So,

da Söhnchen sich durch nichts und niemanden gerade beruhigen lässt, verfasse ich diesen Eintrag mit meckerndem bis brüllendem Baby auf dem Schoß, das geschuckelt wird, damit die restlichen Familienmitglieder halbwegs ungestört Mittagsschlaf halten können. Ja… Auch so sieht der Alltag halt ab und zu aus.

Vor kurzem habe ich festgestellt, ich könnte ja nochmal über Stoffwindeln schreiben. Und über die Anfangszeit mit 2 Kindern, die Vollzeittraglinge sind 😉 Und die ersten Wochen Studium mit 2 Kindern.

Warum also nicht? 😀 Zu den Stoffwindeln: Recht schnell haben wir nach der Geburt der Tochter herausgefunden, dass die Systeme, die wir vor der Geburt gekauft hatten, alle nicht so das Wahre für uns sind. Also haben wir uns umgehört und haben mal Überhosen mit Einlagen oder auch Prefolds probiert. Super daran ist, dass sich die Anschaffungskosten (theoretisch) sehr in Grenzen halten: Wenn man regelmäßig alle 2-3 Tage wäscht (und danach einen Tag trocknen auf der Leine mit einberechnet), braucht man so um die 20 Prefolds. Wir haben 24 Prefolds der Größe „regular“, die beim Töchterchen so 2-4 Stunden halten. Je nach Trinkmenge. Und noch etliche Einlagen, die man dazu packen kann oder notfalls auch mal allein nutzen kann (dann muss man aber schon recht bald wieder wickeln, die meisten Einlagen halten eher so ein gutes Stündchen bis höchstens mal zwei Stunden). Für den Sohn hatten wir anfangs auch Prefolds angedacht, und haben deshalb etliche kleinere angeschafft. Letztendlich hat sich aber herausgestellt, dass wir lieber klassisch mit Mullwindeln wickeln, weil das den Muttermilchstuhl eher an Ort und Stelle hält (und wir mittlerweile eh um die 50-60 Mullwindeln hier rumfliegen haben). Hat den Vorteil, dass wir mit wenigen Überhosen bei ihn zurechtkommen. Nachts wickeln wir das Töchterchen mit Höschenwindeln verschiedenster Marken, was mal mehr, mal weniger gut klappt. Sie pinkelt einfach enorm viel; und zusätzlich schläft sie eben meist ihre 12-13 Stunden nachts. Ungünstige Kombination für Windeln 😉 Wegwerfwindeln halten nachts so 6-7 Stunden, vielleicht auch mal 8 – mit unseren Höschenwindeln ist ein ähnlich langes Intervall möglich, und man kann zusätzliche Einlagen dazu packen, damit es dann möglicherweise hält. In Nächten, in denen sie aber dann tatsächlich mal so rund um einen Liter(!) pinkelt (ja, ich hatte mal um fünf Uhr morgens die übergelaufene supersaugende Anavy XL gewogen, es waren tatsächlich 700(!) ml bis dahin, und es lagen noch 3 Stunden Schlaf vor uns), sprengt sie aber jedes Paket. Besser ist es, wenn sie abends im Tuch einschläft, weil wir länger unterwegs sind – da entfällt dann das Fläschchen zum Einschlafen und sie trinkt dann höchstens noch eins in den frühen Morgenstunden, wenn überhaupt. Sohn wird nachts momentan mit Mullwindeln gewickelt und dann legen wir noch zusätzliche Einlagen in die Überhose. Noch ist er aber leider von der Pinkelmenge her schwer einzuschätzen; mal hängt er gefühlt dauerhaft an der Brust und läuft dann natürlich aus, und mal schläft er mit ein bis zwei Trinkpausen durch und die Windel hält und hält und hält… Und mal kackt er um 4 Uhr nachts und wird dann natürlich direkt gewickelt.

