Z wie…

Zyste. 6 Mal 5 cm groß, im linken Eierstock meiner Liebsten. Danke, Clomifen.

Zum Glück nicht so dramatisch (hoffentlich…), es sei denn, der Eierstock verdreht sich dadurch. Ansonsten sollte(!) die Zyste mit der nächsten Regelblutung abgehen. Wenn wir zu den 95 Prozent gehören… Wenn nicht, hm. Dann wird’s nächsten Zyklus nichts.

Das klingt schon wieder so deprimiert… Obwohl wir das garnicht so sehr sind. Klar ist es doof, außerdem hat meine Liebste seit ein paar Tagen deshalb Schmerzen am Eierstock (bisher dachte sie, dass das noch Nachwirkungen von der OP sind, allerdings sind alle Schmerzen außer den besagten mittlerweile weg). Aber ändern können wir es eh nicht, und mit viel Glück kommt am Montag die Mens und dann ist der Schmerz vorbei. Oder die Zyste platzt vorher schon. Das tut dann zwar kurz sehr, sehr weh, aber gefährlich ist es nicht laut Ärztin.

Irgendwer schon Erfahrungen mit Zysten?

Ansonsten habe ich wohl eine Anämie. Ein Wert war wohl beim Blutabnehmen so kritisch, dass die Ärztin nach dem Blick in meine Akte kurz ein bisschen die Fassung verlor, bevor sie mir dann Eisentabletten aufgeschrieben hat. Ihr Blick sah so ein bisschen nach „und Sie stehen noch so gesund vor mir? Wie ist das möglich?“ aus.

Doch zurück zu den positiven Seiten: Ich bin nun offiziell auch bei der Ärztin, und falls es aus irgend einem Grund nächsten Zyklus bei meiner Frau mit einer Insemination nicht klappen sollte, werde ich übernehmen 😀 Dann inseminieren wir eben bei mir. Wird dann zwar eine kurzfristige Angelegenheit (1. Zyklustag bei mir war vorgestern), aber WIR WERDEN IM JULI INSEMINIEREN! Und wenn die Welt untergeht… Das steht fest 😀

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Geburtstagsgeschenk =^.^=

So, meine Frau hat sich für heute einen weiteren Blogeintrag von mir gewünscht. Das wäre dann mein dritter XD 

Also, hier der Blogeintrag: 

Schatz hat heute Geburtstag und eigentlich hatte ich gaaaanz viele Pläne, aber durch den Stress in der Uni und das echt miese Wetter heute, ist das alles ins Wasser gefallen… buchstäblich! Aber Schatz ist das tollste Schatz auf der Welt, deswegen haben wir beschlossen ihren Geburtstag nachzufeiern, sobald das Wetter wieder besser und die Uni nicht mehr so stressig ist. 

Und vielleicht bekommt sie dann auch das Geschenk, das sie sich eigentlich so sehr gewünscht hat: einen positiven Schwangerschaftstest! Ich werde bis dahin also meinen Körper mit Femibion, Zyklustee und Hormonen „verwöhnen“, damit dann Ende Juli vielleicht ein eben solcher Test möglich ist. Wünscht mir Glück! ^.~

Ansonsten gibt es nicht viel neues zu berichten, wir warten auf die Medikamente und den Anfang des neuen Zyklus‘. Am Donnerstag dürfen wir den neuen Vertrag für die Behandlung beim Notar unterzeichnen und mit etwas Glück beginnt dann nächste Woche die Stimulation. So sind wir doch auf einem guten Weg zu unserem kleinen Wunder-Wunschkind =^__^=

Euch allen noch einen schönen Tag! *cyber-cookies und bunte Regenschirme verteilt*

Medis, nette Kontakte und Gedanken zum Sonntag

Monstermäßig lange Überschrift verspricht monstermäßig langen Eintrag – mal sehen 😉

