1. Termin Kryo-Zyklus

So, heute war dann also der 1. Termin. Soweit passt alles, wir können starten, und haben auch die erwünschten Untersuchungen bekommen. Heute wurde dann spontan noch ein Insulinresistenztest gemacht, ebenso wurden die Schilddrüsen-Werte abgenommen. Die Ergebnisse erfahren wir voraussichtlich beim nächten Termin am 11.9. – Mittwoch. Abends waren wir dann noch bei einem anderen Arzt und haben dort den Vitamin-D-Wert, der eigentlich kein Vitamin sondern ein Hormon ist, bestimmen lassen. Die Diagnostik ist somit erstmal abgeschlossen, fürs erste.

Ernährungsumstellung und Bewegung läuft so lala. Das mit der Bewegung kriegen wir grad echt gut hin, heute sind wir bestimmt insgesamt 3 oder 4 Stunden nur am rumlaufen gewesen. Ernährungsumstellung wird wohl etwas langsamer und schleppender laufen. Erstens ist da das Problem, dass ich am Wochenende echt keine Energie und Kraft hatte, zu kochen. Und jeder, der in Deutschland wohnt, kennt ja das Problem von „Fertiggerichten“: Viel Fett, viele seltsame Zusatzstoffe, wenig gesund. Zweitens ist das Problem, dass wir in der Arbeit ja mit unseren Kollegen Essen gehen. Auswahl da: Italiener (Pizza oder Pasta) oder Asia-Imbiss (=Gemüse in recht fettiger Sauce mit weißem Reis). Hmpf. Und da die meisten anderen recht spät zur Arbeit kommen, gehen wir frühestens um 3, meistens eher um halb vier oder vier zum Essen. Das bedeutet wieder, dass wir nach dem Frühstück (ca. 9 Uhr) meist schon gegen 2 Uhr knurrende Mägen haben und dann noch Joghurt oder sonstwas essen. Zudem sind wir ja beide Vegetarier, was die Auswahl beim Essen gehen zusätzlich einschränkt. Mal sehen, wie wir das Problem lösen… Ab morgen finde ich dann hoffentlich wieder die Energie bzw. Lust, wenigstens zu Hause entsprechend gesund zu kochen.

Meine Frau hat übrigens seit Beginn der Stimulation recht stabil 1,5 Kilo abgenommen. Aber das geht bei ihr auch immer recht schnell, sobald sie auf Süßkram verzichtet – und seit der 1. Stimulations-Spritze war die Lust auf Süßes komplett wie weggeblasen.

Außerdem haben wir eine Lösung, die männlichen Hormone zu normalisieren. Helfen wird dagegen – hoffentlich – niedrig dosiertes Cortison.

Mittlerweile haben wir uns auch entschieden, wie wir vorgehen werden. Diesen Kryo-Zyklus machen wir mit „Tag 3“-Transfer; am liebsten abends. Morgens war es das letzte Mal arg stressig, weil direkt danach Punktionen anstanden (die man ja zeitlich nicht verschieben kann, zwecks 36 Stunden zuvor verabreichter Auslösespritze). Zudem werden wir auf Assisted Hatching verzichten, da der wissenschaftliche Nutzen wohl nicht so ganz erwiesen ist. Den 2. und vor der Pause auch letzten Kryo-Zyklus werden wir mit Blastotransfer und MIT Assisted Hatching machen. Sozusagen „alles nochmal drauf, was geht“ 😉 Und – vorbeugend – werden wir im 2. Kryo-Zyklus wohl zusätzliche Medikamente nehmen, dazu aber dann mehr…

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Es geht weiter!

So. Nach dem negativen Ergebnis gestern haben wir uns wieder etwas gefangen. Gestern haben wir viel geweint, uns einfach etwas gehen lassen und getrauert, dass die beiden Super-Embryonen nicht bei uns bleiben wollten. Heute sieht die Welt schon besser aus und wir haben auch einen Plan, wie es weitergehen soll.