Über das Leben mit 2 nur-Traglingen: Funktioniert hervorragend und besser, als erwartet. In den Situationen, in denen ich mit beiden Kindern allein bin, trage ich entweder tandem oder die Große läuft. Lange Zeit bin ich ohnehin nie mit beiden allein, also klappt das ganz gut. Nur des Töchterchens Anwandlungen von: „Ne, ich will nicht laufen, trag mich doch bitte im Arm“ sind irgendwie leicht unpraktisch. Aber bisher haben wir auch dafür immer eine Lösung gefunden; glücklicherweise ist die „Große“ für ihr Alter extrem verständnisvoll und weiß meist automatisch, dass sie leider auch Abstriche machen muss, wenn ich allein mit den beiden bin (wobei sich das in „warte kurz“ und „ich kann dich nicht ewig im Arm tragen, wenn Theo vorm Bauch ist“ äußert. Auf mehr muss sie bisher glücklicherweise nicht verzichten). Und sobald wir zu viert unterwegs sind, trägt einer ein Kind plus Rucksack und einer das zweite Kind 😉

Die ersten Wochen Studium mit 2 Kindern waren wenig anders als Studium mit einem Kind. Bisher bin ich mit beiden Kindern allein geblieben (mal zu Hause, mal unterwegs), und das klappt meist gut. An meinen Nerven muss ich noch etwas arbeiten, weil ich mitunter einfach etwas gestresst bin, wenn mich beide Kinder gleichzeitig anbrüllen und irgendwas brauchen – mir aber keiner der beiden sagen kann, was denn nun akut das Probem ist. Ich hoffe, das wird etwas besser, wenn Töchterchen sich dann mal bequemt, ihre Stimme für WORTE zu nutzen 😉 Obwohl es ja auch so sehr süß ist. Nur anstrengender, weil man immer erst mühsam erfragen muss, was das Problem ist (Hast du Hunger? – Kopfschütteln. Müssen wir wickeln? – Kopfschütteln. Bist du müde? – Wildes Kopfschütteln, das garnicht mehr enden will. Willst du rausgehen? – Wildestes Nicken der Art „Mir fällt dein Kopf gleich entgegen, Kind!“… Und dann muss ich ihr meist verklickern, dass wir vorher noch wickeln müssen. Oder Sachen packen. Meistens brüllt der Kleine dabei natürlich, in den schrillsten, verzweifeltsten Tönen. Hmpf. Unschön.). Aber es gibt tausend Situationen, die für das bisschen Stress entschädigen. Wenn die „Große“ verlangt, dass das Brüderchen auf ihrem Bauch liegt. Oder sie ihn halten möchte. Oder ihm die Kapuze runterzieht, über die Haare streichelt und ihn dann wieder anziehen möchte. Oder wenn sie freudestrahlend „Te-Te“ sagt und dabei auf ihn zeigt, sobald sie ihn entdeckt. Oder wenn sie beim Wickeln zusehen möchte, oder beim Anziehen, oder wenn sie unbedingt beim Essen neben ihm sitzen möchte. Oder ihm das Deckelchen ihres Fläschchens auf den Kopf setzen möchte, woraufhin er so breit grinst, dass sein Gesicht nur noch aus einem einzigen Lächeln besteht 😉 Hach… Ich bin überglücklich mit unseren beiden Chaoskindern.

Söhnchen schläft nun fast und meckert nur noch ganz wenig, mein Magen knurrt und Töchterchen macht seit ungefähr 2 Stunden Mittagsschlaf. Zeit, das verspätete Mittagessen zu kochen! 😉

Zweiter Stoffwindel-Testbericht

Hier endlich der versprochene 2. Testbericht.

Die letzte Woche war etwas turbulent, das Teufelchen wollte mal zeigen, dass es wirklich ein Teufelchen ist und so waren wir leicht gestresst und kamen zu recht wenig. Aber das ist in Ordnung so und mittlerweile haben wir ein paar gute Strategien gefunden, sie zu beruhigen. Ich sag nur: Tragen, tragen, tragen. So haben wir mittlerweile schon die „Hüftschlinge“ ausprobiert, damit wir problemlos mit Kind essen können. Familientisch nennt sich das wohl, was? Ich dachte, das kommt erst in ein paar Monaten 😉

So, wird aber Zeit, dass wir zum eigentlichen Thema kommen: Den Stoffwindeln!

