Huch?

WordPress ist irgendwie so neu und ungewohnt!

Aber zum eigentlichen Thema.

Wir überlegen nun seit einigen Monaten, wo es uns nächstes Jahr hinverschlägt 😀

Fakt ist ja, dass wir nächstes Jahr mit dem Bachelor fertig werden. Wird ja auch langsam mal Zeit!

WO es allerdings hingehen soll? Ideal wäre ein Fernstudium, wir gehen eh kaum zur Uni. Zu Hause lernen ist effektiv, macht Spaß und flexibel wären wir dadurch auch. Nun gibt es aber kaum Angebote: Bisher haben wir die Fernuni Hagen gefunden (keine interessanten Kurse im Informatik-Master) und die Beuth in Berlin (Medieninformatik) – dort gibt es 10 Plätze pro Jahr/Semester(?). Außerdem ist es eben eine Hochschule und keine Uni – gerade für den Master wollen wir eigentlich an die Uni, wir hätten doch gern die Möglichkeit, eventuell doch noch einen Doktor zu machen. Und wenns nur dafür ist, den Titel zu haben (sieht nett aus! :D) und noch etwas länger an der Uni zu sein.

Das Problem ist einfach, dass wir doch ganz schön hohe Ansprüche haben. Wir hätten gerne ein Studium ohne Anwesenheitspflicht. Grundsätzlich haben das die meisten Unis ja nicht – hindert Dozenten trotzdem nicht daran, so sinnlose Dinge wie „mind. 80 Prozent Anwesenheit um den Kurs zu bestehen“ zu verlangen. Leider erfährt man solche Sachen – wenn überhaupt – nur, wenn man wirklich intensiv auf den Websites der Unis sucht. Und selbst dann… Meistens findet man solche Informationen überhaupt nicht. Was also tun? Bei den gefühlt Millionen Master-Studiengängen Informatik anfragen? Auch nicht wirklich eine Alternative.

Auf jeden Fall sind wir mächtig gefrustet davon, dass man kaum Informationen in die Richtung bekommt. In verschiedensten Foren habe ich natürlich auch angefragt – durchweg keine Antwort bisher. Wie wir das Problem lösen, wissen wir nun auch nicht… *seufz* Einfach irgendwohin und hoffen, dass am Ende alles passt? Hm…

Ich ordne mal, was wir alles „brauchen“:

– Keine Anwesenheitspflicht

– idealerweise „familienfreundliche Hochschule“ (da gibts tatsächlich eine Auszeichnung dafür, ganz offiziell!)

–  interessante Kurse (schön wäre: Medizinische Informatik, Informatik mit Psychologie als Anwendungsfach – gibts tatsächlich! – oder Medieninformatik, weils eben ganz nett ist)

– wir sollten die Miete am Wunsch-Studienort irgendwie bezahlen können, und eine 3-Zimmer-Wohnung wäre eigentlich schon SEHR schön, gerade mit dann idealerweise 2 Kindern

– und die Stadt sollte jetzt nicht ganz klein sein…

Kann das wirklich so schwer sein?

Mal ein anderes Thema: (Achtung: mit Edit unten!)

Nach zig Einträgen ausschließlich über die Behandlungen reicht es dem ein oder anderen Leser bestimmt schon. Deshalb gibt es jetzt ein komplett anderes Thema: Unser Studium!

Gestern hat die Belegungsphase für das nächste Semester angefangen und soweit sind wir super-zufrieden. Nur 2 Tage Uni, dafür zusätzlich einen Block-Kurs im März (eigentlich sind da schon Semesterferien), der täglich über fast 3 Wochen geht. Das muss auch so sein, weil wir uns entschieden haben, die Bachelorarbeit direkt „nebenbei“ zu schreiben. Das bedeutet nun: Schnell noch einen Betreuer suchen (haben schon jemanden im Auge, aber die Dozenten müssen ja auch einverstanden sein) und Thema suchen und genehmigen lassen – das geht aber erst ab Anfang Oktober und dauert dann, solange es eben dauert… Bis höchstens zur 9. Woche des Semesters *urghs* Und dann gehts los, 10 Wochen Zeit für 30-50 Seiten schreiben und für die Entwicklung eines Programms.