Der Kurzzeit-Plan ist jetzt erstmal einen Zyklus mit zwei unserer Eisbärchen zu starten. Am Montag haben wir den Termin beim Arzt (unsere Ärztin ist leider im Urlaub) und können hoffentlich starten. Parallel werden wir einen Insulinresistenztest machen, und hoffen, von der Klinik das ok dafür zu bekommen. Dies dient der Abklärung des PCO; außerdem kann es sein, dass meine Frau dann – wenn der Test eine Insulinresistenz feststellt – ein Medikament bekommt, das dagegen hilft. Da gibt es auch einen Zusammenhang mit dem Schwanger-werden, aber das ist jetzt zu viel zu erklären und so richtig verstanden habe ich es selbst noch nicht. Zusätzlich werden wir die Schilddrüse meiner Frau nochmal untersuchen lassen – die Werte sind fast ein Jahr alt und waren da nicht 100 Prozent ideal. Und da es unter Stimulation häufiger mal zu steigenden TSH-Werten kommt, möchten wir das noch untersuchen, bevor wir den Transfer machen.

Parallel werden wir versuchen, unsere Ernährung etwas umzustellen und Sport zu treiben/für mehr Bewegung zu sorgen. Nach Nachdenken ist uns aufgefallen, dass die PCO-Problematik erst so richtig schlimm wurde, nachdem meine Frau im Winter die letzten 3 Kilogramm zugenommen hat. Zwar ist sie jetzt nicht wahnsinnig übergewichtig, aber 5 Kilo weniger schaden auch nicht 😉 Ich werde natürlich auch mitmachen, damit mein BMI wieder bei „Normalgewicht“ ankommt. Konkret bedeutet das: Weniger Zucker und Kohlenhydrate (beides hat mit PCO zu tun, schadet aber ja auch nicht etwas darauf zu verzichten) und zwei Mal pro Woche schwimmen gehen. Außerdem werden wir versuchen, mindestens ein Mal täglich irgendwo einen längeren „Fußweg“ einzuplanen. Also eine Stunde spazieren gehen oder so 😉

In der Kinderwunschklinik werden wir zudem noch ansprechen, ob es eine Möglichkeit gibt, die erhöhten männlichen Hormone etwas zu „drücken“. Anscheinend kann da Metformin helfen (eigentlich für Diabetes zugelassen, nehmen aber viele PCO-Patienten); oder auch niedrig dosiertes Cortison. Vielleicht können wir das auch bekommen, bis sich der Hormonspiegel durch Gewichtsabnahme hoffentlich wieder von selbst normalisiert.

Der Kurzzeitplan ist jetzt erstmal, noch 2 Kryo-Zyklen zu machen; danach eine Pause (sonst würde der Entbindungstermin mitten in den Umzug fallen – ganz schlecht) und ein wenig zusätzliche Diagnostik; langfristig dann die restlichen Kryo-Zyklen (je nach Auftau-Rate dann vermutlich noch 1-3 Zyklen). Wenn es dann noch nicht geklappt hat, werden wir das Blut meiner Frau zu Reichel-Fentz schicken lassen (und hoffentlich auch eine Überweisung dafür bekommen – aber wenn es bis dahin bei einer 23-Jährigen Frau noch nicht geklappt hat, ist das ja schon sehr seltsam!). Dort werden alle möglichen Untersuchungen gemacht, die „Probleme“ beim schwanger-werden aufdecken sollen. Und dann – mit den Ergebnissen – wird noch eine IVF gemacht; dann aber vermutlich in einer anderen Klinik. Aber soweit, so hoffen wir, wird es hoffentlich nicht kommen. Mir persönlich ist so ein „Langzeit-Plan“ einfach wichtig, um nach vorne blicken zu können und nicht in ein Loch zu fallen, wenn ein Zyklus negativ endet.

