Familienbett, Entwicklungsschub und Baby 2

Familienbett: Wir sind fast fertig! Es war eine sche*ß-Arbeit (ich sag nur: 2000 Tackerklammern später…), es hat gefühlt ewig gedauert (wobei der Hauptgrund dafür unsere Faulheit ist) ABER: Es ist wunderschön! 🙂

Doch Beweisfotos sagen mehr als tausend Worte, oder? Also hier, bitteschön:

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Fehlen jetzt nur noch Abdeckbretter (damit die Katzen nicht unters Bett können und da hink*tzen) und eine Art Ablage, um die Lücke zur Wand zu schließen (und Platz für die Wasserflasche nachts zu haben – und den anderen Krams, der so ums Bett herum rumfliegt 😉 ).

Davon abgesehen lassen wir gerade – hoffentlich – den 12-Wochen-Schub hinter uns. Die Schübe werden ja immer nach dem errechneten Termin berechnet, der eigentlich der 8. Juni gewesen wäre – trotzdem war sie mit diesem Schub immer noch recht früh dran. Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob wir es schon hinter uns haben (vermutlich eher nicht), aber es wird immerhin besser. Und die Kleine lächelt und lacht wieder öfter, endlich! Sie hatte uns die letzten Wochen damit ganz schön verwöhnt und war sehr fröhlich, da fällt es schon auf, wenn das fehlt (und stimmt uns als Mamas auch etwas traurig). Und ich denke, die Kleine übt schon lachen, weil sie immer wieder lächelt und dabei ganz viele glucksende Geräusche macht. Total niedlich! ❤ Ansonsten spielt sich das Familienleben langsam ein und so ganz, ganz langsam kommt in mein Bewusstsein, dass ich jetzt Mama bin. Obwohl das mitunter zu wirklich lustigen Situationen führt, zum Beispiel dann, wenn wir Manga, Kinderbücher und Brettspiele in der Kinder- und Jugendbibliothek ausleihen (natürlich für uns selbst). Ich habe ja das wirklich starke Gefühl, dass wir niemals so richtig erwachsen werden 😀 Aber ich schweife ab.

Zum Teufelchen-Bericht-Abschluss die kleine Chaosqueen in Aktion:

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Das letzte Thema für heute: Baby Nr. 2. Nächsten Montag mache ich endlich, endlich mal einen Termin in der KiWu aus; vermutlich müssen wir eh wieder 6-8 Wochen darauf warten. Also wird es Zeit, wenn wir im Dezember anfangen möchten – schließlich braucht es für die Voruntersuchungen vermutlich auch ein paar Wochen. Und lieber sind wir 4 Wochen zu früh dran, als dass wir mit dem Vor-Kram nicht fertig werden und dann erst nächstes Jahr anfangen können. Das wär ja ein richtiges Drama! 😉 Der Wunsch nach einem 2. Kind ist bei mir nach wie vor ganz stark, auch, wenn er im Alltag weniger präsent ist, als noch in der Schwangerschaft. Ich weiß, viele werden das nicht verstehen, aber ich hatte eben von Anfang an einen Zwei-Kinder-Wunsch. Vermutlich auch zum großen Teil, weil ich als Einzelkind sowas von unglücklich war. Und natürlich auch, weil die Nuuuudel so niedlich ist und das echt süchtig nach mehr macht! 😉

Davon abgesehen haben wir heute – zwischen Edeka und Aldi – mal eine grobe Lebensplanung gemacht und festgestellt, dass die Zeitpunkte Herbst 2015, Herbst 2018 und Winter 2019/2020 noch ideal für Kinder wären. Und wenn wir Lust dazu haben, 2025 nochmal – das wäre dann Nr. 5, wenn niemals Zwillinge dabei sind. Und heiraten möchten wir auch nochmal, wenn die Kinder-bekommen-Zeit abgeschlossen ist – dann haben wir ganz viele Blumenkinder, juhu! Wenn das mal kein Plan ist 😀

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Meine Familie ist scheiße.

Sorry für die deutlichen Worte – ich hoffe, es fühlt sich niemand angegriffen aufgrund der harten Worte.

