Gerade…

einfach nur glücklich, glücklich, glücklich. War ein schöner Tag. Echt wundervoll.

Neben einer unglaublich tollen Frau aufgewacht, die Liebste inklusive der Kinder direkt früh morgens getroffen, eine tolle Freundin getroffen, ganz viel Kuscheln mit den Kindern, tolle neue Tragehilfe ausprobiert (an der knapp 6 Jahre alten großen Tochter), …

Jupp. War toll. Doch. Sehr. 😀

Sollten wir definitiv wiederholen. 🙂

 

Vom Alltag abgesehen gibt es auch Neuigkeiten zwecks Kinderwunsch: Gestern HCG gespritzt, heute gehts mit Urogest los. Und mit der nächsten Blutung (in hoffentlich ca. 14 Tagen) startet dann DER Zyklus.

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Gefühlsexplosion.

Es sind nun knapp 3 Wochen. Klingt überschaubar, knapp, kurz… Gefühlsmäßig ist es das absolut garnicht. Es ist intensiv, wahnsinnig intensiv. Gefühle, die ich in der Intensität und in der kurzen Zeit bisher noch nie so empfunden habe. Nie zulassen konnte. Mit ihr ist es anders. Oft reicht schon ein kurzer Blick, ein Lächeln, eine winzige Gefühlsregung, die übers Gesicht huscht. Und ich weiß, was sie gerade beschäftigt. Woran sie denkt. Was sie sagen möchte, bevor sie es ausspricht. Es ist verrückt, wenn man kurz inne hält und darüber nachdenkt. Darüber nachdenkt, dass es morgen erst 3 Wochen sind. Dass es noch so viel gibt, was wir über den jeweils anderen nicht wissen (und gleichzeitig so viel, was wir voneinander wissen)… Aber im Alltag ist es einfach nur… vertraut. Liebe. Nähe. Wunderschön…

Welche Worte uns begleiten? Warten. Etwas, was wir beide absolut nicht können. Ich denke, es spricht Bände, wenn ich schreibe, dass wir bereits jetzt über Kinder sprechen. Gemeinsam ein Haus kaufen. Gemeinsam leben, gemeinsam sterben.

Bedingungslos. Alfie Kohn’s Liebe und Eigenständigkeit gelesen? Ich muss ja zugeben, wir noch nicht. Aber was bedingungslose Liebe ist, dürfte jedem klar sein. Und es trifft zu 100% zu.

Vertrauen. Ein wenig so meine „Problemzone“ (haha). Es IST schwer. Wahnsinnig schwer. Aber ich merke die Fortschritte. Winzig. Quasi minimalistisch. Aber es tut sich was, und das ist zumindest für mich sehr erleichternd. Und ich habe zwei Menschen an meiner Seite, die mir alle Zeit der Welt geben, um das notwendige Vertrauen zu gewinnen.

Nähe. Extrem wichtig. 24 Stunden am Stück gemeinsam verbringen und es macht mich traurig, wenn wir uns darauffolgend für eine Nacht nicht sehen.Was der Grund ist, weshalb ich diesen Beitrag hier mit Macbook auf ihrem Bauch liegend verfasse… 🙂  Sex ist nicht nur Sex, sondern… Nähe. Einfach nur Nähe. Wunderschön. Vertraut. Geborgen fühlen.

Doppel-„Geburtstags“-Posting!

Heute ist das Töchterchen 16 Monate alt.

Wahnsinn wie die Zeit vergeht!

Im Moment stehen Stapel- und Sortierspiele hoch im Kurs. Mit Kastanien kann man ihr eine riesige Freude machen.

Sie isst manchmal mehr als wir und ist trotzdem definitiv auf der schmalen Seite. Im Moment liebt sie jede Art von Beeren und Lebkuchen.

Zur Zeit verbringen wir viel Zeit in einer studentischen Elterninitiative, wodurch sie viel Kontakt zu gleichaltrigen und etwas älteren Kindern hat. Als Ergebnis ist sie einerseits sehr kuschelig und hängt an uns, wie bisher eigentlich noch nie. Andererseits habe ich das Gefühl, dass sie viel Selbstvertrauen entwickelt, sich viel traut und vieles ausprobiert.