Ich denke, heute werde ich über die Totsbots Easyfit BOB und die Pop-In Bambus schreiben. Und vielleicht noch etwas zu den Überhosen, mal sehen.

Erst einmal zur Pop-In: Die Lieblingswindel der Liebsten 😀 Zu den Designs muss ich nichts sagen, oder? Die sind herrlich. Mittlerweile haben wir pinke Schildkröten und pinke Eulen zu Hause. Ich hoffe ja, dass das nächste Kind ein Junge wird, allein wegen den hübschen pinken Windeln 😉

Aber nun zur Alltags-(Windel-)tauglichkeit. Die Pop-In ist bei uns so eine klassische tagsüber-Windel, wenn wir mal länger unterwegs sind (oder meine Liebste gerade wickelt. Die schnappt sich die Pop-In immer direkt von der Leine weg – ich glaub, ich hab bisher erst 1 Mal eine Pop-In umgemacht, verwendet haben wir sie sicherlich schon an die 8-10 Mal 😉 ).

Ich muss sagen: Für längere Wickelintervalle tagsüber ist die Pop-In super. Wir haben ja das etwas ältere Modell, also nicht das allerneuste, sondern den Vorgänger. Der Grund ist recht simpel: Bei Amazon.de gibt’s die schon für knapp 18 Euro – zwar nur begrenzte Auswahl an Mustern, aber die, die es gibt, finden wir absolut wunderhübsch!

Was gibt’s noch zu sagen? Bei der Pop-In wird die Einlage erst aneinander (eine etwas größere und eine etwas kleinere Einlage, die darüber gelegt wird) und dann mit 2 Knöpfen „oben“ und 2 Knöpfen „unten“ an der größeren Einlage in die Außenhülle selbst geknöpft. Theoretisch könnte man so noch Einlagen extra kaufen (und die „Außenwindel“, also sozusagen die Überhose öfter nutzen). Haben wir nicht und ich weiß auch nicht, ob wir das machen würden – irgendwie hab ich das Gefühl, dass doch Pipi auf die Außenhülle durchgeht und da fände ich das jetzt nicht so prickelnd. Mal abgesehen davon, dass wir dank Windelexplosions-Kind trotz Windelvlies sowieso häufig minimal an den Beinbündchen Reste vom großen Geschäft haben, und die Wiederverwendung der Außenwindel dann ohnehin hinfällig wäre.

Aber so, wie wir die Pop-In verwenden, sind wir absolut glücklich damit! Sie sieht toll aus (hab ich schön erwähnt, was? 😀 ), macht ein einigermaßen schlankes Windelpaket (etwas mehr als ÜH+Einlage; aber deutlich weniger als Strickwindel+ÜH), hält dafür, dass das Windelpaket so klein ist gefühlt ewig und ist uns noch kein einziges Mal ausgelaufen. Und die Trocknungszeit ist auch gut – nicht super-schnell, aber doch angemessen. Innerhalb von 24 Stunden war die Windel – sowohl Außenhülle als auch Innenleben – immer trocken. Also im Prinzip alles, was so eine Stoffwindel können muss!