Ich hatte ja nun insgesamt ca. 1 1/2 Wochen versucht, meinen Vater zu erreichen. Nach ca. einer Woche hatte ich dann schlicht und ergreifend keine Lust mehr und habe ihm dann auf seine Mailbox gesprochen, dass er Opa wird und wir im Juni ein Kind bekommen. Natürlich super-freundlich (wirklich!) und am Ende habe ich noch gesagt, dass ich mich sehr freuen würde, wenn er sich in den nächsten Tagen meldet. Das war vor etwa einer Woche. Danach habe ich noch ein paar Mal versucht anzurufen, aber nichts. Also habe ich – schlauerweise – meine Mutter auf ihn angesetzt, mal nachzuforschen, was da los ist. Die telefoniert in der Regel sowieso ein paar Mal pro Woche mit ihm, da sie sich ja jetzt scheiden lässt und sämtliche Versicherungen etc. bei meinem Vater abgeschlossen hat (für alle Neuleser eine kleine Zusammenfassung: Meine Eltern sind getrennt/geschieden, seit ich ca. ein Jahr bin, und meine Mutter hat recht bald darauf meinen Stiefvater geheiratet. Von diesem lässt sie sich nun scheiden).

Nun kam grauseliges zum Tageslicht! Mein Vater hat die Nachricht auf der Mailbox natürlich gehört, keine Frage. Ist ja sein Geschäfts-Handy, das wäre ja dämlich, da die Nachrichten nicht abzuhören. Aber das wirklich unmögliche kommt nun erst: Er hat meiner Mutter gegenüber zugegeben, dass er das absolut Sch**ße findet und deshalb nicht mit mir reden möchte. Achja, vorgeschoben wird natürlich wieder der (in seinen Augen absolut miserable) Zeitpunkt. Ebenso, wie den angeblichen Geldmangel, den wir ja wirklich zu haben scheinen. Zumindest müssten wir das, wenn es nach der Meinung unseres Umfelds ginge. Studenten können ja kein Geld haben. Ich frag mich bloß, wie wir in den letzten 3 Jahren zwei Japan-Reisen und die Kinderwunschbehandlung finanziert haben. Vermutlich haben wir uns das Geld eingebildet. Achja: Extra-Geld dafür haben wir übrigens nicht bekommen. Nur für die erste Japan-Reise, da haben die Eltern meiner Frau unsere einwöchigen Japan-Rail-Pässe bezahlt (freiwillig – wir hätten das Geld auch so gehabt, aber sie wollten es so. Also haben wir nicht nein gesagt!).

Zu guter letzt kam dann noch heraus, dass er mit seinem Anwalt gesprochen hat und nun fest davon ausgeht, mir im Masterstudium keinen Cent Unterhalt mehr zahlen zu müssen – da ich dann ja schon einen berufsqualifizierenden Bachelor-Abschluss habe. Die Behauptung ist zwar völliger Schwachsinn, und selbst wenn: Hallo? Schonmal was davon gehört, dass manche Eltern es TOLL finden, wenn ihre Kinder sich bilden? Und einen guten Abschluss machen? Aber nein. Hauptsache man kommt selbst möglichst billig aus der Sache raus und muss dem blöden Nachwuchs ja keinen Cent zu viel zahlen. Achja, und dass das vielleicht eine saublöde Idee von ihm ist, gerade jetzt, wo wir ein Kind erwarten – na, was interessiert ihn das denn. Sollen wir doch sehen, wo wir bleiben.

Ich sitze hier auf jeden Fall gerade mit Tränen der Wut und Tränen der Enttäuschung und weiß nicht, was ich machen soll. Ehrlich, ich bin einfach so unglaublich enttäuscht! Ich wusste ja, dass mein Teil der Familie scheiße reagieren wird, aber mit so etwas hatte ich echt nicht gerechnet. Und ehrlich gesagt erscheint mir Bafög nun nicht einmal mehr als schlechte Alternative.

Mann, ich bin echt so froh, dass die Eltern meiner Frau uns unterstützen. Die würden glatt noch meinen Unterhalt mit bezahlen, wenn es hart auf hart kommt. DAS stelle ich mir unter Eltern vor. Das was ich habe, ist doch nur blanker Hohn. Das verdient die Bezeichnung Eltern nicht, dafür ist „Erzeuger“ ja fast noch zu nett.

März oder Oktober?

