😉

Update Ende November 2015: Der Sohn kam im September innerhalb von 2,5 Stunden zu Hause zur Welt und verzaubert uns seitdem – besonders die große Schwester hat sein Herz im Sturm erobert und erntet logischerweise das breiteste Grinsen der Welt.

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