Die nächsten Jahre…

werden nicht einfach, aber auch wunderschön.

Wir überlegen schon lange hin und her, wie wir unser (weiteres) Leben gestalten möchten. Vorerst war ja geplant, den Master in 6 statt 4 Semestern durchzuziehen, notfalls eben mit Aufteilung der Kinder und Abstrichen an Familienzeit. Sicher keine schlechte Idee, aber ich muss ganz ehrlich zugeben: Die Prioritäten haben sich verschoben, enorm. Die Gründe sind vielfältig, das Ergebnis ist: Wir wollen die Zeit mit unseren Kindern genießen, ohne Druck im Nacken, möglichst schnell zu studieren (was zwangsläufig in der ursprünglich geplanten Taktung nur mit Abstrichen und „Mut zur Lücke“ funktioniert hätte). Wir wollen aus den Kursen, die wir belegen, etwas mitnehmen, wollen uns bilden, wollen über das „Muss“ hinaus lernen – notfalls auch mit Abstrichen, was die Studiendauer angeht. Wenn es notwendig ist auch so, dass wir auch mal nur ein oder zwei Kurse pro Semester schaffen. Aber wir machen das Studium ja nicht nur, um beschäftigt zu sein, um „irgendwas zu tun“, sondern weil wir uns aus Überzeugung (weiter)bilden möchten.

Fakt ist, vermutlich bekommen wir so halbwegs 7 Semester Studium finanziert, sofern ich bis dahin Bafög erhalte. Wenn nicht, sieht es etwas mau aus… Aber auch dafür wird sich eine Lösung finden lassen.

Der derzeitige Plan ist nun, einfach mal vor uns hin zu studieren, und währenddessen ohne großartigen Druck von außen unsere Familienplanung durchzuziehen. Das Ziel ist, den Tag zu einem großen Teil als Familie verbringen zu können, weil wir einfach festgestellt haben, dass das gerade das absolut Wichtigste ist. Wir möchten unsere Kinder aufwachsen sehen und den Alltag zu viert verbringen.

Für uns bedeutet das nun: Wir müssen uns einschränken, ja. Wir müssen sparen, ja. Definitiv. Und wir werden, wohl oder übel, einen gewissen Teil unserer Zeit dafür aufopfern müssen, Geld zu verdienen, um nach 6 oder 7 Semestern Studium nicht plötzlich vor dem „nichts“ zu stehen, mit einem fast-Master und noch 2, 3, 4,… offenen Kursen.

Wir müssen zur Sozialberatung der Uni, um unseren Plan mal durchzusprechen, um zu sehen, ob es noch Möglichkeiten gibt, fernab der Regelstudienzeit zu studieren und dies irgendwie zu finanzieren/Ersparnisse aufzustocken, damit wir die letzten 1, 2, 3 Semester halbwegs über die Runden kommen. Wir müssen sehen, welche Modelle es fernab der Norm gibt und was dem, was wir uns für uns als Familie wünschen, am nächsten kommt.

 

Und danach? Nach dem Studium? Nunja, dann wartet natürlich die ganze Welt auf uns. Ist doch klar, oder? 😀