Wir stehen wohl vor der schwierigsten Entscheidung seit langem – und das schlimmste ist, dass wir uns nicht einig werden 😦

Wann ist es Zeit für Baby Nr. 2? Da wäre einerseits der März im nächsten Jahr. Hat auch einige Vorteile: Wir wohnen noch in Berlin, also ist der Weg zum Behandlungsort nicht weit und – vor allem – nicht teuer. Wenn wir sogar in Berlin behandelt werden, sowieso nicht, und wenn wir doch nach Polen müssen, zahlen wir für die Reise dorthin zusammen 40 Euro – also 10 Euro pro Person und pro Strecke. Mit anderen Worten: spottbillig. Und nah ist’s halt eben auch, also wäre die Anreise nicht so dramatisch stressig.

Außerdem wäre Baby Nr. 1 eben noch nicht auf der Welt: Das bedeutet, dass wir die Behandlungen besser vorausplanen können und die Termine stressfreier wahrnehmen können. Dann kommt noch dazu, dass die beiden Kinder dann bei Studienabschluss schon 3 bzw. 2 1/2 sein werden – optimales Alter für Fremdbetreuung, meiner Meinung nach 😉 Selbst wenn wir die Kinder ein halbes Jahr früher in Frembetreuung geben müssen (wegen der Masterarbeit), sind die Kinder trotzdem über 2 Jahre alt. Vom Alter her also zu verkraften, wenn die Kinder 25 Stunden pro Woche zu einer Tagesmutter müssen.

Ja – man könnte denken, hört sich alles perfekt an, macht mal! So einfach ist es aber leider nicht. Angenommen, ich werde tatsächlich im März schwanger: Was, wenn ich die Bachlorarbeit (ab April 10 Wochen) nicht auf die Reihe bekomme? Weil mir dauer-übel ist? Oder sonstwas ist? Was, wenn ich meine Frau nicht optimal bei der Geburt im Juni unterstützen kann? Was, wenn ich Baby Nr. 1 nicht gerecht werde, weil ich einige Wochen nach der Geburt dann hochschwanger sein werde? Wie machen wir den Umzug mit Baby Nr. 1, meiner Frau frisch aus dem Wochenbett und mir (grob gerechnet) in der 25.-30. Woche schwanger? Und wenn uns – wie von allen prophezeit – alles über den Kopf wächst?

Gut, der aufmerksame Leser wird sich jetzt denken: Dann wartet doch einfach bis nach dem Umzug! Dann wisst ihr, wie es mit Baby Nr. 1 so ist und der Umzug ist auch schon vorbei. Fangt doch einfach im Oktober an!

Also nehmen wir mal an, dass wir irgendwo in Deutschland landen. Ehrlich, keine Ahnung, wohin es uns letztendlich verschlägt. Wir haben zwar „Favoriten“, aber letztendlich müssen wir schauen, wo wir einen Master-Platz bekommen. Unser Durchschnitt ist leider nicht so paradiesisch, dass wir uns hundert Prozent sicher sein können, wirklich überall einen Platz zu bekommen. Dann kommt noch das Problem dazu, dass viele Unis so extrem kleinkarierte Voraussetzungen bei der Zulassung haben: Da müssen dann x ECTS im Bereich der theoretischen Informatik im Bachelor enthalten sein, x ECTS im Bereich Mathematik, x ECTS im Bereich praktische Informatik – und x ECTS an was-auch-immer. Wer nun eins und eins zusammenzählen kann, kommt leicht darauf, dass das wohl schwer zu machen ist. Die Inhalte der verschiedenen Bachelor-Informatik-Studiengänge sind einfach zu unterschiedlich. Wozu diese starren Vorgaben bei der Master-Zulassung sind? Fragt mich doch nicht! Aber das ist auch nicht das Thema. Grundsätzlich wollte ich damit nur ausdrücken, dass wir wirklich überhaupt nicht wissen, welche Uni uns nimmt und dass wir darauf auch so gut wie keinen Einfluss haben. Mehr als unsere kompletten Unterlagen hinschicken und hoffen können wir nicht. Das bedeutet also: Wir können auch in NRW landen. Und trotzdem wäre Polen der einzige (sichere) Ort, an dem wir behandelt werden – mit den Embryonen meiner Frau, ihr wisst schon 😉 Maximal noch Berlin – aber wirklich näher wäre das ja auch nicht. Und dann 3-4 Mal pro Monat dorthin fahren? Hunderte von Kilometern? Ehrlich, das ist einfach nicht drin. Weder finanziell noch vom organisatorischen und zeitlichen Aufwand her. Und schon garnicht mit Baby bzw. Fast-noch-Neugeborenem.

