Zweiter Stoffwindel-Testbericht

Hier endlich der versprochene 2. Testbericht.

Die letzte Woche war etwas turbulent, das Teufelchen wollte mal zeigen, dass es wirklich ein Teufelchen ist und so waren wir leicht gestresst und kamen zu recht wenig. Aber das ist in Ordnung so und mittlerweile haben wir ein paar gute Strategien gefunden, sie zu beruhigen. Ich sag nur: Tragen, tragen, tragen. So haben wir mittlerweile schon die „Hüftschlinge“ ausprobiert, damit wir problemlos mit Kind essen können. Familientisch nennt sich das wohl, was? Ich dachte, das kommt erst in ein paar Monaten 😉

So, wird aber Zeit, dass wir zum eigentlichen Thema kommen: Den Stoffwindeln!

Ich denke, heute werde ich über die Totsbots Easyfit BOB und die Pop-In Bambus schreiben. Und vielleicht noch etwas zu den Überhosen, mal sehen.

Erst einmal zur Pop-In: Die Lieblingswindel der Liebsten 😀 Zu den Designs muss ich nichts sagen, oder? Die sind herrlich. Mittlerweile haben wir pinke Schildkröten und pinke Eulen zu Hause. Ich hoffe ja, dass das nächste Kind ein Junge wird, allein wegen den hübschen pinken Windeln 😉

Aber nun zur Alltags-(Windel-)tauglichkeit. Die Pop-In ist bei uns so eine klassische tagsüber-Windel, wenn wir mal länger unterwegs sind (oder meine Liebste gerade wickelt. Die schnappt sich die Pop-In immer direkt von der Leine weg – ich glaub, ich hab bisher erst 1 Mal eine Pop-In umgemacht, verwendet haben wir sie sicherlich schon an die 8-10 Mal 😉 ).

Ich muss sagen: Für längere Wickelintervalle tagsüber ist die Pop-In super. Wir haben ja das etwas ältere Modell, also nicht das allerneuste, sondern den Vorgänger. Der Grund ist recht simpel: Bei Amazon.de gibt’s die schon für knapp 18 Euro – zwar nur begrenzte Auswahl an Mustern, aber die, die es gibt, finden wir absolut wunderhübsch!

Was gibt’s noch zu sagen? Bei der Pop-In wird die Einlage erst aneinander (eine etwas größere und eine etwas kleinere Einlage, die darüber gelegt wird) und dann mit 2 Knöpfen „oben“ und 2 Knöpfen „unten“ an der größeren Einlage in die Außenhülle selbst geknöpft. Theoretisch könnte man so noch Einlagen extra kaufen (und die „Außenwindel“, also sozusagen die Überhose öfter nutzen). Haben wir nicht und ich weiß auch nicht, ob wir das machen würden – irgendwie hab ich das Gefühl, dass doch Pipi auf die Außenhülle durchgeht und da fände ich das jetzt nicht so prickelnd. Mal abgesehen davon, dass wir dank Windelexplosions-Kind trotz Windelvlies sowieso häufig minimal an den Beinbündchen Reste vom großen Geschäft haben, und die Wiederverwendung der Außenwindel dann ohnehin hinfällig wäre.

Aber so, wie wir die Pop-In verwenden, sind wir absolut glücklich damit! Sie sieht toll aus (hab ich schön erwähnt, was? 😀 ), macht ein einigermaßen schlankes Windelpaket (etwas mehr als ÜH+Einlage; aber deutlich weniger als Strickwindel+ÜH), hält dafür, dass das Windelpaket so klein ist gefühlt ewig und ist uns noch kein einziges Mal ausgelaufen. Und die Trocknungszeit ist auch gut – nicht super-schnell, aber doch angemessen. Innerhalb von 24 Stunden war die Windel – sowohl Außenhülle als auch Innenleben – immer trocken. Also im Prinzip alles, was so eine Stoffwindel können muss!

Kommen wir nun also zur nächsten Windel: Der Totsbots. Aktuell verwenden wir die immer ohne die einknöpfbare Einlage – die Liebste hatte die Einlage irgendwann mal aussortiert, weil ihr das Windelpaket so groß erschien und bisher haben wir die Einlage dann immer draußen gelassen. Macht soweit aber nix, denn: Hält auch so für etwa 3-4 Stunden. Danach müssen wir meistens eh wickeln, also passt es. Das einzige, was uns aufgefallen ist: Am Beinbündchen ist sie nicht zu 100% dicht. Ich denke aber, das liegt an uns, weil wir die Windel nicht fest genug zugemacht haben. Wo wir bei der Größe wären: Wir müssen die Totsbots immer ganz überlappend zumachen, sodass sich gerade noch das eine Klett von der linken Seite und das andere Klett von der rechten Seite berühren. Zur Erinnerung: Die Kleine wog vor gut einer Woche schon etwa 4300 Gramm. Ab Geburt würde ich die Totsbots deshalb nicht empfehlen – so richtig passend ist sie vermutlich erst ab ca. 4,5 Kilo, vielleicht sogar erst ab 5 Kilo. Da werden wir nochmal ausführlich testen und ich sag dann Bescheid, ab wann ich das Gefühl habe, dass sie richtig gut passt 😉

Die Trocknungszeit ist bei der Totsbots ebenfalls gut. Mir kam es bisher so vor, als wäre sie einer der Windeln, die am schnellsten trocknen – liegt vielleicht auch daran, dass sie nur noch leicht feucht aus der Waschmaschine kommt. Das Windelpaket ist mit der zusätzlichen Einlage an der Kleinen noch etwas wuchtig, aber da es auch ohne die einknöpfbare Einlage geht, ist das Windelpaket recht schlank.