Eigentlich wollten wir uns ja „Zeit lassen“ und die Arbeit erst im Semester danach schreiben. Tja, bis uns aufgefallen ist, dass die Uni echt bescheuerte Regelungen hat… Man darf überhaupt nur von Beginn des Semesters bis zur 9. Woche ein Thema genehmigen lassen und somit eben maximal 10 Wochen nach Semesterbeginn anfangen. Wir hätten nun „praktischerweise“ direkt nach dem 1. Prüfungszeitraum des kommenden Semesters angefangen – ganz grob wäre das die 20. Woche des Semesters. Tja, geht leider nicht, also muss es jetzt anders gehen. Das größte Problem ist ja nach wie vor, dass wir, um überhaupt den Master beginnen zu dürfen, spätestens Ende August 2014 unseren Abschluss brauchen. Wenn wir bei unserer ursprünglichen Planung geblieben wären, hätten wir unter Umständen erst im Juni 2014 anfangen können, dann 10 Wochen schreiben, dann wird die Arbeit korrigiert und von den beiden Betreuern gelesen und dann ist noch das Kolloquium. Das hätte nie und nimmer geklappt, unser Zeugnis pünktlich Ende August in den Händen zu halten…

Aber nun zu den positiven Seiten: Wir haben beide schon mehrere Themenvorschläge gesammelt und sind uns beide schon recht sicher, welches Thema wir am liebsten haben würden! Jetzt muss nur noch alles klappen, die Themen müssen so genehmigt werden, und dann ist alles perfekt. Und nächstes Jahr freuen wir uns wahrscheinlich, wenn wir um die (geplante) Geburt schon komplett fertig mit allem sind und „nur“ noch den Umzug organisieren müssen. Jetzt muss es nur noch diesen oder aller-spätestens nächsten Zyklus klappen – das wär einfach sooo perfekt und würde zeitlich einfach absolut toll passen. Drückt uns die Daumen!

 

Edit:

Unsere Erste-Wahl-Dozentin hat keine Zeit, die Arbeit zu betreuen 😦 Wir haben jetzt noch jeweils 2 anderen Dozenten geschrieben, bitte, bitte drückt uns die Daumen (mal wieder…), dass einer von denen noch Zeit hat.

Ich befürchte, mein Thema ist für den Otto-Normal-Informatiker etwas zu abgefahren und ich habe Angst, dass ich das dann nicht machen darf… Oder, dass ich von vornherein keine gute Note bekommen kann, weil der Dozent das Thema blöd findet *seufz*

Wenn das Thema so akzeptiert und durch ist, berichte ich natürlich davon, was es ist! 🙂

Wohnorte

Mal eine Frage an alle Leser:

Wo wohnt ihr? Welche Wohnorte/Städte könnt ihr empfehlen? Wo lebt es sich als Regenbogenfamilie gut?

Wir planen gerade unsere Zukunft (insbesondere den Master…) und überlegen natürlich, wo es hingehen soll. Grundsätzlich würden wir beide gern in Berlin bleiben, aber momentan sieht es so aus, als würde es hier keinen „passenden“ Studiengang geben. Oder: Passende Studiengänge schon, aber nur an FH’s. Und wir würden aus verschiedenen Gründen gerne an eine Uni.