Da brauch ich eigentlich auch nicht mehr aufzählen, was sonst noch gegen Oktober spricht: Kind Nr. 2 ist dann bei Studienabschluss maximal 2 Jahre alt – also Frembetreuung ab 18 Monate (Beginn der Masterarbeit). Mag ich mir gerade nicht vorstellen. Ich möchte das ungern für unsere Kinder. Die sollen schön brav 2 Jahre bei uns bleiben!

Und wer löst diese Verwirrungen nun für uns? Wenn ihr wollt, dürft ihr auch raten, wer von uns beiden zu welchem Start-Datum tendiert…

Stimmt doch einfach mal – egal, ob mit oder ohne Erklärung – für eine der Möglichkeiten ab!

Mal ein anderes Thema: (Achtung: mit Edit unten!)

Nach zig Einträgen ausschließlich über die Behandlungen reicht es dem ein oder anderen Leser bestimmt schon. Deshalb gibt es jetzt ein komplett anderes Thema: Unser Studium!

Gestern hat die Belegungsphase für das nächste Semester angefangen und soweit sind wir super-zufrieden. Nur 2 Tage Uni, dafür zusätzlich einen Block-Kurs im März (eigentlich sind da schon Semesterferien), der täglich über fast 3 Wochen geht. Das muss auch so sein, weil wir uns entschieden haben, die Bachelorarbeit direkt „nebenbei“ zu schreiben. Das bedeutet nun: Schnell noch einen Betreuer suchen (haben schon jemanden im Auge, aber die Dozenten müssen ja auch einverstanden sein) und Thema suchen und genehmigen lassen – das geht aber erst ab Anfang Oktober und dauert dann, solange es eben dauert… Bis höchstens zur 9. Woche des Semesters *urghs* Und dann gehts los, 10 Wochen Zeit für 30-50 Seiten schreiben und für die Entwicklung eines Programms.

Eigentlich wollten wir uns ja „Zeit lassen“ und die Arbeit erst im Semester danach schreiben. Tja, bis uns aufgefallen ist, dass die Uni echt bescheuerte Regelungen hat… Man darf überhaupt nur von Beginn des Semesters bis zur 9. Woche ein Thema genehmigen lassen und somit eben maximal 10 Wochen nach Semesterbeginn anfangen. Wir hätten nun „praktischerweise“ direkt nach dem 1. Prüfungszeitraum des kommenden Semesters angefangen – ganz grob wäre das die 20. Woche des Semesters. Tja, geht leider nicht, also muss es jetzt anders gehen. Das größte Problem ist ja nach wie vor, dass wir, um überhaupt den Master beginnen zu dürfen, spätestens Ende August 2014 unseren Abschluss brauchen. Wenn wir bei unserer ursprünglichen Planung geblieben wären, hätten wir unter Umständen erst im Juni 2014 anfangen können, dann 10 Wochen schreiben, dann wird die Arbeit korrigiert und von den beiden Betreuern gelesen und dann ist noch das Kolloquium. Das hätte nie und nimmer geklappt, unser Zeugnis pünktlich Ende August in den Händen zu halten…

Aber nun zu den positiven Seiten: Wir haben beide schon mehrere Themenvorschläge gesammelt und sind uns beide schon recht sicher, welches Thema wir am liebsten haben würden! Jetzt muss nur noch alles klappen, die Themen müssen so genehmigt werden, und dann ist alles perfekt. Und nächstes Jahr freuen wir uns wahrscheinlich, wenn wir um die (geplante) Geburt schon komplett fertig mit allem sind und „nur“ noch den Umzug organisieren müssen. Jetzt muss es nur noch diesen oder aller-spätestens nächsten Zyklus klappen – das wär einfach sooo perfekt und würde zeitlich einfach absolut toll passen. Drückt uns die Daumen!

 

Edit:

Unsere Erste-Wahl-Dozentin hat keine Zeit, die Arbeit zu betreuen 😦 Wir haben jetzt noch jeweils 2 anderen Dozenten geschrieben, bitte, bitte drückt uns die Daumen (mal wieder…), dass einer von denen noch Zeit hat.