Und: Entschuldigt, dass ich die Kommentar-Funktion beim letzten Artikel ausgeschaltet habe. Aber Kommentare wie „es klappt bestimmt beim nächsten Mal!“ oder „Das tut mir leid“ hätten uns gestern vermutlich noch viel trauriger gestimmt und dafür gesorgt, dass wir den negativen Versuch nicht so schnell abhaken können/konnten. Ab jetzt dürft ihr auch gern wieder kommentieren, und es war auch überhaupt nicht böse gemeint 😉

Vielleicht habe ich später auch noch Lust darüber zu schreiben, weshalb ich mich in den letzten Tagen nicht gemeldet habe auf eure Kommentare. Nur kurz: Wir hatten am Mittwoch dann einen fast wieder negativen Test; Donnerstag war er dann leicht stärker… Ich war nur noch am heulen, weil ich zerrissen war zwischen „es hat geklappt, da ist ja was“ und „warum ist der Strich nicht deutlicher“ – ich glaube, Mutmaßungen von „außen“ hätten mich da nur noch mehr verwirrt. Trotzdem bin ich dankbar für jeden, der so mit uns mitfiebert und uns so die Daumen gedrückt hat! 😀 Ab jetzt nehmen wir auch wieder gedrückte Daumen an, und gehen fest davon aus, dass der Langzeit-Plan hoffentlich nie nie nie umgesetzt werden muss.

IVF – der Ablauf 1.

So… Nach aufregenden (grob) 36 Stunden ist es wohl an der Zeit, ausführlicher zu berichten.

Die Nacht von Donnerstag auf Freitag war recht kurz, aber ich hab erstaunlich gut geschlafen. Wir sind um zehn vor sieben aufgestanden und haben uns dann auf den Weg in die KiWu-Klinik gemacht. Dort waren wir natürlich dann viel zu früh, auch, weil wir am Donnerstag mittags noch einen Anruf von der Klinik bekommen hatten. Natürlich waren wir nicht da, und die Klinik hat auch nicht auf den Anrufbeantworter gesprochen! Um alle Eventualitäten zu umgehen, waren wir dann eben dementsprechend früh in der Klinik. Hätte ja auch sein können, dass wir noch was von zu Hause gebraucht hätten. Donnerstag haben wir nach acht natürlich keinen mehr in der Klinik erreicht – gut, da ist auch unser Telefon schuld. Es hat irgendwie nicht geblinkt (das tut es normalerweise, wenn jemand angerufen hat).

Auf jeden Fall waren wir dann zu früh, was aber überhaupt nichts gemacht hat. Wir mussten noch einige Unterlagen ausfüllen und durchlesen, und ansonsten war es auch lustig, die anderen Paare zu beobachten. Aufgefallen ist mir dabei, dass wir wohl die jüngsten dort waren. Die meisten anderen Paare waren um die 30, und ein Paar, das dort war, war echt gruselig: Die Frau war geschätzt 45-50 Jahre alt und der Mann sah (ungelogen!) aus wie 60 – komplett ergraut und mit vielen Falten.

Schließlich hatten wir das Narkose-Vorgespräch bei einer sehr, sehr netten Anästhesistin und wurden dann in den OP-Bereich gebracht (und wir durften so absolut sexy blaue Überzieher über die Schuhe machen). Dort bekamen wir eine kleine, aber wirklich unglaublich gemütliche „Kabine“, in der ein hoher Spind, ein schmales Bett mit bunter Bettwäsche (für meine Frau), ein Stuhl (für mich) und ein Mini-Ikea-Lack-Regal waren. Wir waren leider das 4. (von vier) Paaren, bei denen ebenfalls eine Punktion anstand, also mussten wir insgesamt etwas über eine Stunde warten. In der Zeit kam ab und zu die „Schwester B.“ (ich schreib den Namen hier nicht aus – aber der Name ist sowas von genial 😀 ) vorbei, um ein bisschen mit uns zu reden – und uns vermutlich dadurch zu beruhigen. Hat nicht sonderlich geklappt, denn aufgeregt waren wir seltsamerweise irgendwie nur ganz wenig.