Grundsätzlich fänden wir es ja schön, wieder nach München zu gehen. Interessante Studiengänge würde es dort auch geben. Wenn da nur nicht die Lebenshaltungskosten wären… Wir haben ja schon 1 Jahr dort gelebt (zusammen, in einer netten 50 Quadratmeter großen Wohnung). Gezahlt hatten wir 620 Euro warm, plus Strom (Oder war der Strom schon drin? Ich kann mich nicht mehr erinnern). Ja, für München spottbillig, noch dazu war die Lage echt schön. Zwar nicht Schwabing, aber grün, eine Art „Garten“ in den die Katzen konnten, und recht ruhig. Trotzdem innerhalb von 15 Minuten in der Innenstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber: Das werden wir so wohl aktuell nicht mehr finden. Für eine gleichwertige Wohnung würden wir nächstes Jahr wohl eher 900 Euro aufbringen müssen – das ist einfach nicht drin. Leider. Schade. Vor allem, weil die Eltern meiner Frau dort ja wohnen. Aber es lässt sich nicht ändern. Student sein und in München als Familie leben sind nicht wirklich vereinbar…

Dann wäre da noch Bonn mit einem sehr, sehr interessanten Studiengang. An der Uni, interessante Forschungsgebiete, schöne Stadt, guter Aufbau des Studiengangs (soweit man das beurteilen kann). Außerdem: Der Studiengang ist auf Englisch, was bedeuten würde, dass wir unsere etwas eingerosteten Sprachkenntnisse mal auffrischen könnten. Und der Studiengang soll recht international sein, was mal eine willkommene Abwechslung wäre. Außerdem scheinen die Mieten einigermaßen bezahlbar zu sein, die Betreuungskosten sind auch einigermaßen ok und die beiden Omas meiner Frau wohnen in der Nähe. Dann müssten unsere Kinder nicht völlig „großelternlos“ aufwachsen…

Und: Das Semesterticket umfasst ein komplettes NRW-Ticket. Was bedeutet, dass wir auch nach Düsseldorf fahren können (ja, aus mir spricht ein Nerd – Düsseldorf deshalb, weil es dort viele japanische Läden und so gibt…). Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Japaner_in_Düsseldorf

Gut, das ist jetzt nicht DAS Kriterium schlechthin, aber definitiv ein Bonuspunkt 😉 Und: Könnte interessant sein, vor allem, wenn wir planen, eventuell mal später nach Japan zu gehen.

Wir haben heute mal aus Spaß (während ich gekocht habe) eine Liste geschrieben, welche Kriterien der Wohnort bzw. das Studium erfüllen muss:

– günstige Kinderbetreuung
– günstige Miete (max. 700 Euro warm)
– Semesterticket
– größer als 500.000 Einwohner oder Nähe Großstadt
– keine Anwesenheitspflicht
– keine/wenig mündlichen Prüfung
– wenig Theorie, viel kreative Kurse
– idealerweise in Richtung Games
– nicht zu wenig Studenten (30-100 pro Semester)
– kein Praktikum
– evtl. Englisch
– künstliche Intelligenz / Robotics

So, aber nun zurück zu meiner Frage: Welche Städte könnt ihr empfehlen? Ich freue mich über jede Antwort, ehrlich! 😀

Heute waren wir „väterlich“ – oder auch: Macbook reparieren

So, als Aufhänger für den heutigen Post sehe ich die Aussage, dass ein Kind ja unbedingt männliche Rollenvorbilder braucht, um zu lernen, was „männliches Verhalten“ ist. Und das soll natürlich immer(!) der leibliche(!) Vater übernehmen!!! (Achtung, nicht ernst gemeint…)

Also haben wir uns heute in unserer Männlichkeit getestet. Seit etwa 2 Tagen war mein Macbook etwas „irre“. Klickte rum, bewegte die Maus, obwohl keiner das Trackpad bewegt hatte… Nachdem ich definitiv ausschließen konnte, dass sich da ein Geist über mein geliebtes Gerät hergemacht hatte, ging es an die Ursachenforschung. Ich bat meine Liebste dann halb verzweifelt, doch mal nachzuforschen, was so ein Wechsel des Trackpads beim „Spezialisten“ (=Apple-Händler oder anderer Reperaturservice) kostet. Nachdem wir dann entschieden haben, dass wir definitiv keine 135 Euro zu viel haben, haben wir uns entschlossen, das selbst in die Hand zu nehmen.

