Heute…

…haben wir mal echt Lust, eine Schule (freie, demokratische) zu gründen 😀

Ob wohl was daraus wird? 4,5 Jahre hätten wir ja Zeit, bis die Große in die Schule „muss“.

Interessierte Leute könnten wir sicher auch auftreiben. Das wär was 😉

Der aktuelle Status ist „träumen darf man ja mal“. Mal sehen, ob es beim Träumen bleibt!

 

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Die nächsten Jahre…

werden nicht einfach, aber auch wunderschön.

Wir überlegen schon lange hin und her, wie wir unser (weiteres) Leben gestalten möchten. Vorerst war ja geplant, den Master in 6 statt 4 Semestern durchzuziehen, notfalls eben mit Aufteilung der Kinder und Abstrichen an Familienzeit. Sicher keine schlechte Idee, aber ich muss ganz ehrlich zugeben: Die Prioritäten haben sich verschoben, enorm. Die Gründe sind vielfältig, das Ergebnis ist: Wir wollen die Zeit mit unseren Kindern genießen, ohne Druck im Nacken, möglichst schnell zu studieren (was zwangsläufig in der ursprünglich geplanten Taktung nur mit Abstrichen und „Mut zur Lücke“ funktioniert hätte). Wir wollen aus den Kursen, die wir belegen, etwas mitnehmen, wollen uns bilden, wollen über das „Muss“ hinaus lernen – notfalls auch mit Abstrichen, was die Studiendauer angeht. Wenn es notwendig ist auch so, dass wir auch mal nur ein oder zwei Kurse pro Semester schaffen. Aber wir machen das Studium ja nicht nur, um beschäftigt zu sein, um „irgendwas zu tun“, sondern weil wir uns aus Überzeugung (weiter)bilden möchten.

Fakt ist, vermutlich bekommen wir so halbwegs 7 Semester Studium finanziert, sofern ich bis dahin Bafög erhalte. Wenn nicht, sieht es etwas mau aus… Aber auch dafür wird sich eine Lösung finden lassen.

Der derzeitige Plan ist nun, einfach mal vor uns hin zu studieren, und währenddessen ohne großartigen Druck von außen unsere Familienplanung durchzuziehen. Das Ziel ist, den Tag zu einem großen Teil als Familie verbringen zu können, weil wir einfach festgestellt haben, dass das gerade das absolut Wichtigste ist. Wir möchten unsere Kinder aufwachsen sehen und den Alltag zu viert verbringen.

Für uns bedeutet das nun: Wir müssen uns einschränken, ja. Wir müssen sparen, ja. Definitiv. Und wir werden, wohl oder übel, einen gewissen Teil unserer Zeit dafür aufopfern müssen, Geld zu verdienen, um nach 6 oder 7 Semestern Studium nicht plötzlich vor dem „nichts“ zu stehen, mit einem fast-Master und noch 2, 3, 4,… offenen Kursen.

Wir müssen zur Sozialberatung der Uni, um unseren Plan mal durchzusprechen, um zu sehen, ob es noch Möglichkeiten gibt, fernab der Regelstudienzeit zu studieren und dies irgendwie zu finanzieren/Ersparnisse aufzustocken, damit wir die letzten 1, 2, 3 Semester halbwegs über die Runden kommen. Wir müssen sehen, welche Modelle es fernab der Norm gibt und was dem, was wir uns für uns als Familie wünschen, am nächsten kommt.

 

Und danach? Nach dem Studium? Nunja, dann wartet natürlich die ganze Welt auf uns. Ist doch klar, oder? 😀

 

professionelle Betreuungspersonen

mit Ausbildung braucht das Kind.

Warum ist diese Auffassung so weit verbreitet? Oder, anders gesagt: Was können professionell ausgebildete Personen, was eine Mutter nicht kann?

Ich bin überrascht, dass viele dieser Ansicht sind. Ich kann ja durchaus zustimmen, dass der Ruf nach vernünftigen Betreuungseinrichtungen sehr sinnvoll ist. Es gibt Elternteile, die arbeiten müssen oder wollen und während dieser Zeit ihre Kinder gut aufgehoben wissen möchten – und ja, in so einem Fall kann eine KiTa (Krippe, Kindergarten, Tagesmutter/vater) ein Segen für die gesamte Familie sein.