Aber zurück zum Thema, wir konnten ja so einiges in der Stunde beobachten:

Besonders lustig war, dass erst immer die Frauen abgeholt wurden – und kurz darauf wurden dann die Männer nach unten geschickt, damit sie ihren Teil beitragen konnten 😉 Schon da war ich froh, kein Mann zu sein. Unter so einem Druck hätte ICH wahrscheinlich nichts zustande gebracht.

Letztendlich wurde meine Frau dann gegen 10 geholt und ich musste warten. In der Zeit ging ich aus dem OP-Bereich raus und machte mir einen Kaffee. Nachdem ich den ausgetrunken hatte, ging ich kurz auf die Toilette (ihr wolltet ja die lange Fassung! 😉 ) und dann wieder zurück in den OP-Bereich. Dort angekommen waren insgesamt gerade einmal 10 Minuten vergangen, seit meine Frau abgeholt wurde. Also wartete ich noch ein wenig, und schließlich, nach insgesamt 24 Minuten, hatte ich meine Frau wieder. Sie war noch komplett benebelt von der Narkose (sorry, Schatz… Aber ich muss mich ja an die Wahrheit halten!) und ich musste ihr auf manche Fragen 3 Mal antworten. Am interessantesten war wohl die Frage, wie lange sie weg war, da „lange weg = viele Eizellen punktiert“. Gut, auf jeden Fall durfte meine Frau eine halbe Stunde danach dann endlich nach etwa 8 Stunden wieder etwas trinken und hat dazu ein paar Kekse bekommen.

Nach etwa einer Stunde war meine Frau wieder fit und wir wurden dazu aufgefordert, im Wartezimmer auf unseren Nachbesprechungs-Termin bei unserer Ärztin zu warten. Schade – meine Frau hatte es sich richtig bequem gemacht, und den Stuhl, auf dem ich sitzen durfte, fand ich auch super-bequem 😉

Im Wartezimmer mussten wir dann leider auch nochmal 1,5 Stunden warten – wir waren ja die vierten… Außerdem gab es zwischen dem 1. und dem 2. Paar Verzögerungen, sodass zwischen den beiden Terminen nochmal gut einen halbe Stunde verging.

Die Nachbesprechung war bei uns dann recht knapp. Es waren sagenhafte 18 Eizellen – da gibts ja nicht viel dazu zu sagen 😉 . Außerdem hatten wir im Vorfeld ja schon die meisten Dinge mit der Ärztin zusammen entschieden (Kryokonservierung ab 2 Eizellen, Assisted Hatching nur bei Bedarf, bei gutem Spermiogramm eher IVF statt ICSI), sodass im Prinzip nicht viel blieb. Die Ärztin zeigte uns die Werte des Spermiogramms noch, gab die Empfehlung der Biologin weiter (IVF möglich, aber evtl. 5 Eizellen zur Sicherheit per ICSI befruchten), wir entschieden uns gegen ICSI – und das wars im Prinzip. Wir entschieden uns dann noch für den Tag des Transfers (PU+3 statt Blastotransfer an PU+5) und verabschiedeten uns  schließlich von der Ärztin. Am nächsten Tag sollten wir dann morgens („eventuell sogar schon um 8“ – laut Ärztin) einen Anruf der Biologin bekommen, um zu erfahren, wie viele Eizellen befruchtet wurden.

Geschlafen habe ich zumindest eher schlecht, da ich wirklich, wirklich nervös war – die ganze Zeit hämmerte die Frage in meinem Kopf: Und was, wenn sich keine Eizellen befruchten lassen? Oder nur sehr wenig? Es waren ja nur 0,35 ml Samen nach Aufbereitung – wie bitteschön sollte das auf 18 Eizellen aufgeteilt werden?

Heute – also am Morgen nach der Punktion – standen wir dann dementsprechend früh auf, um ja den Anruf nicht völlig verschlafen entgegennehmen zu müssen. Aber die Biologin ließ und bis ca. 9:15 Uhr warten – allerdings mit einem super Ergebnis: 13 der 18 Eizellen hatten sich befruchten lassen! Sie versicherte sich nochmal, dass 11 davon kryokonserviert werden sollten und teilte uns mit, dass nun 2 weiterentwickelt werden – diese würden wir dann am Montag zurück bekommen.