Also haben wir uns erstmal zwei Schraubenzieher für rund 12 Euro gekauft (ja, je kleiner die Dinger werden, desto teurer). Das Ding auseinandergenommen, also Rückseite auf (10 Mini-Schrauben entfernen), Abdeckung der Unterseite heben, und vor uns lag das hier:

P1100108

(Ok, zugegeben: Da fehlt der Akku. Hab leider direkt nach dem Öffnen kein Bild gemacht.)

So. Das lässt nur Männerherzen höher schlagen? Ernsthaft? Mh… Nein. Ich hatte auch Herzklopfen. Im Gegensatz zur Liebsten war das mein 1. Computer, den ich je geöffnet hatte. Und dann muss das auch noch das 1000-Euro-Teil von Apple sein…

Aber auf dem Bild sieht man schon (unten mittig) das Herzstück, um das es uns ging: Das Trackpad. Also schnell die 4 Schrauben gelöst, ausgebaut, und dann gereinigt. Zwischenzeitlich verließ mich schon der Mut: Sooo dreckig war’s nun auch nicht, als dass es deshalb nicht mehr funktionieren würde… Aber egal. Sauber gemacht, wieder eingebaut, Akku wieder drauf, und dann konnt ich’s nicht mehr erwarten. Unterseite des Gehäuses einfach drüber gelegt, ohne festzuschrauben, umdrehen, anschalten.

1 Minute später Erleichterung: Es funktionierte wieder! Wer möchte nun wissen, welcher Dreck dafür verantwortlich war? 😀

P1100110

Auf jeden Fall funktioniert es jetzt wieder, es war kein neues Trackpad nötig, und wir haben uns (abzüglich der Kosten für die Schraubenzieher) etwa 120 Euro gespart. Und was Neues gelernt und Spaß gehabt! 😉

Und jetzt verabschieden wir uns für den restlichen Tag von unseren Nerd-Aktivitäten und gehen mal „unter Leute“, auf das 21. schwul-lesbische Stadtfest bei uns um die Ecke…

Alltagssorgen

Gerade ist alles aber schon doof.

Wir warten immer noch auf die Mens, und meine Liebste hat sich jetzt auch noch irgendwas eingefangen. Dabei war sie ja erst krank, als wir von den Flitterwochen zurückgekommen sind… *seufz* Dieses Jahr ist krankheits-technisch echt nicht unbedingt unser Jahr.

Auf einen Eisprung warte ich immer noch (ZT 19). Ovutest immer noch negativ, keine körperlichen Anzeichen. Nur Schmerzen, die aber gut auszuhalten sind.

Ansonsten ist die Uni mega-stressig. Hab ich schonmal erwähnt, dass ich Gruppenarbeit hasse? Urghs. Haben wir dieses Semester echt genug. Und zwar zwei Kurse mit „Gruppen“ von jeweils 6 Studenten… Echt nervig. Vor allem dieses „Jaaaja, ich bin fast schon fertig – wie, ich muss in einer Woche damit fertig sein? *schluck* Jaja, natürlich, überhaupt kein Problem!“ (Es geht um 3-4 Din A 4-Seiten schreiben zu einem selbst ausgesuchten Thema… )

Achja, und in der anderen Gruppe sind nun 8 von insgesamt 14 Wochen rum und außer uns hat noch niemand was zustande gebracht. 2 aus der Gruppe sind bisher an 1 oder 2 von 8 (wöchentlichen) Terminen (zu je 90 Minuten – also eigentlich nicht zu viel verlangt) aufgetaucht und haben immer noch keine Aufgaben für das Projekt. Die anderen 2 haben zwar eine Aufgabe, allerdings kommen sie da nicht weiter (und kümmern sich auch nicht darum, ihr Problem zu lösen). Wir haben jetzt noch 5 Termine, dann muss alles (eigentlich) fertig sein. 5 Wochen also, danach ist nämlich schon Prüfungszeit und da wird garantiert keiner mehr was machen wollen. Die Abgabe ist um den 10. Juli rum.