Sie kann alleine Rutschen, sitzt alleine auf der Schaukel und lässt sich liebend gerne gaaaanz hoch anschubbsen – während teilweise ältere Kinder noch auf der Babyschaukel sitzen oder nur auf dem Schoß von Mama und Papa schaukeln können – jaaaa, wir sind total stolz auf sie 😀

Auch Schaukelpferde und Bobby-Cars + ähnliche Gefährte haben ihren Schrecken verloren (vor kurzem brach sie allein beim Anblick fast in Tränen aus). Nun besteigt sie das dm-Pferdchen selbständig und entführt jeden fahrbaren Untersatz in den verschiedensten Läden 😉

Sie spricht noch nicht und brabbelt eigentlich nur wild durch die Gegend, versteht aber alles und beantwortet alle Fragen, die man mit Nicken oder Kopfschütteln beantworten kann. Manchmal sagt sie „Ja“, ihr Babybruder heißt „Tete“.

Der Babybruder ist ihr das absolut Liebste und wird den ganzen Tag mit Streichel und Küssen bedeckt. Seine Hände stehen gerade hoch im Kurs. Was der Babybruder garnicht lustig findet!

Heute ist das Söhnchen 1 Monat und 3 Tage alt.

Am liebsten verbringt er den Tag im Tragetuch und an der Brust.

Abends hat er „Exklusivzeit“ mit uns auf dem Sofa – schließlich ist Schlafen ohne Körperkontakt (also im Bett bevor die Mamas auch schlafen gehen) voll uncool und da das Schwesterchen tagsüber so viel Aufmerksamkeit bekommt, muss Söhnchen das abends nachholen.

Er fängt langsam an zu Lächeln ❤

Er kann den Kopf bereits einige Minuten halten, fixiert mit dem Blick sich bewegende Dinge und ist generell so unglaublich wach und aufmerksam.

Leider ist er körperlich aber auch immer total unter Spannung und kommt deshalb schlecht zur Ruhe. Im Arm einschlafen ist ohne Brust eigentlich unmöglich und auch im Tragetuch braucht er oft einige Zeit um runter zu kommen. Der arme Kerl…

Spucken ist genauso seine Lieblingsbeschäftigung, wie es das beim Töchterchen zu dem Zeitpunkt war. Liegt aber vermutlich am Dauerschnupfen seit Geburt und der damit verbundenen verschluckten Luft wegen schlechter Atmung durch die Nase. Vielleicht sollten wir alle mal wieder gesund werden…

Habt einen schönen Tag und genießt den Herbst (oder ist es schon Winter? *brrrr*)

Schlaaaaaf…

…bekommt gerade der Rest meiner Familie (bis auf den Kater, der miauend und meckernd rumläuft, weil er – mal wieder – Hunger hat).

Zeit für ein Mini-Update (oder ein größeres?).

Wir befinden uns mitten in der 40. Woche (39+4) und irgendwie… Ach menno. Es tut sich nix! Also, meine Frau weht schön brav vor sich hin, fast jeden Abend, aber irgendwie bleibt es dann dabei und irgendwann hört es dann wieder auf. Ich hoffe, der Kleine lässt sich nicht mehr allzu lange Zeit, ich bin so neugierig! Und Baby-sehnsüchtig!

Unser Töchterchen ist einfach nur der Hammer. Keine Ahnung, was bei der gerade im Gehirn abgeht, aber plötzlich versteht sie so, so, so dermaßen viel! Sie kann uns mittlerweile antowrten (mit Kopfschütteln oder Nicken, Sprechen ist ja für Anfänger!), wenn wir sie „einfache“ Sachen fragen. Sowas wie: Magst du was essen, willst du tragen, willst du laufen, magst du noch was trinken, magst du kuscheln, willst du einen Kuss – Alltagssachen eben. Sie sagt uns abends, wenn sie ins Bett möchte („Willst du schlafen?“). Und sie läuft. Und läuft. Und läuft. Gestern ist sie sicher eine 3/4 Stunde einfach nur gerannt, gerannt, gerannt, quer durch die Stadt. Obwohl sie tooodesmüde war und schlicht nicht mehr konnte. Willenskraft halt.