Kommen wir nun also zur nächsten Windel: Der Totsbots. Aktuell verwenden wir die immer ohne die einknöpfbare Einlage – die Liebste hatte die Einlage irgendwann mal aussortiert, weil ihr das Windelpaket so groß erschien und bisher haben wir die Einlage dann immer draußen gelassen. Macht soweit aber nix, denn: Hält auch so für etwa 3-4 Stunden. Danach müssen wir meistens eh wickeln, also passt es. Das einzige, was uns aufgefallen ist: Am Beinbündchen ist sie nicht zu 100% dicht. Ich denke aber, das liegt an uns, weil wir die Windel nicht fest genug zugemacht haben. Wo wir bei der Größe wären: Wir müssen die Totsbots immer ganz überlappend zumachen, sodass sich gerade noch das eine Klett von der linken Seite und das andere Klett von der rechten Seite berühren. Zur Erinnerung: Die Kleine wog vor gut einer Woche schon etwa 4300 Gramm. Ab Geburt würde ich die Totsbots deshalb nicht empfehlen – so richtig passend ist sie vermutlich erst ab ca. 4,5 Kilo, vielleicht sogar erst ab 5 Kilo. Da werden wir nochmal ausführlich testen und ich sag dann Bescheid, ab wann ich das Gefühl habe, dass sie richtig gut passt 😉

Die Trocknungszeit ist bei der Totsbots ebenfalls gut. Mir kam es bisher so vor, als wäre sie einer der Windeln, die am schnellsten trocknen – liegt vielleicht auch daran, dass sie nur noch leicht feucht aus der Waschmaschine kommt. Das Windelpaket ist mit der zusätzlichen Einlage an der Kleinen noch etwas wuchtig, aber da es auch ohne die einknöpfbare Einlage geht, ist das Windelpaket recht schlank.

Aufgrund der Größenprobleme und der Auslaufunfälle ist momentan noch nicht geplant, dass wir uns noch eine zweite oder dritte Totsbots anschaffen. Ich werde das nächste Mal beim Wickeln aber nochmal die Zusatzeinlage reinknöpfen und ganz genau darauf achten, dass sie möglichst eng am Kind sitzt und dann nochmal berichten, wie es mit Auslaufunfällen aussieht.

So, ist doch schon recht viel geworden. Ich denke, über die Strickwindeln, die Überhosen, die hu-da Bambus sowie die Babykicks Pocketwindel werde ich nochmal in einem seperaten Artikel berichten. Oder zwei. 😉 Vielleicht liefere ich auch noch ein Bild vom Baby in den jeweiligen Windeln nach, ist leider etwas schwierig, weil wir ja nur eine Totsbots und zwei Pop-In haben. Aber heute ist wieder Waschtag, morgen sollten die Windeln also soweit wieder einsatzfähig sein 😀

3 Wochen und 6 Tage mit dem Teufelchen

Hier schreibt die ehemals Schwangere!

In drei Tagen wird unser Teufelchen schon einen Monat alt. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht! Und ein idealer Zeitpunkt um die erste Zeit mit Baby mal Revue passieren zu lassen. Wir schauen uns mal Teufelchens Grundbedürfnisse an, während sie und meine Frau ein gemeinsames „Mittags“schläfchen veranstalten:

Essen:
Also, wir stillen immernoch. Und sind mächtig glücklich damit. Eigentlich gab es damit auch von Anfang an keine Probleme. Teufelchen war anfangs ja etwas trinkfaul, hat etwas mehr als 10 Prozent ihres Geburtsgewichts verloren, aber mit der tollen Hilfe unserer Hebamme hat sich der Abwärtstrend schnell wieder gegeben und wir haben letzten Freitag bereits ein Gewicht von 4370 Gramm erreicht!
Gestillt wird überall, in jeder Position und immer wenn es nötig ist. Neben Bett und Sofa haben wir „es“ schon in einer ruhigen Ecke im Einkaufszentrum, im Park und vor 2 Tagen sogar im Tragetuch auf einer Bank auf dem Potsdamer Platz getan 😉
Tagsüber wird alle 1-3 Stunden gestillt, nachts ganz unterschiedlich!