Fangen wir von vorn an. Ich versteh ja garnicht, warum uns die Politik immer wieder einreden möchte, dass die Gesellschaft ja noch nicht so weit wäre, Homosexuelle als „normal“ zu akzeptieren. Ganz ehrlich: Meine Erfahrungen sind eher gegenteilig. Die „Gesellschaft“ bedauert uns, weil die Regierung so einen Mist baut. Ja, anders kann man das ja auch nicht bezeichnen. Und ja, ich mag unsere derzeitige Regierung nicht. Ich hab 2009 garantiert eine andere Partei gewählt. Nicht die, die jetzt regieren auf jeden Fall 😀 So, zurück zum eigentlichen Thema. Vielleicht hol‘ ich mal ein bisschen aus und erzähle von unseren Begegnungen, seitdem wir „offen“ mit den Thema Kinderwunsch umgehen (weiß jetzt nicht, wie ich das besser beschreiben soll. Ihr wisst schon, was ich mein‘). 

Da war (nicht chronologisch geordnet) zum Beispiel die andere Patientin, die im gleichen Zimmer wie meine Frau untergebracht war. Relativ durchschnittliche Frau, 2 Kinder von 2 Männern, weder mit dem einen noch dem anderen noch zusammen. Kein Kind geplant, hatte es echt recht schwer bisher, und war überwiegend alleinerziehend. Am 2. Tag haben sich meine Frau und sie offensichtlich etwas unterhalten, und mehr und mehr kam zum Vorschein, dass diese heterosexuelle, völlig durchschnittliche Frau Mitte Dreißig es bewundernswert fand, dass wir so geplant an das Thema Kinder rangehen. Immer wieder betonte sie, dass sie es echt schade findet, dass wir es so schwer haben. Als wir gingen, wünschte sie uns aus ganzem Herzen viel Glück, dass das mit dem Kinder bekommen dann auch schnell klappt. 

Ein anderes Beispiel: Gestern verfasste ich in einem Forum einen Thread. Es ging darum, wie man bei PCO wohl am besten stimulieren sollte, wenn Clomifen nicht so richtig gut anschlägt und welche Art von Hormonen denn gut wäre, um – mit dem Ziel einer IUI – schöne Follikel hinzubekommen 😉 Auf Nachfrage schrieb ich dann auch, dass wir zwei Frauen sind, die auf Samenspende angewiesen sind (es ging darum, dass wir alle Kosten selbst tragen mussten – ich hatte explizit gefragt, welches Mittel günstig wäre). Etwa 2 Stunden, nachdem wir den Thread eröffnet hatten, kam dann eine Private Nachricht. Eine nette Frau bot darin an, uns ihre übriggebliebenen Auslösespritzen zuzusenden, ohne Gegenleistung. Zudem betonte sie, dass sie es unfair fände, in welcher Position wir uns befinden – weshalb sie uns auch helfen wollte. Das Ergebnis ist nun, dass wir für insgesamt vermutlich 3 Versuche schon Spritzen zum Auslösen des Eisprungs haben – völlig umsonst, oder zumindest fast. Und das sogar, obwohl das ein Medikament ist, das gekühlt werden muss – achja, und Spritzen, Tupfer und Nadeln legt sie auch noch dazu. Und noch ein paar übrig gebliebene Clomi-Tabletten. Und Auf genaue Nachfrage meinerseits – weil ich das Angebot einfach so lieb fand – haben wir uns dann darauf geeinigt, dass sie sich über einen 10-Euro-Gutschein von dm oder so freuen würde. Für Windeln 😉 

Worauf ich hinauswill: Ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dass „die Gesellschaft“ ein Problem mit „uns“ hat (ich mag „homosexuell“ eigentlich nicht – so schrecklich sperrig und auf’s Sexuelle reduzierend…). Im Gegenteil: Eher habe ich das Gefühl, dass  – bis auf einige Hardliner, aber die wird es immer geben – uns zumindest alle akzeptieren, wenn nicht sogar unterstützen. 