Ich befürchte, mein Thema ist für den Otto-Normal-Informatiker etwas zu abgefahren und ich habe Angst, dass ich das dann nicht machen darf… Oder, dass ich von vornherein keine gute Note bekommen kann, weil der Dozent das Thema blöd findet *seufz*

Wenn das Thema so akzeptiert und durch ist, berichte ich natürlich davon, was es ist! 🙂

Zurück aus dem Urlaub

Wie aufmerksame Leser bestimmt bemerkt haben, war es hier die letzte Woche sehr ruhig 😉

Wir waren in der letzten Woche in München und einige Tage in einem Naherholungsgebiet in Bayern, das von Bergen umgeben ist, und etwa 100 Kilometer von München entfernt ist.

Die Zeit allein mit meiner Frau war wirklich total schön. In München waren wir dann bei ihren Eltern, und mir ging es zunehmend schlechter. Teilweise war es das Wetter, und ansonsten… So richtig weiß ich auch nicht, was mit mir los war. Mir wurde bewusst, dass wir nur den einen Versuch der künstlichen Befruchtung haben. Ich hab einfach eine wahnsinnige Angst, dass es nicht klappt und wir uns keinen Versuch mehr leisten können. Und ich finde es einfach so unglaublich ungerecht, alles selbst zahlen zu müssen – während die Krankenkassen für jeden anderen Mist Geld mit vollen Händen ausgeben.

Außerdem war es einfach anstrengend. So richtig mit der Art der Eltern meiner Frau komm ich nicht zurecht. Da durften wir uns von der Mutter meiner Frau dann vorschlagen lassen, dass wir uns doch nach dem Bachelor „einfach mal so“ bei Unternehmen bewerben sollen, „nur um mal zu sehen, was wir so bekommen könnten“. Schon fast seit Beginn des Studiums haben wir immer wieder gesagt, dass wir auf jeden Fall noch einen Master machen möchten. Und jetzt, wo ein Kind geplant ist, ja noch viel mehr – wie soll das sonst gehen? Sollen wir mit einem Neugeborenem Arbeiten gehen? Soll meine Frau sich am Ende mit kugelrundem Babybauch bewerben, „nur um mal zu sehen, was wir bekommen könnten“? Dabei hatte ich gerade bei den Eltern meiner Frau erwartet, dass sie uns unterstützen und das auch gut finden, wenn wir einen Master machen möchten. Und ganz ehrlich (und ja, da spricht auch die Faulheit): Warum zur Hölle soll ich mir die „Arbeit“ von Bewerbung und Vorstellungsgespräch machen, wenn ich eh nicht vorhabe, den Job anzunehmen?

Außerdem musste ich immer unglaublich aufpassen, was ich sage. Die Mutter meiner Frau weiß ja, dass wir ein Kind planen. Allerdings hat sie das von uns erfahren, und bisher offensichtlich ihrem Mann auch nicht erzählt (ja, das finde ich richtig schräg). Liegt wohl daran, dass sie ihm nicht zutraut, damit klarzukommen – er würde sich zu viele Gedanken machen und könnte dann wieder nicht schlafen. Ja, er ist ein grüblerischer Mensch, aber ist das eine Alternative? Mir graut es schon davor, wenn wir die Schwangerschaft verkünden, und er dann total überrumpelt ist. So richtig gefällt mir die Vorstellung nicht – aber das ist echt nicht mein Problem. Also musste ich jedes einzelne Mal, als wir zu viert unterwegs waren, höllisch aufpassen, dass ich nichts verriet. Und ja, das fiel mir irgendwie schwer. Das Baby-Thema ist in unserem Alltag einfach so präsent, dass ich immer mal wieder darüber nachdenke und dann eben mit meiner Frau auch direkt darüber rede – normalerweise. Außerdem musste ich mich zusammennehmen, um nicht zu enthusiastisch zu wirken, wenn es – irgendwie – um Kinder ging, oder niedliche Kinder auf der Straße waren, oder oder…

(Und eine kleine Anmerkung: Ja, der Vater meiner Frau mag grüblerisch sein, aber er ist wirklich ein lieber Mensch! Ich kann mir kaum vorstellen, dass er soo geschockt wäre und irgendwas dagegen hätte. Nur das übliche eben: Und wenn ihr das Studium dann nicht schafft, und wenn irgendwas schief geht, wenn was passiert, bla, bla. Das, was man sich – fast immer – anhören muss. Ja, vielleicht wär er auch nicht absolut begeistert, aber so, wie es jetzt ist, also dass er völlig ahnungslos ist, ist es auch nicht ideal.)

