Vegan, vegan, nicht-vegan

Wie ich vor knapp 2 Wochen schon berichtet habe, versuchen wir uns ja aktuell mit veganem Essen. Ich finde, es ist deshalb mal Zeit für ein vorab-Fazit.

Punkt 1: Zu Hause kochen und essen. Bisher absolut null Probleme. Tierische Produkte lassen sich zu Hause prima ersetzen und ich kann endlich wieder gesund kochen! Das macht Spaß. So zwischen Schwangerschaftswoche 20 und 30 war unsere Ernährung nicht so super, sodass ich damit jetzt einfach absolut glücklich bin, dass wir sozusagen „gezwungen“ sind, täglich frisch zu kochen. Und es ist lecker! Für die, die sich immer fragen „Was kann man denn da noch essen?!“, mal ein kleiner Einblick, wie so ein typisch veganes Gericht bei uns aussieht: Hauptsächlicher Bestandteil ist bei warmen Gerichten tatsächlich Gemüse. Meist verschiedene Sorten, häufig verwenden wir Zwiebeln (yammi, aber nicht so yammi für meine arme Frau, die die Zwiebeln schneiden muss – da fällt mir ein, ich wollte ihr einen Zwiebelschneider bestellen). Oder/und Knoblauch. Dann kommt, je nach Rezept, Reis, Nudeln oder Kartoffeln dazu. Gestern gab es z. B. eine Kartoffel-Gemüse-Pfanne, die echt super war. Und – na klar – würzen. Sowas wie Risotto geht beispielsweise auch problemlos ohne tierische Produkte.  Dank des Kochbuchs, das wir uns aus der Bücherei ausgeliehen hatten (ox-Kochbuch Band 3  -klick-), müssen wir auch nicht großartig rumüberlegen, was wir kochen können. Da wird alle 2-3 Tage das Buch aufgeschlagen, es werden 2-3 Rezepte rausgesucht, eingekauft, fertig. Wenn das Gemüse alle ist oder nur noch ein paar Reste da sind, geht das Ganze von vorne los 😉 Soweit, so lecker.

Punkt 2: unterwegs essen – und damit der Punkt, der mir momentan etwas Kopfzerbrechen bereitet. Noch essen wir unterwegs vegetarisch, das wird auch noch für den Rest der Schwangerschaft so bleiben. Trotzdem halten wir natürlich die Augen offen und ich muss sagen, so richtig weiß ich noch nicht, wie das werden soll. Es gibt schon extrem wenig Angebot an veganem Essen. Und: Häufig ist es schlicht nicht ausgeschildert. Während man vegetarische Produkte – bis auf ein paar Ekel-Zutaten wie Knochenmehl, Gelatine usw. – ja meistens super-einfach identifizieren kann, ist das bei veganen Produkten nahezu unmöglich. Da muss es einfach dran stehen, und das tut es meist nicht. Einzig im Bioladen beim Bäcker stand es dran, als wir da vor 1,5 Wochen mal gegessen haben. Und es gab sage und schreibe ein(!) Produkt von gut 10 oder 15 belegten Brötchen, das vegan daherkam. Dass es das teuerste war, erwähne ich nun auch nur am Rande. Aber ober-lecker war es 😉 Dabei wäre es ja garnicht so schwierig, es gibt ja zig Varianten, die ohne tierische Produkte auskommen. Vermutlich ein Fall von Angebot und (geringer) Nachfrage. Wie das wird, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Auf Dauer glücklich mit der aktuellen Lösung bin ich vermutlich nicht, auch, wenn wir uns sicherlich nicht steinigen werden, wenn wir unterwegs doch mal was nicht-veganes essen. Aber überwiegend vegan wäre schon nett. Wie machen das die Leser, die sich schon länger vegan ernähren? Einfach konsequent auf unterwegs-essen verzichten? Was mitnehmen? Oder ist das (bescheidene) Angebot wieder so ein Berlin-Ding und in anderen Orten garkein so großes Problem?