So – den Rest darf meine Frau dann berichten. Ich verrate nur kurz: Nach dem Anruf sind wir ja frühstücken gewesen und als wir heimkamen, war ein entgangener Anruf auf dem Telefon zu sehen – keine Nachricht auf dem Anrufbeantworter, und es war offensichtlich das Labor…

Die Entscheidung

…fiel auf eine künstliche Befruchtung. Die Gründe sind vielfältig: Keine Lust mehr auf das „Warten“, bis dann mal – in welcher Weise auch immer – ein Eisprung kommt, ich möchte gerade nicht schwanger werden (3 Monate Praktikum stehen vor der Tür und wie ich meinen Körper kenne, würde ich in der Schwangerschaft zumindest jeden Tag mit Kopf über Kloschüssel beginnen), und lieber machen wir eine künstliche Befruchtung, als nach 3 stimulierten IUIs Pleite zu sein.

Die Ärztin fand die Entscheidung auch ganz gut, einen Kostenvoranschlag haben wir auch schon, und die Rezepte auch. Im Moment suchen wir nach günstigen Angeboten, also wer noch Bravelle (Fostimon) oder Cetrotide über hat… 😀

Außerdem sind wir stark am Überlegen, ob wir IVF oder ICSI machen. ICSI ist halt – schlicht und ergreifend – 1500 Euro teuerer, wenn es 7 Eizellen oder mehr sind (was wir echt hoffen – aber hey, immerhin bietet PCO dafür die besten Voraussetzungen. Irgendeinen Vorteil muss der Mist ja haben!). Allerdings haben wir Angst vor einer Nullbefruchtung. Aber ob die so wahrscheinlich ist bei Spendersamen? Und eine Hälfte der Eizellen mit ICSI und eine mit IVF macht keinen Sinn. Wenn es 10 oder weniger Eizellen sind, machen wir eh ICSI (ja, das gute alte Sicherheitsbedürfnis) – und wenn es mehr sind, sind wir mit der Hälfte der Eizellen dann ja auch schon bei den 1500 Euro für 7 oder mehr Eizellen (für mehr als 7 Eizellen berechnet unsere Klinik nichts zusätzlich – das würde sonst ja ausufern, wie die Ärztin so schön sagte).

Hm. Hm, hm, hm. Darüber muss ich noch nachdenken. Vielleicht müssen wir darüber auch nochmal mit der Ärztin reden. Und Erfahrungen von anderen Paaren sammeln. Vielleicht gehen wir das „Risiko“ IVF auch ein, wenn wir plötzlich einen Geldsegen in Form meiner Aussteuer haben (der ja da dieses Jahr noch kommen sollte…). Oder die 1500 Euro extra sind uns dann egal? Ich will das nicht selbst entscheiden müssen! … Aber sollte 0,5 ml MOT30 nicht ausreichen für IVF? Jetzt würde ich mir wünschen, dass wir von einem Spender mehrere Straws hätten – Tja, im Februar, als wir bestellt haben, haben wir ja noch keinen Gedanken an IVF verschwendet. Oder könnte man auch Straws von verschiedenen Spendern nehmen? Also x Eizellen in Schale 1, x Eizellen in Schale 2 und dann Straw 1 + Schale 1 und Straw 2 + Schale 2? Kommt wahrscheinlich auf die Klinik an…

Schlaflos

Wenn ich eh nicht schlafen kann, kann ich ja mal berichten, wie unser Tag war – und insbesondere der Arzttermin.

Morgens waren wir beide recht nervös, ich bin erst überhaupt nicht aus dem Bett gekommen… Gegen 10:30 Uhr war ich dann auch mehr oder weniger „wach“ und wir warteten im Prinzip nur auf den Arzttermin.