So wurde ich einfach immer deprimierter. Ich hasse es, mich verstellen zu müssen. Und ich rede gern über das Thema Kinder. Ich mag Kinder einfach, und wie lässt sich ein akuter Kinderwunsch in so einer Situation auch so komplett verbergen? Jedes Mal, wenn ich gesagt habe „Wenn wir mal Kinder haben“, war es wie ein Stich ins Herz. Einerseits die Grundängste, die immer da sind: Wird meine Liebste bei der 1. IVF oder den hoffentlich folgenden Kryos schwanger werden? Können wir uns mehr als eine Behandlung leisten, wenn die 1. nicht erfolgreich ist? Und andererseits ständig darauf zu achten, ja nicht zu viele Hinweise auf unseren Kinderwunsch zu geben… Und, was mir am meisten in Erinnerung geblieben ist: Die Mutter meiner Frau war total erschrocken, als wir gesagt haben, dass wir die Behandlungen selbst zahlen müssen. „Aber ihr seid doch beide Krankenversichert!“ – Aber mehr kam dann auch nicht. Kein Angebot, dass sie uns Geld leihen würden, irgendwie helfen würden… Obwohl sie das für so viele Dinge bisher angeboten haben. Insgesamt war es einfach so anstrengend und ich bin so froh, jetzt wieder allein mit meiner Frau zu sein.

Eine andere Möglichkeit…

Wäre auch noch ein Master-Studium im Ausland *mal so in den Raum werf*

Aber ob das mit (dann hoffentlich) Neugeborenem oder eben hochschwanger überhaupt geht?

Fakt ist, dass es sehr viel interessantere Studiengänge im Ausland gibt. Aktuell kommen aus unterschiedlichen Gründen Schweden, Dänemark und Holland in Frage…

Wir sind noch am überlegen, nehmen diese Woche wahrscheinlich schonmal den ersten Kontakt mit den Unis auf und werden abwägen, ob es irgendwie möglich ist. Lust dazu hätten wir auf jeden Fall, risikobereit sind wir auch, bleibt nur die Frage, ob es in der Praxis auch möglich ist. Das hängt vor allem davon ab, wie die einzelnen Studiengänge gestaltet sind, und wie ein Studium mit Kind(ern) gestaltet werden kann. Der Vorteil wäre auf jeden Fall, dass es dort genau die Studiengänge gibt, die uns gefallen würden… Und: Ein wenig Hoffnung haben wir, dass wir in den Ländern noch eher als „Familie“ wahrgenommen werden und die Umgebung einfach besser für unsere zukünftigen Kinder wäre.

Übrigens sind wir – ganz unverhofft – auf die Idee gekommen, weil wir vor dem Kinderwunsch schon über einen Master im Ausland nachgedacht hatten. Ich hatte in meinen Lesezeichen noch einige interessante Studiengänge gespeichert und vor kurzem bin ich wieder darauf gestoßen. Frau darauf angesprochen, Frau war begeistert von den Studiengängen, und schon war’s schon garnicht mehr so abwegig…

Jemand Erfahrungen? Vorschläge? Anregungen? 😀

Studium und Kinder

Ich weiß gerade nicht, was ich denken soll. Seit wir unseren Eltern von unserem Kinderwunsch erzählt haben – und seitdem sie wissen, dass wir bald damit beginnen werden… – waren wir uns eigentlich immer sicher, dass unser Plan so passt. Natürlich sind da die „normalen“ Zweifel, die wohl jede Familie hat, die noch nie ein Kind hatte: Schaffen wir das, wie gestaltet sich der Alltag, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Das einzige, worüber wir uns nie Gedanken gemacht haben, ist der finanzielle Aspekt. Dies liegt aber vielleicht auch daran, dass wir selbst mit unserem geringen monatlichen Budget noch jeden Monat ziemlich viel Geld zurücklegen können. Außerdem leben wir nun seit 4 Jahren zusammen mit diesem geringen monatlichen Betrag. Und ich habe davor auch schon zwei Jahre allein nur von meinem monatlichen Unterhalt (damals genau 640 Euro, davon musste ALLES bezahlt werden. Auch die Miete. In München.) gelebt.

