Vor 19 Stunden

ist unser Kater in meinem Schoß gestorben.

Der Tag heute war hart. Jeder Schritt war einfach nur unglaublich anstrengend. Ich weiß nicht, wie ich den Tag hinter mich gebracht habe, aber irgendwie… Ich stand und stehe massiv neben mir und währenddessen schwanke ich von „alles okay, das Leben geht weiter“ zu „wie soll ich das nur überstehen?“.

Der Kater war mit einer Unterbrechung von 2 Jahren bei mir, seit ich 14 war. Er war da, als es mir wirklich, wirklich schlecht ging – letztlich ist er der Grund, weshalb ich in meiner Jugend weitergekämpft habe und nicht aufgegeben habe… Warum ich einen Sinn in meinem Leben sah; er war der Grund, weiterzumachen. Klar, die Umstände jetzt sind anders, ich habe mich verändert, mein Leben ist ein komplett anderes. Aber dieses Gefühl von… Ohne ihn wäre ich nicht hier, und jetzt ist er weg, für immer…? Ich glaube nicht, dass ich das schon vollends begriffen habe und ich habe Angst vor dem Moment, in dem es so sein wird.

Ich habe ständig das Gefühl, alles war ein schlimmer Traum und im nächsten Moment kommt er um die Ecke geschlichen und maunzt mich an, weil der Hunger mal wieder zu groß ist. Dieser Gedanke tut einfach nur weh und mir laufen die Tränen übers Gesicht… Und ich fühle mich in meiner Traurigkeit einfach nur so allein. Für alle anderen geht die Welt weiter, der Alltag, die ganzen kleinen Sorgen und Nöte – und ich steh daneben und bin einfach nur abgestumpft, weg, emotional völlig daneben.

 

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Kater…

Eine unglaublich anstrengende Woche liegt hinter uns. Vorab: Der Eintrag wird vermutlich etwas „emotionslos“ rüberkommen. Liegt daran, dass es anders zu sehr weh tun würde…

Die Woche hat mit dem Ultraschalltermin in Berlin begonnen. Baby L ist knapp einen cm groß gewesen und die Ärztin und meine Frau konnten den Herzschlag sehen (ich hab’s leider nicht erkannt 😀 ). Soweit also alles gut, die Ärztin war überglücklich, wir waren glücklich, alles wunderbar. Der Tag war auch echt schön, die Große hat dann noch ein Schmetterlings-Kostüm in einem Laden bekommen und irgendwann gegen 20 Uhr waren wir dann wieder am Leipziger HBF.

Am nächsten Tag bin ich morgens zu den Katzen gefahren und hab festgestellt, dass der Kater irgendwie gelblich in den Mundwinkeln und am Zahnfleisch ist – gesundheitlich hat er uns ja eh ziemlich Sorgen gemacht in letzter Zeit, aber da das Blutbild vor 2 oder 3 Monaten nix ergeben hat, haben wir es eher auf psychische Ursachen geschoben. Wir waren in letzter Zeit eben häufig abwesend und dass das den Katzen eher nicht so gut tut, ist ja klar…

 

Zusammen damit, dass er in den letzten 2 Wochen massiv Gewicht verloren hat, hab ich mich dann entschlossen, noch am gleichen Tag mit ihm in die Tierklinik zu gehen. Meine Freundin hat mich und den Kater begleitet und nach Röntgen und Ultraschall war dann klar, dass es nicht allzu gut für ihn aussieht 😦 Das war dienstags. Wir haben dann für Donnerstag Abend einen Termin zur Biopsie gehabt und Freitag abends die Befundbesprechung. Nichts absolut eindeutiges. Sieht aber nach Lymphom oder FIP aus – quasi die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ein Lymphom könnte man behandeln, mit Chemotherapie – aber Heilung wäre das nicht, im Mittel leben Katzen danach noch ein Jahr. Cortison könnte man auch versuchen, aber auch da: Keine Heilung, es würde ihm vermutlich kurzfristig besser gehen, aber irgendwann würde der Zeitpunkt kommen, an dem es dann (rapide) zu Ende geht. Zusätzlich ist seine Leber massiv vergrößert und er ist abgemagert, wiegt nicht einmal mehr 4 Kilo. Er ist knochig mit riesigem Kullerbauch…

Ich habe also die letzten Tage damit verbracht, zu weinen. Neben mir zu stehen. Noch mehr zu weinen. Neben dem Kater auf dem Fußboden zu liegen, mit ihm zu kuscheln, bei ihm weinen. Immer dabei: Schmerz. Bis auf die wenigen Momente, wo ich so neben mir stehe, dass ich den Schmerz nicht mehr wahrnehme. Dieser Kater ist mir einfach so unglaublich wichtig, er begleitet mich nun, seit ich 14 bin – und hat 10 seiner 12 Jahre bei mir gelebt. Er ist realistisch gesehen der Grund, weshalb ich meine Jugend überlebt habe. Und ich hätte nie und nimmer damit gerechnet, dass es so früh so schlimm um ihn steht. Und wir so früh an ein Leben ohne ihn denken müssen…

Lange Schreibpause

Und das, obwohl es so viel zu schreiben gibt.

Wir haben uns tatsächlich innerhalb der letzten 4 Wochen entschieden, so planmäßig etwa Mitte 2017 alle neun (4 Erwachsene, 5 Kinder – ok, und plus 2 Katzen) in eine große, große Wohnung zu ziehen. Weil die Situation mit 2 Wohnungen, einmal im Westen und einmal im Südosten Leipzigs, einfach schwierig ist. Also angefangen zu suchen und genau eine(!) Wohnung gefunden, die von den Eckdaten her gepasst hat. Haben natürlich mehrere besichtigt… Aber die eine war’s dann. Und letztes Wochenende haben  wir dann den Mietvertrag unterzeichnet… 😀

Wir werden also ab Februar auf 190 Quadratmetern leben. Verteilt auf 6 “normale“ Zimmer plus eine 40 qm große Wohnküche, ein über 11 Meter langer und 3 Meter breiter Flur… Und Hochenenen sind auch schon in ein paar Räumen. Ja, die Wohnung ist großartig 🙂 Und war ein echter Glücksgriff. Ich bin einfach nur glücklich darüber, dass wir dann endlich ankommen können. Es endlich ein DAS IST UNSER ZUHAUSE gibt. Das Gefühl hatte ich zuletzt in unserer alten Wohnung und da waren wir ja nun mit dem drumherum nicht sonderlich glücklich.

Der Schwangerschaftstest Nr. 1 sagt „positiv“

… Unser Kater hat sich gerade auf meine Frau draufgeschmissen und liegt nun auf ihrem Schoß 🙂 Es gibt ja das Gerücht, dass Katzen eine Schwangerschaft „spüren“ und dann plötzlich super-anhänglich werden. Also der Kater ist heute sehr anhänglich, und freiwillig(!) auf den Schoß klettern hat er – soweit ich mich erinnere – noch NIE gemacht. Es gibt also berechtigte Hoffnung! 😀 

Morgen wird nochmal getestet (heute leider noch blütenweiß, aber auch nichts wirklich Außergewöhnliches 9 Tage nach Punktion). Mit einem positiv rechnen wir aber eigentlich erst so ca. in 3-4 Tagen. Aber… Wer muss schon testen, wenn er Katzen hat! 🙂