Aber: Wenn es zeitlich möglich ist, die Kinder zu einem großen Teil oder komplett selbst zu begleiten UND man darauf Lust hat (es gibt ja durchaus nicht gerade wenige Eltern, die eben genau das nicht möchten, und das ist auch völlig in Ordnung) – warum sollte man dann auf so eine Einrichtung zurückgreifen? Warum liest man immer und immer wieder, Kinder brauchen die Krippe/den Kindergarten zwangsläufig? Warum „brauchen“ Kinder professionell ausgebildete Betreuungspersonen/Erzieher? Warum wird diesen Einrichtungen zugestanden, dass sie sich per se „besser“ um die Kinder kümmern können, als man selbst, oder die beste Freundin, oder eine nette Tante/die Oma? Wovor haben Eltern Angst? Dass das Kind nicht Montag von 10-12 Uhr basteln und Mittwoch von 13-15 Uhr „gemeinsames Spiel“ im KiTa-Verband erleben kann?

Ich glaube, für diesen Artikel möchte ich mal ein wenig abschweifen und von unserem Alltag unter der Woche berichten (hab ich das überhaupt schonmal so pauschal?). Aufmerksame Leser müssten mittlerweile wissen, oder zumindest ahnen, dass unsere Kinder bisher ausschließlich von uns Eltern betreut wurden. Das erstmal vorneweg 😉 Aber nun zum Alltag.

Wir stehen irgendwann auf, meist dann, wenn die Kinder der Meinung sind, dass es mal an der Zeit wäre. Die Tage, an denen wir die Kinder geweckt haben (wecken mussten), kann man an einer Hand abzählen – es waren die Tage, an denen wir entweder morgens wichtige Termine hatten, die sich nicht verschieben ließen, oder Tage, an denen wir einen Zug erwischen mussten. Warum sollten sich die Kinder auch schon so früh im Leben – ohne die Not auf unserer Seite rechtzeitig in der Arbeit erscheinen zu müssen – den Tag von der Uhr diktieren lassen? Schlimm genug, dass wir als Erwachsene ständig die Zeit im Blick haben (müssen, wollen, oder was auch immer)… Wie der Morgen abläuft, hängt momentan zu einem großen Teil davon ab, was die Große gerade benötigt. Es gibt Tage, an denen sie völlig zufrieden noch ein, zwei, drei Stunden zu Hause ist und dies auch gerne tut. Diese Tage nutzen wir für ein gemeinsames Frühstück und versuchen, danach gemeinsam noch ein wenig Haushalt zu schaffen – wobei die Große uns fast immer helfen möchte, beginnend beim Einräumen der Waschmaschine über das Anschalten der Spülmaschine oder einfach nur das Aufräumen von Gegenständen im Spielzimmer oder sonstwo. Diese Tage bieten sich auch für ein ausgedehntes Vormittagsschläfchen meinerseits an, wenn ich das gerade nötig habe; an dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine Frau, die mir dies ermöglicht (und in der Zeit dann beide Kinder hütet).

Dann gibt es Tage, an denen die Große aufwacht und nur eins will: Raus. Und zwar zackig. Auch diesem Wunsch (ok, manchmal ist es tatsächlich ein akutes Bedürfnis) kommen wir, im Rahmen unserer Möglichkeiten und nach einem Kaffee, nach. Warum auch nicht? Diese Tage nutzen wir meist dafür, Einkäufe und Erledigungen in der Innenstadt zu machen – und in der Regel beginnen wir da erstmal mit einem ausgedehnten Frühstück 😀 In manchen Läden in der Stadt sind wir vermutlich bereits bekannt wie bunte Hunde – wer geht schon werktags mit vergnügt herumspringenden und kletternden Kleinkindern frühstücken?

Und dann gibt es den 0/8/15-Durchschnittstag, an dem wir morgens aufwachen, die Große ganz zufrieden ist, wir mehr oder wenig gemütlich zusammen frühstücken (momentan eher weniger gemütlich, aber wir arbeiten daran) und dann halbwegs zügig das Haus verlassen.

Meist entscheiden wir absolut spontan, was wir akut machen möchten. Oft wird die Große mit in die Entscheidung einbezogen, zumindest dann, wenn kein Termin o. ä. einen gewissen Ablauf vorgibt. Auch das machen wir aus Überzeugung; denn uns ist es letztendlich wichtig, dass die Große (und später auch der Kleine, aber noch ist er zu klein 😉 ) glücklich ist. Sie hat, je nach Tagesform, gewisse Vorstellungen vom Tag, während es uns nur wichtig ist, einen schönen gemeinsamen Tag zu verbringen. Natürlich kommen (noch) viele Vorschläge von uns, aber es gibt keinen Tag, an denen wir das Haus verlassen und einfach an einen Ort unserer Wahl fahren. Meist schlagen wir 2/3 Alternativen vor und oft hat die Tochter auch eine klare Präferenz, wohin sie möchte und was sie tun will.