So – eigentlich wär’s ja genug für heute. Leider hab ich noch mehr zu erzählen 😀 

Außerdem haben wir noch Medis „gefunden“, in einem Forum. Die, die wir gerne hätten. Also haben wir jetzt einfach mal zugeschlagen… Gab zwar jetzt nicht so dramatisch viel Ersparnis, aber immerhin. Wir haben uns auf 3/4 vom normalen Preis in Frankreich (dort hätten wir bestellt) geeinigt. Im Vergleich dazu, was das Medikament (unter einem anderen Namen) hier kostet, ist es immer noch super-billig. Das bedeutet: Bis auf Utrogest (da haben wir leider dann nur noch Reste) haben wir  jetzt alles an Medikamenten organisiert! 😀 Jetzt müssen sie nur noch ankommen und es kann losgehen… 

So. Bleibt nur noch, allen einen schönen Sonntag Abend oder Montag Morgen zu wünschen 😉 

OP-Bericht

So, wie von meinem Schatz bereits versprochen gibt es jetzt auch mal einen OP- und Krankenhaus-Bericht von der Patientin selbst ^.^

Am Dienstag Abend waren wir ja erst beim Narkose-Vorgespräch und haben da auch das erste Mal das Krankenhaus gesehen. Das Gebäude ist wie ein kleines Schloss mit einem sehr schönen Vorgarten, innen gibt es sehr schöne Holzverkleidungen und Stuck im Eingangsbereich. Die Anästhesie-Sprechstunde war recht merkwürdig: nach der Anmeldung mussten wir ein paar Minuten warten und einen Fragebogen über Vorerkrankungen ausfüllen, die Ärztin bat uns schließlich rein und nach gerade mal 5 Minuten war es dann auch schon vorbei… und meine Nerven waren am Ende. Ich habe mir die schlimmsten Dinge ausgemalt, ein paar Tränen vergossen und am Ende etwa 3 bis 4 Stunden geschlafen.

Wie auch immer, nachdem wir um 4:30 Uhr aufgestanden sind und dann um 6:00 Uhr in der Klinik auf der Matte standen, wurde ich von einer sehr netten Schwester betreut, habe ein „Krankenhaus-Dress“ – wie sie es nannte – bekommen und musste neben einer Schmerztablette auch etwas beruhigendes einnehmen. Das alles war ziemlich beängstigend, aber ich war zumindest schonmal beruhigt, dass in dem kleinen Zimmer nur zwei und nicht drei Betten standen und die Toilette zwar nicht auf dem Zimmer aber immerhin direkt neben der Tür war. (Das war im Vorfeld auch meine größte Angst, dass ich am Ende im Kittelchen, halb nackt und völlig verwirrt durch die halbe Station bis zur Toilette wanken müsste… XD)

Von der Beruhigungstablette habe ich ehrlich gesagt kein bisschen gemerkt, aber etwa gegen 7:45 Uhr kam dann ein netter, fülliger Herr (der mich sofort ein bisschen an unseren ehemaligen Schul-Hausmeister erinnerte) um mich im Bett zum OP zu fahren. Dafür ging es über den (zum Glück leeren, da noch so früh am Morgen, Gang), hinein in den Aufzug und ins Untergeschoss. Dort wurde ich an einen anderen, ebenfalls sehr netten und schlacksigen Kerl übergeben, der die weiteren OP-Vorbereitungen übernommen hat. Da die Bauchspiegelung meine erste OP war, beliefen sich alle meine Kenntnisse zu diesen Vorbereitungen auf das, was ich aus Grey’s Anatomy, Emergency Room und Co kannte… Die OP-„Schwester“ (gibt es dafür eine männliche Bezeichnung?) lenkte mich während der ganzen Vorbereitungen (Umbetten, Zugang legen, EKG anschließen) ein bisschen ab, fragte, was ich beruflich machte und schließlich redeten wir ein bisschen über Videospiele (er hatte gerade Mass Effect 3 fertig beendet ^^). Generell fand ich es sehr beruhigend und angenehm, dass alle Mitarbeiter rund um den OP sich scheinbar sehr gut verstanden, per Du waren und immer mal wieder ein paar Witze gemacht haben. Als so weit alles fertig war, kam mein Arzt schließlich, verkündete er sei gerade mit dem Fahrrad angekommen und fit und bereit um die OP anzugehen.