Wir waren dann auch gut 15 Minuten zu früh da und mussten deshalb 20 Minuten warten. Als wir aufgerufen wurden, gingen wir ins Arztzimmer, der Arzt schaute kurz in die Akte – Aha, ZT 9, Zyklusmonitoring – und bat meine Frau dann gleich, sich untenrum freizumachen. Dann untersuchte er sie erst, sagte nicht viel, hat die Schleimhaut vermessen und dann kamen die Eierstöcke: „Hmm, ja, also da kann ich jetzt noch kein Leitfollikel erkennen. Sieht aus wie PCO, ja. Hm.“ Andere Seite (Frau hat ja 2 Eierstöcke 😉 ) noch kurz drübergeschaut, fertig. Dann hat er die Werte in die Akte am PC eingetragen (Schleimhaut: 7mm, links: PCO, rechts: PCO), während meine Frau sich wieder anziehen durfte.

Irgendwann fragte ich dann, was wir denn machen können, falls das Clomifen jetzt nicht anschlägt. Dann druckste er ein bisschen rum, man könnte ja auch mit Spritzen stimulieren, aber darüber will er jetzt noch nicht reden. Er mag darüber erst reden, „wenn es dann soweit ist“. Wir sollen am Freitag (ZT 12) nochmal kommen, und dann nochmal Ultraschall machen lassen. Ganz ehrlich: Wüsste ich nicht aus den zahlreichen Foren, die ich verfolge, so einiges über künstliche Befruchtung und so, wäre ich mittlerweile wahrscheinlich auch verzweifelt.

Und das wars dann. Ich hatte dann auch keine Lust mehr, andere Fragen zu stellen (ein paar hätte es schon noch gegeben – ob denn ausgelöst wird, wenn sich entgegen aller Erwartungen in den nächsten Tagen doch noch was tut, ob wir in der 2. Zyklushälfte dann Utrogest bekommen können, ob es denn überhaupt normal ist oder eher ungewöhnlich, dass an ZT 9 noch nichts zu sehen ist und ob wir noch mit einem Eisprung rechnen können – oder eher nicht).

Danach hat er noch eingetragen, welche Werte er beim Blutabnehmen haben möchte. Er hat so gut wie tausend Werte eingetragen (ich will nicht wissen, wie teuer das wird…). So viel hat er nie verlangt, als es sich noch um „normales“ Zyklusmonitoring gehandelt hat. Kam mir seltsam vor, und gesagt hat er auch nicht, welche Werte da gemessen werden. Wobei ich mich schon frag, warum das nötig war, wo doch im Ultraschall noch ÜBERHAUPT nichts zu sehen ist. Ich dachte, Blut wird abgenommen, um zu sehen, ob ein Eisprung bevorsteht…

Ja. Dann musste meine Liebste noch Blut abnehmen lassen, und das war’s.

An die, die auch – in irgendeiner Weise – zwecks Kinderwunsch in ärztlicher Behandlung sind: Wie läuft sowas bei euch ab?

Ich hatte wirklich das Gefühl von totaler „Massenabfertigung“. 7 Minuten, nachdem wir aufgerufen wurden, waren wir auch schon aus der Praxis raus. Also war der Arzttermin selbst vielleicht gerade mal 5 Minuten lang – und dafür sollen wir insgesamt rund 140 Euro zahlen…

Achja, und wie viel das Ganze, was heute gemacht wurde, nun kostet, hat er auch nicht so direkt gesagt. Zu den Kosten hielt sich unser Arzt bisher auch recht bedeckt, er meinte nur, dass 1 Zyklus mit Zyklusmonitoring und Insemination von den reinen Arztkosten so um die 300-400 Euro kostet. Aber was wir für das Geld „bekommen“ bzw. was das beinhaltet – keine Ahnung. Die genauen Kosten wissen wir von einem anderen Paar, das auch dort in Behandlung ist.

Ich bin ehrlich gesagt sooo froh, dass wir in der KiWu-Klinik nächste Woche einen Termin haben und wahrscheinlich auch zu einer anderen Ärztin dort wechseln. Ich hab heute gemerkt, dass ich mit „unserem“ Arzt immer weniger zurecht komme…