Abhängig vom Ort (aktuell ist es oft die Elterninitiative der Uni oder die Innenstadt oder – selten – zu Hause) entscheiden wir nach einiger Zeit dann, wo wir mittags essen möchten. Extrem selten essen wir zu Hause, meistens essen wir entweder in der Mensa oder es wird in der Elterninitiative von einer anderen Mutter oder einem Vater gekocht – oder wir kochen dort selbst.

Nachmittags treffen wir uns dann manchmal noch mit einer Freundin (die ihren Sohn dabei hat), gehen zu irgendwelchen Treffen mit anderen Familien oder verbringen die Zeit zu viert. Die meisten Nachmittagsaktivitäten sind aber draußen, sofern es nicht gerade in Strömen regnet. Hab ich schonmal erwähnt, dass Tochter ein draußen-Kind ist?! 😉 Viel „Programm“ machen wir da nicht, wir leben eben unseren Alltag. Das kann am Spielplatz sein, das kann die Rutsche im Einkaufszentrum sein, das kann ein Besuch in der Bibliothek sein – oder der Zoo, oder der Park, oder … Es gibt tausend Möglichkeiten hier vor Ort, und es werden wohl demnächst nochmal mehr werden (dazu aber später ein extra Artikel).

Was das Ergebnis unseres Alltags ist? Ein zufriedenes Kind! Ein Kind, das einen guten Teil des Tages lacht, das fast immer 1:1 im Alltag begleitet werden kann, das einfühlsam in kritischen Situationen aufgefangen wird. Ein Kind, das sich sicher sein kann, dass IMMER jemand zur Verfügung steht, wenn es an irgendeiner Stelle Hilfe benötigt. Und sei es nur, dass die Tochter im Zweifelsfall auch die Möglichkeit hat, sich 30 Minuten Zeit zu lassen, um sich beim Anziehen helfen zu lassen – weil sie es möchte und wir gerne bereit sind, sie einfach machen zu lassen, ganz gleich, wie „unsinnig“ es für manch anderen erscheint.

Und nun kommen wir doch mal zum Anfang des Artikels zurück. Was hätte unsere Tochter in einer Krippe, was sie bei uns nicht bekommen kann? Ja, sie hätte wohl mehr Kontakt zu anderen Kindern – dafür hätte sie aber ihre beiden Hauptbezugspersonen sowie ihren heißgeliebten Babybruder nicht bei sich. Ja, sie hätte vermutlich mehr „Programm“ – aber braucht es das? Gerade in dem Alter? Meiner Erfahrung nach entwickelt sie sich bestens, wenn wir ihr einfach genügend Freiraum geben, nach ihren Wünschen zu spielen und mit anderen Menschen zu interagieren (auch, wenn das jetzt total öko klingen mag). Und: Sie müsste definitiv auf eine 1:1-Begleitung im Alltag verzichten, die sie auffängt, begleitet und ihr immer wieder rückversichert, dass sie geachtet, bedingungslos geliebt und umsorgt ist.

Das Ergebnis? Ein Kind, das meist freie Wahl hat, mit wem sie ihre Zeit verbringen möchte (im Allgemeinen sind das in ihrem Fall übrigens ältere Kinder, z. T. auch deutlich älter – sie hat z. B. etliche Abende mit einem geschätzt 8-Jährigen in der Mensa gespielt. Soviel also dazu, dass Kinder unbedingt gleichaltrige Kinder benötigen). Ein Kind, das enorm zuvorkommend ist, sehr einfühlsam, sehr umsichtig im Umgang mit anderen. Ein Kind, das nicht schubst, nicht beißt, nicht haut. Ein Kind, das die Grenzen anderer Menschen achtet – deutlich über das Maß hinaus, das man von 1,5-Jährigen erwarten kann. Ein Kind, das (für uns als Eltern deutlich, für andere Erwachsene absolut unauffällig) zeigt, wenn etwas zu viel ist und sie aus so einer Situation nicht allein wieder raus kommt. Ein Kind, das durchaus in einem verblüffenden Maß auf die Bedürfnisse anderer achtet – es gibt immer und immer wieder Situationen, in denen ich garnicht glauben kann, wie unglaublich kooperativ, einsichtig und „groß“ sie ist. Situationen, in denen sie ohne mit der Wimper zu zucken eigene Bedürfnisse zurücksteckt, nur um unsere Grenzen und unsere Bedürfnisse zu achten.