Schlafen:
Teufelchen schläft viel und gerne, besonders nachts. Normalerweise gehen wir irgendwann zwischen 11 und 1 Uhr ins Bett, Teufelchen hat dann oft schon einen ausgiebigen Abendschlaf gemacht, wird im Bett nochmal gestillt und schläft dann erstmal ein paar Stunden. Man kann dann die Uhr recht genau danach stellen, dass sie zwischen 4 und 5 Uhr halb wach wird und schmatzend nach ihrer Milchbar verlangt. Teufelchen und ich schlafen dann nebeneinander weiter, meistens noch während dem Stillen und dann wechseln sich Schlaf und Stillen bis etwa 9 oder 10 Uhr ab. Die Nächte sind also echt entspannt, meistens fühl ich mich recht ausgeschlafen, meine Frau schläft in der Regel durch und bekommt von nix etwas mit 😉
Tagsüber schläft das Teufelchen am liebsten und besten im Tragetuch oder in der Tragehilfe; im Bett nur dann wenn wir auch daneben liegen und der Rollo unten ist.

Wickeln:
Teufelchen hat da schon einen ganz eigenen Plan. Nachts und beim Tragen macht sie nur das nötigste: ein kleines bisschen Pipi. Danach kann man sie relativ zielsicher über dem Waschbecken abhalten und freut sich dann darüber, dass die nächste Windel einige Stunden hält, weil Madame sich ja schon erleichtert hat. Morgens braucht sie dann das, was andere als Nachtwindel bezeichnen: eine Windel mit Extraeinlage für eine extra Portion Pipi 😉
Wir sind also jetzt Teilzeit-Stoffwindel-Wickler und Teilzeit-Windelfrei!

Nähe:
GROOOOßES Bedürfnis von Teufelchen. Am Anfang war sie ja noch recht genügsam und konnte glücklich und zufrieden neben uns liegen und dachte gar nicht daran zu weinen. Mittlerweile funktioniert das nur noch morgens nach dem Aufwachen für einige Zeit. Danach wird gebrüllt. Sobald Teufelchen aber im Tragetuch oder in der Tragehilfe ist ist nach spätestens 5 Minuten Ruhe. Sie guggt dann ein bisschen durch die Gegend und schläft sehr schnell ein. Daraus resultiert auch, dass wir den Kinderwagen nach wie vor nicht benutzt haben und eigentlich zu jeder Tageszeit mit Baby im Arm oder vor dem Bauch aufzufinden sind (super bei der Hitze…)

So, das war der Überblick über unseren derzeitigen Alltag mit dem Teufelchen. Ich hoffe, es hat euch gefallen!

Erste Stoffwindel-Testergebnisse

So, da ich gerade zu viel Zeit übrig habe (Baby schläft, nix besonderes steht an und wir warten auf die Lieferung des Ox-Kochbuchs Nr. 5, um Rezepte auszusuchen und dann Sachen einzukaufen) – gibt es einen ersten Stoffwindel-Testbericht!

Mal sehen, ich fange vielleicht mit den Windeln an, die wir bisher am häufigsten nutzen: Die Little Lamb OSFA und die Alva Baby Pockets, beides sind Pocketwindeln – das bedeutet, dass die Einlagen in eine Art „Tasche“ in die Windel gelegt werden.

Zuerst… *Trommelwirbel* widmen wir uns mal den Little Lamb. Die Windel ist größenverstellbar und mitwachsend, laut Hersteller von Geburt bis zum Ende der Wickelzeit (ideal sollen sie von 4,5 bis 14 kg passen). „Ab Geburt“ können wir so schon bestätigen. Die Kleine hat zu Beginn der Stoffwindelzeit etwa 4 Kilo auf die Waage gebracht und in der kleinsten Einstellung passen die Windeln seitdem gut. Übergelaufen ist uns bisher tagsüber auch nichts, obwohl wir auch mal Wickelintervalle von 4-5 Stunden haben. Nur nachts traue ich der Windel nicht über den Weg. Da hatten wir sie auch mal dran (aus Mangel an Alternativen, uns fehlen nämlich noch ein paar Nachtwindeln) und am späten Morgen ist sie, nachdem sie etwa 10 Stunden am Kind war, am Beinbündchen leider nass gewesen – und ein wenig ist schon auf die Hose übergegangen. Aber für nachts wollen wir die Windeln ohnehin nicht dauerhaft nutzen.