Aufgrund der Größenprobleme und der Auslaufunfälle ist momentan noch nicht geplant, dass wir uns noch eine zweite oder dritte Totsbots anschaffen. Ich werde das nächste Mal beim Wickeln aber nochmal die Zusatzeinlage reinknöpfen und ganz genau darauf achten, dass sie möglichst eng am Kind sitzt und dann nochmal berichten, wie es mit Auslaufunfällen aussieht.

So, ist doch schon recht viel geworden. Ich denke, über die Strickwindeln, die Überhosen, die hu-da Bambus sowie die Babykicks Pocketwindel werde ich nochmal in einem seperaten Artikel berichten. Oder zwei. 😉 Vielleicht liefere ich auch noch ein Bild vom Baby in den jeweiligen Windeln nach, ist leider etwas schwierig, weil wir ja nur eine Totsbots und zwei Pop-In haben. Aber heute ist wieder Waschtag, morgen sollten die Windeln also soweit wieder einsatzfähig sein 😀

Erste Stoffwindel-Testergebnisse

So, da ich gerade zu viel Zeit übrig habe (Baby schläft, nix besonderes steht an und wir warten auf die Lieferung des Ox-Kochbuchs Nr. 5, um Rezepte auszusuchen und dann Sachen einzukaufen) – gibt es einen ersten Stoffwindel-Testbericht!

Mal sehen, ich fange vielleicht mit den Windeln an, die wir bisher am häufigsten nutzen: Die Little Lamb OSFA und die Alva Baby Pockets, beides sind Pocketwindeln – das bedeutet, dass die Einlagen in eine Art „Tasche“ in die Windel gelegt werden.

Zuerst… *Trommelwirbel* widmen wir uns mal den Little Lamb. Die Windel ist größenverstellbar und mitwachsend, laut Hersteller von Geburt bis zum Ende der Wickelzeit (ideal sollen sie von 4,5 bis 14 kg passen). „Ab Geburt“ können wir so schon bestätigen. Die Kleine hat zu Beginn der Stoffwindelzeit etwa 4 Kilo auf die Waage gebracht und in der kleinsten Einstellung passen die Windeln seitdem gut. Übergelaufen ist uns bisher tagsüber auch nichts, obwohl wir auch mal Wickelintervalle von 4-5 Stunden haben. Nur nachts traue ich der Windel nicht über den Weg. Da hatten wir sie auch mal dran (aus Mangel an Alternativen, uns fehlen nämlich noch ein paar Nachtwindeln) und am späten Morgen ist sie, nachdem sie etwa 10 Stunden am Kind war, am Beinbündchen leider nass gewesen – und ein wenig ist schon auf die Hose übergegangen. Aber für nachts wollen wir die Windeln ohnehin nicht dauerhaft nutzen.

Aufgebaut sind die Windeln recht typisch mit Druckknöpfen zur Größeneinstellung und zum Verschließen. Klar, ungeübt ist das etwas aufwändiger als Klett oder Wegwerfwindeln, aber es geht. Selbst die Liebste, die bevorzugt die Klett-Windeln aus dem Schrank zieht, wenn sie wickelt, gewöhnt sich langsam daran.

Nun noch die Alva Baby zum Vergleich. An sich sind die beiden Windeln nahezu identisch aufgebaut. Ein (offensichtlicher) Unterschied ist die Taschenöffnung für die Einlagen: Bei der Little Lamb ist diese innerhalb der Windel angebracht, während bei der Alva Baby die Lasche direkt oben am Rückenbündchen ist (siehe Bilder – ok, Bilder gibts später, WordPress will gerade nicht und zeigt HTTP-Fehler an – jetzt gehts!). Vor der Geburt dachte ich deshalb, dass die Alva Baby an der Stelle sicher einen Schwachpunkt hat und mal überläuft, aber bisher ist uns das noch nicht passiert. Ein weiterer Unterschied sind die Einlagen: Bei der Little Lamb sind zwei dünnere (die jedoch langsamer trocknen) dabei, bei der Alva Baby eine dicke (die recht schnell trocknet). Was die Saugkraft angeht, konnte ich noch keinen Unterschied feststellen. Und, zum letzten Unterschied: Die Alva Baby ist allgemein etwas großzügiger geschnitten und sitzt somit noch etwas luftig am 4-Kilo-Baby. Was das angeht, gefällt mir die Little Lamb schon etwas besser.

alva little lamb
Insgesamt – müsste ich mich momentan entscheiden – würde ich die Little-Lamb-Windel mit der Alva-Baby-Einlage nehmen 😀 Aber die Unterschiede zwischen den beiden Windeln sind wirklich minimal. Und empfehlen kann ich beide, erst recht, wenn man bedenkt, dass wir pro Windel gerade einmal zwischen 4 und 5 GBP gezahlt haben.

In den nächsten Tagen gibt es dann noch Testberichte zu den Strickwindeln, der hu-da Bambus, der Totsbots BOB, der Pop-In und zu diversen Überhosen.