Von der Narkose-Einleitung selbst bekam ich dann gar nicht mehr viel mit: irgendwann wurde ich etwas abwesend, ich sollte dann an etwas schönes denken und innerhalb von gefühlt wenigen Sekunden war ich auch schon weg. Ich hatte mir das ganze wirklich unangenehmer und beängstigender vorgestellt…

Irgendwann wachte ich dann also im Aufwach-Raum wieder auf, ausgeruht und relativ fit. Nachdem ich das erste Mal die Augen geöffnet hatte, wurde ich recht schnell wieder hell wach und beobachtete ein bisschen das Treiben um mich herum. Über den Zugang an meinem Handgelenk wurde mir Flüssigkeit zugeführt, neben mir lag noch ein Mann, von dem ich allerdings kaum etwas sah, da ein Sichtschutz dazwischen aufgebaut war. Überall liefen ein paar Schwestern rum und mir wurde dann gesagt, dass wohl ein Eileiter verschlossen war, der aber wieder geöffnet wurde und alles in Ordnung war. Im Nachhinein war ich mir aber nicht mehr ganz sicher, ob das wirklich so passiert ist XD erst am nächsten Morgen, als der Arzt mich aufklärte, bestätigte sich, was die Schwester gesagt hatte.

Nachdem ich ein paar Fragen beantwortet hatte (welcher Tag heute war und wie mein Name ist), beschlossen die Schwestern wohl, dass ich bereit dazu war, wieder in mein eigenes Zimmer zurück zu kehren. In der Zwischenzeit war das zweite Bett im Zimmer besetzt und mein Schatz hatte sich in den Vorraum gesetzt, sodass ich die Schwester erst einmal gefragt habe, wo meine Frau denn wäre. Die holte sie dann innerhalb weniger Minuten und dann war alles wieder in Ordnung ^__^

Mit ging es dann erstaunlich gut. Etwas Bauchschmerzen, die Drainage, die die Flüssigkeit aus dem Bauchraum leiten sollte, war etwas unangenehm, ansonsten hatte ich schrecklich Durst (bei der Hitze war es die reinste Folter für insgesamt 10 Stunden nichts trinken zu dürfen…). Der Tag verlief dann recht entspannt, ich war etwas Müde, schlief nochmal für einige Zeit und wie meine Frau bereits berichtete gestaltete sich der Toilettengang als etwas problematisch, da mir jedes Mal schwarz vor Augen wurde, wenn ich aufstand. So war ich den restlichen Tag ans Bett gefesselt…

Insgesamt bin ich aber ziemlich glücklich mit dem Krankenhaus, die Schwestern kamen innerhalb von wenigen Minuten, sobald ich den Rufknopf gedrückt hatte. Es wurde auch darauf geachtet, dass ich genug trank und immer genügend Schmerzmittel bekam. In regelmäßigen Abständen wurde der Blutdruck gemessen und der Drainage-Beutel überprüft. Meine Zimmernachbarin wurde etwas nach mir operiert und war schneller wieder auf den Beinen. Zum Glück verstanden wir uns sehr gut, sodass wir uns am nächsten Morgen zum Frühstück viel unterhielten, über Kinder sprachen und die Kinderwunschbehandlung von mir und meiner Frau.

Und nun noch der interessanteste: Um 7 Uhr morgens am nächsten Tag kam mein behandelnder Arzt super gut gelaunt ins Zimmer geschneit (zum Glück war ich schon einige Zeit wach, da das Liegen nicht mehr so besonders bequem war und alles irgendwie gezwickt und gezogen hat). Er sagte, dass es eine gute und eine schlechte Nachricht gäbe: mein linker Eileiter war scheinbar verschlossen, aber er konnte ihn wieder freispülen, außerdem hatte ich eine Verwachsung am Blinddarm, die er gelöst hatte. Alles in Ordnung also und er zeigte mir auch Bilder von Gebärmutter und Eierstöcken. Kurz darauf wurde ich noch von der Drainage befreit, was ziemlich unangenehm war und während dem Frühstück kam meine Frau dann auch endlich um mich abzuholen. Gegen 9 Uhr verließen wir dann endlich das Krankenhaus, fuhren mit Bus und U-Bahn nach Hause und machten dann noch ein kleines Nickerchen.