Aber je mehr die Menschen um uns herum an uns zweifeln, desto schlimmer werden meine eigenen Zweifel. Mit dem Gedanken, dass unsere Eltern überhaupt nicht überzeugt sind, kann ich mich eventuell ja noch anfreunden. Die Eltern meiner Freundin sind in erster Linie besorgt um unseren Abschluss. Nun, bis das erste Baby da ist, haben wir Studiums-technisch nur noch die Bachelor-Arbeit vor uns. Die werden wir schon irgendwie schaffen. Und der Master soll generell einfacher als der Bachelor werden. Zwar nicht vom Anspruch her, aber schon allein weil man als Master-Student weiß, „wie der Hase läuft“. Und weil das bis dahin Gelernte in unserem Fachbereich dann überwiegend nur noch angewandt werden muss. Doch irgendwie scheinen alle um uns herum – selbst im Freundeskreis – fest davon überzeugt zu sein, dass Studium und Kind nie und nimmer funktionieren kann. Dann frage ich mich allerdings, wie zur Hölle schaffen es Frauen in Hetero-Beziehungen, nach oft nur einem Jahr zu Hause wieder Vollzeit zu arbeiten?

Für uns persönlich könnte der Zeitpunkt nicht perfekter sein. Einerseits wissen wir nicht, wo wir nach dem Studium arbeiten werden. Es gibt zwar ein Land, in das wir gerne gehen würden. Aber um dort ein Visum zu bekommen, müssen viele, viele Voraussetzungen erfüllt werden. Außerdem gilt das Land nicht gerade als absolut kinderfreundlich. Und dort erst Kinder bekommen? Die müssten wir wahrscheinlich zwecks Visum dann nach 8 Wochen direkt in Fremdbetreuung abgeben. Zumindest sieht es sonst finanziell dort eher schlecht aus, da – anders als in Deutschland – keinerlei Elterngeld oder ähnliches gezahlt wird.  In der Praxis würde die Schwangere dann 2 Monate vor und 2 Monate nach der Geburt zu Hause bleiben können. Und der Partner geht komplett in der Zeit arbeiten. Außerdem muss in diesem Land komplett alles rund um die Schwangerschaft selbst bezahlt werden: Die Krankenkasse deckt weder vorgeburtliche Untersuchungen noch die Entbindung selbst ab. Rein finanziell gesehen würden wir also erst einmal sparen müssen, bis wir uns eine Schwangerschaft überhaupt leisten könnten. Und dann könnten wir wahrscheinlich nicht einmal beide rechtlich Eltern werden. So etwas wie gleichgeschlechtliche Ehe oder Stiefkindadoption gibt es dort nämlich auch nicht.

Außerdem hätten wir nach dem Master gerne noch die Möglichkeit, einen Doktor zu machen. Momentan könnten wir uns das zwar nicht wirklich vorstellen – aber da sind ja auch noch fast 4 Jahre hin. Und nur wegen dem Kinderwunsch darauf zu verzichten… Ist irgendwie auch eine insgesamt unbefriedigende Lösung.

Wir sehen das im Moment einfach so: Während des Studiums haben wir die Möglichkeit, uns beide gleichermaßen um unser Kind/unsere Kinder zu kümmern. Wir müssen nicht entscheiden, wer denn nun Elternzeit nehmen „darf“ und in welche Krippe das Kind nach einem Jahr geht. Wenn das Kind krank ist, können wir auch 2 Wochen lang nichts für die Uni machen. Im Notfall können wir das Studium verlängern, wenn wir nur weniger Kurse als vorgesehen schaffen. Bei welchem Job kann man schon sagen, dass man nun ein paar Wochen lang gerne nur 10 Stunden pro Woche arbeiten möchte? Und der größte Vorteil für uns persönlich ist: Unsere Kinder müssen nicht mit 1 Jahr fremdbetreut werden. Wir können die ersten beiden Lebensjahre mit den Kindern verbringen.

Das einzige, was sich nicht im Vorfeld beantworten lässt, ist die Frage nach dem „Wie gestaltet sich der Alltag“. Doch wer kann das schon?