Vor 19 Stunden

ist unser Kater in meinem Schoß gestorben.

Der Tag heute war hart. Jeder Schritt war einfach nur unglaublich anstrengend. Ich weiß nicht, wie ich den Tag hinter mich gebracht habe, aber irgendwie… Ich stand und stehe massiv neben mir und währenddessen schwanke ich von „alles okay, das Leben geht weiter“ zu „wie soll ich das nur überstehen?“.

Der Kater war mit einer Unterbrechung von 2 Jahren bei mir, seit ich 14 war. Er war da, als es mir wirklich, wirklich schlecht ging – letztlich ist er der Grund, weshalb ich in meiner Jugend weitergekämpft habe und nicht aufgegeben habe… Warum ich einen Sinn in meinem Leben sah; er war der Grund, weiterzumachen. Klar, die Umstände jetzt sind anders, ich habe mich verändert, mein Leben ist ein komplett anderes. Aber dieses Gefühl von… Ohne ihn wäre ich nicht hier, und jetzt ist er weg, für immer…? Ich glaube nicht, dass ich das schon vollends begriffen habe und ich habe Angst vor dem Moment, in dem es so sein wird.

Ich habe ständig das Gefühl, alles war ein schlimmer Traum und im nächsten Moment kommt er um die Ecke geschlichen und maunzt mich an, weil der Hunger mal wieder zu groß ist. Dieser Gedanke tut einfach nur weh und mir laufen die Tränen übers Gesicht… Und ich fühle mich in meiner Traurigkeit einfach nur so allein. Für alle anderen geht die Welt weiter, der Alltag, die ganzen kleinen Sorgen und Nöte – und ich steh daneben und bin einfach nur abgestumpft, weg, emotional völlig daneben.

 

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