Eine Baustelle haben wir trotzdem. Sie haut zu. Zum Glück bisher nur uns. Und sie schlägt wild um sich, wenn sie gerade keine Lust auf Körperkontakt hat. Ich hab das Gefühl, sie versteht schon, dass wir das nicht gut finden; wir sagen ihr das jedes Mal und direkt danach kommt sie kuscheln oder – beim Tragen vorm Bauch – legt ihren Kopf an meinen Kopf und lässt sich kuscheln. Ich hoffe, die Phase dauert nicht allzu lange an. Auch, weil ich das Gefühl habe, dass sie selber das irgendwie total fertig macht, dass sie ihre Emotionen in dem Moment nicht anders ausdrücken kann.

Dafür ist sie so wahnsinnig kooperativ, dass ich nicht selten einfach nur fassungslos zuschauen kann. Sie geht in die „falsche“ Richtung, wenn wir unterwegs sind; wir sagen ihr „Helli, wir wollen aber doch hier lang“ – und sie kommt uns strahlend nach. Sie spielt unterwegs gerade irgendwo, wir lassen sie eine Zeit lang und irgendwann wollen wir gehen, sagen ihr das – in 90% der Fälle unterbricht sie das Spielen sofort und kommt einfach mit! Sie macht kein allzu großes Drama mehr beim Einbinden ins Tragetuch und hält meistens, wenn sie gerade nicht mies drauf ist, total still, bis ich fertig bin. Sie trägt Sachen, die ich ihr in der Küche mit den Worten „Bring das mal Mami“ in die Hand drücke, tatsächlich zu meiner Frau. Selbst die Flasche mit einem Liter Orangensaft hat sie 3/4 des Weges getragen und war dann frustriert, weil es ihr zu schwer wurde. Und es gibt noch dutzende solcher Beispiele, wo ich einfach nur daneben stehe und mir denke: Hallo? Kind, du bist 14,5 Monate alt, du bist einfach nur der Hammer!

Und zuletzt: Das Kind macht mich einfach nur glücklich, glücklich, glücklich. Und ich glaube, das merkt sie ganz genau 😉

Nominiert von Jenny…

… und zwar für den Liebster Award! Vielen Dank an dieser Stelle. Trifft sich sehr gut, kurz vor der Geburt hat man ja irgendwie nie so wirklich was zu berichten, außer, dass man in Wartestellung ist und es schon zig Fehlalarme gab 😀

Da ich immer noch nicht so recht weiß, wie das funktioniert, hier nun die Regeln (auch für mich zum nochmal nachlesen 😉 ):

1. Du liest, dass du nominiert wurdest, und freust dich 😉
2. Bedanke dich bei dem Blogger, der dich nominiert hat, und verlinke ihn (Jenny von https://kindundstudium.wordpress.com hat mich nominiert)
3. Füge einen Liebster-Award-Button in deinen Post ein
4. Beantworte die (11) Fragen, die dir gestellt wurden
5. Nominiere ebenfalls 5-11 Blogs, die weniger als 300 Follower haben
6. Denke dir 11 Fragen aus….
7. Informiere diese Blogger, dass sie nominiert wurden

Punkt 1 und 2 habe ich erledigt, Punkt 3 folgt sogleich:

liebster-award

Und nun zu Punkt 4:

1. Wie kamst du zum Bloggen?

Eines Tages in grauer Vorzeit kam mir der Gedanke: Hey, bloggen wär doch garnicht mal so schlecht. Wir standen gerade relativ am Anfang der Familienplanung und waren etwas überwältigt von der Fülle an Entscheidungen und Informationen, die auf uns hereinprasselten.

2.Was ist dein Herzensthema in deinem Blog?

Oh, da gibt es mehrere 😉 Der Titel des Blogs vereint zwei davon: Unser Studium und unsere Familienform. Zugegeben, über’s Studium berichte ich nicht so dramatisch viel, aber so richtig viel zu berichten gibt es da gerade auch nicht 😀 Über unser Kind, die (noch) Schwangerschaft und über unseren weiteren Kinderwunsch gibt es hingegen viel zu berichten, also schreibe ich darüber. Außerdem ist es mir wichtig, Aufklärungsarbeit zu leisten. In erster Linie für alle anderen Frauenpaare da draußen, die möglicherweise von ihrer Frauenärztin zu hören bekommen „In Deutschland können Sie sich eh nicht in einer Kinderwunschklinik behandeln lassen, das ist verboten“ (Nein, die Aussage ist schlicht falsch). Oder Frauenpaare, die mit Vorurteilen aus dem Umfeld konfrontiert werden in die Richtung „Aber ein Kind braucht doch einen Vater“ (Braucht es nicht. Unserem geht es ohne hervorragend und Studien unterstützen unsere Beobachtung). Und zuletzt will ich, dass allen Lesern klar ist, in was für einer furchtbaren politischen Situation wir uns in Deutschland immer noch – 2015!!! – befinden. Wir dürfen uns nicht Ehepaar nennen, müssen für eine Behandlung in der Kinderwunschklinik a) meist weit reisen, da es wenige Kinderwunschkliniken gibt, die uns behandeln und b) batzenweise Geld auf den Tisch legen, weil wir von der Krankenkasse nicht einmal bei medizinischer Indikation eine Kostenübernahme bekommen. Und wenn das Wunschkind dann auf der Welt ist, muss man als Familie auch noch die Stiefkindadoption über sich ergehen lassen, die sich (in unserem Fall) mehr als ein Jahr hinzieht. Dass das furchtbare Zustände sind, muss glaube ich nicht nochmal extra erwähnt werden…