So, und von so viel Geschreibsel über Essen habe ich jetzt Hunger bekommen. Ich geh dann mal in die Küche! 😉

 

Vom Streifenhörnchen, veganem Essen und Urlaub(sträume)

Vor etwa einer(?) Woche haben wir sie entdeckt: Die ersten Streifchen auf dem Bauch. Meine Frau ist darüber – glaube ich – todesunglücklich, obwohl sie wirklich erst 1-1,5 cm lang und gaaanz dünn sind. Ich finde, sie sehen ähnlich aus, wie die Narben von der Bauchspiegelung letzten Juni. Und die sind noch viel dunkler und fallen deshalb mehr auf. Die Streifen sind eher zart rosa bis rot. Eben wie Dehnungsstreifen… Ich denke, meine Frau hatte doch gehofft, verschont zu bleiben. Wie sehen die Streifen eigentlich nach der Schwangerschaft aus? Verschwinden die praktisch (fast) wieder, weil die Haut dann ja nicht mehr gespannt ist? Sind die noch sehr auffällig? Kann man was tun, damit alles wieder schneller verheilt und die Streifen heller werden? 

Davon abgesehen haben wir uns vor wenigen Tagen entschieden, es mal mit veganer Ernährung zu versuchen. Ich war da ohnehin nicht abgeneigt, wollte es aber alleine nicht durchziehen, weil es einfach ein zu großer Aufwand gewesen wäre: Ich vegan, Frau vegetarisch+Fisch und Baby dann… Ja was eigentlich? Da sind wir uns noch nicht sicher und wir haben uns ehrlich gesagt noch nicht informiert, was wir dem Baby auftischen werden. Vegan kann ich mir ehrlich gesagt für ein Kleinstkind nicht vorstellen, aber eigentlich wollen wir BLW (baby lead weaning) versuchen. Und an unserem Tisch gibt es dann ja nichts anderes. Und extra was für’s Baby hinstellen, obwohl wir es eh nicht essen (und das Baby am Ende auch nicht?)? Hm, ich bin mir noch unsicher. Andererseits fühle ich mich nicht kompetent genug, um einem kleinen Kind alle Nährstoffe durch veganes Essen zu bieten – dafür haben wir einfach noch zu wenig Ahnung von Ernährung, bzw. von der Ernährung von kleinen Kindern 😉 Und einen „Fachmann“ dazu befragen, dürfte wohl nur verwunderte Blicke ergeben. So, bevor ich noch mehr wirres Zeug zu dem Thema schreib, frag ich einfach mal, ob jemand unter den Lesern ist, der vegane oder vegetarische Ernährung auch bei den Kindern durchzieht! Oder vielleicht plant es ja jemand? 

Das letzte Thema für heute sind unsere Urlaubspläne. Hachja, ich bin mir so unsicher. Wir haben ja die großartige Chance, für fast kostenlos (zumindest Fahrt + Unterkunft müssen wir nicht zahlen) in einem Naherholungsgebiet in den Bergen in Bayern Urlaub zu machen. Dank Ferienwohnung, die die Eltern meiner Frau besitzen und uns gerne zur Verfügung stellen. Aber es zieht uns sooo an den Strand. Einziges Problem: Wir sind uns einfach unsicher, ob es so sinnvoll ist, jetzt schon einen Urlaub zu buchen – wo wir ja noch garnicht wissen, ob uns Ende September der Sinn nach Urlaub steht und überhaupt. Zudem sind die meisten Ferienwohnungen nicht stornierbar, zumindest nicht kurzfristig – falls einer von uns krank werden sollte zum Beispiel. Und die Typen für Last Minute sind wir nun auch nicht. Irgendwie. Und das nicht vorhandene Auto und der nicht vorhandene Führerschein schränken in der Flexibilität auch ein; außerhalb vom Ostsee-Ticket ist kurzfristig verreisen einfach nicht drin, wenn es kein „Komplettangebot“ ist. Und diese Angebote gibt es ja meist nur für Flugreisen, die wir eigentlich so kurz nach der Geburt jetzt auch nicht wollen. Und auch nicht als ersten Urlaub mit Baby. Da wäre es schon schön, irgendwas in Deutschland zu finden. Oder den Traum vom Strand aufgeben und doch in die Berge? Ach Mensch, ich fühl mich mit der Entscheidung gerade überfordert. Und im Hinterkopf sitzt ein Teufelchen, das sagt: Ihr wollt doch bald noch ein zweites Kind, wie könnt ihr da nur an Urlaub denken – das Geld, das ihr auf dem Konto habt, braucht ihr dringend für die Behandlung und wie bescheuert seid ihr eigentlich, dass ihr das für einen Urlaub ausgeben wollt. Hmpf. Zurück zum alten Dilemma…