Aufgebaut sind die Windeln recht typisch mit Druckknöpfen zur Größeneinstellung und zum Verschließen. Klar, ungeübt ist das etwas aufwändiger als Klett oder Wegwerfwindeln, aber es geht. Selbst die Liebste, die bevorzugt die Klett-Windeln aus dem Schrank zieht, wenn sie wickelt, gewöhnt sich langsam daran.

Nun noch die Alva Baby zum Vergleich. An sich sind die beiden Windeln nahezu identisch aufgebaut. Ein (offensichtlicher) Unterschied ist die Taschenöffnung für die Einlagen: Bei der Little Lamb ist diese innerhalb der Windel angebracht, während bei der Alva Baby die Lasche direkt oben am Rückenbündchen ist (siehe Bilder – ok, Bilder gibts später, WordPress will gerade nicht und zeigt HTTP-Fehler an – jetzt gehts!). Vor der Geburt dachte ich deshalb, dass die Alva Baby an der Stelle sicher einen Schwachpunkt hat und mal überläuft, aber bisher ist uns das noch nicht passiert. Ein weiterer Unterschied sind die Einlagen: Bei der Little Lamb sind zwei dünnere (die jedoch langsamer trocknen) dabei, bei der Alva Baby eine dicke (die recht schnell trocknet). Was die Saugkraft angeht, konnte ich noch keinen Unterschied feststellen. Und, zum letzten Unterschied: Die Alva Baby ist allgemein etwas großzügiger geschnitten und sitzt somit noch etwas luftig am 4-Kilo-Baby. Was das angeht, gefällt mir die Little Lamb schon etwas besser.

alva little lamb
Insgesamt – müsste ich mich momentan entscheiden – würde ich die Little-Lamb-Windel mit der Alva-Baby-Einlage nehmen 😀 Aber die Unterschiede zwischen den beiden Windeln sind wirklich minimal. Und empfehlen kann ich beide, erst recht, wenn man bedenkt, dass wir pro Windel gerade einmal zwischen 4 und 5 GBP gezahlt haben.

In den nächsten Tagen gibt es dann noch Testberichte zu den Strickwindeln, der hu-da Bambus, der Totsbots BOB, der Pop-In und zu diversen Überhosen.

Stillen, Tragen, Schlafen, Wickeln

Unsere Kleine ist nun 1 Woche und 1 Tag alt. Wenn das mal kein Grund für einen neuen Blogeintrag ist! 😉 

Der Alltag ist momentan sehr babyzentriert. Der Kleinen gefällt das sowieso, und uns natürlich auch! 😀 

Eine richtige Routine gibt es noch nicht, das brauchen wir aber auch nicht wirklich im Moment. Meistens stehen wir irgendwann zwischen 7 und 11 Uhr morgens auf und der Tag kann dann beginnen. Irgendwann im Laufe des Tages kommt dann die Hebamme vorbei; meistens recht kurzfristig. Einmal täglich gehen wir auch in irgendeiner Weise alle drei zusammen raus; mal zum Einkaufen, mal zum Shoppen, mal in den Park oder auch zum Hug&Grow 😀 Meistens muss ich dann zusätzlich noch einmal täglich für irgendwas raus (einkaufen). Da nehm ich mir die Kleine dann in der Tragehilfe mit und meine Frau hat den Luxus von 30 Minuten ungestörtem Schlaf 😉 Das braucht sie momentan auch, weil sie doch noch etwas geschlaucht ist (ich würde ja sagen, sie macht schon viel zu viel, dafür, dass die Geburt erst 8 Tage rum ist – die Hebamme ist auch definitiv der Meinung – aber ratet mal, wer davon nix wissen will!). 