3.Wo liest du selber am liebsten?

Momentan leider viel zu wenig. Meist lese ich einfach die Blogs, die ich abonniert habe im Reader bei wordpress.com 😉

4.Land oder Stadt?

Stadt, Stadt, Stadt und nochmal Stadt. Je größer, desto besser!

5.Buch oder E-Book?

Buch! Einen E-Book-Reader haben wir garnicht und gerade deshalb, weil wir nur selten zum Lesen außerhalb von Kinderbüchern kommen, ist mir ein „richtiges“ Buch mit Seiten zum Umblättern und „Papier-Gefühl“ wichtig!

6.Wenn du einen Tag nur Zeit für dich hättest, wie würdest du den Tag gestalten?

Ehrlich gesagt: Absolut nicht anders als 90% der Tage, die wir mit dem Töchterchen aktuell verbringen. Ich würde auf keinen Teil meiner Familie verzichten wollen – wir würden also schönes Wetter bestellen, uns morgens direkt fertig machen, an den Strand oder in den Zoo fahren, mittags zusammen essen und nachmittags mit Töchterchen auf den Spielplatz gehen. Abends hätten wir dann Paar-Zeit und wären wohl so geschafft, dass wir uns bei ein paar Folgen unserer Lieblingsserien auf dem Sofa entspannen – oops, ich stelle gerade fest: Das ist ja schon unser Alltag! 😉 Das einzige, was ich gerne anders hätte: Ein wenig mehr (ruhigen) Schlaf auf Seiten vom Töchterchen, die schläft leider echt mies zur Zeit, weil sie krank ist.

7.Kaffee oder Tee?

Beides! Öfter gibt es aber Kaffee.

8.Mit wem würdest du am liebsten mal über dein Herzensthema persönlich sprechen?

Mit unserer Bundeskanzlerin. Ich würde sie zu uns nach Hause einladen und gleichzeitig noch andere Regenbogenfamilien. In der Hoffnung, dass sie sieht, dass wir ganz normale Eltern sind, unsere Kinder allesamt genauso glücklich und wohlbehütet sind, wie die Kinder in den von der CDU so hochgepriesenen „Ehen“. Ich KANN mir einfach nicht vorstellen, dass man – wenn man sich mit unserer Familie näher auseinandersetzt – noch schlechte Gefühle/Gedanken gegenüber Regenbogenfamilien haben kann. Wir empfinden uns, die rechtlichen Unterschiede mal außer Acht gelassen, als ganz normale Familie und haben genau die gleichen Probleme, Sorgen und Nöte im Alltag, die andere Paare mit Kindern auch haben.

9. Tag oder Nacht?

Eigentlich Tag! Wobei ich für eine gute Nacht mit viel Schlaf gerade womöglich auch einen schönen Tag mit meiner Familie eintauschen würde.

10.Strand- oder Kultururlaub?

Strand, Strand, Strand, Strand. Oder Tokyo. 😀 Am besten beides.

11.Auf welches Konzert oder Festival würdest du am liebsten mal gehen?