Ein Kind, mit dem der Alltag grundsätzlich einfach nur Spaß macht. Krankheit ausgenommen. 😀

Wieder zu Hause

und alles (fast) wieder gut.

Wir haben uns – mal wieder – entgegen ärztlichen Rat entlassen (lange Geschichte, kurz gesagt: Irgendwann fing Tochter schon an panisch zu brüllen, sobald die Zimmertür im Krankenhaus aufging und ihr Puls schoss hoch auf 170-180 – inhalieren ging auch garnicht mehr, sie hat sich zuletzt dabei erbrochen weil sie so gebrüllt hat – und es ging ihr einfach psychisch nur noch mies; mal abgesehen davon, dass wir von den Ärzten selbst nach hartnäckigem Nachfragen total im Dunkeln gelassen wurden, inwieweit es nun besser oder schlimmer wurde und die Ärztin am Montag dann auch noch meinte, sie müsste den Babybruder rauswerfen, weil das ja offiziell hier die Intensivstation ist – auch wenn wir dank Überbelegung der Intensivstation ein Einzelzimmer auf der Wochenbettstation hatten, sie meinte halt, sie will hier nun ihre heiligen Vorschriften durchsetzen).

Die Entlassungs-Entscheidung war – mal wieder – genau goldrichtig für die Genesung der Großen. Selbst unsere Kinderärztin konnte die Entscheidung total nachvollziehen und hat uns sehr, sehr gut helfen können.

Mittlerweile hüstelt das Kind noch ein wenig fies rum, aber sonst ist alles gut – vor allem die heftigen Atemgeräusche sind völlig verschwunden. Zum Glück! Endlich schläft Darth Vader nachts nicht mehr in unserem Bett.

Und zumindest ich bin mir gerade dadurch wieder zu 100% sicher geworden, dass wir ein drittes (und viertes, hüst) Kind wollen. Ich brauch dringend mehr von der Sorte „tollstes Kind der Welt“, es macht einfach trotz allen Widrigkeiten zu viel Spaß 😉 (Gut, zugegebenermaßen eher nicht so, wenn die Kinder gerade im Krankenhaus hocken, aber ich hoffe ja ganz stark(!), dass nicht jedes Kind so anfällig für jeglichen doofen Mist sein wird).

Aber jetzt bin ich müde und fertig (da selbst auch noch krank, mittlerweile mal wieder seit 1,5 Wochen).

Morgen versuchen wir mal, ein wenig Alltag einkehren zu lassen. Das würde uns wohl allen mal wieder RICHTIG gut tun.

Und wir haben mal wieder

ins Klo gegriffen.

 

Tochter liegt nun den 3. Tag auf der Intensivstation und diesmal ist es – tadaaaa! – eine schwere Bronchitis mit Pseudo-Krupp-Zwischenfällen.

Wir haben ja auch sonst nix zu tun. Echt, ich mag nicht mehr. Und der Sohn brüllt sich quasi den ganzen Tag einen ab. (Die Tochter auch, aber die hat ja auch jeden Grund und sie macht sich den Umständen entsprechend eigentlich echt gut).

Die Behörden in Leipzig

scheinen doch sehr gemütlich und ungenau zu arbeiten.

Heute erfuhren wir auf Nachfrage, dass unsere Bearbeiterin vom Elterngeld noch diverse Unterlagen benötigt, angeblich schon Anfang Januar angefordert. Bei genauerem Blick in unsere Akte fand sich dann zwar ein Vermerk, dass Unterlagen fehlen – aber kein Schreiben, das an uns gerichtet war. Ist wohl irgendwas schief gelaufen.

Nun müssen wir noch diverse Dinge einreichen (u. a. den Kindergeldbescheid? Und eine Erklärung, von wann bis wann das Studium geht? Und lauter solche lustigen Sachen) und können dann hoffen, dass wir mal Elterngeld bekommen, bevor der Sohn eins wird 😛

Tjaja… Wir sind dann mal dabei, den Kindergeldbescheid rauszukramen, aus unserem endlosen Stapel an Papierkram (der mal geordnet werden müsste, ich weiß – dann müssten wir auch nicht suchen 😀 ).