Donnerstag Abend ist auch der Nabelschnurrest abgefallen – juhu! Seitdem wickeln wir mit Stoffwindeln. Garnicht gut funktionieren die Strickwindeln. Die machen einfach ein mega-riesen-Windelpaket und richtig viel saugen (für nachts z. B.) ist da auch irgendwie nicht. Finden wir jetzt – abgesehen davon, dass sie eben vergleichsweise günstig waren – auch nicht so prickelnd, mal sehen. Dafür haben wir Überhosen plus Prefolds oder anderweitige Einlagen für uns entdeckt. Am zweitliebsten sind uns ansonsten unsere AIOs bzw. Pocketwindeln. Die funktionieren auch super, machen aber ein etwas größeres Windelpaket als die Überhosen plus Einlagen. 

Davon abgesehen haben wir ein absolutes Tragebaby. Yeah! 😉 Ich liebe tragen ja, also freu ich mich darüber tierisch. Die Mysol wurde auch schon ausgiebig genutzt, und das Tragetuch ebenfalls (aber weniger ausgiebig). Ich persönlich kann mit der Mysol mehr anfangen, kann man nicht so viel mit falsch machen und die Kleine liebt die genauso, wie das Tragetuch. Und praktischer zum unterwegs ab- und dranmachen ist es auch, wenn die Kleine mal wieder einen größeren Hunger hat 😀

Woooomit wir schon beim nächsten Thema wären: Stillen. Klappt super! Viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Das Teufelchen nimmt ordentlich zu, nachdem sie die 10% Gewichtsabnahme zu Beginn gerade so geknackt hatte. Jetzt fehlen noch 120 Gramm zum Geburtsgewicht; 310 Gramm hat sie schon wieder zugelegt. Meine Milchproduktion läuft auch – langsam. Aber hoffentlich stetig! Ich hab die Kleine nun schon zwei, drei Mal bei mir angelegt und sie hat immer gut getrunken – auch nach 15 Minuten kam bei mir noch Milch. Dann hab ich sie aber meistens zu meiner Frau weitergegeben, weil es mir einfach noch zu schmerzhaft war (trotz guter Anlegetechnik). Aber auch das ist mittlerweile besser geworden; ich bin guter Dinge, dass wir das in den nächsten Wochen noch absolut perfekt hinbekommen. 

So, das war’s von der Babyfront! Ich widme mich nun Bernie, meiner Milchpumpe, und hoffe auf gute Milchproduktion (Muh!). Achja, hab ich erwähnt, dass ich absolut superduper übermäßig gerne Mama bin? Hätt ich glatt vergessen, was? 😀 😀

Geld ausgegeben

Wir haben gerade etwas Geld ausgegeben. Erstanden haben wir 15 Stoffwindeln (10 Little Lamb One Size und 5 Alva Pocketwindeln), 5 Fleece-Einlagen (für knapp 3 Euro – zum Ausprobieren – hat jemand Erfahrung mit Fleece-Einlagen? Hab ich persönlich noch nie gehört!), eine Kohle-Bambuseinlage und ein „wet bag“ für ca. 4 Stoffwindeln. Bezahlt haben wir 93 Pfund (118 Euro nochwas), und ich finde, das ist ein super-Preis! 😀 

Für die ganz neugierigen Leser: Pro Stoffwindel waren es nicht einmal 6 Euro. Mit Versand und ohne das Krims-Krams 7 Euro pro Windel 😉 Damit kann man schon zufrieden sein. Und die Little Lamb haben sogar je 2 Bamuseinlagen. Das is doch was! 

Jetzt warten wir ganz, ganz geduldig auf Lieferung… *hüst* Und darauf, dass unsere Prinzessin schön wächst und gedeiht. 

Übrigens sind wir heute bei 24+0 – ich finde, das ist auch erwähnenswert. Und weil wir uns entschieden haben, die Klausur nächste Woche auf den zweiten Prüfungszeitraum Ende März zu verschieben, können wir sogar ganz entspannt feiern. Na, wenn das mal nix is! 😀