Und in einem anderen Kurs müssen wir in 9 Tagen einen kleinen Vortrag zu dritt (mit einem anderen Studenten, den wir nicht mal kennen…) halten. Unserem tollen Gruppenmitglied haben wir bereits am Mittwoch morgen (also vor fast 5 Tagen) eine E-Mail geschrieben, ob wir uns nicht mal treffen können. So ein Vortrag mag ja mal vorbereitet werden, oder zumindest abgesprochen, wer was macht. Tja – keine Antwort bisher. Und in der Veranstaltung zu dem Kurs war der werte Herr auch nicht, also haben wir keine andere Möglichkeit mehr, ihn zu erreichen. Also müssen wir jetzt wohl der Dozentin mit dem Problem auf die Nerven gehen, und „dürfen“ den Vortrag dann hoffentlich zu zweit halten.

Es nervt dieses Semester einfach. Es ist eh schon total viel zu tun, und dann schreibe ich pro Woche ungefähr 4-5 Mails um irgendwelche Treffen für Gruppenarbeiten oder sonstwas zu organisieren. Zuletzt waren wir gestern, am Samstag, in der Uni, nur um uns dort zu treffen und totale Nichtigkeiten zu besprechen. Und dafür sind wir bei strömendem Regen pro Strecke über eine Stunde mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln in Berlin unterwegs gewesen. Achja: Habe ich erwähnt, dass 2 Gruppenmitglieder erst garnicht aufgetaucht sind? Und abgesagt haben sie auch nicht. Und einer ist ohne jegliche Entschuldigung eine halbe Stunde zu spät gekommen, weil er „zu tun“ hatte. Aha. Gott, wie ich diese Idioten manchmal hasse (sorry…) Ich hab auch keine Lust, am Samstag in der Uni rumzusitzen. Aber es ging eben nicht anders. Wir hätten auch an jedem anderen Tag unter der Woche gekonnt, aber „da hab ich eine Veranstaltung“, „da geht es überhaupt nicht“,…

Was wir da gestern besprochen haben? Dass wir in unserer Arbeit einen Rand einhalten, um dort Bilder/Zitate/wasweißich hinzumachen. Dass wir uns an die von der Dozentin favorisierte Zitierweise halten (Und dazu mussten wir die anderen Gruppenmitglieder auch noch zwingen, örgs…). Dass wir bis nächsten Freitag komplett fertig sind(!), weil die Abgabe schon die Woche drauf ist und wir ja alles noch zusammenfügen müssen. Achja, und ob man für Kritik an einem Produkt auch Zeitungsartikel (online) als Quelle nehmen darf. *seufz* Und ob wir in die Arbeit „fremde“ Bilder reinmachen dürfen. Hab ich eigentlich erwähnt, dass wir an einer Hochschule studieren? Also… Mit Betonung auf STUDIEREN? Übrigens: Das sind die Studenten, die behauptet haben, dass sie ja „fast fertig“ sind. Wüssten sie dann nicht, welche Quellen sie angeben dürfen und wie sie zitieren sollen? Hm… Schon sehr fragwürdig. Da frag ich mich, wie genau das aussieht, was sie bisher geschrieben haben…

Wer möchte raten, wie lange wir dafür letztendlich gebraucht haben? (kleiner Tipp: ungefähr 7 Mal so lange wie es mit „normalen“ Menschen nötig gewesen wäre…)

Jaaaja, ich weiß. Ich bin fies. Aber ich hasse sowas einfach. Ich geb zu, ich mag fremde Menschen eigentlich nicht und mag auch so wenig wie nötig mit Menschen zu tun haben, die ich nicht sympathisch finde. Und dazu zählen nunmal 95 Prozent der Menschen… *seufz*

Und dann „mussten“ wir uns auch noch vor einem aus der Gruppe outen (Ja, grundsätzlich kein Problem, aber ich mag mein PRIVATleben gerne PRIVAT halten…).