Ohne Kinder: X Japan. Mit (ausreichend großen) Kindern: Wacken 😉

 

Punkt 5: Nominierungen. Nun kommt der anstrengende Teil! Ich nominiere:

Punkt 6: Meine Fragen…

  1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
  2. Was beschäftigt dich momentan gedanklich?
  3. Wie sieht die (weitere) Familienplanung aus?
  4. Tragen oder Kinderwagenschieben? Oder beides?
  5. Wie sieht ein idealer Tag für dich aus?
  6. Erzähl mir doch mal ein wenig von deinem letzten Urlaub…
  7. Eigenheim oder Mietwohnung?
  8. Wo würdest du am liebsten deinen nächsten Urlaub verbringen?
  9. Beschreibe dich mit 3 Sätzen.
  10. Was würdest du ändern, wenn du für einen Tag die Welt regieren könntest?
  11. Was ist dein aktueller Lieblingsblog und warum?

Ich hoffe, mein dringender Wunsch nach Urlaub ist nicht so offensichtlich… *hüst*

… Und jetzt geh ich mal die Blogger informieren. 😀

Gedanken zum ersten Geburtstag des Teufelchens oder auch: Sichtbarkeit und Wahrnehmung

Beim Laufen durch die Leipziger Innenstadt gingen mir heute einige Gedanken durch den Kopf. Der bevorstehende erste Geburtstag des Teufelchens war wohl Schuld 😉 Und eine junge Frau mit kurzen, roten Haaren, die erst auf unsere Hände (händchenhaltend), dann auf das Teufelchen (toooodesmüde und quengelig im Onbu vor dem Bauch – übrigens, nicht wirklich empfehlenswert, Rücken aua…) und auf den dicken Bauch – pardon, nicht Bauch! Theo natürlich – der Liebsten blickte und uns dann breit angrinste. Ich vermute, es machte klick und wir wurden – wohlwollend und freudig – als Regenbogenfamilie wahrgenommen.

Daraufhin schoß mir der Gedanke durch den Kopf: Werden wir im Alltag überhaupt als Familie wahrgenommen, so vom Durchschnittsmenschen? Klar, die meisten Homo- oder Bisexuellen werden uns als eben solche wahrnehmen, zumindest in den meisten Fällen. Auch wir unterstellen vermutlich eher einmal zu oft zwei gleichgeschlechtlichen Erwachsenen mit Kind eine Familie 😉 Aber der große Rest? Wie wirken wir auf den Hetero-Durchschnittsbürger in Leipzig, in Deutschland? Müssen wir dafür sorgen, dass wir als Familie wahrgenommen werden? Kann man nicht sogar soweit gehen und fragen: Ist es nicht eigentlich unsere Pflicht gegenüber unseren Kindern, dass wir uns dafür einsetzen, als das was wir auch wirklich sind wahrgenommen zu werden? Sichtbar zu sein, und nicht in der grauen Masse zu verschwinden und als „Schwestern – eine mit Kind und eine schwanger“ oder „beste Freundinnen“ abgestempelt zu werden?

Denn ich bin mir sicher: So wenige von uns gibt es garnicht! Gerade in Leipzig, wo Familien grundsätzlich quasi wie Pilze aus dem Boden schießen sehe ich durchaus ab und an mal andere Regenbogenfamilien. Hier mal ein Frauenpaar mit Kinderwagen und da mal ein Männerpaar mit etwa größeren (Grundschul?)-Kindern (wobei letztere eine einmalige „Sichtung“ waren, leider). Klar, „Massen“ an Regenbogenfamilien gibt es sicherlich nicht, aber durchaus so viele, dass der Normalbürger es wahrnehmen dürfte, wenn er den ein Auge dafür hätte. Vielleicht müssen „wir“ also nur auf uns aufmerksam machen? Denn: Letztendlich können wir doch einfach nur wahnsinnig stolz auf uns und unsere Familien, unsere Kinder, sein, und zumindest ich möchte nach Außen hin als Mutter in einer Regenbogenfamilie wahrgenommen werden!

Einen Entschluß habe ich übrigens auch gefasst: Gleich nächste Woche bestellen wir Regenbogen-Krams. Es ist ja schon fast peinlich, zugeben zu müssen, dass wir im Haushalt wirklich absolut keine(!) Regenbogenflagge oder sonstiges „regenbogiges“ haben. Und unserem Rucksack würde ein wenig Regenbogen sicherlich ausgezeichnet stehen! 🙂