Im Rückblick bin ich also wirklich froh die OP gemacht zu haben, jetzt kann es endlich losgehen und im nächsten Zyklus klappt es dann hoffentlich endlich! Drückt uns die Daumen!

Wenn jemand noch Fragen hat, werde ich die gerne beantworten, also keine falsche Bescheidenheit ^.~

Ich hab meine Frau wieder!

… Und es war (für mich) die schrecklichste, grausamste Nacht überhaupt. Zum Glück konnte ich überhaupt schlafen (die Übermüdung hat mich zum Schlaf gezwungen). 

Aber jetzt ist meine Frau wieder in UNSEREM Bett, in UNSERER Wohnung und JETZT können wir eine Familie werden! 😀

…Aber vorher gibt’s für mich erstmal Frühstück. Ich bin heut um 7 Uhr aufgestanden, um meine Frau aus dem Krankenhaus abzuholen, und hab noch nichts gegessen… 

OP und Krankenhaus

So, heute morgen war’s also so weit. Nach gefühlt 5 Minuten Schlaf mussten wir um 4:30 Uhr aufstehen. Um 6 Uhr sollten wir in der Klinik sein.

An sich lief alles gut (offensichtlich). Meine Frau war direkt nach der OP praktisch wieder komplett wach und soweit ging es ihr auch ganz ok. Nur das Aufstehen wollte selbst heute Nachmittag noch nicht so ganz klappen (Schweißausbrüche und Schwindelanfälle bei jedem Versuch aufzustehen – das höchste der Gefühle war selbst auf die Toilette zu gehen, weiter ging es heute nicht). Deshalb (und weils ja von Anfang an so geplant war…) ist meine Frau nun über Nacht in der Klinik.

Was bei der OP rausgekommen ist, erfahren wir erst morgen. Meine Frau meint sich zu erinnern, jemand hätte ihr nach der OP im Aufwachraum gesagt, dass ein Eileiter verschlossen war und dieser wieder geöffnet bzw. durchgespült wurde und jetzt durchgängig ist. Im Laufe des Tages wurde sie sich aber immer unsicherer, ob das wirklich passiert ist oder sie noch geträumt hat 😉

Ansonsten ist die Klinik ganz gut. Essen ist echt lecker, meine Frau ist zum Glück in einem „nur“ 2-er Zimmer und das Personal ist sehr kompetent, zuvorkommend und freundlich.

Mir geht’s soweit ganz ok. Als ich vor etwa einer halben Stunde nach Hause kam, brach ich erstmal in Tränen aus. Der Tag war insgesamt einfach zu viel. Ich habe gerade mal 2 oder 3 Stunden geschlafen, dann dauerte die OP statt 75 Minuten ganze 2 Stunden. Natürlich konnte mir auch keiner irgendwas sagen (nach 1 Stunde 40 Minuten hatte ich mal nachgefragt…). Außerdem erfahren wir das genaue Ergebnis eben erst morgen, was echt irgendwie doof ist. Vor allem, weil ich wahrscheinlich nicht dabei sein werde. Der Arzt kommt vermutlich noch vor dem Frühstück vorbei, während ich erst gegen 9 dort auftauchen „darf“. Und das auch nur auf explizite Nachfrage (Besuchszeit ist ab 10 Uhr, allerdings ist die Entlassung eventuell schon vorher). Ich werde trotzdem um etwa 8:15 Uhr dort auftauchen, selbst wenn ich dann noch im Aufenthaltsraum „vor“ der Station warten muss. An sich sind die Schwestern ja auch super-lieb und wahrscheinlich ist’s dann morgen eh kein Problem und ich mach mir mal wieder zu viele Gedanken.