Gruppenmitglied: Wo wart ihr eigentlich beim letzten Treffen?
Wir: Da sind wir gerade aus London zurückgekommen und hatten uns was eingefangen
Gruppenmitglied: Was habt ihr denn in London gemacht?!
Wir: Flitterwochen
-Stille- (wir hörten es schon förmlich rattern, wie diese Aussage jetzt nun zu zwei Frauen passt und wie sich das denn zusammenfügt und überhaupt)
Gruppenmitglied: Aaaa- Ahja Aha. Also… Wir war das nochmal mit dem Zitieren? Ich hab da jetzt so Nummern in den Text reingemacht, WIE BEI WIKIPEDIA! *stolzgugg*

… Genug für heute. Vielleicht hat’s den ein oder anderen ja unterhalten. 😉

„Es ist ja nicht so schlimm“…

Ist der Standardsatz meiner Mutter, wenn ich ihr davon erzähle, wie benachteiligt wir in manchen Dingen gegenüber Hetero-Paaren sind. Und das nervt gewaltig. Erst einmal verstehe ich ja nicht, wie sie das überhaupt beurteilen kann. Erstens ist sie nunmal mit einem Mann(!) verheiratet – zum zweiten Mal, übrigens. Außerdem hat sie ehrlich gesagt überhaupt keine Ahnung: Das ist ja auch der Grund, weshalb ich versuche, ihr das Thema zu erläutern. Und ihr die Probleme aufzuzeigen, die wir im Alltag haben und haben werden, sobald wir Kinder haben. Aber das ist ja alles nicht so schlimm, nein. So nach dem Motto: Seid froh, überhaupt irgend etwas zu bekommen. „In anderen Ländern ist es ja noch viiiiel schlimmer.“ Aber warum sollten wir uns an Ländern orientieren, die weniger fortschrittlich sind? Es kommt ja auch keiner auf die Idee, zu sagen: Ja, jetzt habt euch mal nicht so mit der Euro-Krise. Kann ja auch schlimmer sein. Wir könnten ja auch ein Entwicklungsland sein.

Es nervt einfach nur. Vor allem kommen die Kommentare auch relativ ungefragt. Und immer begleitet mit: „Ich würde es ja anders machen.“ Und ellenlangen Diskussionen, warum wir denn jetzt nun im Studium unbedingt Kinder möchten. Dann meine Standardantwort: „Ich möchte nach dem Studium frei sein, um auch in einem anderen Land zu leben und zu arbeiten. Und dann möchte ich mich nicht auch noch mit Kinder-Kriegen auseinandersetzen.“. Das eigentliche Argument, dass wir JETZT einen Kinderwunsch haben und keinen Grund sehen, ihn auf „später“ zu verschieben, zählt nämlich nicht. Weil das ja sowieso eine bescheuerte Idee (in ihren Augen) ist. Und es gibt ja mindestens eine Million Gründe, Kinder NICHT während des Studiums zu bekommen.

Langsam habe ich auf die ganzen Diskussionen einfach keine Lust mehr. Und warum so vehement behauptet wird, es wäre ja alles „nicht so schlimm“, verstehe ich auch nicht. FÜR UNS ist es schlimm. Es ist schlimm, dass wir nicht einfach so ein Kind bekommen können, und es ist schlimm, dass wir nicht „verheiratet“ sein können. Und mir graut es schon davor, mich bereits in Bewerbungen später direkt outen zu müssen. Familienstand: verpartnert… ICH finde das einfach nur schrecklich, weil ich selbst entscheiden möchte, ob und wann ich mich arbeitstechnisch „oute“. Vielleicht habe ich ja überhaupt keine Lust dazu, als Frau in der Informatik auch noch direkt von Beginn an den Klischee-Stempel „Lesbe“ aufgedrückt zu bekommen? Ich bin nunmal einfach nur eine Frau, die zufälligerweise eine Frau liebt. So what?