Neues vom Teufelchen

So, die ehemals Schwangere verfasst mal wieder einen News-Beitrag zum Teufelinchen! Neben all dem Stress, den wir dank nervigem Vater der Liebsten und der anstehenden Bachelorarbeit haben, muss das ja auch mal wieder sein. Denn darauf wartet ihr doch, oder? 😉
So, Teufelchen ist 4 Monate und 3 Tage alt. Wow. Die Zeit vergeht so unglaublich schnell. Es kommt mir vor wie gestern, dass ich deprimiert im Bett lag, Becken hochgelagert in der Hoffnung, dass die Blutungen endlich aufhören und unser Krümel das übersteht. Und sie hat es überstanden und jetzt, ein ganzes Jahr später, sind wir glücklich und zufrieden und unsere Tochter ist einfach nur perfekt.
So, genug der Gefühlsduselei!
Was hat das Teufelchen in letzter Zeit gelernt?

– Drehen vom Rücken auf den Bauch! Unsere Lieblingsbeschäftigung seit etwa einem Monat. Manchmal, ganz selten, schaffen wir es auch mal uns wieder zurück auf den Rücken zu drehen. Aber eigentlich ist auf dem Rücken liegen ja langweilig und außerdem kann Mama/Mami das Zurückdrehen auch für uns erledigen… *hüst*

– Auf dem Bauch liegend „fliegen“: Arme und Beine wegstrecken und nur noch mit dem Bauch auf dem Boden liegen. Dazwischen stützen wir uns auf die Arme und machen Liegestütze. Schade, dass unsere Arme so kurz sind, sonst würden wir noch weiter hochguggen! Seit ein paar Tagen schaffen wir es sogar den Popo hochzustemmen und die Knie drunter zu schieben. Ein halber 4-Füssler vorner und ein halber hinten (nur abwechselnd natürlich) macht doch schon fast die Grundlage fürs Krabbeln!

– Frustriert sein! Warum sind wir auch noch soooo klein? Irgendwie will das mit dem Vorwärtskommen einfach nicht klappen… aber wir probieren das so lange, bis Mama/Mami das Gemecker nicht mehr aushält oder wir vor Müdigkeit aus den Latschen kippen!

– Wenn wir in Mamas/Mamis Schoß liegen, versuchen wir mit Sit-Ups nach oben zu kommen. Funktioniert noch nicht so dolle. Ist aber trotzdem lustig.

– Wir sitzen jetzt am Familientisch im Newborn Set vom Tripp Trapp und finden das auch ganz cool, wenn wir nicht gerade mal wieder sooooo müde sind.

– Interesse an Essen haben wir noch nicht. Ist ja auch voll doof und man kann nicht mehr bequem aus der Flasche trinken und überhaupt. Essen ist doof. Finden die Mamas aber auch in Ordnung so!

– Tragen ist wieder cool, nachdem wir im letzten Schub nur rumgefrustet haben und eigentlich lieber BabyBjörn-Style nach vorne geguggt hätten. Haben die ollen Mamas aber nicht mitgemacht, es ging nur auf den Rücken… Da hatte das Gefruste dann nichtmal einen Sinn und irgendwann sind wir vor Erschöpfung eingeschlafen

– Wir Grabbeln auch alles an, was uns in die Finger kommt, nehmen es in den Mund, schmeißen es auf den Boden und Sabbeln es eine Runde an. Sogar der Katzenschwanz wurde schon befummelt (hmmmm… kuschelig… *schnurr*)

So… und das wars vermutlich? Schlafen ist nicht mehr so die Lieblingsbeschäftigung. Nachts wird etwa 2 Mal getrunken und abends zwischen 8 und 10 ins Bett gegangen. Die letzten beiden Abende waren schrecklich, Madame ist nach etwa 1 Stunde aufgewacht, hat sich gewunden und gewimmert und wachte irgendwann schreiend auf. Ließ sich kaum beruhigen, wollte nur auf den Arm und nicht mehr im Bett liegen. Schlafen ging dann irgendwann wieder, aber Wehe die Mamas verlassen wieder das Zimmer oder sind nicht mehr in Griffweite!

Wir vermuten ja schlechte Träume und/oder Blähungen (gepupst wurde nämlich auch mächtig viel). Armes Maus…

So, dann wünsche ich allen Lesern mal ein schönes und geruhsames Wochenende. Wir machen heute und morgen noch Marathons durch die Stadt auf der Jagd nach Unterschriften für den Bachelorantrag. Und dann ist erstmal wieder ein bisschen Ruhe.

Und hier noch ein aktuelles Bildchen:

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