Ansonsten hat meine Frau heute recht viel geschlafen, wir haben ein bisschen gekuschelt und geredet, aber überwiegend habe ich mich im Aufenthaltsraum aufgehalten und gelesen (200 Seiten…).

Für heute steht jetzt noch an:
-Einkaufen
-Garten gießen
-etwas aufräumen
-Bett neu beziehen (zwecks Katzenhaare, unnötige Keime etc.)
und ansonsten:
-schlafen.

Mal sehen, in welcher Reihenfolge ich das mach. Grundsätzlich kann ich alles zu jeder Zeit machen (nachts hat der Supermarkt hier um die Ecke auch auf 😉 )

2 Wochen

In ca. 2 Wochen geht wahrscheinlich DER Zyklus los. Unser 1. Zyklus mit IUI… Und es sind so viele Entscheidungen, die wir treffen müssen. Mit welchen Hormonen wollen wir stimulieren? Clomifen? Vorteil: Billig (20 Euro), wir müssen nicht so oft zum Arzt (die Dosis bleibt über die 5 Einnahmetage eh gleich und wir können mit Ovus dein Eisprung bestimmen). Also insgesamt auch wirklich billiger. Wenn’s ganz ideal läuft, müssen wir nur die Insemination zahlen. Andererseits hat meine Frau ja nun diesen Zyklus nicht so gut darauf reagiert. Es hat sich KEIN Eisprung getan (nach dem 13 mm Follikel letzten Mittwoch sind wir eigentlich davon ausgegangen – aber bisher hat sich nichts mehr getan. Alle Ovus waren FETT NEGATIV.). Außerdem kann man die Dosis eben nicht „anpassen“. So nimmt meine Frau dann „blind“ einfach mal die doppelte Dosis von letztem Mal und wir „hoffen“ darauf, dass sich genau 1-2 schöne Follikel bilden. Die Ärztin hat uns schon angekündigt, dass sie eine Insemination mit 3 Follikeln bei uns nicht machen wird (was ich auch sinnvoll finde).

Oder doch Puregon, Gonal F oder ähnliches? Da wäre der Vorteil, dass die Dosis angepasst werden kann. Wenn meine Frau nur „schwach“ darauf reagiert, kann sie erhöht werden, wenn zu viele Follikel wachsen, reduziert. Eigentlich perfekt. Nur leider kosten die Hormone statt 20 Euro etwa 300 (haben da gerade ein gutes Angebot – ich konnte es nicht lassen, mich mal umzuhören in nem Forum). Außerdem werden wir öfter zum Ultraschall müssen, um die richtige Dosis herauszufinden und das Wachstum zu kontrollieren. Es kann leider auch passieren, dass entweder zu viele Follikel oder garkeine wachsen – theoretisch kann man aber mit regelmäßigen Ultraschallkontrollen nachsehen, ob alles wie gewünscht wächst. Und dann eben gleich reagieren (sind ja Medikamente, die man jeden Tag spritzen muss). Das würde aber eben auch bedeuten, dass wir wahrscheinlich mehrmals zum Ultraschall müssten. Also die teure, aber eben auch etwas „sicherere“ Variante.

Ich bin hin- und hergerissen. Meine Frau ist eigentlich gegen teuere Hormone. Sie würde es lieber erstmal mit Clomifen versuchen. Andererseits wäre sie natürlich auch super gefrustet, wenn es dann „wieder“ nichts wird. Vor kurzem meinte sie schon, dass sie wahrscheinlich einfach nicht schwanger werden soll(te)… Sonst würden wir doch nicht so viele Probleme dabei haben. *seufz*

Keine Ahnung, was ich mir von dem Post erhoffe. Letztendlich wissen wir die Vor- und Nachteile genau, und tendieren in der einen Sekunde zu der einen Variante, und in der anderen zur anderen Variante… Ich bin einfach hin- und hergerissen.

Achja, und dann müssen wir natürlich noch hoffen, dass überhaupt die Eileiter frei sind. Aber das sollten wir ja morgen erfahren…