心が

閉ざして今にも壊れてゆく。

Das zu dieser Textzeile gehörige Lied begleitet mich schon lange, lange, lange Zeit. Die letzten Monate intensiv. Eine Vorahnung? Wer weiß…

 

Druck. Schmerz. Emotionen?

Es gab mal eine Zeit, in der ich gut allein zurecht kam. Ich war so lange Zeit so glücklich und zufrieden… Vollkommen zufrieden. Manchmal frage ich mich, was ich gewonnen habe? Ist es unterm Strich so, dass es nun schöner ist? Bin ich glücklicher? Müsste das nicht ohne Zweifel so sein? Aber ich bin gerade einfach nur erschöpft. Meine Kräfte verlassen mich – langsam aber sicher. Seit einigen Tagen frage ich mich – wo würde ich gerade stehen, wo würde ich sein, wenn es die Kinder nicht geben würde? Wäre ich da immer noch im Alltag? Ich bin mir nicht sicher… Spiele mit dem Gedanken, mir stationäre Hilfe zu holen, wohlwissend, dass ich danach zerbrochen wäre, weil ich es ja kaum ein paar Stunden ohne die Kinder aushalte. Oder bin ich jetzt schon zerbrochen? Ich weiß es nicht. Ich kann nicht mehr klar denken, schiebe Emotionen frei nach Lust und Laune zur Seite. Lasse nichts und niemanden an mich heran, schließe alles weg. Will nicht denken, nicht fühlen, und spüre immer deutlicher, dass mir die Kontrolle darüber trotzdem immer mehr entgleitet.

Irgendwann wird es zurück kommen, irgendwann… Was dann sein wird? Ob ich es dann besser ertragen kann? Wir haben unser Baby verloren. Wir haben unser Baby verloren. Wir haben unser Baby verloren, als es fast noch nicht da war. Aber es war da, wenn auch nur für einen kurzen Moment, und allein der Gedanke daran tut einfach nur weh. Bis ich die Emotionen packe und wegsperre. Auch beim dritten Mal drüberlesen habe ich Tränen in den Augen und schlucke sie – erneut – herunter.

Und die Warteschleife endet doch noch nicht. Der Wahnsinn geht weiter. Ich habe Angst… Fühle den Druck in meiner Brust. Werde ihn nicht los. Andere Gedanken schießen mir durch den Kopf und drücken mich zusätzlich zu Boden. Will mich schneiden, Haut aufschneiden, aber weiß genau, dass es danach nicht besser wäre. Danach hätte sich auch nichts an der Ausgangslage verändert. Unser Baby L hätten wir immer noch verloren. Und es würde trotzdem so unendlich weh tun und doch nicht (genug) weh tun.

 

Lange habe ich überlegt, ob der Text hier öffentlich erscheinen soll – ich bin mir inmer noch nicht sicher, ob es eine gute Idee ist. Aber letztendlich ist es für mich wichtig, auch über diese Sachen zu schreiben. Die nicht so schönen, Nicht-Alles-Toll-Bilderbuch-Themen.

PU+16

HCG 10,7…

Medis weiternehmen,2. Bluttest am Freitag.

Wir werden wohl morgen Nachmittag nochmal einen Pipitest machen und bei blütenweiß einfach alles an Medis absetzen. Wenn da morgen noch was zu sehen ist, entscheiden wir spontan…

Testreihe

… mit Facelle-Tests. Bei PU+11 war laut HCG-Abbau-Rechner noch ein halbwegs ordentlicher Spritzenrest da (um die 20 Einheiten).

Und getrocknet sind die Tests etwas… mistig, weil sie super-schwach werden. Also für Testreihen eher schwierig. Klar, frisch waren sie auch Meilen entfernt von fett positiv, aber wir haben bisher ja nur fette Zwillings-HCG-Werte als Vergleich; zumindest beim Kleinen war ja im gesamten 1. Trimester der Schwangerschaft eine 2. (wenn auch kleinere) Fruchthöhle zu sehen.

Heute ist Bluttest und theoretisch sollten wir das Ergebnis heute Nachmittag erfahren. Ich bin gespannt…

Und nun das Bild.

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Baby-L

…ist seit Mittwoch im Bauch angekommen und war am Transfertag ein wundervoller 6-Zeller. Seitdem kleben die großen Kinder quasi permanent an mir und meine Frau versucht sich auszuruhen🙂

Klappt logischerweise nicht immer, aber ich bemühe mich.😀 Und mir tut es auch gut, mal Hauptansprechpartner für die Kinder zu sein. Gefühlt (auch, wenn ich trotzdem sehr oft da war) kamen sie etwas zu kurz die letzten Wochen. Einfach, weil mein Kopf mit vielen anderen Dingen beschäftigt war.

Überraschenderweise ist die Warteschleife auch halbwegs entspannt. Irgendwie ist garnicht so viel Zeit, darüber nachzudenken, ob der kleine Embryo es sich nun gemütlich macht oder nicht. Und meine Frau ist eh zuversichtlich und tiefenentspannt.